Konversion militärischer Liegenschaften in Hanau

Die Konversion der ehemaligen US-Militärliegenschaften wurde in Hanau mit großer Professionalität und in enger Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) betrieben.

Übersichtskarte 2017
Gemeinsam mit dem Umbau der Innenstadt hat sie der Stadt einen großen Entwicklungsschub beschert. In den vergangenen Jahren entstanden mehr als 1000 Wohneinheiten, 700 weitere sind auf der Pioneer-Kaserne im Stadtteil Wolfgang geplant.

Durch die Neu-Ansiedlung von Unternehmen, Schulen und Dienstleistern wurden bisher rund 1300 neue Arbeitsplätze in die Stadt geholt. Zudem entstand ein Naturreservat für Przewalski-Urwildpferde.

Noch gibt es einige wenige Flächen, die für potentielle Investoren für Gewerbeansiedlungen zur Verfügung stehen. Dazu zählen die Großauheim-Kaserne, Underwood-Kaserne, Teilbereiche der Wolfgang-Kaserne und der Hutier-Kaserne.

Die Liegenschaften und ihr Entwicklungsstand im Einzelnen

Historie:

  • 1.Phase (90er Jahre)
  • Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahmen die US-Streitkräfte die militärischen Anlagen der Deutschen Wehrmacht, modernisierten und erweiterten sie über die Jahre. Mit der Zeit wurde der Standort Hanau (Hanau Garrison) zu einem der größten und bedeutendsten US-amerikanischen Militärstützpunkte Europas mit rund 30.000 Soldaten, Familienmitgliedern und zivilen Angestellten in den 70er und 80er Jahren. In den 1990er Jahren erfolgte eine erste Reduzierung der in Deutschland stationierten Einheiten der US-Streitkräfte. Im Zuge dessen wurden auch in Hanau die ersten Kasernen an die Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben. Damit begann ein erster Konversionsprozess, der seit langem erfolgreich abgeschlossen ist. Er betraf die Hessen-Homburg Kaserne (heute Schulzentrum Hessen-Homburg, Staatliches Schulamt, Technisches Rathaus), die Francois-Kaserne (heute Wohnpark Francoisgärten, Schule, Kita, Dienstleister, Büros und Volkhochschule) und einem Teilbereich der Großauheim Kaserne (heute Nahversorgungszentrum).
  • 2.Phase (seit 2008)
  • Im Zuge globaler Truppenbewegungen und Umstrukturierungen zog das US-Militär nach 63 Jahren Präsenz Ende des Jahres 2008 komplett aus Hanau ab. So fielen weitere 340 Hektar an ehemaligen Militärliegenschaften in die Planungshoheit der Stadt Hanau zurück. Auch diese Konversionsflächen wurden sukzessive von den amerikanischen Streitkräften an die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), zurückgegeben. Die Stadt Hanau schloss einen Kooperationsvertrag mit der BImA, der die Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit auf der Suche nach Investoren und neuen Nutzungsmöglichkeiten bildete. Inzwischen befinden sich mehr als 250 ha der ehemaligen US-Liegenschaften in ziviler Nutzung.