lokaler Routenführer Hanau II

Gesamtübersicht mit Lage der einzelnen Orte
Gesamtübersicht mit Lage der einzelnen Orte

Route der Industriekultur - lokaler Routenführer Hanau II
Hier sehen Sie einen Lageplan der einzelnen Objekte der Industriekultur.

Zum Vergrößern klicken Sie bitte auf die Lupe.

Der Kartenausschnitt ist auch im Download des Lokalen Routenführers enthalten.
1) Eisenbahnbrücke Steinheim
2) Druckerei Horst
3) Wasserturm
4) Zigarrenfabrik Hosse
5) Grafische Betriebe Illert und Villen
6) Fahrradwerke Bauer
7) Eisenbahnbrücke Auheim
8) Landmaschinenfabrik Bautz
9) Bahnhof Großauheim
10) Museum Großauheim - Elektrizitätswerk
11) Marienhütte und Villa von Arnim
12) Asea Brown Boverie (ABB) AG
13) Kraftwerk Staudinger
14) Staatsdarre Wolfgang
15) Industriepark Wolfgang
16) Königliche Pulverfabrik Wolfgang
17) Eisenbahnbetriebswerk Hanau
18) Rütgers Chemicals AG

1) Eisenbahnbrücke Steinheim Nach Oben

Eisenbahnbrücke Steinheim
Eisenbahnbrücke Steinheim

Westerburgstraße (Verlängerung)

Mit Fertigstellung einer Doppelbrücke über den Main bei Steinheim wurde Hanau 1873 auf der Strecke Bebra–Frankfurt mit Offenbach verbunden. Neben der Bahnbrücke wurde mit einer zweiten Brücke für Fuhrwerke und Fußgänger die erste feste Verbindung zur anderen Mainseite seit der Römerzeit geschaffen. Die 1927 erneuerte Doppelbrücke zählt zu den ersten genieteten Stahlbrücken auf Sandsteinpfeilern im Rhein-Main Gebiet. Um den Einmarsch der US-Truppen zu erschweren, wurde sie im März 1945 von der Wehrmacht gesprengt. Beim Wiederaufbau 1947 verbreiterte man die Fahrbahn durch seitliche Ausleger für den Fußgängerverkehr. Westlich wurde die Bahnbrücke mit einer Brücke für den S-Bahn-Verkehr ergänzt.

Eisenbahnbrücke Steinheim:

Westerburgstraße (Verlängerung)

Zum Stadtplan Anzeige im Stadtplan




Anfahrt:

S 8, S 9, Bahnhof Steinheim, HSB Linie 4, 12,
Haltestelle Bahnhof Steinheim

2) Druckerei Horst Nach Oben

Druckerei Horst
Druckerei Horst

Offenbacher Landstraße 8–12 und Alicestraße 15

Die 1874 von dem Lithografen Andreas Herzing in der Alicestraße gegründete „Chromolithografische Kunstanstalt“ zählte mit der Fertigung von Banderolen und Etiketten zu den Zulieferern der Zigarrenfabrikation. 1904 wurde der Neubau an der Offenbacher Landstraße bezogen. 1936 wurde das Familienunternehmen in „Horst KG“ umbenannt und die Produktion verlagerte sich auf Wein- und Spirituosen- Etiketten. Nach Erweiterung des Geländes stellte die „Horst Printowell“ in den 1970er Jahren Verpackungen und Displays aus hochveredelter Wellpappe her. Nach dem Umzug der Firma Horst, die heute im Norden Hanaus unter dem Namen „Famulus Verpackungen Horst“ firmiert, wurden die Fabrikgebäude von dem schwedischen Verpackungshersteller „Svenska Cellulosa Aktiebolaget“ (SCA) übernommen.

Druckerei Horst:

Offenbacher Landstraße 8–12 und Alicestraße 15

Zum Stadtplan Anzeige im Stadtplan

http://www.famulus.de



Anfahrt:

S 8, S 9, Bahnhof Steinheim, HSB Linie 4, 12,
Haltestelle Bahnhof Steinheim

3) Wasserturm Nach Oben

Wasserturm und Kanalpumpstation
Wasserturm und Kanalpumpstation

Darmstädter Straße 88

Erst 1936 erhielt Steinheim ein Leitungsnetz für die Wasserversorgung. Der monumentale, 49 Meter hohe Wasserturm wurde 1938 fertiggestellt. Er birgt auf halber Höhe einen 600 Kubikmeter umfassenden Betonbehälter als Nutz- und Löschwasserreservoir. Der aus Bruchsteinbasalt errichtete Wasserturm mit aufgestockten vermauerten Rundbogennischen in Ziegelbauweise bildet ein seltenes Zeugnis nationalsozialistischer Propagandaarchitektur in Hanau. Die zweiseitig geöffnete Torhalle mit Spitzbögen, Kreuzgewölbe und schmiedeeisernen Gittern sollte ursprünglich als Gefallenen-Ehrenhalle ausgestaltet werden und war mit politischen Inschriften und Bildern versehen, die heute überstrichen sind. Bis 1978 war der an mittelalterliche Wehrtürme erinnernde Wasserturm von einem schmiedeeisernen Adler bekrönt. Er ist von einer Basaltsteinmauer umzogen, die einen mit Platanen bepflanzten Vorhof abgrenzt.

Wasserturm:

Darmstädter Straße 88

Zum Stadtplan Anzeige im Stadtplan




Anfahrt:

HSB Linie 12,
Haltestelle Zeppelinstraße oder Friedhof Süd

4) Zigarrenfabrik Hosse Nach Oben

Zigarrenfabrik Hosse
Zigarrenfabrik Hosse

Steinheimer Vorstadt 70

Die 1850 gegründete Zigarrenfabrik entwickelte sich bis 1880 zu einer der größten Fabrikationen in Steinheim. 1885 entstanden zwei viergeschossige Backsteingebäude nach Entwurf von Jean Pierre Thyriot. Die Fabrikbauten wurden dem dahinterliegenden ehemaligen Gartenhaus der Familie von Reiss und später des Barons von Stockum derart angefügt, dass sich ein u-förmiges Ensemble mit Innenhof ergab. Die großen Arbeitssäle, gestützt von gusseisernen Säulen, wurden nach der Schließung der Firma in Wohneinheiten unterteilt und vermietet. Heute sind beide ehemalige Fabrikgebäude wie auch das historische Gartenhaus Teile der Hotelanlage „Villa Stokkum“.

Zigarrenfabrik Hosse:

Steinheimer Vorstadt 70

Zum Stadtplan Anzeige im Stadtplan

http://www.villa-stokkum.de



Anfahrt:

HSB Linie 4,
Haltestelle Obertor

5) Grafische Betriebe Illert und Villen Nach Oben

Torhaus
Torhaus

Illertstraße 18 und 2, und Geleitstraße 66

Die 1856 vom Drucker Heinrich Konrad Illert in Mühlheim gegründete „Lithografische Kunst- und Prägeanstalt Illert & Ewald“ ließ sich 1865 in Steinheim nieder. Neben Zigarrenpackungen wurden Wein- und Spirituosenetiketten hergestellt. Mit einem zweiten Standort in Klein-Auheim entwickelte sich das Familienunternehmen bis 1950 zu einem führenden Hersteller von Druckerzeugnissen für die Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Erst 1999 stellte der Firmenteil Klein-Auheim seinen Betrieb ein. Die Fabrikgebäude östlich der Hellentalbrücke wurden in den letzten Jahren teilweise abgerissen, baulich verändert und als Bürogebäude umgenutzt.

An den Steinheimer Mainauen erhalten ist das Torhaus mit Torbogen und Sturzstein in Form eines weiblichen Porträtkopfes. Der Wohnsitz der Familie Illert, eine um 1860 in Ziegelbauweise errichtete Villa, befindet sich unmittelbar neben den ursprünglichen Fabrikgebäuden an der Illertstraße. Eine zweite, um 1890 in französischem Barockstil erbaute Villa mit einem steil zum Main abfallendem Hanggarten steht in der Ludwigstraße 25. Die Tradition des Etikettendruckes wird heute von der Firma „Illert Etiketten“ in der Siemensstraße fortgeführt.

Grafische Betriebe Illert und Villen:

Illertstraße 18 und 2, und Geleitstraße 66

Zum Stadtplan Anzeige im Stadtplan

http://www.illert-etiketten.de



Anfahrt:

HSB Linie 4,
Haltestellen Obertor, Poststraße und Reitweg

6) Fahrradwerke Bauer Nach Oben

Fahrradwerk Bauer
Fahrradwerk Bauer

Brüder-Bauer-Straße 17

Ludwig Bauer verlagerte 1914 seine kurz zuvor in Frankfurt-Heddernheim gegründete Metalldrückerei in die Hintergasse nach Klein-Auheim. Mit dem Neubau folgte um 1920 die Entwicklung der ersten Fahrrad-Lichtanlagen mit torpedoförmigen Karbidleuchten, bevor sich das von Ludwig und Josef Bauer 1922 entworfene „Bauer-Fahrrad“ zum 8 Verkaufsschlager entwickelte. Zeitweise wurden auch Leichtkraft- und Leichtmotorräder mit eigens entwickeltem Motor produziert. 1968 ging der Hersteller weltbekannter Zweiräder, die auch von Tour de France-Teilnehmern gefahren wurden, trotz guter Auftragslage in Konkurs.

Das Firmengelände wurde für einige Jahre von dem Offenbacher Elektrogerätehersteller „Rowenta“ zur Fertigung von Trockenhauben und Toastern übernommen. Nach Teilabbrüchen sind die Fertigungshallen einem Wohnpark gewichen. Den erhaltenen zweigeschossigen Kopfbau und einen angeschlossenen, langgestreckten Flügel verbindet eine Tordurchfahrt mit den Initialen des Firmengründers. Die „Qualitätsmarke Bauer“ wurde in jüngster Zeit von einem westfälischen Fahrradhersteller wieder aufgegriffen.

Fahrradwerke Bauer:

Brüder-Bauer-Straße 17

Zum Stadtplan Anzeige im Stadtplan




Anfahrt:

HSB Linie 6,
Haltestelle Brüder-Bauer-Straße

7) Eisenbahnbrücke Auheim Nach Oben

Eisenbahnbrücke Auheim
Eisenbahnbrücke Auheim

Brückenstraße (Verlängerung)

Die 1882 in Stahlgitterkonstruktion erbaute Brücke zwischen Großauheim und Klein-Auheim wurde mit breiten Pfeilern für einen zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Hanau-Babenhausen konzipiert. Erst 1925 hat man stattdessen für den Bau einer Fahrbahn das Gleis zur Seite verlegt. Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Bahnbrücke von der Wehrmacht zerstört und die erst 1941 fertiggestellte Straßenbrücke schwer beschädigt. Vom Wiederaufbau bis 1952 war der Verkehr derart angewachsen, dass eine Ampel installiert werden musste. Seit 1982 ist die Auheimer Brücke aus Sicherheitsgründen nur noch für Fahrräder und Fußgänger passierbar. Mit einer Durchfahrtshöhe von 4,38 Meter handelte es sich bei der Straßenbrücke um die niedrigste Brücke im Verlauf der Rhein-Main- Donau-Wasserstraße. Die beiden mittleren Brückensegmente über dem Schifffahrtsweg wurden daher im Jahr 2005 um einen halben Meter auf das Niveau der benachbarten Brücken angehoben.

Eisenbahnbrücke Auheim:

Brückenstraße (Verlängerung)

Zum Stadtplan Anzeige im Stadtplan




Anfahrt:

VU 5905,
Haltestelle Brückenstraße

8) Landmaschinenfabrik Bautz Nach Oben

Landmaschinenfabrik Bautz
Landmaschinenfabrik Bautz

Josef-Bautz-Straße 6

Die ersten Werkshallen auf dem Gelände entstanden zwischen 1906 und 1912 für die Hanauer Kunstseidefabrik, die bis 1913 produzierte. Das Hauptgebäude mit symmetrisch gestalteter Fassade und Dreieckgiebel barg u.a. Waschraum und Kantine. Ab 1922 firmierte die „Röhrenimprägnieranstalt Gebrüder Adt“ in den Fabrikhallen, die sich entlang der Mainuferstraße anschließen. 1936 nach dem Erwerb des fast zehn Hektar großen Areals durch die 1890 in Württemberg gegründete Erntemaschinenfabrik Josef Bautz entstanden der Großteil der weiteren Hallen sowie die mit großformatigen und runden Fenstern neugestaltete Schaufassade zum Main.
Landmaschinenfabrik Bautz
Landmaschinenfabrik Bautz

Bis 1954 wurden in Großauheim 5.000 Traktoren gebaut. Seit Einstellung der Produktion 1963 werden die ehemaligen Fabrikgebäude als Lagerhallen vermietet. Die „Halle 2“ wird derzeit vom Verein Kulturzentrum Pumpstation als Diskothek betrieben.

Landmaschinenfabrik Bautz:

Josef-Bautz-Straße 6

Zum Stadtplan Anzeige im Stadtplan




Anfahrt:

VU 5905, Haltestelle Brückenstraße

9) Bahnhof Großauheim Nach Oben

Bahnhof Großauheim
Bahnhof Großauheim

Bahnhofstraße 7

Die Bahnlinie als Teil der zwischen Frankfurt und Hanau verlegten Maintalbahn wurde 1854 von Hanau nach Kahl und Aschaffenburg verlängert. In Großauheim bildete sie eine Schnittstelle zwischen dem dörflichen, von Fachwerkhäusern geprägten Ortskern und den neuen, durch die Industrialisierung entstandenen Ortsteilen. Dem im gleichen Jahr aus rotem Sandstein erbauten Empfangsgebäude wurde 1880 seitlich ein langgestreckter Fachwerkbau mit Unterfahrt für das Beladen des Güterverkehrs angeschlossen.

Bahnhof Großauheim:

Bahnhofstraße 7

Zum Stadtplan Anzeige im Stadtplan




Anfahrt:

VU 5905, Haltestelle Bahnhofstraße, HSB Linie 16, Haltestelle Spessartstraße

10) Museum Großauheim - Elektrizitätswerk Nach Oben

Großauheim - Elektrizitätswerk
Großauheim - Elektrizitätswerk

Pfortenwingert 4

Das 1908 fertiggestellte Gebäudeensemble diente einer öffentlichen Badeanstalt sowie dem Elektrizitätswerk und der Feuerwehr von Großauheim. Der villenartige Bau mit Fachwerkaufsatz und Rundbogenfenstern beherbergte Dampf- und Wannenbäder. In den 1960er Jahren wurde die Badeanstalt als Polizeistation genutzt und vor allem an der Fassade stark verändert. In zwei anschließenden Hallen befand sich das Elektrizitätswerk, in dem bis 1922 Strom erzeugt wurde. Die Wandverkleidung mit grün glasierten Ziegeln, der Bodenbelag und die Dachkonstruktion mit überspannenden Stahlträgern sind erhalten. Nach dem Abriss des Schlots 1980 wurde das gesamte Gebäudeensemble frei. 1983 wurde das Museum Großauheim eröffnet. In der Maschinenhalle des ehemaligen Elektrizitätswerks konnte 1986 mit dem Einbau einer großen liegenden MAN-Dampfmaschine mit Generator der ursprüngliche Zustand teilweise wieder hergestellt werden. Das Museum präsentiert Volkskunde und Industriekultur sowie Kunst des 20. Jahrhunderts, darunter eine bedeutende Sammlung an Tierplastik von August Gaul.

Museum Großauheim - Elektrizitätswerk:

Pfortenwingert 4

Zum Stadtplan Anzeige im Stadtplan

http://www.museen-hanau.de

Tel: 06181 295 564
Fax: 06181 295 554

Öffnungszeiten:

Do.–So. 10–12/14–17 Uhr, Gruppenführungen nach Voranmeldung

Anfahrt:

HSB Linie 6, VU 5905, Haltestelle Rochusplatz Museum Großauheim

11) Marienhütte und Villa von Arnim Nach Oben

Marienhütte und Villa von Arnim
Marienhütte und Villa von Arnim

Sandgasse 32

Die 1899 als Zweigstelle des Eisenhüttenwerks Tangerhütte bei Magdeburg in Betrieb gegangene Eisengießerei „Marienhütte“ hatte der Unternehmer Curt von Arnim nach seiner Ehefrau benannt. Mit angeschlossener Schreinerei, Schlosserei und Schmiede wurden aus drei Kupolöfen jährlich bis zu 8.000 Tonnen Eisen u.a. zu großformatigen Motor- und Maschinenteilen verarbeitet. 1948 wurde die Marienhütte mit der Offenbacher Armaturenfabrik „Schneider & Helmecke“ zu den „von Arnim’schen Eisenwerken“ vereinigt. Nach Einstellung der Produktion 1980 wurden die Werkshallen abgerissen und in ein Wohngebiet umgewandelt. Die 1900 neben dem Werksgelände errichtete Villa ist von einem Park mit Gartenkunst des beginnenden Zwanzigsten Jahrhunderts wie Laubengängen und Pergolen, kannelierten Säulen und Sphingen aus Betonguss umgeben. Zwei im Werk Tangerhütte hergestellte Kandelabersockel nach Entwurf des Bildhauers Franz Krüger von 1891 mit den Attributen Generatorspule und Licht als allegorische Darstellung der Elektrizität gehörten ursprünglich zu einem vor dem Frankfurter Hauptbahnhof aufgestellten Kandelaberpaar, das nach 1945 an den Eingang der Marienhütte versetzt wurde.

Marienhütte und Villa von Arnim:

Sandgasse 32

Zum Stadtplan Anzeige im Stadtplan




Anfahrt:

HSB Linie 6, VU 5905, Haltestelle Asea Brown Boveri

12) Asea Brown Boverie (ABB) AG Nach Oben

Asea Brown Boverie (ABB) AG
Asea Brown Boverie (ABB) AG

Brown-Boveri-Straße 30

Das Fabrikgelände in Großauheim war 1905 von der „Frankfurter Maschinenfabrik“ (Framag) für die Herstellung von Holzverarbeitungsmaschinen errichtet und ab 1917 von der „Fahrzeugfabrik Eisenach“ für die Produktion von Rüstungsgütern genutzt worden. 1921 erwarb das Schweizer Unternehmen Brown Boveri & Cie (BBC) das Werk, um Hoch- und Niederspannungsschaltgeräte zu produzieren. 1929 verlegte BBC auch die Fertigung von Hausgeräten nach Großauheim, wo bis zur Einstellung des Produktionszweiges 1972 über 4,5 Millionen Elektrowärmegeräte und Kühlanlagen hergestellt wurden.
Asea Brown Boverie (ABB) AG
Asea Brown Boverie (ABB) AG

Seit der Fusion von BBC und der schwedischen Firma Asea 1988 firmiert das Werk als Geschäftsbereich der ABB AG und fertigt gasisolierte Schaltanlagen, Antriebe für Leistungsschalter, Hochstromsysteme und Schnellumschalteinrichtungen, die vorwiegend in Kraftwerken und Industrieanlagen zum Einsatz kommen. Das Werksgelände besteht aus drei zwischen 1912 und 1938 errichteten Hallen in Stahlkonstruktion mit Ziegelverblendung und einem Komplex in Stahlbetonbauweise aus den 1960er Jahren.

Asea Brown Boveri (ABB) AG:

Brown-Boveri-Straße 30

Zum Stadtplan Anzeige im Stadtplan

http://www.abb.de


Besichtigungen:

keine öffentlichen Betriebsbesichtigungen möglich !

Anfahrt: :

HSB Linie 6, VU 5905, Haltestelle Asea Brown Boveri

13) Kraftwerk Staudinger Nach Oben

Kraftwerk Staudinger
Kraftwerk Staudinger

Hanauer Landstraße 150, Großkrotzenburg

Das Kraftwerk Staudinger, benannt nach dem ersten Aufsichtsratsvorsitzenden der PreussenElektra Hans Staudinger, besteht aus fünf einzelnen Kraftwerksblöcken mit einer Gesamtleistung von 2.000 Megawatt. Mit etwa 430 Beschäftigten kann das größte konventionelle Kraftwerk in Hessen jährlich den Strombedarf von fünf Millionen Menschen decken. Die mit Steinkohle befeuerten Blöcke 1 bis 3 wurden zwischen 1965 und 1972 in Betrieb genommen und werden entsprechend dem wechselnden Tagesbedarf eingesetzt. Für das Jahr 2012 ist eine altersbedingte Stilllegung der drei Blöcke vorgesehen. Der ebenfalls mit Kohle betriebene, erst 1992 in Betrieb gegangene Block 5 arbeitet als Grundlastkraftwerk und versorgt mit dem Block 1 über Fernwärme 16.000 Haushalte mit Heizenergie. Für Spitzenlasten kann kurzfristig der erdgasbefeuerte Block 4 hinzugeschaltet werden. Täglich werden durchschnittlich 5.000 Tonnen weltweit importierter Steinkohle mit Hilfe moderner Rauchgasreinigung nahezu schadstofffrei verarbeitet. Die Höhen von Kühlturm (180 Meter) und Schlot (250 Meter) machen das Ensemble am Ufer des Mains zu einer weithin sichtbaren Landmarke.

Kraftwerk Staudinger:

Hanauer Landstraße 150
Großkrotzenburg
Zum Stadtplan Anzeige im Stadtplan

http://www.eon-kraftwerke.com
E-Mail: julia.katzenbach@eon-energie.com Email

Tel: 06186 29 27 27
Fax: 06186 29 21 30

Kraftwerk Besichtigungen :

für Gruppen von 15 bis 50 Personen werktags nach Voranmeldung

Anfahrt: :

Linie 5905, Haltestelle Großkrotzenburg

14) Staatsdarre Wolfgang Nach Oben

Staatsdarre Wolfgang
Staatsdarre Wolfgang

Rodenbacher Chaussee 10 a

Das Ensemble besteht aus älteren und jüngeren Betriebs- und Wohngebäuden mit Forst- und Darrmeisterhaus und liegt unweit der Klosterruine St. Wolfgang im Wald. In der Samendarre werden die Zapfen und Früchte verschiedener Baumarten gesammelt. Die hier gewonnenen Samen werden für die Nachzucht von Bäumen bereit gehalten. Der Verarbeitungsprozess beginnt mit der schonenden Trocknung in Zapfenlagern und Darre und endet mit der Einlagerung der Samen in den Kühlhäusern. Bereits 1826 entstand hier die erste Großdarre, die zunächst alle hessischen Waldungen und ab 1866 Teile von Preußen mit Kiefernsamen versorgte. 1924 wurde die dreigeschossige, gemauerte Darre, deren technische Ausstattung fast vollständig erhalten ist, modernisiert und zwei hölzerne Zapfenspeicher wurden auf dem Gelände hinzugefügt. 1994 wurde an zentraler Stelle eine moderne Darranlage zur Behandlung der Samen von Laub- und Nadelholzarten errichtet. Die alte Darre ist seitdem nicht mehr in Betrieb.
Staatsdarre Wolfgang
Staatsdarre Wolfgang

Staatsdarre Wolfgang:

Rodenbacher Chaussee 10 a

Zum Stadtplan Anzeige im Stadtplan

http://www.samendarre-wolfgang.de

Tel: 06181 950 19 32

Gruppenführungen:

Gruppenführung nach Voranmeldung

Anfahrt:

Linie HU 52, HU 55, Haltestelle Altenzentrum Niederrodenbach Forstamt Hanau-Wolfgang

15) Industriepark Wolfgang Nach Oben

Walzwerk
Walzwerk

Rodenbacher Chaussee 4

Auf einer Fläche von 114 Hektar wurde ab 1875 die „Königlich-Preußische Pulverfabrik“ errichtet, die sich bis 1918 mit bis zu 5.000 überwiegend weiblichen Arbeitskräften zu einer der modernsten Munitionsfabriken Europas entwickelte. In der erst 2006 niedergelegten „Zeppelinhalle“ wurde hochexplosive Schießbaumwolle hergestellt. Mit dem Verbot der Rüstungsindustrie nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Produktion auf die Herstellung von Kunstleder durch die „Deutschen Kunstlederwerke“ umgestellt und entging somit dem Abriss. Nach der Übernahme des Geländes 1933 durch die 1873 in Frankfurt gegründete „Deutsche Gold- und Silberscheideanstalt“ (Degussa) sind hier bis heute wichtige Forschungs- und Entwicklungsbereiche angesiedelt. Neben den Aktivitäten von Degussa befinden sich unter anderem der belgische Materialtechnik-Spezialist „Umicore“ und das amerikanische Dentalunternehmen „DeguDent“ auf dem Areal. Schwerpunkte im Industriepark bilden beispielsweise die Herstellung innovativer Materialien für den Automobilbau, Nano- und Mikrotechnologie, Spezialchemie und Biotechnologie. Von den ursprünglich 65 vorwiegend einstöckigen Backsteingebäuden blieben etwa zwanzig teilweise stark veränderte Gebäude, darunter ein Walzwerk (1899) und ein Heizkraftwerk (1915), erhalten. Ein Wasserturm mit zinkverkleideten Galerien und Rautendekor aus dem Jahr 1890 ist baugleich mit einem zweiten in der Aschaffenburger Straße. Beim Neubau des Kommunikationszentrums „Esscom“ (2001) durch die Architekten Pielok & Marquardt und dem Umbau der Ofenbauhalle nach Entwurf von Christoph Mäckler (2001) wurde besonderer Wert auf Kontinuität zur historischen Backsteinarchitektur gelegt.
Industriepark

Industriepark Wolfgang:

Rodenbacher Chaussee 4

Zum Stadtplan Anzeige im Stadtplan

http://www.industriepark-wolfgang.de

Tel: 06181 59 04

Betriebsbesichtigungen:

keine öffentlichen Betriebsbesichtigungen möglich!

Anfahrt:

DB Hanau-Wolfgang, Linie HU-53, Haltestelle Degussa oder Siemens

16) Königliche Pulverfabrik Wolfgang Nach Oben

Königliche Pulverfabrik Wolfgang
Königliche Pulverfabrik Wolfgang

Vor der Pulvermühle 1a, 10, 11

Von den zentralen Gebäuden der Pulverfabrik sind u.a. das Bahnhaus von 1878 (1a) an der Bahnlinie Hanau–Bebra, das Direktionsgebäude (10) sowie die Kantine (11) in Ziegelbauweise erhalten. Das Bahnhaus lag ursprünglich neben dem Zugang zur Wohnsiedlung der Fabrik. Nachdem Explosionen immer wieder zu verheerenden Unglücken geführt hatten, wurde die werkseigene Feuerwehr darin untergebracht. Als Replik erhalten ist der Windrichtungsanzeiger in Form einer Kanone auf dem Dach. Der symmetrische Klinkerbau mit hervorgehobenem Zugangsportal (10) beherbergte die Verwaltung der Pulverfabrik und wird seit 1937 von der Gemeinde genutzt. Die 1890 errichtete Kantine (11) besteht aus zwei parallelen Bauten und einem Verbindungstrakt mit Terrassen. Das südliche Traufenhaus diente als Speisehaus, das flachere Gebäude als Offizierskasino. Ab 1930 wurde das Ensemble als Gasthaus genutzt. Seit dem Jahr 2000 ist ein Veranstaltungsort mit Gastronomie und Kleinkunstbühne entstanden („Culture Club Hanau“).

Königliche Pulverfabrik Wolfgang:

Vor der Pulvermühle 1a, 10, 11

Zum Stadtplan Anzeige im Stadtplan




Anfahrt:

DB Hanau-Wolfgang, HSB Linie 6, Haltestelle Vor der Pulvermühle

17) Eisenbahnbetriebswerk Hanau Nach Oben

Eisenbahnbetriebswerk Hanau
Eisenbahnbetriebswerk Hanau

Heideäcker 1

Das ehemalige Betriebswerk der Deutschen Bahn besteht aus einem acht- und einem sechsständigen Rundschuppen mit Drehscheibe sowie einem Rechteckschuppen mit Verwaltungsanbau aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und befindet sich östlich zwischen dem Hauptbahnhof und Großauheim, umschlossen von den Bahnstrecken Hanau–Fulda (Bebra), Hanau– Aschaffenburg und Hanau–Friedberg. Im Betriebswerk wurden die Dampfloks mit Kohle und Wasser für die Fahrt vorbereitet sowie Wartung und Reparaturen durchgeführt. In Hanau waren die schweren Güterzugdampfloks beheimatet, welche über die steigungsreichen Mittelgebirge nach Fulda und Würzburg fuhren. Das Gelände ist seit 1988 Standort des Vereins „Museumseisenbahn Hanau e.V.“, der sich zum Ziel gesetzt hat, das Ensemble zu erhalten und durch regelmäßig stattfindende Veranstaltungen und Sonderfahrten auf Strecken im Rhein-Main-Gebiet die traditionelle Bedeutung der Stadt Hanau als Schienenverkehrsknotenpunkt zu verdeutlichen. Zur Sammlung zählen zehn Lokomotiven, darunter eine Dampfspeicherlok und zwei Dampflokomotiven. Für Sonderfahrten werden historische Reisezugwagen eingesetzt.

Eisenbahnbetriebswerk Hanau:

Heideäcker 1

Zum Stadtplan Anzeige im Stadtplan

http://www.museumseisenbahn-hanau.de

Tel: 06109 20 58 23

Besichtigungen:

Besichtigungen und Gruppenführungen nach Vereinbarung.

Anfahrt:

HSB Linie 16, Haltestelle Rauschsiedlung und 15 min. Fußweg

18) Rütgers Chemicals AG Nach Oben

Rütgers Chemicals AG
Rütgers Chemicals AG

Heideäcker 3

1886 ließen sich die Rütgers- Werke in Großauheim mit einer Kesseldruckanlage zur Imprägnierung von Holz durch Teeröl nieder. Das Essener Unternehmen wurde von Julius Rütgers in der Frühzeit der Industrialisierung 1849 mit dem Ziel gegründet, die Haltbarkeit von Eisenbahnschwellen zu verbessern. Nachdem zunächst englisches Imprägnieröl verwendet wurde, gelang 1860 die eigene Öldestillation aus Teer, das als Abfallprodukt bei der Leuchtgasherstellung anfiel. Bis 1900 entstanden europaweit 77 Imprägnierwerke und mehrere Teerdestillationen. Zudem nutzte Rütgers die Teerverwertung zur Herstellung von künstlichen Farbstoffen und der ersten Kunstharze. In Großauheim werden bis heute Eisenbahnschwellen aus Buchen- und Eichenholz mit Teeröl imprägniert. Daneben bietet das Werk auch behandelte Hölzer für Lärmschutzwände und Carports an. Das Verwaltungsgebäude, die Imprägnierhalle von 1886, ein Kesselhaus, eine Vorhalle mit zwei Kesseln zur Öl- und Teerimprägnierung und Teile des Maschinenparks sind erhalten.

Rütgers Chemicals AG:

Heideäcker 3

Zum Stadtplan Anzeige im Stadtplan

http://www.ruetgers-chemicals.de

Tel: 06181 399 00

Besichtigung:

Betriebsbesichtigung für Gruppen nach Vereinbarung möglich.

Anfahrt:

HSB Linie 16, Haltestelle Rauschsiedlung oder Hanau Hauptbahnhof und 20 min. Fußweg
Logo Bundesverband Kulturloge

Kultur für alle: Hanauer Kulturloge gegründet
Alle Informationen auf einen klick.

Hanauer Kulturloge

Hanauer Märchenpfad

Im Frühjahr 2015 lobte die Brüder-Grimm-Stadt Hanau einen nationalen Wettbewerb zur Gestaltung von zehn Skulpturen für den „Hanauer Märchenpfad“ in der Innenstadt aus.

Hanauer Märchenpfad

Moritz Tanzende Bild

Moritz Daniel Oppenheim wurde 1799 in der Hanauer Judengasse, der heutigen Nordstraße, geboren. In Hanau verbrachte er seine Kindheits- und Jugendjahre.

Moritz und das Tanzende Bild

weiteres zum Thema:

Bildung

Lebenslagen / Lebenssituationen / Hanau für...

Bildung