Kultur
Kultur und Kunst haben in der Stadt der Brüder Grimm in Hanau Tradition ( die Staatliche Zeichenakademie zum Beispiel ist weit mehr als 222 Jahre alt) und sind bis heute auch Ausdruck urbanen Lebens, deshalb gehen Kunst und Kultur an Main und Kinzig auch raus aus den einst „hehren Kulturtempeln“ und sozusagen unter die Leute – nicht nur beim Kultursommer und dem traditionsreichen Lamboyfest. Auch die lebendigen Museen machen ihrem Namen alle Ehre. Hanau hat Kultur – auf diesen Seiten können Sie sich davon überzeugen. Hanau zeichnet sich durch ein lebendiges und facettenreiches Kulturleben aus. Von den Märchenfestspielen über Theater, Konzerte, Kleinkunst, Literatur und KulturSommer sowie den Museen und Galerien, den Stadtfesten und den Angeboten freier Kulturträger und Vereinen, bietet die Stadt übers ganze Jahr ein vielfältiges Kulturprogramm.
Die Stadt sieht sich der Kultur verpflichtet, wurden hier doch berühmte Persönlichkeiten wie die Grimms und der Musiker und Komponist Paul Hindemith geboren.
Viel los in Hanau: Der Kulturbericht der Stadt Hanau 2011 liegt vor
„Der jetzt vorliegende Kulturbericht des Jahres 2011 belegt einmal mehr, wie vielfältig und bunt das kulturelle Leben in Hanau ist“, kommentiert Oberbürgermeister Claus Kaminsky die dieser Tage präsentierte Dokumentation, die seit 2005 regelmäßig einmal im Jahr veröffentlicht wird. Die aktualisierte Bestandsaufnahme der städtischen Kulturarbeit, der Kulturförderung und der Kulturangebote soll unter anderem auch mehr Transparenz in die Kulturförderung bringen. Der Rechenschaftsbericht versteht sich darüber hinaus als Informationsgrundlage für Politik, Bürgerschaft, Kulturträger und Verwaltung und beschreibt das Profil sowie die Leistungsstärke der kommunal geförderten Kultureinrichtungen.
Trotz zwingend gebotener Konsolidierungsmaßnahmen ist es dem Fachbereich Kultur nach den Worten des Kulturbeauftragten Klaus Remer auch 2011 wieder gelungen, kulturinteressierten Bürgerinnen und Bürgern ein vielfältiges und niveauvolles Veranstaltungsprogramm anzubieten sowie darüber hinaus auch kulturelle Initiativen zu fördern und die Möglichkeiten kultureller Bildung weiter auszubauen.
Dabei war auch die Kulturarbeit im vergangenen Jahr vom großen Stadtumbau geprägt. „Mit dem „Forum Hanau“ wird auf dem Freiheitsplatz auch ein innovatives kulturelles Zentrum entstehen, das derzeit vom Fachbereich Kultur konzipiert und geplant werden muss. Künftig sollen hier die Stadtbibliothek, das Medienzentrum, den Hanauer Geschichtsverein, die Volkshochschule und die Wetterauische Gesellschaft mit zeitgemäßen und modernen Räumlichkeiten versorgt werden.
Fertig gestellt werden konnte dagegen der Umbau des Kunst- und Industriemuseums Großauheim. Das Museum präsentiert sich nun in neuem Glanz.
Die erstmals konzipierte „Kulturnacht Wilhelmsbad“ - Nachfolgerin der bisherigen Nacht der Musen - war ein echter Höhepunkt und Publikumsliebling des Hanauer Kulturlebens 2011. „Diese Neuerung im Veranstaltungskalender zeigt, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kulturverwaltung sowie der Kulturvereine und Institutionen bereit sind, Entwicklungen zu reflektieren und mit neuen Akzente darauf zu reagieren“, ergänzt Kulturmanager Klaus-Dieter Stork.
Schließlich wird auch das kulturelle „Tagesgeschäft“ 2011 beleuchtet. In den Berichten der einzelnen Abteilungen wird anschaulich geschildert, was in den letzten zwölf Monaten erfolgreich „über die Bühne“ gebracht wurde.
Die Leistungsbilanz des Fachbereichs Kultur liegt ab sofort im Stadtladen, den Stadtteilläden, in den Museen und in den Bibliotheken aus. Er ist ebenfalls im Fachbereich Kultur, Steinheimer Straße 1b erhältlich.
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Aktuelles: Zentraler Bestandteil der Kulturlandschaft
Stadt Hanau und Gesellschaft für Goldschmiedekunst verlängern Kooperation
„Die Gesellschaft für Goldschmiedekunst e.V. (GfG) ist nicht nur ein zentraler Bestandteil der Hanauer Kulturlandschaft, sondern hat sich in den vergangenen Jahren als überaus erfolgreicher und verlässlicher Partner für die Stadt erwiesen“, nahm Oberbürgermeister Claus Kaminsky die jüngste Vertragsunterzeichnung zur Fortsetzung der Kooperation zum Anlass, einmal mehr die Bedeutung dieser positiven Zusammenarbeit für die Entwicklung des Deutschen Goldschmiedehauses und damit für Hanau zu unterstreichen. Damit ist auch der letzte Schritt nach dem entsprechenden Beschluss der Stadtverordnetenversammlung getan, damit die Verantwortung für die Programmgestaltung und die Außendarstellung des renommierten Museums auch für die nächsten fünf Jahre bei der GfG bleibt. Gleichzeitig ist damit der jährliche Zuschuss in Höhe von 232.000 Euro festgeschrieben. Die Gesamtaufwendung der Stadt Hanau für das Deutsche Goldschmiedehaus belaufen sich inklusive der Miet- und Nebenkosten sowie der Personalkosten auf insgesamt 543.848 Euro.
GfG-Präsident Hartwig Rohde und Batho Gündra als Schatzmeister unterzeichneten den Vertrag für die Gesellschaft, die seit 1985 ihren Sitz im Hanauer Goldschmiedehaus hat und seither von hier aus wesentlich dazu beiträgt, die Gold- und Silberschmiedekunst national und international zu fördern. Gemeinsam mit der GfG-Geschäftsführerin Dr. Christianne Weber-Stöber erläuterten sie dem Oberbürgermeister und dem ebenfalls anwesenden Wirtschaftsdezernenten Dr. Ralf-Rainer Piesold neben den aktuellen Projekten auch die enge Vernetzung der drei Hanauer Institutionen rund um die Gold- und Silberschmiedekunst, die sich regelmäßig in der gemeinsamen Gestaltung des Ehrenpreises des Hanauer Stadtgoldschmieds widerspiegelt:
Während die GfG die Ausschreibung organisiert und den Stadtgoldschmied vor Ort betreut, stellt ihm die Staatliche Zeichenakademie für sechs Wochen einen Arbeitsplatz zur Verfügung. Ihre Studenten profitieren dabei von der Möglichkeit, in einem Workshop das Arbeiten des Stadtgoldschmieds selbst mitverfolgen zu können. Das Deutsche Goldschmiedehaus bietet schließlich den idealen Rahmen zur Präsentation seiner Arbeiten. Dabei wolle man nicht außer Acht lassen, so Weber-Stöber, dass es natürlich die Stadt Hanau sei, die den finanziellen Rahmen schaffe.
Diese gute Zusammenarbeit, formulierte OB Kaminsky seine Erwartungen, wird in Zukunft auch die Brüder-Grimm-Berufsakademie einbeziehen, die mit ihrem Angebot das bestehende Spektrum hervorragend ergänzt und neue Akzente setzt.
Die Vertreter der Stadt wie auch der Gesellschaft für Goldschmiedekunst, die in der jüngeren Vergangenheit gemeinsam für die Neuansiedlung dieser Fachhochschule gerungen hatten, waren jedoch auch einig in der Einschätzung, das von der innovativen Bildungseinrichtung nicht nur die Zeichenakademie, sondern auch der Schulstandort Hanau profitieren wird. Denn die hier gebotene Kombination aus fundierter handwerklicher Ausbildung und praxisorientiertem Designstudium, beides mit anerkannten Abschlüssen, stellt nach den Worten von Stadtrat Dr. Piesold ein Alleinstellungsmerkmal in der deutschen Bildungslandschaft dar.
