Bürgerinformation

„Konversion heißt Zukunft gestalten“
Koreaner informieren sich über Konversion in Hanau
Gemeinsam zum Erfolg
4. Hanauer Konversionsforum zeigt neueste Entwicklungen auf
5. Hanauer Konversionsforum im Bürgerhaus Wolfgang
Sanierungsgebiet New Argonner (Argonner Park)
Immobilien-Dialog „Konversionsflächen mitten in der Stadt“
Zügige Entwicklung von New Argonner Housing
Konversionsforum der Stadt weckt reges Interesse

„Konversion heißt Zukunft gestalten“

Konversionskonferenz 2012 mit Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky
Unter dem Motto „Konversion heißt Zukunft gestalten“ hatte die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) zur „Konversionskonferenz 2012“ im Berliner Congress Center eingeladen. Mehr als 300 Bürgermeister - darunter Hanaus Stadtoberhaupt Claus Kaminsky- sowie Landräte, städtische Vertreter und die Konversionsbeauftragten der Länder, ebenso Abgeordnete des Deutschen Bundestages waren der Einladung gefolgt. Im Fokus der Konferenz stand die durch die bundeswehrstrukturreform 2011 ausgelöste Konversionswelle, von der mehr als 120 Gemeinden betroffen sind.
Die BImA, die für die Vermarktung der freiwerdenden Militärflächen zuständig ist, hatte sich mit der Veranstaltung das Ziel gesetzt, sich den Kommunen als kompetenten und verlässlichen Partner zu präsentieren.
BImA-Vorstandssprecher Dr. Jürgen Gehb sagte gleich zu Beginn der Veranstaltung: „Das gemeinsame Ziel der Partnerschaft ist ein erfolgreicher Konversionsprozess, der gleichermaßen die kommunalen, strukturpolitischen und städtebaulichen Entwicklungsziele wie auch die Verwertungsinteressen der BImA berücksichtigt“.
Oberbürgermeister Claus Kaminsky bei der Konversionskonferenz in Berlin
Oberbürgermeister Claus Kaminsky bei der Konversionskonferenz in Berlin.

Im Rahmen der Veranstaltung ist es gelungen, in einen kooperativen Konversionsprozess mit den Ländern und Gemeinden zu starten. So wurden die weitergehenden Informationen zu den Hintergründen und Zeitabläufen der Bundeswehrstrukturreform 2011 ebenso interessiert aufgenommen, wie die Informationen der BImA rund um den Konversionsprozess.
Das Stationierungskonzept der Bundeswehr, die Hintergründe und ein Ausblick wurden von Oberst Dr. Matthias Geitz aus dem Bundesministerium der Verteidigung vorgestellt. Im Zuge der Umsetzung der Stationierungsentscheidung vom 26. Oktober 2011 wird in den Jahren 2012 und 2013 nur eine begrenzte Anzahl von Bundeswehrliegenschaften geschlossen.
Diese wurden am 6. Februar bekannt gemacht. Die Veröffentlichung der geplanten Schließungen ab 2014 erfolgt im späten Frühjahr diesen Jahres mit Bekanntgabe der geplanten Schließungszeitpunkte für alle betroffenen Liegenschaften.
Oberst Dr. Geitz: „Die liegenschaftsbezogene Umsetzung der Standortentscheidungen erfolgt also überwiegend mittel- bis langfristig. Es wird somit genügend Zeit bleiben, Maßnahmen zu entwickeln, um Nachteile für die betroffenen Menschen abzufedern.“
Dass die Konversion positive Impulse für eine Stadt geben kann, zeigen erfolgreiche Projekte in Hanau und Fürth, von denen der Oberbürgermeister der Stadt Hanau, Claus Kaminsky, sowie der Stadtbaurat Dipl.-Ing. Joachim Krauße aus Fürth berichteten und die Bedeutung einer guten Zusammenarbeit aller beteiligten Partner - Kommune, Investor und BImA - hervorhoben.
Dass der Konversionsprozess aber auch kein „Buch mit sieben Siegeln“ ist, zeigten die BImA-Spartenleiter „Verkauf“, Jörg Musial, und „Portfoliomanagement“, Manfred Lange, auf, die den Ablauf, die Organisation des Konversionsprozesses und die Wertfindung erläuterten.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein „Round-Table“ Podiumsgespräch unter Einbeziehung des Publikums bei dem der Vorstand der BImA - unterstützt von allen fachlich involvierten Spartenleitern - gemeinsam mit Oberst Dr. Geitz detailliert auf die umfangreichen Fragen aus dem Plenum eingingen.

Koreaner informieren sich über Konversion in Hanau

Die Entwicklung der ehemaligen Militärliegenschaften in der Brüder-Grimm-Stadt stand im Mittelpunkt des Besuchs einer Gruppe Koreaner bei Stadtrat Dr. Ralf-Rainer Piesold und Matthias Mainka von der Hanau Wirtschaftsförderung GmbH. Die vier Studenten von der Hanyang Universität aus Ansan, waren eigens den weiten Weg nach Deutschland gereist, um sich in verschiedenen Städten zum Thema „Konversion“ zu informieren. Finanziert wurde ihre Deutschland-Reise durch das „Global Challenger-Projekt“, welches koreanischen Studenten ermöglicht, Studienreisen ins Ausland zu tätigen. Neben Kaiserslautern und Karlsruhe, zählte auch Hanau zu ihren Zielen.
„Genau wie Korea war Deutschland einst ein geteiltes Land und verfügt über große Militärliegenschaften, die zum Teil jedoch schon für eine neue Nutzung zur Verfügung stehen oder bereits für zivile Zwecke umgewandelt wurden. Korea gehört zu den bedeutendsten US-Militärstandorten außerhalb der USA und hat daher viele große Militärflächen, die bereits von den Amerikanern verlassen wurden oder in naher Zukunft frei werden. Für diese müssen nun neue Nutzungen gefunden werden“, erklärt Studentin Hyejin Hyung.
Von links: Matthias Mainka, Hanau Wirtschaftsförderung GmbH, Dr. Ralf-Rainer Piesold, Bau- und Wirtschaftsdezernent der Stadt Hanau und die Studentengruppe aus Korea.
Von links: Matthias Mainka, Hanau Wirtschaftsförderung GmbH, Dr. Ralf-Rainer Piesold, Bau- und Wirtschaftsdezernent der Stadt Hanau und die Studentengruppe aus Korea.

Besonders interessiert waren die Besucher in Fragen der Stadtplanung, Finanzierung von Konversionsmaßnahmen, Projektorganisation und der Lösung umwelttechnischer Probleme wie Boden- und Wasserverunreinigung durch die militärische Nutzung. „Von Hanau erhoffen wir uns Beispiele und Ratschläge für die Entwicklung dieser unserer Militärflächen, die uns helfen eine sinnvolle Strategie zu entwickeln“, so Hyung. Ihre Erkenntnisse über die Konversion in Deutschland wollen die zwei Frauen und zwei Männer im Anschluss an ihrer Universität, der Gesellschaft für Umweltfragen und eventuell sogar dem Verteidigungsministerium vorstellen.
Dr. Piesold zeigte sich beeindruckt von der Qualität der Fragestellungen. „Wir freuen uns, wenn wir Ihnen bei dieser Herkulesaufgabe weiterhelfen können und teilen gerne die Kenntnisse, die wir in Hanau gewonnen haben mit Ihnen.“ Er lud die Studenten ein, Hanau wieder zu besuchen. „Die Konversion in Hanau legt eine derartige Dynamik an den Tag, dass bereits in naher Zukunft mit neuen Entwicklungen zu rechnen ist, die Sie dann begutachten können.“

Gemeinsam zum Erfolg

Erlensee und Bruchköbel besuchen Hanauer Lenkungsgruppe Konversion
„Der Erfolg der Nachbarn ist auch unser Erfolg. Es ist absolut sinnvoll die Konversion der ehemaligen US-Liegenschaften gemeinsam mit den Nachbarkommunen anzugehen, denn das reale Leben macht nicht vor den Stadtgrenzen halt.“ Mit diesen Worten begrüßte Oberbürgermeister Claus Kaminsky die Gäste Bürgermeister Günter Maibach und den Ersten Stadtrat Uwe Ringel aus Bruchköbel sowie Heinrich Schneider, Fachbereichsleiter für Bauwesen und Wirtschaftsförderung aus Erlensee beim Treffen der Hanauer Lenkungsgruppe Konversion im Rathaus.
Zu den Anwesenden zählten unter anderen auch Axel Kunze, Vorstandsmitglied der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), Martin Bieberle, Stadtentwicklungschef und Konversionsbeauftragter der Stadt Hanau, Wirtschaftsförderin Erika Schulte und Stadtplaner Hans-Ulrich Weicker sowie die Dezernenten Axel Weiss-Thiel und Dr. Ralf-Rainer Piesold.
Stadtrat Dr. Ralf-Rainer Piesold, Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Bruchköbels Bürgermeister Günther Maibach und Claus Niebelschütz von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (von links).
Stadtrat Dr. Ralf-Rainer Piesold, Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Bruchköbels Bürgermeister Günther Maibach und Claus Niebelschütz von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (von links).

„Die Bürger und Bürgerinnen wohnen in Erlensee, arbeiten in Hanau arbeiten und verbringen Freizeit in Bruchköbel oder umgekehrt. Daher ist es in unser aller Interesse, dass die Konversionsliegenschaften der drei Kommunen so schnell wie möglich vermarktet und entwickelt werden“, fügte der OB hinzu. „In Hanau verzeichnen wir seit dem 1. Januar 2010 rund 1500 Neubürgerinnen und Neubürger unterm Strich und 4,5 Prozent mehr sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Das ist mit Sicherheit auch der erfolgreichen Konversion der US-militärischen Liegenschaften geschuldet.“
BImA-Vorstand Kunze bedankte sich für die gute Zusammenarbeit von Stadt und BImA im vergangenen Jahr. „Wir sind bisher einen sehr positiven und erfolgreichen Weg gemeinsam gegangen, der auch für andere Kommunen zukunftsweisend sein kann. Besonders jetzt, da der US-Präsident angekündigt hat weitere Truppen aus Europa abzuziehen und auch im Rahmen der Bundeswehrreform viele deutsche Militärgelände freigegeben werden, ist das Thema Konversion so aktuell wie noch nie.“ In der Konversion der Liegenschaften in Hanau sehe er da nach wie vor ein Leuchtturmprojekt mit Vorbildfunktion, so Kunze.
Im Rahmen des Treffens gaben die Gäste aus den beiden Nachbarkommunen, Bürgermeister Maibach aus Bruchköbel und Fachbereichsleiter Heinrich Schneider aus Erlensee, einen kurzen Überblick über den Planungsstatus für den insgesamt etwa 230 Hektar großen Fliegerhorst, der sich über die Gemarkungen Erlensee und Bruchköbel erstreckt. „Wir haben mehrere ernstzunehmende Anfragen von großen Unternehmen aus dem Logistik- und Freizeitbereich, weiterhin plant die Gemeinde Erlensee einen Teil ihrer Sportstätten auf die Fläche zu verlagern“, berichtete Maibach. Derzeit sei man dabei zu prüfen, wie man das erhöhte Verkehrsaufkommen bewältigen könne, das die Ansiedlung eines solchen Unternehmens mit sich bringe. Eine Ertüchtigung der vorhandenen Bahnstrecke werde beispielsweise diskutiert. Wie der Bürgermeister weiter berichtete, haben Bruchköbel und Erlensee vor einem Monat einen Zweckverband gegründet, dessen erstes Ziel es ist, rund 100 Hektar des bebauten Teiles des Fliegerhorstes, die als Konversionsfläche zur Verfügung stehen, von der BImA zu kaufen. Dank der "konstruktiven und harmonischen Zusammenarbeit mit den Vertretern der BimA", soll dies in naher Zukunft geschehen.
Auch die Hanauer Projektleiter konnten von weiteren Fortschritten auf den Konversionsflächen berichten: „Für die Old Argonner Kaserne im Stadtteil liegen mehrere seriöse Interessenbekundungen für die Entwicklung des Wohnareals vor. Für den gewerblichen Teil haben sich jedoch leider bisher noch keine Interessenten gefunden“, berichtete Rainer Müller von der Hessenagentur. Alternativ sei es jedoch denkbar, dass die BImA diesen Bereich wiederaufforste. Dies würde derzeit geprüft. „Im Februar wissen wir sicherlich mehr“, so Müller.
Für die Pioneer Kaserne und das gegenüberliegende Sportsfield Housing laufen derzeit noch eine Reihe von Voruntersuchungen zur möglichen Nutzung der Areale. Dem Förderantrag der Stadt für eine Machbarkeitsstudie habe der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zugestimmt. „Das Unternehmen Re2area hat bereits mit der Arbeit an der Studie begonnen“, berichtet Müller. „Die Pioneer-Kaserne mit ihrer bevorzugten Lage an der Bulau und den großen Freiflächen ist ein Filetstück für das viele verschiedene Nutzungsmöglichkeiten denkbar sind. Diese wollen jedoch sorgfältig abgewogen sein, zumal es ja auch Auflagen von der Oberen Denkmalbehörde im Bezug auf den Denkmalschutz der Anlage gibt. Die Machbarkeitsstudie wird uns da mehr Klarheit verschaffen“, so Stadtentwicklungschef Bieberle.
Projektleiter Thomas Müller von Terramag berichtete den Anwesenden über die neuesten Entwicklungen auf dem Gelände der ehemaligen Hutier Kaserne: „Das Unternehmen R+S hat jüngst zwei Gebäude bezogen und plant den Kauf von weiteren Gebäuden auf dem denkmalgeschützten Gelände. “ Auch für den Bereich von Hutier-Nord, der aus drei Lagerhallen und verschiedenen Parzellen auf versiegeltem Gelände bestehe, gebe es viele Interessenten. „Ich gehe davon aus, dass das Gelände noch in diesem Jahr in die Entwicklung geht“, so Müller. Um eine schnellere Vermarktung der Grundstücke und Hallen zu gewährleisten, sei eine vorherige Erschließung des Geländes durch die Stadt oder einen anderen Erschließungsträger äußerst sinnvoll. „Die Kosten dafür würden dann anschließend bei Verkauf der Grundstücke von der BImA zurückerstattet“, erläutert Müller.
Zur Wolfgang Kaserne berichtete Müller: „Wir sehen das Gelände nach wie vor als ideale Möglichkeit zur Erweiterung des Industrieparks Wolfgang oder der Ansiedung für neue Unternehmen.“ Die Ergebnisse einer Realisierungsstudie zu verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten stünden unmittelbar bevor. Über das Cardwell Area im Stadtteil Lamboy konnte Müller über die anstehende Ausschreibung des Geländes seitens der BImA berichten. „Hier ist Wohnbau mit Einzel- und Doppelhäusern geplant, der sich bestens in die bestehende Wohnbebauung einfügt.
Zum Abschluss vereinbarten die Vertreter der von Hanau, Erlensee und Bruchköbel sich regelmäßig zu treffen und über mögliche Nutzungsmöglichkeiten und Interessenten für die Flächen auszutauschen. „Ein Unternehmen, das in der einen Kommune keinen geeigneten Flächen findet, wird in der anderen vielleicht fündig. Eine Zusammenarbeit in der Konversion ist daher für alle Beteiligten äußerst sinnvoll und gewinnbringend“, so OB Kaminsky.

4. Hanauer Konversionsforum zeigt neueste Entwicklungen auf

Der Bogen der Themen war weit gespannt: Der gesamtstädtische Entwicklungsrahmen vom Architektur- und Planungsbüro Albert Speer, die Wohnbausanierung der Yorkhof Kaserne, die neuen Urwildpferde auf Campo Pond, der aktuelle Status im Argonner Park, sowie das Ergebnis der Artenschutzgutachten zur Wolfgang Kaserne kamen unter anderem beim vierten Hanauer Konversionsforum im Nachbarschaftshaus Tümpelgarten zur Sprache.
Rund 80 Menschen waren der Einladung der Ausschussvorsitzenden Wulf Hilbig und Franz Ott gefolgt, um drei Stunden lang im Congress Park Hanau den Präsentationen der Fachleute zu lauschen, die die Entwicklung der einzelnen Flächen im Rahmen der öffentlichen städtischen Sitzung des Struktur- und Umweltausschusses sowie des Bauausschusses anschaulich darstellten.
Oberbürgermeister Claus Kaminsky begrüßte die Anwesenden mit besonderem Augenmerk auf Claus Niebelschütz von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), seinen Kollegen Christoph Goebel vom Bundesforst und den Investoren Albrecht Krebs und Uwe Birk.
„In Hanau erleben wir derzeit Konversion im Eiltempo“, sagte der OB. „Drei Liegenschaften wurden innerhalb eines Jahres an private Investoren verkauft. Die Feuerwache auf der Hutier-Kaserne wird im Frühjahr in Betrieb gehen und das Förderzentrum auf der Old Argonner Kaserne wird bald fertig gestellt sein. Auch die Reihenhäuser auf dem ehemaligen Bepo-Gelände stehen bereits und heute konnten wir die bevorstehende Entwicklung des Kinzigbogens vermelden.“
Hier werde deutlich, so Kaminsky, dass das Image der Stadt sich deutlich zum Positiven gewandelt habe. „Investoren glauben an die Zukunft von Hanau. Auch deshalb, weil wir ein verlässlicher Partner sind – sowohl administrativ als auch politisch.“ .
Luftbild des Geländes der Pioneer Kaserne in Wolfgang
Mehrere Liegenschaften sind bereits verkauft, für andere gibt es konkrete Pläne. Nur bei der Pioneer Kaserne in Wolfgang (Foto) ist noch alles offen.

Wirtschaftsdezernent Dr. Ralf-Rainer Piesold wies zudem darauf hin, dass auch die anderen Bauvorhaben und Entwicklungen in der Stadt keinesfalls hinter dem Tempo der Konversionsentwicklung zurückblieben und sich großer Nachfrage erfreuten.
Das außerordentliche Engagement der Stadt lobte BImA-Verkaufsleiter Niebelschütz. „Es ist kein Zufall, dass Konversion in Hanau so erfolgreich ist. Dahinter steckt viel Arbeit, die in den Arbeitsgruppen und Workshops stattfindet, sowie ein sehr gutes Stadtmarketing. Die Anfang 2009 getroffene Konversionsvereinbarung wird von beiden Seiten wirklich gelebt.“ Allerdings sei abzusehen, dass das momentane Tempo in der Flächenvermarktung nicht auf Dauer zu halten sein werde, so Niebelschütz. „Wir haben noch einige Liegenschaften in Hanau, die längere Aufbereitung benötigen werden, bevor sie Käufer finden. Doch auch diese Herausforderung werden wir gemeinschaftlich meistern.“
Als erster Punkt der Tagesordnung stand die Entwicklung der militärischen Liegenschaften unter Einbeziehung des gesamtstädtischen Entwicklungsrahmens in Hanau auf dem Programm. Das 90-seitige Papier wurde vom Planungsbüro Albert Speer erstellt und dient den Stadtentwicklern zur Orientierung. Es zeigt die Wechselwirkungen mit anderen Projekten auf und bezieht die Baulandplanung in Stadt und Umland mit ein. Rainer Müller, von der Hessen Agentur, stellte unter anderem mögliche Szenarien für die Pioneer Kaserne in Wolfgang vor.
„Sowohl ein Wohngebiet als auch ein Gewerbegebiet sind hier denkbar.“ Die gute Anbindung zur Bundesstraße, Autobahn und der Anschluss an den Schienenverkehr sprächen für eine Gewerbeansiedlung. Die Lage im Grünen wiederum würde auch eine Wohnansiedlung attraktiv machen. „In beiden Fällen muss jedoch der aktuelle Baubestand fast komplett weichen“, so Müller.
Uwe Birk, Geschäftsführer der Bauwert GmbH aus Baden Baden, präsentierte seine Pläne für die ehemalige Yorkhof Kaserne im Stadtteil Lamboy. Mit der Sanierung der acht denkmalgeschützten mehrstöckigen Gebäude sowie der Errichtung eines Neubaus, will die Bauwert GmbH mit 69 Wohnungen neuen hochwertigen Lebensraum schaffen. „Besondern Wert legen wir hierbei auf unser ausgereiftes Energiesparkonzept“, erklärte Birk.
Auch Investor Albrecht Krebs zeigte den aktuellen Entwicklungsstand auf dem Gelände des ehemaligen New Argonner Housing in Wolfgang auf. „Die Paul-Gerhardt-Schule ist seit August in Betrieb, die Besitzer der ehemaligen Offiziershäuser renovieren fleißig und auch die Turngemeinde Hanau hat die Turnhalle schon in Nutzung genommen“, resümierte Krebs. Derzeit sei man dabei Zufahrten und Abwasserleitung zu bauen. Der erste Wohnblock sowie ein Teil der Studentenunterkünfte würden vorrausichtlich bis Ende des Jahres fertig gestellt. Die Nachfrage nach Wohnungen sei nach wie vor groß. „Entlang der Bundesstraße entsteht derzeit ein Dienstleistungszentrum, sowie Gebäude für einen Rewe, einen Aldi und einen Drogeriemarkt, die im nächsten Jahr einziehen sollen“, fügte Krebs hinzu.
Christoph Goebel, Leiter des Bundesforstbetriebs Schwarzenborn, gab einen kurzen Überblick über die Geschichte des ihm unterstellten Geländes Campo Pond, das derzeit als Heimat für neun Przwalski-Urwildpferde dient. „Nach über 100 Jahren militärischer Nutzung ist auf diesem magischen naturgeschützten Areal endlich Frieden eingekehrt. Außergewöhnliche Tier- und Pflanzenarten gedeihen hier und auch die Menschen kommen sehr gerne hierher“, sagte Goebel in Hinblick auf die stets schnell ausgebuchten Führungen des Umweltzentrums Hanau. Rund 500.000 Euro habe der Bundesforst bisher in den Bau der Pferdekoppeln investiert.
„Die Stadt Hanau hat sich bei diesem Projekt als starker Partner erwiesen und ich bin begeistert von dem Engagement und der positiven Entwicklung in dieser Stadt“, so Goebel, der auch für ein künftiges Umweltzentrum auf dem Gelände appellierte.
Im Bezug auf die Wolfgang Kaserne legte Dieter Zuth, Abteilungsleiter für Umwelt- und Naturschutz bei der Bauaufsicht der Stadt, die vorläufigen Ergebnisse eines von der Stadt Hanau in Auftrag gegebenen Gutachtens zum Thema „Biotop- und Artenschutz“ dar. „Wesentliche Teile des alten Waldbestandes werden erhalten bleiben, um die Bechstein-Fledermaus und verschiedene Spechte, die besonderen Schutz genießen nicht zu beeinträchtigen“, so Zuth. Eine Nutzung der bereits versiegelten Flächen als potentielle Erweiterung des Industrie Parks Wolfgang stünde dem nicht entgegen.
„Wirtschaftsentwicklung und Naturschutz können Hand in Hand gehen. Wir können den Lebensraum dieser Tiere erhalten und müssen trotzdem nicht auf die Entwicklung von Hanau als Hochtechnologiestandort verzichten. Hier gibt es keinen Konflikt“, bekräftige Stadtrat Piesold.
Für die verbleibenden Konversionsflächen gab Projektleiter Thomas Müller von Terramag kurze Updates. „Bei den denkmalgeschützten Gebäuden der Hutier-Kaserne streben wir eine Einzelverwertung an, da sich nicht das ganze Areal auf einmal vermarkten lässt.“ Ikea sei nach wie vor an einem Teilstück des Geländes interessiert, habe jedoch noch keine finale Zusage gegeben.
„Für die Großauheim- und der Underwoodkaserne sind alle grundlegenden Voruntersuchungen gemacht worden, die für eine Vermarktung wichtig sind und eine gewerbliche Nutzung scheint nach wie vor am wahrscheinlichsten“, so Müller. Für die Old Argonner Kaserne liefe derzeit die Lärmemissionsuntersuchung und bei der Pioneer Kaserne sei die Entwicklungsperspektive noch am breitesten gefächert. „Hier sind wir offen für alles“, schloss der Projektleiter.
Das Konversionsforum soll künftig halbjährlich stattfinden und steht allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern von Hanau offen.

5. Hanauer Konversionsforum im Bürgerhaus Wolfgang

Sanierungsgebiet New Argonner (Argonner Park)

Mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Hanau vom 22.03.2010 wurde der Bereich der ehemaligen New Argonner Housing Area (jetzt Argonner Park) in Hanau Wolfgang als Sanierungsgebiet festgelegt. Dieser Beschluss kann sich für Sie als Eigentümer eines Wohngebäudes oder einer Wohnung im Argonner Park steuerbegünstigend auswirken.
Modernisieren (und/oder instand setzen) Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung im Sinne der Sanierungsziele und der gesetzlichen Bestimmungen des Baugesetzbuches und des Einkommensteuergesetzes, honoriert dies der Staat, indem Sie diese Kosten zur Steuervergünstigung geltend machen können.
Eine kompakte Einführung zum Vorgehen bei der Sanierungsmaßnahme und zu den gesetzlichen Grundlagen zur steuerlichen Vergünstigung erhalten Sie im nachfolgenden Flyer.
Weiterhin möchten wir Ihnen insbesondere empfehlen dieser Verlinkung zu folgen:

„Entwicklungsstand Stadtteil Wolfgang“

In der Rubrik „Entwicklungsstand Stadtteil Wolfgang“ finden Sie ausführlich neben der Sanierungssatzung alle relevanten Informationen, die Sie als Eigentümer im „Argonner Park“ benötigen (Bescheinigungsrichtlinie, Ansprechpartner zur Sanierungsberatung, etc.).
Weiterhin finden Sie Informationen zur öffentlichen Infrastruktur des Argonner Parks (Kita, Schulen, ÖPNV-Anbindung) unter folgendem Link:

Infrastruktur Argonner Park

Immobilien-Dialog „Konversionsflächen mitten in der Stadt“

Referent Martin Bieberle während der Fachtagung
Referent Martin Bieberle während der Fachtagung

Hanau und Darmstadt im Mittelpunkt einer Fachtagung im CPH
Neue attraktive Wohnungsinvestments, urbane Stadtqualität sowie umfangreiche Gewerbeflächen versprechen die über 460 Hektar Konversionsflächen, die in Hanau und Darmstadt in der Entwicklung stehen. Beide Städte verstehen das abziehende Militär als außerordentliche Chance, sich durch eine erfolgreiche Konversion weiterzuentwickeln und interessante Lösungen in die Tat umzusetzen.

Darum standen sie auch im Mittelpunkt der Fachkonferenz „Konversionsflächen mitten in der Stadt – Hanau und Darmstadt: Schrittmacher für Urbanität“. Veranstalter des Immobilien-Dialogs am Freitag, 23. April 2010 im Congress Park Hanau war Heuer Dialog in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA).

Städtische Stadtentwicklungsexperten sowie Vertreter der Privatwirtschaft und der BImA durchleuchteten das Thema „Konversion“ von allen Seiten und diskutierten Chancen und Schwierigkeiten, die sich mit den neuen Flächen ergeben. Die Aspekte Nachhaltigkeit, Rentabilität, Risiko, Zukunftsaussichten sowie Beispiele von Konversionsprozessen wurden beim Immobilien-Dialog anschaulich präsentiert.

Unter anderem berichteten Martin Bieberle, Fachbereichsleiter der Hanauer Stadtentwicklung, über den Konversionsprozess in Hanau und die Chancen des Wettbewerblichen Dialogs (siehe Foto). Dieter Wenzel, Planungs- und Baudezernent von Darmstadt, referierte über neue Stadtqualitäten und bezahlbaren Wohnraum, die durch die Konversionsflächen entstehen. Klaus Armbrecht von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben gab einen Überblick über die Konversionsflächen in Hanau und und ihre Möglichkeiten. Rolf Huber, Geschäftsführer von Drees & Sommer präsentierte gelungene Konversionsprojekte in Deutschland und Paul Eldag von ARCADIS berichtete über innerstädtische Bracheflächen in der Praxis.

Weitere hochkarätige Referenten aus der Immobilienbranche, sowie zwei Gesprächsrunden mit Experten und Investoren vervollständigten das Programm in Hanau. Abschließend wurde die Möglichkeit geboten im Rahmen einer kurzen Rundfahrt einen Teil der Hanauer Liegenschaften vor Ort zu begutachten.

Zügige Entwicklung von New Argonner Housing

Magistrat beschließt Offenlage für das neue Wohngebiet in Wolfgang
Vorhaben- Und Erschließßungsplan New Argonner
Vorhaben- Und Erschließßungsplan New Argonner Quelle: K.W. Projektsteuerung GmbH & Bauträger New Argonner KG

Hochwertiges Wohnen im Grünen, eine Privatschule, ein Sportzentrum, eine Kindertagesstätte und attraktive Einkaufsmöglichkeiten für die Bürger von Wolfgang sollen auf dem Gelände des ehemaligen US-Armee-Wohngebiet New Argonner Housing so schnell wie möglich Realität werden. Deshalb wird die Entwicklung des 36 Hektar großen Gebiets im Stadtteil Wolfgang von der Stadt Hanau mit Hochdruck vorangetrieben. Nur vier Wochen nach dem Beschluss zur Sanierungssatzung hat der Magistrat am Montag für den Offenlagebeschluss im Bebauungsplanverfahren für New Argonner Housing gestimmt. In einer Sitzung des Struktur- und Umweltausschusses am Donnerstag, 15. April, wird die Planung vorgestellt und erörtert, um dann wenig später in der Stadtverordnetenversammlung am Montag, 26. April, abschließend auf der Agenda zu stehen.

Die Zeit drängt, denn Mitte August beginnt das neue Schuljahr und es steht noch viel Arbeit an, bevor die ehemalige US-amerikanische Middle School bezugsfertig für die Schülerinnen und Schüler der Paul-Gerhardt-Schule sein wird. „Dieses Gebäude ist einfach perfekt für uns und kommt genau zur richtigen Zeit. Da unsere Schule in Hanau von Jahr zu Jahr um vier Klassen anwächst, platzt das vorübergehend genutzte Gebäude in der Innenstadt aus allen Nähten. Der Umzug nach Wolfgang ist für uns dringend erforderlich“, sagt Jürgen Zoubek, der Vorsitzende des Fördervereins der evangelischen Bekenntnisschule.

„Die Stadt Hanau wird alles dafür tun, dass die Schülerinnen und Schüler der Paul-Gerhardt-Schule ihre neue Schule Anfang August beziehen können“, bekräftigte Schuldezernent Dr. Ralf-Rainer Piesold. „Den Fraktionen, die hier parteiübergreifend die außergewöhnlich engen Zeitpläne akzeptieren und Beschlusslagen im rasanten Tempo ermöglichen, gebührt großer Dank.“ Nur durch diesen politischen Konsens und dem Engagement von Magistrat und Stadtverordneten sei es möglich, so Oberbürgermeister Claus Kaminsky, das Projekt New Argonner in der Kürze der Zeit zu stemmen und den Terminplan für die Schule einzuhalten.

An der Abstimmung des Magistrats zum Offenlagebeschluss des Bebauungsplanverfahrens hat Kaminsky allerdings nicht teilgenommen, da er bekanntermaßen ein Haus im zukünftigen Wohnviertel New Argonner in Wolfgang erworben hat. Der Oberbürgermeister zählt damit zu den Siedlern der ersten Stunde und wird ein unmittelbarer Nachbar der Przewalski-Urwildpferde werden, die im vergangenen Jahr auf dem angrenzenden Naturschutzgebiet Campo Pond ein neues dauerhaftes Zuhause gefunden haben.

Mehr als 60 Familien stehen nach Aussage von Investor Albrecht Krebs von der K.W. Projektsteuerung GmbH & Bauträger New Argonner KG ungeduldig in den Startlöchern, um entweder eines der 39 Offiziershäuser zu beziehen oder mit dem Bau ihres Eigenheims auf einem der noch unerschlossenen Baugrundstücke zu beginnen. „Das Interesse an Wohneigentum auf dem Gelände ist sehr groß und man hat uns förmlich mit Anfragen überrollt. Natürlich hoffen wir, all diesen Menschen so bald wie möglich einen positiven Bescheid geben zu können.“

Eine Menge Arbeit ist nötig, um den vorhabenbezogenen Bebauungsplan vorzubereiten. So mussten viele Gutachten in Auftrag gegeben und beim Planungsamt der Stadt Hanau ausgewertet werden. Dazu gehören unter anderem eine historische Erkundung des Geländes sowie Untersuchungen zu den Aspekten Verkehr, Lärm, Altlasten, Gebäudeschadstoffe, Landschaftsplanung und Artenschutz. „Die Stadt Hanau hat hier wirklich eine große Kooperationsbereitschaft und Professionalität im Umgang mit dem Zeitdruck und den Gegebenheiten gezeigt, sonst wäre es nicht so zügig zu einer B-Plan-Offenlage gekommen“, lobt Investor Krebs.

In diesem ersten Schritt umfasst die Offenlage zunächst den Teil des Vorhabengebiets der für Wohngebietsnutzungen, Gewerbegebiet und die südlich angrenzenden Gemeinbedarfsflächen für die Ansiedlung von Schule und Kindertagesstätte vorgesehen ist. „Ziel ist es die vorhandene Wohngebäude mit ehemals militärischer Nutzung in zivilen Wohnungsbau umzuwandeln und eine Rechtsgrundlage für neue Ein- und Zweifamilienhäuser zu schaffen, die im mittleren Teil des Geländes entstehen sollen. Außerdem sollen die notwendigen Grundlagen für die Schule, Kindertagesstätte und Gewerbenutzungen geschaffen werden“, erklärt der Leiter des Planungsamts Hans-Ulrich Weicker. Eine zweite Offenlage soll folgen, sobald die FFH-Verträglichkeitsprüfung für die Sportfläche im Süden des Gebiets in einer endgültigen Fassung vorliegt. Diese kann jedoch jahreszeitlich bedingt erst im Mai und Juni fertig gestellt werden.

Zu den baulichen Fortschritten und den weiteren Planungen für das Gelände können sich Interessierte am Samstag, 21. August, und Sonntag, 22. August, persönlich informieren.
An diesen beiden Tagen sind die Tore zur New Argonner Housing für alle geöffnet. Besucher können das Gelände, die Schule, Musterwohnungen und die benachbarten Przewalski-Wildpferde auf dem Campo-Pond-Gelände besichtigen. Präsentationen und Vorträge zum Thema Konversion von Militärflächen in Hanau, ein Unterhaltungsprogramm für Kinder sowie ein Angebot an Speisen und Getränken runden das Angebot ab.

Konversionsforum der Stadt weckt reges Interesse

Vermarktung der ehemaligen Militärflächen schreitet zügig voran
Konversionsforum am 28.01.2010 im Congress Park Hanau
Konversionsforum am 28.01.2010 im Congress Park Hanau

Der Bogen der Themen war weit gespannt: Wohnen und städtebauliche Sanierungsmaßnahmen auf dem Gelände der ehemaligen New Argonner Kaserne, europaweite Ausschreibung der Old Argonner Kaserne, Nutzungsmöglichkeiten der Pioneerkaserne, der bevorstehende Verkauf von Cardwell Housing und natürlich die Przewalski-Pferde auf Campo Pond kamen beim Konversionsforum zur Sprache. Rund 150 Zuhörer waren der Einladung der Ausschussvorsitzenden Wulf Hilbig und Franz Ott gefolgt, um drei Stunden lang im Congress Park Hanau den Vorträgen der Fachleute zu lauschen, die die Entwicklung der einzelnen Flächen im Rahmen der öffentlichen Ausschusssitzung anschaulich darstellten.

Stellvertretend für den erkrankten Oberbürgermeister Claus Kaminsky begrüßte Stadtrat Dr. Ralf-Rainer Piesold die Mitglieder des Struktur- und Umweltausschusses sowie des Bauausschusses, die Vertreter lokaler Bürgerinitiativen, das Vorstandsmitglied der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) Axel Kunze, und weitere interessierte Zuhörer. „Nur ein Jahr nach Abzug der US-Amerikaner ist bereits mehr als ein Drittel der 340 Hektar großen Konversionsflächen einer zivilen Nutzung zugeführt und weitere Areal sind stehen in der Vermarktung. Dieses sehr positive Resümee können wir nur auf Grund der ausgezeichneten Zusammenarbeit mit der BImA ziehen“, sagte Piesold. „Ohne diesen verlässlichen Partner sowie die exzellente Arbeit des Konversionsbeauftragten Martin Bieberle und seinem Team aus städtischen und externen Beratern, könnten wir dieses Tempo nicht vorlegen.“

BImA-Vorstand Kunze lobte das außerordentliche Engagement der Stadt. „Hanau nimmt eine Leuchtturmfunktion in Deutschland ein. Es ist sehr selten, dass eine Stadt sich schon weit vor dem Abzug des Militärs Gedanken über die weitere Verwertung von Konversionsliegenschaften macht und so vorausschauend handelt. Auch die Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern der BIMA und der Stadt ist beispielhaft und trägt maßgeblich zum unseren Erfolgen bei.“

Exemplarisch stand die Entwicklung von New Argonner-Housing in Wolfgang auf dem Programm, das im Dezember 2009 von Investor Albrecht Krebs gekauft wurde. Architekt Klaus Heim konnte berichteten, dass alle 40 Offiziershäuser auf dem Areal bereits Käufer gefunden haben. „Für die Baugrundstücke und die Wohnungen gibt es ebenfalls Anfragen und Reservierungen. Das Interesse ist riesig“, sagte Heim. Im April sollen die ersten Bagger anrollen und Versorgungsleitungen auf dem Gelände legen. Der Umzug der privaten Paul-Gerhardt-Schule in die ehemalige Middle School werde rechtzeitig zum Schulbeginn Anfang August vollzogen sein, sagte Heim. Rechtsanwalt Harald Nickel erläuterte anschließend, warum sich das New Argonner Gebiet hervorragend für eine städtebauliche Sanierungsmaßnahme eignet.
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