Planen, Bauen, Wohnen

Stadtentwicklung, Grundstücksangelegenheiten und -angebote, Wohnen, Bauen. Dies und viel mehr finden Interessierte in diesem Bereich. Orientierung gibt die Navigationsspalte links.

Neuer Wohnpark für den Stadtteil Lamboy
Fast 40 Prozent mehr Immobilienverkäufe als im Vorjahr

Neuer Wohnpark für den Stadtteil Lamboy

Baufahrzeug
Noch rollen die Baumschinen auf dem ehemaligen Gleisbauhof, wo der Kinzigbogen und das Reihenhaus-Projekt entstehen werden

Deutsche Reihenhaus AG realisiert 25-Millionen Euro-Projekt in Hanau
„Der Erfolg nährt den Erfolg“ weiß ein geflügeltes Wort, das sich mit dem jüngsten Projekt der Deutschen Reihenhaus AG in Hanau einmal mehr bewahrheitet. Nach Abschluss der erfolgreichen Vermarktung des Wohnparks „Brüder Grimm“ auf dem ehemals von der Bereitschaftspolizei genutzten Gelände an der Cranachstraße wird das renommierte Unternehmen jetzt in der Brüder-Grimm-Stadt weitere 146 Reihenhäuser bauen. Die notarielle Beurkundung über den Flächenerwerb im Stadtteil Lamboy in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Fachmarktzentrum Kinzigbogen bildete jetzt den offiziellen Auftakt zu dem Vorhaben, das im Hanauer Rathaus auf große Zustimmung und Freude stößt.
Stadtrat Dr. Ralf- Rainer Piesold und Stadtrat Axel Weiss-Thiel sehen in diesem Projekt ein klares Kompliment an die Stadt Hanau und eine Bestätigung für den investorenfreundlichen Kurs, der nicht zuletzt mit dem Wettbewerblichen Dialog eine ganz neue Dynamik in die Stadtentwicklung gebracht hat. Es sei überaus erfreulich, so Dr. Piesold, dass sich mit der Deutschen Reihenhaus ein verlässlicher und kompetenter Partner für die gewünschte Erschließung des seit vielen Jahren brachliegenden Areals gefunden habe.
Wie eine unternehmenseigene Studie ergeben habe, ergänzte Weiss-Thiel, kommen mehr als Drei Viertel der künftigen Reihenhaus-Besitzer aus einem engen Umkreis. Damit würden die Wohnparks auch zur sozialen Stabilisierung ihres Quartiers beitragen, weil sie gerade Haushalten mit mittleren Einkommen die Gelegenheit geben, im nahen sozialen Umfeld bezahlbares Eigentum zu erwerben. Unerwünschter Abwanderung könne damit wirksam Einhalt geboten werden.
Die Häuser, die zwischen 81 und 141 Quadratmeter Wohnfläche bieten, tragen klangvolle Namen wie „Lebensfreude“, Wohntraum“ oder auch „Familienglück“ und sollen mit ihrer Gestaltung neben jungen Familien auch Singles sowie Paare der Generation 50 plus ansprechen. Insgesamt 25 Millionen Euro wird die Deutsche Reihenhaus AG hier investieren, um auf der rund 30.000 Quadratmeter großen Brachfläche ein attraktives Wohngebiet entstehen zu lassen.
Ähnlich wie der ebenfalls mit der Deutschen Reihenhaus realisierte Wohnpark „Brüder Grimm“ kann auch das neue Wohngebiet auf dem früheren Gelände des Gleisbauhofes profitieren von der einerseits hervorragenden Infrastruktur und Verkehrsanbindung und der hohen Lebensqualität andererseits, die attraktive Angebote wie Wochenmarkt, Lamboyfest, Bürgerfest oder Kultursommer und Brüder Grimm Märchenfestspielen in Hanau schaffen.
Kinzigbogen: Kurioses Bauschild / Text: Wasser-Durchfahr verboten - Mein Caddy liegt noch drin
Kinzigbogen: Kurioses Bauschild

Wie Gerade für junge Familien, so Sozialdezernent Axel Weiss-Thiel, bieten die geplanten Häuser eine ideale Gelegenheit zum Erwerb von preiswertem Eigentum. Gleichzeitig sind die Rahmenbedingungen gut auf die Bedürfnisse für junge Familien abgestimmt. „Junge Familien finden hier ein hervorragendes Kinderbetreuungsangebot, das für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf unerlässlich ist.“
Gleichzeitig, so Schuldezernent Dr. Piesold, stärke ein Zuzug von jungen Familien auch den Schulstandort Hanau, der schon heute einen hohen Stellenwert genieße und ein breitgefächertes Spektrum biete. „Die große Bedeutung, die wir unseren Schulen beimessen, ist auch an den Investitionen abzulesen, die wir in den letzten und kommenden Jahren in den Ausbau unserer Bildungseinrichtungen fließen lassen.“
Achim Behn, Leiter der Unternehmenskommunikation erläutert, ist die nachhaltige Flächenrevitalisierung, wie sie hier auf dem ehemaligen Gleisbauhof gelingen soll, eines der Kernziele der Deutschen Reihenhaus. Wichtig ist dabei, dass die Wohnparks in Zusammenarbeit mit erfahrenen Stadtentwicklern konzipiert und realisiert werden. Vom ersten Spatenstich bis zur Übergabe an die neuen Besitzer vergehen in aller Regel kaum mehr als sechs Monate.
Der nächste Schritt wird jetzt der Bauantrag sein. Nach den positiven Erfahrungen, die man in der Zusammenarbeit mit der Stadt Hanau gemacht hat, geht Achim Behn davon aus, dass es gelingt, bis 2012 die rechtlichen Voraussetzungen für das Vorhaben zu schaffen. Dann wird auch umgehend der Vertrieb für die Reihenhäuser beginnen.

Fast 40 Prozent mehr Immobilienverkäufe als im Vorjahr

Immobilienmarktbericht der Stadt Hanau 2011
„Die Konversion der ehemaligen US-Militärliegenschaften und der Neubaugebiete in Klein-Auheim und Mittelbuchen haben dem Hanauer Immobilienmarkt im vergangenen Jahr einen Aufwind beschert", stellt Hanaus Wirtschafts- und Baudezernent Dr. Ralf-Rainer Piesold erfreut fest. Das geht aus der aktuellen Veröffentlichung des Immobilienmarktberichts der Stadt Hanau 2011 deutlich hervor. Er ist das Ergebnis von statistischen Auswertungen aller Verkäufe von Immobilien im Stadtgebiet von Hanau und zeigt die Entwicklung des Hanauer Grundstücksmarktes der letzten Jahre bis zu Ende des Jahres 2010 auf. Erstmalig werden auch Auswertungen zu Wohn- und Gewerbemieten in Hanau vorgestellt.
Der Immobilienmarktbericht wird von der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses erstellt. Der Gutachterausschuss für Immobilienwerte ist ein unabhängiges und selbständiges Gremium, das sich aus ehrenamtlichen Sachverständigen für Grundstücksbewertung zusammensetzt. Die Datengrundlage bilden die Kaufverträge, welche bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses eingehen und in der Kaufpreissammlung erfasst wurden. Banken, Steuerbüros und Sachverständige können im Immobilienmarktbericht 2011 wertrelevante Daten wie Liegenschaftszinssätze der Stadt Hanau und des Landes Hessen sowie Rohertragswert-, Sachwert- und Vergleichswertfaktoren des Landes Hessen entnehmen.
„Der Hanauer Immobilienmarkt wird im Berichtsjahr 2010 vor allem durch die Vermarktung der Konversionsfläche New Argonner Kaserne des Neubaugebietes Reitweg in Klein-Auheim und des Baugebietes Mittelbuchen West in Mittelbuchen geprägt", erläutert Piesold. Die Steigerung der Verkaufsfälle von 37 Prozent gegenüber 2009 mit 713 Verkaufsfällen auf 977 Verkaufsfälle habe hier ihren Grund. „Nach dem Tiefpunkt im Jahre 2006 mit 530 Verkaufsfällen geht es seitdem stetig bergauf", so der Stadtrat.

Inhaltliche Zusammenfassung:

  • Im Teilmarkt für unbebaute Grundstücke hat sich die Anzahl der Kaufverträge in 2010 nahezu verdoppelt. Der Flächenumsatz steigerte sich mit 56 Hektar sogar um das vierfache gegenüber dem Vorjahr. Mit dem hohen Umsatz an Fläche ist auch ein hoher Umsatz an Geld zu verzeichnen. Gegenüber dem Jahr 2009 wurden cirka 25 Millionen Euro mehr umgesetzt. Das entspricht einer Steigerung von 236 Prozent.

  • Für erschließungsbeitragsfreie Wohnbaugrundstücke in guter Lage mit einer Flächengröße zwischen 200 und 700 Quadratmetern wurden im Jahr 2010 im Durchschnitt 219 Euro pro Quadratmeter bezahlt. Damit liegt der Preis unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre, der bei 261 Euro pro Quadratmeter angesiedelt ist. Grund hierfür ist, dass in dem Baugebiet „In den Tannen" auf dem Gelände der ehemaligen New Argonner Kaserne die Grundstücke zu einem Preis zwischen 160 und 170 Euro pro Quadratmeter verkauft wurden.

  • Deutlich schwächer ist der Markt bei den unbebauten gewerblichen Grundstücken. Im Durchschnitt wurden in den letzten zehn Jahren weniger als zehn Fälle pro Jahr registriert. Das liegt am geringen Angebot an unbebauten Gewerbeflächen in Hanau. Im Berichtsjahr 2010 gab es nur sieben Verkäufe über das Stadtgebiet von Hanau verteilt. Der Durchschnittspreis für unbebaute Gewerbeflächen liegt im Jahr 2010 bei 109 Euro pro Quadratmeter.

  • Einen geringen Anteil am Markt von unbebauten Grundstücken hat der Teilbereich landwirtschaftliche Flächen, in dem nur sieben Kaufverträge registriert wurden. Die meisten landwirtschaftlichen Nutzflächen wurden im Jahr 2010 in der Gemarkung Mittelbuchen veräußert. Der Durchschnittspreis für unbebaute Landwirtschaftsflächen liegt bei 3,57 Euro pro Quadratmeter.

  • Im Teilmarkt bebaute Grundstücke zeigt der Trend langfristig aufwärts. Nachdem sich die Anzahl der Verkäufe hier in den letzten Jahren rückläufig entwickelt hat, ist seit 2006 wieder eine langsame Steigerung der Verkaufszahlen zu verzeichnen. Gegenüber dem Vorjahr konnte ein geringer Anstieg von neun Prozent registriert werden. Der Flächenumsatz betrug im Berichtsjahr 2010 circa 69,5 Hektar und lag somit unter dem Flächenumsatz des Vorjahres 2009 mit 126,3 Hektar, da in diesem Jahr Verträge über sehr große Kasernen- und Gewerbeflächen abgeschlossen wurden. Die im Jahr 2010 veräußerte bebaute Fläche liegt allerdings über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Die meisten Verkäufe von bebauten Grundstücken gab es in der Gemarkung Hanau. Hier war auch der größte Geldumsatz zu verzeichnen. In der Gemarkung Wolfgang wurden ebenfalls sehr viele bebaute Grundstücke veräußert insbesondere im Gebiet „In den Tannen" mit dem höchsten Flächenumsatz von rund 35 Hektar.

  • Für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser älterer Baujahre (1945 – 2006) wurde im Jahr 2010 im Schnitt 240.000 Euro bezahlt, für eine Doppelhaushälfte rund 170.000 Euro und für ein Reihenhaus cirka 220.000 Euro. Dass der durchschnittliche Preis für eine Doppelhaushälfte unter dem für ein Reihenhaus liegt, findet seinen Grund in der Konversion und Vermarktung der ehemaligen US-Militär-Reihenhäuser zu besonderen Marktbedingungen. Es ist daher davon auszugehen, dass dieser Durchschnittswert sich in den kommenden Jahren wieder anhebt.

  • Die Anzahl der Verkäufe im Wohn- und Teileigentumsmarkt weist einen Anstieg um 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus. In diesem Zusammenhang stieg auch der Umsatz an Fläche um 30 Prozent und an Geld um 63 Prozent. Die meisten Verkäufe von Wohnungseigentum fanden in der Gemarkung Hanau statt. Auch in Wolfgang wurden mit 22 Wohnungen deutlich mehr Wohnungseigentum als im Jahr 2009 verkauft, in dem nur zwei Verkäufe registriert wurden. Auch das ist auf die Vermarktung der ehemaligen New Argonner Kaserne zurückzuführen.

  • Die Durchschnittspreise pro Quadratmeter Wohnfläche für Eigentumswohnungen mit einer Größe von 80 bis 100 Quadratmeter sind in den letzten Jahren gefallen. Das gilt sowohl für neugebaute Wohnungen als auch für Eigentumswohnungen im Wiederverkauf. Neugebaute Eigentumswohnungen wurden im Jahr 2010 zu einem durchschnittlichen Preis von rund 1.800 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche veräußert. Geringer ist dagegen der Preis für wiederverkaufte Wohnungen. Hier wurde ein Durchschnittspreis von cirka 1.250 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche erzielt.

  • Erstmalig werden auch Auswertungen zu Wohn- und Gewerbemieten vorgestellt. Für Wohnungsmieten liegt der statistische Mittelwert für den Auswertzeitraum 2008 bis 2011 bei 6,24 Euro pro Quadratmeter. Der Mittelwert aus 2010 von 6,22 Euro pro Quadratmeter ist in 2011 - 1. Halbjahr auf 6,64 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Bei Gewerbeflächen allgemein ergibt die statistische Auswertung einen Mittelwert von 9,10 Euro pro Quadratmeter. Speziell bei Büroflächen liegt der statistische Mittelwert für den Auswertezeitraum 2008 bis 2011 bei 7,20 Euro pro Quadratmeter.


Den kompletten Immobilienbericht der Stadt Hanau 2011 erhalten Interessierte gegen Zahlung von 25 Euro bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses am Hessen-Homburg-Platz 7 in 63452 Hanau.
Das Bestellformular kann auch per Email beantragt werden:

gutachterausschuss@hanau.de