Schulen

Ausländerbeirat als Bündnispartner in Bildungsfragen
Weiss-Thiel: Deutlicher Trend zur Rückkehr zu G 9
Kein Kind soll durch das Netz fallen
Sieben Hanauer Umweltschulen ausgezeichnet
„Was kommt nach der vierten Klasse?“ - Elternratgeber
Übersichtsplan der Schulstandorte
Schulstandorte im Stadtgebiet von Hanau
Schulstandorte im Stadtgebiet von Hanau
Offizielle Homepage des Stadtelternbeirates der Stadt Hanau Offizielle Homepage des Stadtelternbeirates der städtischen Kindertagesstätten Bestand · Bedarf · Chancen · Perspektiven Wichtige Notrufe müssen weiterhin unter der bekannten 110 getätigt werden.

Ausländerbeirat als Bündnispartner in Bildungsfragen

Stadtrat Axel Weiss-Thiel

Stadtrat Weiss-Thiel sucht den Dialog auf dem Weg zu Ganztagschulen in Hanau
Auf dem Hanauer Weg zu einer Ganztagsbetreuung in Grundschulen wünscht sich Stadtrat Axel Weiss-Thiel auch den Ausländerbeirat mit an den Tisch. An dem versammeln sich Vertreter von Grundschulen und Horten, Staatlichem Schulamt, Schulelternbeirat, Vereinen und Jugendhilfe, um in einem gemeinsamen Diskussionsprozess einen Schulentwicklungsplan zu erarbeiten, der dem Elternwunsch nach einer verlässlichen Betreuung bis 17 Uhr Rechnung trägt. „Bildung ist auch unser Zukunftsthema“, bekräftigte der Ausländerbeiratsvorsitzende Atilla Ilkan die Bereitschaft, sich in den Dialog einzubringen.
„Bildung muss ganzheitlich betrachtet werden und sich an den Lebenswegen und Lebenswelten orientieren, wie es auch im Integrationskonzept der Stadt Hanau beschrieben ist“, betonte Axel Weiss-Thiel gegenüber dem Ausländerbeirat, der ihn zu einer öffentlichen Sitzung eingeladen hatte. Die Unterstützung von Familien und Alleinerziehenden spiele dabei eine besondere Rolle und sei Schwerpunkt der Arbeit in den Stadtteilzentren, die vor allem von Menschen mit ausländischen Wurzeln besucht werden. Als Beispiele nannte er das Nachbarschaftshaus Lamboy Tümpelgarten (98 Prozent), das Stadtteilzentrum Südost (96 Prozent), das Weststadtbüro in Kesselstadt (77 Prozent), das Spielhaus in der Innenstadt (65 Prozent) und das Mehrgenerationenhaus Fallbach in Nordwest (67 Prozent).
Die städtischen Einrichtungen seien Plattform für Kultur- und Bildungsangebote und knüpften Verbindungen zu den anderen Angeboten der sozialen Infrastruktur, zu Kindertageseinrichtungen und Schulen. Für den Sozialdezernenten ist es unabdingbar, dass Menschen aus allen Kulturkreisen das deutsche Bildungssystem verstehen. „Bitte nutzen Sie die Drähte zu ihren Landsleuten, um ihnen die Bedeutung von Bildung näher zu bringen“, appellierte Weiss-Thiel an den Ausländerbeirat. „Erklären Sie ihnen beispielsweise, was von den Eltern an Mitarbeit in den Kindertagesstätten und Schulen erwartet wird.“
In der breit angelegten Diskussion über den Schulentwicklungsplan für die Grundschulen möchte der Schuldezernent nicht auf die Einschätzung des Ausländerbeirats verzichten. Auch der wünscht sich Grundschulen mit Ganztagsbetreuung, damit auch Kinder mit Migrationshintergrund die Chance auf eine gute Schullaufbahn haben.
Grundlage für eine fruchtbare Auseinandersetzung über Bildung von 0 bis 12 im Herbst soll eine Bestandsaufnahme sein, in der erfasst ist, „welche Bildungsangebote Kitas, Schulen, Volkshochschule und Familienbildung vorhalten und was vor dem Hintergrund finanzieller und personeller Ressourcen noch wünschenswert und umsetzbar wäre“, so Axel Weiss-Thiel. Am Ende des Prozesses stehe dann „ein Schulentwicklungsplan mit einem Konsens, „mit dem der Ausländerbeirat und die Fraktionen im Hanauer Parlament einverstanden sind“.

Weiss-Thiel: Deutlicher Trend zur Rückkehr zu G 9

Otto Hahn Schule Aussenansicht Otto Hahn Schule Aussenansicht

Magistrat befürwortet Wunsch der Otto-Hahn-Schule nach sieben Eingangsklassen
„Wir nehmen seit 2011 bei den Eltern einen deutlichen Trend zur Rückkehr zu G 9 wahr. Die steigenden Anmeldezahlen in der Otto-Hahn-Schule sind für mich der klarer Beweis für diesen Elternwillen.“ Mit diesen Worten kommentiert Schuldezernent Axel Weiss-Thiel das Begehren der kooperative Gesamtschule, für das Schuljahr 2012/2013 die Zahl der Eingangsklassen im Gymnasialzweig von sechs auf sieben zu erhöhen. Der Magistrat empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung,dieser Abweichung vom gültigen Schulentwicklungsplan ausnahmsweise zuzustimmen.
Der Ansturm auf die Otto-Hahn-Schule, die seit Sommer 2011 das Abitur nach neun statt nach acht Jahren ermöglicht, hält an. 165 Plätze hätte sie für das kommende Schuljahr bei sechs Eingangsklassen zu vergeben, angemeldet wurden 221 Kinder. „Immer mehr Eltern wollen offensichtlich Sohn oder Tochter auf dem Weg zur Hochschulreife ein Jahr mehr Zeit zur Persönlichkeitsentwicklung schenken“, sagt Axel Weiss-Thiel. Für eine ausgewogene Bildungslandschaft in Hanau sei es deshalb „absolut richtig gewesen, Eltern und Kindern eine Alternative zum Turbo-Abitur anzubieten“. Während somit für den Gymnasialzweig der Otto-Hahn-Schule gegenüber dem Sommer 2011 ein Anstieg von rund einem Drittel zu verzeichnen sei, seien die Anmeldezahlen der zwei G8-Gymnasien Karl-Rehbein-Schule und Hohe Landesschule sowie der Lindenauschule, einer integrierten Gesamtschule, leicht rückläufig.
„Dieser Trend zurück zu G9 ist in Hanau keine Ausnahmeerscheinung, sondern zunehmend auch in anderen Regionen und Bundesländern Wunsch vieler Eltern“, so die Einschätzung des Schuldezernenten. Die Entwicklung werde in Hessen viele Schulträger vor Probleme stellen. Während andere Bundesländer wie Baden-Württemberg oder Schleswig-Holstein allen Gymnasien die Wahl ließen, entweder G8 oder G9 oder gar beides parallel, sei diese Wahlmöglichkeit in Hessen nur auf die Kooperativen Gesamtschulen (wie in Hanau die Otto-Hahn-Schule) beschränkt. „Wenn der Landesgesetzgeber bei dieser Vorgabe bleibt, droht den kommunalen Schulträgern entweder eine erhebliche Fehlverteilung von kommunalen Schulkapazitäten oder sie müssten Kinder in Schullaufbahnen zwingen, die die Eltern nicht wünschen“, so Weiss-Thiel.
Mit großer Sorge beobachtet der Stadtrat auch die qualitative Entwicklung der Bildung im Turbo-Gymnasium. Was früher meist nur in Abschlussklassen als Spruch unter Abiturientenjahrgängen die Runde machte – „Bildung ist pauken und vergessen“ – werde zunehmend zur Grundhaltung in Zeiten von Wikipedia und Turbo-Abi. „Die ganz sicher anzuerkennenden Bemühungen der Lehrerkollegien an G8-Gymnasien, Persönlichkeitsentwicklung, soziales Lernen, Denken in Zusammenhängen und Lernmethodik trotzdem im Schulalltag hoch zu halten, geht im Taktschlag des Lehrplans und der Klausurtermine zunehmend unter“, befürchtet Weiss-Thiel.
Der Stadtrat kündigt in diesem Zusammenhang an, dass er dieses Anliegen umgehend auch gegenüber der designierten neuen Kultusministerin sowie in den Gremien des Hessischen Städtetages zum Thema machen will. „Was andere Bundesländer können, muss auch in Hessen möglich sein.“

Kein Kind soll durch das Netz fallen

Magistrat befürwortet Konzept zur ergänzenden Schulsozialarbeit an Grundschulen
„Bei uns soll kein Kind durch das Netz fallen, nur weil es die gesetzlichen Voraussetzungen nicht erfüllt,“ so Schuldezernent Axel Weiss-Thiel. Deshalb sollen an Hanauer Grundschulen künftig auch die Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten gefördert werden, die nach dem Gesetz keinen Anspruch auf schulische Erziehungshilfe haben. Bis Ende 2013 sollen jährlich 44.000 Euro für ergänzende Schulsozialarbeit zur Verfügung gestellt werden, empfiehlt der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung. Das Geld stammt aus dem Topf des Bildungs- und Teilhabepakets des Bundes.
Für körperlich, geistig oder seelisch beeinträchtigte Mädchen und Jungen, die im Kindergartenalter noch einen Integrationsplatz haben, seien mit Eintritt in die Grundschule die rechtlichen Hürden sehr hoch, eine individuelle Erziehungshilfe zu erhalten. Bis die Sozial- oder Jugendhilfeträger geklärt hätten, ob die Symptomatik massiv genug ist und wer die Kosten übernimmt, verstreiche wertvolle Zeit, in der das Kind nicht gefördert werde, kritisiert Weiss-Thiel.
Schuldezernent Axel Weiss-Thiel Schuldezernent Axel Weiss-Thiel

„So weit lassen wir es nicht kommen“, versichert er. Denn wenn Verhaltensauffälligkeiten mangels Unterstützung zunähmen, drohe letztlich die Ausgrenzung aus der Regelschule. „Die 44.000 Euro, die wir dafür verwenden, Kinder mit besonderem Entwicklungsbedarf zu fördern, sind ein erster kleiner, aber wichtiger Baustein auf dem Weg zur gelebten Inklusion in Schulen.“
Das Konzept der ergänzenden Schulsozialarbeit sieht vor, dass Lehrer in Abstimmung mit den Eltern den Förderbedarf bei der Stadt anmelden. In Kooperation mit einem Team aus Fachleuten des Kommunalen Sozialen Dienstes sowie der Familien- und Jugendarbeit wird über die individuelle Form der Unterstützung in der jeweiligen Grundschule entschieden. Die Hilfeleistung erbringen entweder freie Träger oder Sozialarbeiter der Stadt Hanau. „Entscheidend ist, was braucht das Kind“, so Weiss-Thiel. Die Bandbreite der Störungen, die eine positive Teilhabe am Unterricht beeinträchtigen, reicht von der Unfähigkeit in einer Gruppe zu arbeiten über motorische Unruhe bis zu problematischem Sozialverhalten gegenüber Mitschülern und Lehrern.
Aufgrund des Budgets sei diese ergänzende Schulsozialarbeit auf die Grundschulen beschränkt. In die Soziale Arbeit an Schulen investiert die Stadt Hanau im Schuljahr 2011/2012 rund 1,5 Millionen Euro für 75 Angebote, darunter soziale Gruppenarbeit, Einzelberatungen und Programme zur Gewaltprävention.

Sieben Hanauer Umweltschulen ausgezeichnet

Gruppenfoto mt Schülerinnen und Schülern der Hanauer Umweltschulen
Hanaus Umweltschulen 2011 als Gruppenfoto
Sieben im vergangenen Jahr bereits ausgezeichnete Umweltschulen aus Hanau haben diesen Erfolg wiederholen können. Hessens Umweltministerin Lucia Puttrich und Abteilungsleiter Jörg Meyer-Scholten aus dem Hessischen Kultusministerium übergaben in Bad Nauheim jetzt die entsprechenden Urkunden.
Gabriele Schaar-von Römer von der städtischen Stabsstelle Umwelt/Agenda 21 zeigte sich bei der Feier in der St. Lioba-Schule „stolz auf die engagierten Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler aus Hanaus Umweltschulen“. Hanau steht nach ihren Worten „im Bereich Umweltbildung nach Frankfurt mit an der Spitze, was Umweltschulen in hessischen Kommunen angeht“.
2009 hatte das Kultusministerium bereits vier Hanauer Umweltschulen gewürdigt. Den Anstieg auf sieben begrüßt Stadtrat Dr. Piesold als „Ernte wertvoller Arbeit der Stabsstelle Umwelt/Agenda 21 und des Umweltzentrums“. Dies umso mehr, als im Jahr 2005 mit der Brüder-Grimm-Schule zunächst nur eine Schule aus Hanau ausgezeichnet wurde.
Die Grimm-Schule ist seither stets mit von der Partie, sie wurde abermals ausgezeichnet für ihre Blumenwiese samt Insektenhotel und die seit vielen Jahren laufende Sammlung von Flaschenkorken, um diese wiederverwerten zu lassen. Die Anne-Frank-Schule bemüht sich um ein gesundes Frühstück und wurde dafür vom Land belobigt. Die ebenfalls ausgezeichnete Lindenauschule rief eine Baumrallye am Schulgelände ins Leben und renovierte den Schulgarten. Die Ludwig-Geißler –Schule stellte Untersuchungen zur Ansiedlung der Przewalski-Wildpferde in Hanau an. Die Otto-Hahn-Schule hat eine Arbeitsgruppe zum Thema Nachhaltigkeit zu bieten und bemüht sich Fledermäuse auf dem Schulgelände anzusiedeln. Die Tümpelgartenschule legte einen Steingarten an und betreibt Flächenkompostierung. Zu den ausgezeichneten Umweltschulen in Hanau zählt auch die Eugen-Kaiser-Schule wegen ihres naturnahen Schulgeländes und des nachhaltigen Konsums im eigenen Haus, so durch den Verzehr selbst gezogener Kräuter oder durch den Verkauf selbst gefertigter floraler Gestecke.

Umweltschulen - Lernen und Handeln für unsere Zukunft

„Was kommt nach der vierten Klasse?“ - Elternratgeber

Hanauer Stadtelternbeirat präsentiert aktualisierten Ratgeber
Gymnasium oder integrierte Gesamtschule, Realschule oder Berufliche Schulen, private Bildungseinrichtung oder Förderstufe – die Hanauer Schullandschaft ist vielfältig und bietet jedem Kind den passenden Bildungsweg. Um Eltern bei der Entscheidung über die künftige Schullaufbahn ihres Kindes im Anschluss an die Grundschulzeit zu unterstützen, hat der Hanauer Stadtelternbeirat pünktlich zum Schuljahresbeginn den aktualisierten Ratgeber „Was kommt nach 4?“ aufgelegt.
Bei einem Treffen mit Vertretern des Stadtelternbeirats, des Schulverwaltungsamts und des Staatlichen Schulamts bedankten sich Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Schuldezernent Dr. Ralf-Rainer Piesold als Schulträger, aber auch im Namen der Eltern für diese informative Broschüre, die „angesichts der Kompliziertheit der verschiedenen Wahlmöglichkeiten eine überaus sinnvolle Hilfestellung für alle Beteiligten darstellt“, so der OB. Mit dem Elternratgeber hätten alle Betroffenen die Möglichkeit, eine Vielzahl von Fragen vorab zu klären, um dann gut informiert und vorbereitet „Tage der offenen Tür“ in den Bildungseinrichtungen zu nutzen.

Sabine Pohl, Sascha Arnold und Mehmet Kuscu vom Hanauer Stadtelternbeirat, Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Schuldezernent Dr. Ralf Rainer Piesold sowie Schulamtsdirektorin Sylvia Ruppel und Ralf Drebes, Leiter des Schulverwaltungsamtes (von links).
Freuen sich gemeinsamen über das fristgerechte Erscheinen des neuen Elternratgebers (von links): Sabine Pohl, Sascha Arnold und Mehmet Kuscu vom Hanauer Stadtelternbeirat, Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Schuldezernent Dr. Ralf Rainer Piesold sowie Schulamtsdirektorin Sylvia Ruppel und Ralf Drebes, Leiter des Schulverwaltungsamtes.
Dr. Piesold ergänzte, dass es nur dank des hohen Engagements des Stadtelternbeirates möglich sei, diesen Ratgeber jedes Jahr aufs Neue in aktueller Fassung herauszugeben. Er habe sich, so der Stadtrat, in den vergangenen Jahren als guter und nützlicher Wegbegleiter der Eltern erwiesen. Denn neben den Eckdaten der jeweiligen Schule wie Schwerpunktbildung oder besondere Profilangebote werden in dem 40-seitigen Heft auch aktuelle Termine Präsentationstage oder Anmeldefristen für das aktuelle Schuljahr aufgeführt.
Schulamtsdirektorin Sylvia Ruppel hofft, dass es mit dieser Broschüre gelingt, den Eltern mögliche Unsicherheiten zu nehmen und ihnen die Entscheidung zu erleichtern. „Doch neben guter und umfassender Information gehört natürlich auch Mut dazu, einen Weg zu wählen, der dem Kind die bestmögliche Entwicklung erlaubt,“ appelliert sie an die Eltern, offen zu sein für jeden Weg. Schließlich sei anhaltende Überforderung ebenso schädlich wie stetige Unterforderung im Unterricht.
Der Elternratgeber liegt in allen Grundschulen der Stadt Hanau kostenlos aus und kann im Internet eingesehen oder heruntergeladen werden unter

Stadtelternbeirat

Übersichtsplan der Schulstandorte

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