Museum Großauheim - Kunst und Industriegeschichte

Maschinenhalle
Das Museum Großauheim wurde 1983 im ehemaligen Badehaus und in zwei Hallen des früheren Elektrizitätswerks als Museum für regionale Volkskunde, Landwirtschaft und Industriegeschichte eingerichtet. Nach über 25 Jahren erfuhr das Museum Großauheim nun eine grundlegende Überarbeitung und inhaltliche Neuausrichtung. Im August 2010 konnte die Kunstabteilung mit Werken des Bildhauers August Gaul sowie des Großauheimer Künstlers August Peukert wieder eröffnet werden.
Der zweite Bauabschnitt, die Abteilung Industriegeschichte, beinhaltet die Themen Landtechnik, Industrialisierung und Ortsgeschichte. Die Industrialisierung der Landwirtschaft wird an signifikanten Beispielen demonstriert. Der Wandel der Antriebskraft vom Mensch und Tier vorindustrieller Zeit hin zur Maschine wie der Lokomobile, dem Dampftraktor und dem Verbrennungsmotor, wie des in Großauheim gefertigten Bautz-Traktors, stehen im Mittelpunkt.
An den Wänden der einstigen Maschinenhalle des Elektrizitätswerkes von Großauheim wird auf Bild- und Texttafeln die Entwicklung der Energieerzeugung bis heute erläutert.
Neue Räume im ehemaligen Spritzenhaus, das unmittelbar an die Halle anschließt, sind hinzugekommen. Ergänzt wurde hier ein neuer Ausstellungsbereich zur Industriegeschichte der Region bis zum High Tech Standort Hanau.
Die historische Dokumentation der Hanauer Industriegeschichte, die logistischen Voraussetzungen für die Industrieansiedlung in Hanau (Eisenbahn, Mainhafen), die Frauenarbeit in Fabrik und Haushalt sowie historische Längsschnitte der Unternehmen Marienhütte Großauheim, BBC/ABB Großauheim, Pulverfabrik Wolfgang/Degussa, Heraeus und Dunlop sind Inhalte des ersten Abschnitts der neuen Abteilung.
„Made in Hanau“ bildet die Schnittstelle und Überleitung in den zweiten Ausstellungsbereich, der die Entwicklungen und Veränderungen der Hanauer Unternehmen visualisiert. „Ressourceneffizienz“ und „Saubere Technologien“ sind Themenschwerpunkte der Dauerausstellung zur Gegenwart. Die neue Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit mehreren Hanauer Unternehmen entstand, stellt den Forschungs- und Entwicklungsstandort Hanau in den Mittelpunkt.
Insgesamt gesehen erhielt das Museum - auch in seinem zweiten Abschnitt -eine großzügige lichte architektonische Überarbeitung. Das neue Museum Großauheim bietet dem Besucher auf einer Ausstellungsfläche von rund 1300 Quadratmetern nun eine zeitgemäß gestaltete Präsentation und Infrastruktur. Ab dem 11.12.2011 kann das gesamte Erdgeschoss mit den Bereichen der Industriegeschichte einschließlich der Dauerausstellung August Gaul vom Hofbereich aus barrierefrei erkundet werden.
Inhaltlich und architektonisch bildet das Museum Großauheim einen wichtigen Ankerpunkt innerhalb der Route der Industriekultur Rhein-Main.
| Download | Dateigröße | |
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| Führer zur Kunstabteilung August Gaul | 1263.6kb | |
| Führer zur Kunstabteilung August Peukert | 1729.9kb |
Sonderausstellung August Gaul Skulpturen – gesehen von Ruth Marcus
Gezeigt werden großformatige Fotografien seiner Werke der gebürtigen Hanauer Fotografin Ruth Marcus, die mit ihren Projekten „Hundeaugenblicke“ und „Katzen“ bereits mit beeindruckenden Werken vom lebendigen Tier bei den Hanauer Museen zu sehen war. Mit der Ausstellung „August Gaul Skulpturen“ widmete sich Ruth Marcus nun erstmals der Darstellung von Gauls Bronzeplastiken und schuf eine eigene ästhetische Synthese von Fotografie und Skulptur.
Die Bilder zeigen den typischen künstlerischen Blick der bekannten Tierfotografin und zugleich Wesentliches im Ausdruck des großen Bildhauers. Die Bronzen von August Gaul treten in einen Dialog mit der umfangreichen Sammlung der Hanauer Museen, die in der ständigen Abteilung im Museum Großauheim zu sehen ist und wecken den Wunsch, die Skulpturen in der Kunstabteilung noch einmal zu betrachten und neu zu entdecken.
Die Sonderausstellung ist noch zu sehen bis 20.05.2012 Do – So 10 – 12 und 14 – 17 Uhr.
