Garten RheinMain
Die KulturRegion Frankfurt RheinMain ist reich an gartenkünstlerischen Schöpfungen. Die Beispiele reichen von mauerumwehrten Kloster- und Burggärten zu den mittelalterlichen Heilpflanzengärten, von den Fürstengärten der Renaissance und des Barock zu den Englischen Landschaftsparks des 18./19. Jahrhunderts, von den Kurparks mit ihren Brunnentempeln, Promenaden und Alleen zu den Botanischen Gärten der Universitäten, von den öffentlich zugänglichen Bürgergärten und Volksparks des 20. Jahrhunderts bis zu den Bauern- und Kleingärten, in denen fleißige Gärtnerinnen und Gärtner Gemüse, Salat und Blumen kultivieren.
Gärten und Parks sind Orte der Ruhe, der Entspannung, des Nachdenkens und Kraftschöpfens inmitten unserer turbulenten Welt, in der die Gesetze des Marktes den Ton angeben. Neue Parkschöpfungen wie der Regionalpark RheinMain sind in der letzter Zeit zu den historischen Anlagen hinzugekommen und machen die landschaftlichen und urbanen Räume der Region als gewachsene und sich verändernde Kulturräume für deren Bewohner neu erfahr- und erlebbar.
In welchem Wechselverhältnis stehen gestaltete Parklandschaften und historisch gewachsenen „Natur“ zu den Behausungen der Menschen im Ballungsraum Frankfurt RheinMain? Wie haben sich die von Klerikern und Fürsten, von Architekten und Gartenkünstlern geschaffenen Gärten und Parks im Laufe der Jahrhunderte entwickelt und verändert, welche gesellschaftlichen, sozialen, künstlerischen und religiösen Ideen spiegeln sich in ihnen? Fragen von fast philosophischer Dimension, auf die das im vergangenen Jahr initiierte Projekt „GartenRheinMain – Vom Klostergarten zum Regionalpark“ versucht, einige Antworten zu geben.
Die Vielfalt und Schönheit der „Gartenschätze“ der Region neu in den Blick zu nehmen, hatte sich „GartenRheinMain“ von Anfang an vorgenommen, um damit einen Beitrag zu leisten für die kulturelle Vernetzung und Beheimatung der Menschen im Ballungsraum Frankfurt RheinMain. Rund 60.000 Besucher haben nach Auskunft der Veranstalter inzwischen an den zahlreichen Parkspaziergängen und Veranstaltungen durch den GartenRheinMain teilgenommen und damit ein eindrucksvolles Zeugnis vom Erfolg des Projektes abgelegt. Begleitet wurde das Interesse von einem überaus positiven Echo in den regionalen Medien.
Dass GartenRheinMain Lust auf mehr macht, davon zeugte auch das vorliegende Veranstaltungsprogramm, das an die Veranstaltungskalender des vergangenen Jahres anknüpft und ab Juni 2005 bis zum Ende des Jahres wieder alle Parkführungen und Gartenspaziergänge, Vorträge und Lesungen in den Gärten und Parks der Region zusammenführt. Möglich wurde das Programm wieder durch das finanzielle Engagement der 18 Gebietskörperschaften, die sich in der KulturRegion Frankfurt RheinMain* zusammengeschlossen haben und mit 10 Eurocent pro Einwohner die kulturelle Vernetzung der Region voranbringen.
Veranstaltungskalender unter dem Motto "Parkgeschichten"
Mit Beginn des Frühlings hat die KulturRegion FrankfurtRheinMain ihren diesjährigen Veranstaltungskalender GartenRheinMain vorgestellt. Die Broschüre weist auf mehr als 500 Gartenführungen und Spaziergänge hin. Schwerpunkt sind Parkgeschichten, in der die Geschichte der Parks und Geschichten zu den Parks erzählt werden. Die Broschüre ist mit knapp 200 Seiten so umfangreich wie nie zuvor. Sie begleitet die Parkliebhaber von April bis Dezember durch das GartenRheinMain-Jahr 2010.
GartenRheinMain versammelt in seinem Veranstaltungskalender spannende Entdeckungstouren durch die schönsten Parks und Gärten der Rhein-Main-Region. Der Bogen spannt sich von der Wetterau bis Darmstadt und von Bingen bis Aschaffenburg.
Eingeladen wird in kleine Stadt- und Bürgerparks, in großangelegte Kurparks sowie in repräsentative Schlossparks. Es werden Geschichten von Herrschaftsgärten und Gartenkunst, von reichen Gartenliebhabern, skurrilen Samenhändlern, Pflanzenjägern und seltenen botanischen Raritäten erzählt.
„Der Veranstaltungskalender GartenRheinMain bündelt alle Führungen und Gartenspaziergänge und bietet dem Liebhaber der "grünen Kunst" eine handliche Übersicht über das Gartenjahr 2010. Bekannte Parks, wie der Klostergarten in Seligenstadt, aber auch bislang weitgehend unbekannte Anlagen, wie der Schlosspark in Florstadt-Staden, lassen sich neu entdecken", so der Geschäftsführer der Kulturregion, Konrad Dörner.
Schon jetzt wird auf die Auftaktveranstaltung am 2. Mai, die in Kooperation mit der Saalburg veranstaltet wird, hingewiesen. Dort erfährt man Informatives über die Geschichte des römischen Gartens im "Haus des Präfekten". Heidrun Merk, vom Projekt GartenRheinMain: "Mit dieser Veranstaltung greifen wir auf die Wurzeln der europäischen Gartenkunst zurück, die, wie viele Künste, in der Antike liegen."
Das Veranstaltungsprogramm liegt in allen öffentlichen Stellen der Region, in Tourist-Infos, Verkehrs- und Bürgerbüros und Stadtbibliotheken kostenlos aus - natürlich auch im Hanauer Stadtladen und in den Stadtteilläden.
