Kultur

Lebendige Kulturlandschaft als wichtiger Standortfaktor: Kulturbericht 2010
Aktuelles: Zentraler Bestandteil der Kulturlandschaft
Hanau Kultur Collage

Kultur und Kunst haben in der Stadt der Brüder Grimm in Hanau Tradition ( die Staatliche Zeichenakademie zum Beispiel ist weit mehr als 222 Jahre alt) und sind bis heute auch Ausdruck urbanen Lebens, deshalb gehen Kunst und Kultur an Main und Kinzig auch raus aus den einst „hehren Kulturtempeln“ und sozusagen unter die Leute – nicht nur beim Kultursommer und dem traditionsreichen Lamboyfest. Auch die lebendigen Museen machen ihrem Namen alle Ehre. Hanau hat Kultur – auf diesen Seiten können Sie sich davon überzeugen. Hanau zeichnet sich durch ein lebendiges und facettenreiches Kulturleben aus. Von den Märchenfestspielen über Theater, Konzerte, Kleinkunst, Literatur und KulturSommer sowie den Museen und Galerien, den Stadtfesten und den Angeboten freier Kulturträger und Vereinen, bietet die Stadt übers ganze Jahr ein vielfältiges Kulturprogramm.
Die Stadt sieht sich der Kultur verpflichtet, wurden hier doch berühmte Persönlichkeiten wie die Grimms und der Musiker und Komponist Paul Hindemith geboren.

Lebendige Kulturlandschaft als wichtiger Standortfaktor: Kulturbericht 2010

Titelseite des aktuellen Kulturberichtes Titelseite des aktuellen Kulturberichtes

"Kultur schafft Identität, sie prägt das Image einer Stadt und ist damit ein zunehmend wichtiger Standortfaktor auch für die wirtschaftliche Entwicklung einer Kommune“, nimmt Oberbürgermeister Claus Kaminsky den jüngst vorgelegten Kulturbericht 2010 zum Anlass, auf die hohe Bedeutung eines facettenreiche kulturellen Angebots hinzuweisen. Denn, so Kaminsky weiter, jede Kommune im Rhein-Main-Gebiet stehe heute im Wettbewerb als Wirtschafts-, Wohn- und Freizeit-Standort. „Gezielte Kulturförderung und eine lebendige Kulturlandschaft kann hier ganz entscheidende Impulse setzen.“ Diese Wissen spiegelt sich nach den Worten des OB im vielfältigen Angebot wider, das die Brüder-Grimm-Stadt für ihre Bürgerinnen und Bürger jedes Jahr bereithält. Der jetzt vorgelegte Kulturbericht für 2010 dokumentiert deshalb eindrucksvoll, wie Kultur in Hanau erlebt und gelebt wird.
Einmal im Jahr gibt der Fachbereich Kultur der Stadt Hanau der kulturinteressierten Öffentlichkeit sowie der Politik Rechenschaft über die geleistete Kulturarbeit. „Bestandsaufnahmen sind von Zeit zu Zeit notwendig, um auf die eigene Arbeit zurückzublicken, sie kritisch zu betrachten und auch, um neue Ziele und Perspektiven formulieren zu können,“ so OB Kaminsky und lobt dabei gleichzeitig die kulturelle Vielfalt in Hanau, die im vergangenen Jahr wieder allen Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu Kunst und Kultur ermöglicht hat.
Wie im Kulturbericht nachzulesen ist, gibt es eine Vielzahl von fest im Veranstaltungskalender etablierten Projekten wie die Brüder Grimm Märchenfestspiele, den Kultursommer, das Projekt „Hanau liest ein Buch“, die Hanauer Schultheatertage und das „Klingende Mobil“. Sie alle prägen nicht nur ein unverwechselbares städtisches Profil, sondern werden durch die Angebote der freien Kulturinitiativen wie beispielsweise die Amateurtheatertage, den Saisonauftakt Hanauer Galerien hervorragend ergänzt.
Neben den alljährlich wiederkehrenden Veranstaltungen hebt sich noch ein besonderes Ereignis im Kulturkalender 2010 als außergewöhnlicher Höhepunkt ab: Dem Historischen Museum Hanau – Schloss Philippsruhe gelang dank der gewichtigen Unterstützung von einigen Sponsoren der Kauf eines bedeutenden Soreau-Gemäldes aus der Hanauer Epoche von Isaak Soreau für die städtische Gemäldesammlung, das die Ausstellung im Schloss künftig bereichert.
Wichtigen Raum in der Arbeit des Fachbereichs Kultur nahm im vergangenen Jahr auch die Planung des neuen „Kulturforums“ am Freiheitsplatz ein. Hier sollen ab 2014 die Stadtbibliothek, das Medienzentrum, der Hanauer Geschichtsverein, die Wetterauische Gesellschaft sowie ein Info-Point der Volkshochschule unter einem Dach angesiedelt sein.
Der Kulturbericht 2010 ist im Stadtladen, den Stadtteilläden, in den Museen, in den Bibliotheken und im Fachbereich Kultur, Steinheimer Straße 1b, 63450 Hanau erhältlich und er steht nachfolgend als Download zur Verfügung.
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Aktuelles: Zentraler Bestandteil der Kulturlandschaft

Gut gelaunt bei der Vertragsunterschrift: Batho Gündra, Dr. Christianne Weber-Stöber und Stadtrat Dr. Piesold sowie OB Kamisky und GfG-Präsident Hartwig Rohde.
Gut gelaunt bei der Vertragsunterschrift: Batho Gündra, Dr. Christianne Weber-Stöber und Stadtrat Dr. Piesold (hinten von links) sowie OB Kamisky und GfG-Präsident Hartwig Rohde (vorne von links).

Stadt Hanau und Gesellschaft für Goldschmiedekunst verlängern Kooperation
„Die Gesellschaft für Goldschmiedekunst e.V. (GfG) ist nicht nur ein zentraler Bestandteil der Hanauer Kulturlandschaft, sondern hat sich in den vergangenen Jahren als überaus erfolgreicher und verlässlicher Partner für die Stadt erwiesen“, nahm Oberbürgermeister Claus Kaminsky die jüngste Vertragsunterzeichnung zur Fortsetzung der Kooperation zum Anlass, einmal mehr die Bedeutung dieser positiven Zusammenarbeit für die Entwicklung des Deutschen Goldschmiedehauses und damit für Hanau zu unterstreichen. Damit ist auch der letzte Schritt nach dem entsprechenden Beschluss der Stadtverordnetenversammlung getan, damit die Verantwortung für die Programmgestaltung und die Außendarstellung des renommierten Museums auch für die nächsten fünf Jahre bei der GfG bleibt. Gleichzeitig ist damit der jährliche Zuschuss in Höhe von 232.000 Euro festgeschrieben. Die Gesamtaufwendung der Stadt Hanau für das Deutsche Goldschmiedehaus belaufen sich inklusive der Miet- und Nebenkosten sowie der Personalkosten auf insgesamt 543.848 Euro.
GfG-Präsident Hartwig Rohde und Batho Gündra als Schatzmeister unterzeichneten den Vertrag für die Gesellschaft, die seit 1985 ihren Sitz im Hanauer Goldschmiedehaus hat und seither von hier aus wesentlich dazu beiträgt, die Gold- und Silberschmiedekunst national und international zu fördern. Gemeinsam mit der GfG-Geschäftsführerin Dr. Christianne Weber-Stöber erläuterten sie dem Oberbürgermeister und dem ebenfalls anwesenden Wirtschaftsdezernenten Dr. Ralf-Rainer Piesold neben den aktuellen Projekten auch die enge Vernetzung der drei Hanauer Institutionen rund um die Gold- und Silberschmiedekunst, die sich regelmäßig in der gemeinsamen Gestaltung des Ehrenpreises des Hanauer Stadtgoldschmieds widerspiegelt:
Während die GfG die Ausschreibung organisiert und den Stadtgoldschmied vor Ort betreut, stellt ihm die Staatliche Zeichenakademie für sechs Wochen einen Arbeitsplatz zur Verfügung. Ihre Studenten profitieren dabei von der Möglichkeit, in einem Workshop das Arbeiten des Stadtgoldschmieds selbst mitverfolgen zu können. Das Deutsche Goldschmiedehaus bietet schließlich den idealen Rahmen zur Präsentation seiner Arbeiten. Dabei wolle man nicht außer Acht lassen, so Weber-Stöber, dass es natürlich die Stadt Hanau sei, die den finanziellen Rahmen schaffe.
Diese gute Zusammenarbeit, formulierte OB Kaminsky seine Erwartungen, wird in Zukunft auch die Brüder-Grimm-Berufsakademie einbeziehen, die mit ihrem Angebot das bestehende Spektrum hervorragend ergänzt und neue Akzente setzt.
Die Vertreter der Stadt wie auch der Gesellschaft für Goldschmiedekunst, die in der jüngeren Vergangenheit gemeinsam für die Neuansiedlung dieser Fachhochschule gerungen hatten, waren jedoch auch einig in der Einschätzung, das von der innovativen Bildungseinrichtung nicht nur die Zeichenakademie, sondern auch der Schulstandort Hanau profitieren wird. Denn die hier gebotene Kombination aus fundierter handwerklicher Ausbildung und praxisorientiertem Designstudium, beides mit anerkannten Abschlüssen, stellt nach den Worten von Stadtrat Dr. Piesold ein Alleinstellungsmerkmal in der deutschen Bildungslandschaft dar.
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