Zeitgemäße Sporthalle für die Pestalozzischule
Der offizielle Spatenstich für die neue Sporthalle der Pestalozzischule lieferte Stadtrat Dr. Ralf- Rainer Piesold willkommene Gelegenheit, all jene öffentlich zu würdigen, die engagiert daran mitgearbeitet haben, dass es gelingt, den konkurrierenden Zielen von Schnelligkeit und Wirtschaftlichkeit gerecht zu werden und so die Mittel aus dem Konjunkturförderprogramm optimal auszuschöpfen. Der Stadtrat geizte daher nicht mit Lob für alle Beteiligten, als er am 27. Januar den Startschuss für den Neubau der Zweifeldsporthalle in der Innenstadt gab.
So führte der Schuldezernent in seiner Ansprache aus, dass es es mit dieser Investition gelinge, neben der positiven Wirkung für die heimische Wirtschaft, mindestens „drei weitere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen“: Die Schulgemeinde bekomme eine moderne Sporthalle, um mit attraktiven Unterrichtsangeboten dem vielerorts beklagten Bewegungsmangel bei Kindern entgegenzutreten. Für die Vereine entstünden hier deutlich verbesserte, zeitgemäße Trainingsmöglichkeiten und die Stadt selbst profitiere ebenfalls, weil das neue Gebäude unter energetischen Gesichtspunkten alle Chancen nutze, um durch einen möglichst ökonomischen Einsatz von Energie nachhaltig auch den städtischen Haushalt zu entlasten.
Konkret bedeutet dies eine Ersparnis von rund 19.000 Euro pro Jahr, da den Heizkosten für die beiden alten Halle in Höhe von rund 31.000 Euro künftig nur mehr 12.000 Euro für die neue Zweifeldsporthalle gegenüberstünden.
Bisher verfügte die Grundschule über eine Sporthalle mit integrierter Bühne und Zuschauergalerie aus dem Jahr 1961. Diese entspricht nach Dr. Piesolds Worten weder energetisch noch nutzungsorientiert dem heutigen Standard. Sowohl die Raum- als auch die Ausstattungsanforderungen erfüllen nicht mehr die aktuellen Normen oder Richtlinien.
Insgesamt habe der Eigenbetrieb Immobilien und Baumanagement einen erheblichen Sanierungsstau attestiert, der von einer schlecht gedämmten Gebäudehülle über den in Teilbereichen defekten Bodenaufbau bis hin zu veralteten sanitären Einrichtung reicht. Dem Alter der Halle geschuldet sind auch die Platzverhältnisse der Umkleide- und Nebenräume sehr beengt und die reine Hallenfläche mit 290 Quadratmetern viel zu klein.
So wünschenswert die neue Sporthalle also gewesen sei, so habe die Stadt das Projekt angesichts der aktuellen Haushaltslage trotzdem nur mithilfe des Konjunkturförderprogramms realisieren können. Dabei unterstrich Dr. Piesold, dass seiner Ansicht nach auch der schwierige Balanceakt gelungen ist, erfolgreich abzuwägen zwischen dem berechtigten Anspruch, möglichst die regionale Wirtschaft mit Aufträgen zu unterstützen, und gleichzeitig den eng gesteckten Kosten- und Zeitrahmen einzuhalten.
Die neue Sporthalle wird neben einer nutzbaren Hallenfläche von rund 970 Quadratmetern auch über zwei Umkleideeinheiten mit entsprechenden Wasch- und WC-Räumen sowie einen Regie- und Lehrerraum verfügen. Die neue Zuschauertribüne mit zwei massiven, fest eingebauten Sitzreihen reicht aus für maximal 120 Personen. Im Eingangsbereich befinden sich angrenzend an das Foyer außerdem ein Kiosk und notwendige Besuchertoiletten.
Das Gebäude wurde entsprechend den Vorgaben der aktuellen Energieeinsparverordnung geplant. Darüber hinaus werden auf dem Hallendach eine Photovoltaikanlage und in Teilflächen eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung installiert. Die Beheizung der Halle erfolgt mit Gas über die vorhandene Heizungsanlage der Pestalozzischule.
Die Kosten der Baumaßnahme, die voraussichtlich im Januar 2011 abgeschlossen ist, werden auf 3,2 Millionen Euro veranschlagt. Sobald die neue Sporthalle fertig gestellt ist, soll die alte Halle der Pestalozzischule abgerissen und das entstehende Freigelände einer Außenanlagenplanung unterzogen werden. Dabei wird auch die Parkplatz- und die Eingangssituation zur Schule überarbeitet und aufgewertet.
