Industriekultur

Route der Industriekultur
Route der Industriekultur

AKTUELL: Tage der Industriekultur Rhein-Main vom 7. - 12. August 2012

Fokusthema "Unterwegs - Mobilität"
Fabriken, Arbeiterwohnsiedlungen, Brücken und Schleusen: Den Schatz an lebendigen Zeugnissen des produzierenden Gewerbes samt dazugehöriger Infrastruktur zu bergen, wieder ins Bewusstsein zu bringen und zugänglich zu machen, ist Anliegen der »Route der Industriekultur Rhein-Main«.

Zur Route gehören etwa 700 Bauwerke und Ensembles entlang Main und Rhein von Bingen (Rheinland-Pfalz) über Frankfurt am Main bis Miltenberg (Bayern), wobei der weitaus größte Teil in Hessen liegt. Ausgehend von ihrem räumlichen Rückgrat, den Flüssen Main und Rhein, wächst die Route der Industriekultur in die Region hinein. Ausflugstouren, Besichtigungen und Führungen geben Besuchern die Gelegenheit, vor Ort regionale Zusammenhänge an konkreten Beispielen zu erleben. Einmal jährlich werden industriekulturelle Orte bei den »Tagen der Industriekultur Rhein-Main“ bespielt und inszeniert.

Fokusthema der 10. Tage der Industriekultur vom 7. – 12. August 2012 ist „Unterwegs – Mobilität“ mit vielen Veranstaltungen in Kooperation mit regionalen Institutionen und Firmen. Das Programm erscheint Ende Juni.

Route der Industriekultur Rhein-Main

Route Industriekultur
Route Industriekultur

Die Route der Industriekultur Rhein-Main führt zu wichtigen industriekulturellen Orten zwischen Aschaffenburg am Main und Bingen am Rhein. Sie befasst sich mit Themen wirtschaftlicher, sozialer, technischer, architektonischer und städtebaulicher Entwicklung in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Industriegeschichte in Hanau

Aus der Burganlage der Herren von Dorfelden-Hagenowe entstand im Mittelalter die Altstadt Hanau mit dem späteren Sitz der Grafschaft Hanau-Münzenberg und Hanau- Lichtenberg. 1597 gründeten Wallonen und Niederländer daneben die Hanauer Neustadt und bauten zahlreiche Manufakturen auf. Begünstigt durch die Lage an Main und Kinzig sowie an den Landstrassen von Frankfurt nach Leipzig und Nürnberg und durch den frühen Bau einer Eisenbahnlinie 1848 wuchs Hanau rasch zu einer lebhaften Industriestadt. Neben der Textilindustrie, der Tabakund Holzindustrie entwickelte sich vor allem das Edelmetallgewerbe, durch das Hanau mit dem Beinamen „Stadt des edlen Schmucks“ verbunden wurde. Die notwendige Infrastruktur wurde ab etwa 1890 mit einer zentralen Wasser- und Elektrizitätsversorgung geschaffen. Mit dem Ausbau des Hanauer Mainhafens 1924 entstanden neue Siedlungsanlagen. Der verheerende Bombenangriff vom 19. März 1945 zerstörte sowohl die Innenstadt als auch weite Teile der Industrieanlagen. Beim Wiederaufbau konnte punktuell die frühere Bausubstanz erhalten oder rekonstruiert werden. Heute sind in Hanau eine Vielzahl von mittelständischen Unternehmen sowie einige Großbetriebe ansässig, die sich insbesondere mit der Herstellung und Verarbeitung von Spezialmaterialien für die Elektronik-, Medizin- und Automobilindustrie beschäftigen.

Die Industriedenkmäler in Hanau werden in zwei getrennten Routen vorgestellt:

  • Das Faltblatt Hanau I / Nordroute führt Sie vom Hauptbahnhof über den Mainhafen nach Kesselstadt und Wilhelmsbad.

  • Die zweite Route zu den umliegenden Stadtteilen finden Sie im Faltblatt Hanau II / Südroute: Industriekultur zwischen Steinheim, Großauheim und Wolfgang.