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Lüften
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Gute Luft und ein gesundes Maß an Luftfeuchtigkeit erreicht man nur durch konsequentes Lüften.
Es hilft nichts: Gute Luft und ein gesundes Maß an Luftfeuchtigkeit erreicht man nur durch konsequentes Lüften. Dies kann per Hand erfolgen oder automatisch durch eine Lüftungsanlage.
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Wie lüftet man richtig? |
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Um sinnvoll zu lüften sollte man sich über folgendes physikalische Problem im klaren sein:
Warme Luft kann sehr viel mehr Wasserdampf aufnehmen als kalte. Die relative Luftfeuchtigkeit (in %) gibt an, wie stark die Luft mit Wasserdampf gesättigt ist. Bei 100%iger Sättigung fällt die Feuchtigkeit als Wasser aus. Sie kennen das sicherlich: Im warmen Sommer ist ein eisgekühltes Bier mit niedergeschlagener Feuchtigkeit am Glas sehr erfrischend. Dasselbe passiert jedoch in unseren Wohnungen an ungedämmten (also kalten) Außenwänden, wenn die Außentemperaturen unter dem Gefrierpunkt liegen: Warme, feuchte Raumluft schlägt sich an der kalten Außenwand nieder und begünstigt hier die Schimmelbildung.
Die unterschiedliche Aufnahmefähigkeit von Feuchtigkeit bei verschiedenen Temperaturen der Luft macht man sich beim Lüften zu Nutze: Gelangt durch Lüften z.B. kalte Luft (0°) mit einer relativen Luftfeuchte von 80% in den Raum (20°C), so sinkt die relative Luftfeuchte auf 21%. Durch den Lufttausch hat man umgekehrt natürlich die in der Raumluft enthaltene Feuchtigkeit nach außen abgeführt!! Dies ist z.B. der Grund, warum Neubauten über Winter getrocknet werden. Beim Lüften mit kalter Winterluft wird Feuchtigkeit nach außen abgeführt.
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| Ein weit geöffnetes Fenster führt zu einem schnellen Austausch der “verbrauchten Luft”, die Wände kühlen dabei nicht aus.
Dauergekippte Fenster haben zu hohe Luftwechselrate und damit starke Wärmeverluste zur Folge. Außerdem kühlt die Fensterlaibung zu stark aus, was zum Niederschlagen von Feuchtigkeit und damit zur Begünstigung von Schimmelbildung führen kann. |
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13 Tipps zum richtigen Lüften |
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- Feuchtigkeit im Raum, an kalten Außenwänden oder in Textilien kann zur Schimmelbildung führen. Daher müssen Räume gelüftet werden, um die Feuchtigkeit nach außen abzuführen.
- Bei kalter Witterung wird durch das Lüften Feuchtigkeit nach draußen abgeführt, auch wenn es regnet.
- Badezimmertüren sollen geschlossen sein. Nach dem Duschen/ Baden sollte die Luftfeuchtigkeit sofort nach draußen gelüftet werden. (Lüftungsvorgang mehrfach wiederholen!!)
- Türen zwischen Räumen mit mehr als 4 °C Temperaturdifferenz sollen geschlossen sein. (Gefahr der Kondenswasserbildung)
- Kellerräume sollen eher im Winter gelüftet werden, weil nur dann die einströmende Luft Feuchtigkeit aufnehmen kann.
- Keine Schränke und große Bilder direkt an ungedämmte Außenwände - ein Mindestabstand von etwa 5 - 10 cm ermöglicht den Luftaustausch. (Kondenswasserbildung!!)
- Wer nachts mit geöffnetem Fenster schlafen möchte, sollte die Schlafzimmertür geschlossen halten.
- Schlafzimmer tagsüber heizen, um die ausgekühlten Wände wieder zu erwärmen. Dazu über Tag mehrfach kurz per Stoßlüftung lüften, um Feuchtigkeit abzuführen. Jeder Mensch gibt pro Nacht ca. 400 g Wasser ab, die von Textilien und Möbeln absorbiert und langsam wieder an die
- Innenluft abgegeben werden.
- Das winterliche Temperieren des ungeheizten Schlafzimmers durch Öffnen der Tür zu einem beheizten Raum sollte unterbleiben! Risiko der Feuchtekondensation im kalten Raum.
- Auch Zimmerblumen und das Wäschetrocknen in der Wohnung sind eine Quelle von Wasserdampf. Dieses muss beim Lüften berücksichtigt werden.(Öfter lüften!!)
- Langes Dauerlüften sollte vermieden werden. Die Luft wird nach einem kompletten Wechsel nicht mehr besser, aber die Oberflächen (z. B. Wände) kühlen aus.
- Lüften über Dauerkippen der Fenster sollte während der Heizperiode vermieden werden. Dies führt zu hohen Wärmeverlusten durchs Lüften (Lüftungsverluste) und einer Auskühlung der Fensterleibung. (Gefahr der Kondenswasserbildung und damit Schimmelbildung)
- Richtiges Lüften erfolgt durch Stosslüftung: 3 – 4 mal am Tag durch weites Öffnen der Fenster für 5 min.
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| Durch Querlüftung verrringert sich der Zeitbedarf für einen kompletten Luftaustausch erheblich (Winter max. 3 min). Bei Lüftung durch Kippstellung der Fenster verlängert sich die Zeit für den Luftaustausch. |
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Zeitbedarf für einen kompletten Luftwechsel durch Stosslüftung bei abgestelltem Heizkörper |
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| Dezember bis Februar (Winter) | 4 - 6 Minuten |
| März und November | 8 - 10 Minuten |
| April und Oktober | 12 - 15 Minuten |
| Mai und September | 16 - 20 Minuten |
| Juni bis August (Sommer) | 25 - 30 Minuten |
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Lüftungsanlagen |
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Soll eine Lüftungsanlagen eingesetzt werden, muss das Gebäude luftdicht sein. Nur so läßt sich ein gerichteter Luftstrom und damit eine gute Durchlüftung aller Bauteile erreichen. Vor dem Einbau einer Lüftungsanlage kann die Luftdichtheit des Gebäudes mit einem Blower-Door-Test erfasst werden; die im Rahmen des Tests erkannten Undichtigkeiten der Gebäudehülle können nachgebessert werden. Passivhäuser werden ohnehin standardmäßig mit Lüftungsanlagen ausgestattet, um zu hohe Wärmeverluste durch Fensterlüftung zu vermeiden. Aber auch Niedrigenergiehäuser sollten besser mit Lüftungsanlagen ausgestattet sein. |
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An Lüftungsanlagen stehen zur Verfügung:
- einfache Abluftanlagen mit oder ohne Ventilator
- Lüftung mit Wärmerückgewinnung
- Lüftungsanlagen in Verbindung mit einem Erdwärmetauscher zum Kühlen oder Vorwärmen der Außenluft
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| Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung |
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Weitere Links zum Thema Lüften |
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| Frischluft und Energiesparen - eine Broschüre des BINE Informationsdienstes (BINE fördert den Informations- und Wissenstransfer aus der Energieforschung in die Anwendungspraxis) unter www.bine.info Suchwort Lüften |
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Mehr Infos erhalten Sie bei Ihren Ansprechpartnern im Bauaufsichts- und Umweltamt |
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| ©2009 Stadt Hanau |
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Bauaufsicht, Denkmal- und Umweltschutz - Umwelt- und Naturschutz
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Stand: 21.10.2009 14:43 |
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