Der Froschkönig (Musical) Beim Spielen fällt der Prinzessin ihre goldene Kugel in den Brunnen. Als sie ihren Verlust beweint, taucht ein Frosch auf und bietet ihr an, die Kugel zu holen, wenn sie ihn mit ins Schloss nimmt und zu ihrem Gefährten macht. Sie verspricht es, läuft dann aber mit der goldenen Kugel davon. Der Frosch kommt am nächsten Tag zum Palast und erinnert sie an ihr Versprechen, woraufhin der König sie zwingt, es zu halten. Der Frosch isst von ihrem Gedeck und trinkt aus ihrem Becher. Als er sich in ihrem Zimmer auch zu ihr ins Bett legen will, wirft sie ihn an die Wand. Da verwandelt er sich in einen schönen Prinzen, den der König der Prinzessin zum Mann gibt.
In Dieter Stegmanns Bühnenfassung des Märchens wird der Prinz von einer Hexe in einen Frosch verwandelt, also gezwungen, sein wahres Ich zu verbergen, weil er sich weigert, sie in ihrem Machtstreben zu unterstützen. Die Prinzessin vollzieht, durch den Verlust ihrer Kugel und die Begegnung mit dem Frosch aus gelöst, den Schritt vom Kind hin zum eigenverantwortlichen Individuum. Sie wird durch den Verlust ihrer Kugel und das Treffen des Frosches zum ersten Mal mit den hässlichen Aspekten des Lebens konfrontiert. Sie erlöst den Prinzen, weil sie sich weigert, seine „falsche” äußere Form zu akzeptieren, gleichzeitig kann sie sich, durch die Missachtung der väterlichen Befehle, von ihrem kindlichen Ich lösen und steht zu ihren eigenen Gefühlen. „Der Froschkönig” erzählt, dass man Menschen nicht aufgrund ihres Äußeren ablehnen sollte, sondern das zählt, welcher Charakter hinter der Fassade ist.
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