Aktionswoche 2010 - alt ... stimmt!

Das Seniorenbüro der Stadt Hanau veranstaltete vom 28.09 – 2.10.2010 zusammen mit den unterschiedlichsten Akteuren der Seniorenarbeit und den Bürgerinnen und Bürgern die Aktionswoche alt…stimmt!
Der nächste Aktionstag findet am 1. Oktober 2011 statt, in Kürze erhalten Sie hier weitere Informationen.

Alt...Stimmt Aktionswoche
Alt...Stimmt Aktionswoche

Hintergrund zur Aktionswoche
Informationen zum Herunterladen

zum wiederholten Male möchten wir mit der Aktionswoche „alt…stimmt!“ für das Alter und seine vielfältigen Facetten werben, indem wir versuchen, realistische Altersbilder aufzuzeigen und zukunftsorientierte Themen zum Alter aufzugreifen.
Die Bilder vom Alter in den Köpfen vieler von uns, von gebrechlichen, hilfebedürftigen und farblos gekleideten Menschen entsprechen nicht mehr der Realität.
Alter heute kann bunt, vielfältig und farbenfroh wie ein ansprechendes Gemälde sein.
Das bedeutet nicht, dass es den hilfebedürftigen und gebrechlichen Menschen nicht gibt, aber es wäre eine einseitige Betrachtungsweise, wenn wir Alter nur so wahrnehmen würden.
Natürlich nehmen körperliche Einschränkungen im Alter zu. Es gibt nicht wenige Menschen, die im Alter eine kleine Rente beziehen und finanzielle Unterstützung benötigen. Hier sind Gesellschaft und die Politik gefordert, angemessene Rahmenbedingungen zu schaffen, wie auch den hier vor Ort allein lebenden älteren Menschen ein möglichst engmaschiges soziales Netz spannen zu helfen.

Darüber hinaus gibt es den Lebensabschnitt Alter, der es dem Einzelnen ermöglicht, sich mit seinen vielfältigen Kompetenzen, Fähigkeiten und Neigungen für die Gesellschaft einzusetzen und sich zu engagieren. Deshalb sind wir gefordert, Menschen zu unterstützen, die ihre Fähigkeiten und ihre Hilfe anbieten, egal welches Alter Sie haben. Auch ein betagter Mensch darf auf Grund seines Alters nicht daran gehindert werden, sich für die Gesellschaft zu engagieren. Für die Demokratie ist eine aktive Bürgerbeteiligung essentiell und bedeutet ein lebendiges Mitgestalten der Bürgergesellschaft.
Für die älteren Menschen bedeutet es die Anerkennung ihrer Kompetenzen und die Möglichkeit, sich an der Entwicklung der Gesellschaft aktiv zu beteiligen, statt ausgegrenzt zu werden.
Innerhalb der Aktionswoche wird deshalb das bürgerschaftliche Engagement älterer Menschen ein Schwerpunkt sein.
Darüber hinaus werden sich zahlreiche Akteure der Seniorenarbeit der Öffentlichkeit vorstellen, die maßgeblich das vielfältige Angebot in der Stadt spiegeln.

Ein weiterer Schwerpunkt der Woche ist das Thema Demenz in der Kommune. Die Martin-Luther-Stiftung, die Stadtbibliothek, das Seniorenbüro und Andere bieten zu diesem Thema Veranstaltungen für Betroffene, Angehörige, Freunde, Interessierte und speziell für Menschen mit Kundenkontakten an. Hier gibt es großen Nachholbedarf an Informationen. Ziel ist dabei vorrangig, Menschen mit einer dementiellen Erkrankung nicht aus dem gesellschaftlichen Leben auszugrenzen.
Wir alle sind deshalb gefordert, uns über das Krankheitsbild zu informieren. Keiner von uns kann ausschließen, selbst einmal an Demenz zu erkranken. Das sollten wir uns immer vor Auge halten und uns offen aber sensibel mit dem Thema umgehen lassen.
Ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Unternehmen sind ein Thema, dem sich Unternehmen jetzt und in der Zukunft verstärkt stellen müssen. In unserer Verantwortung als Arbeitgeber müssen wir Rahmenbedingungen schaffen, die eine positive Haltung gegenüber älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zulassen.

Seit Jahren haben wir ältere Arbeitnehmer trotz ihrer Fähigkeiten in den Ruhestand geschickt. Jetzt gilt es aber mehr denn je, Arbeitsplätze und das Miteinander in Firmen so zu gestalten, dass es den Menschen möglich wird – wenn gewollt - auch bis zum 67. Lebensjahr motiviert und engagiert ihre Kompetenzen für das Unternehmen einzubringen.
Das Thema Beruf und Pflege werden alle Unternehmen auf ihre Agenda der Personalpolitik setzen müssen. Nicht zuletzt aus diesem Grund findet auch die Pressekonferenz des Lokalen Bündnisses für Familie mit dem Thema „Wenn Eltern älter werden“ innerhalb der Aktionswoche statt.
Sie sehen, wie umfangreich sich das Thema Alter gestaltet. Wir möchten Sie herzlich einladen, die Veranstaltungen der Aktionswoche zu besuchen und sich in Diskussionen und Gesprächen mit ihrer persönlichen Meinung einzubringen.

Hintergrund zur Aktionswoche

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Die Idee der Aktionswoche bzw. der Aktionstage alt…stimmt! entstand vor 4 Jahren in den Regionaltreffen der Seniorenarbeit. Kolleginnen und Kollegen, Bürgerinnen und Bürger wollten das Thema Alter gesellschaftlich stärker positionieren und einer Ausgrenzung des Alters an der gesellschaftlichen Teilhabe entgegenwirken.
Ein Leitziel der Aktionswoche ist, das Alter als einen bedeutenden Teil des Lebens anzuerkennen und anzunehmen, das von jedem Einzelnen der Gesellschaft gelebt und gestaltet wird. Das bedeutet, dass Alter geprägt ist von individuellen Erfahrungen und Zielsetzungen des Einzelnen im Leben aber ebenso stark von der Haltung des Einzelnen dem Alter gegenüber.
Nur wenn wir es schaffen, dem alten Menschen auf gleicher Augenhöhe und mit Respekt und Achtung zu begegnen, die Fähigkeiten und Kompetenzen älterer Menschen anerkennen, gesundheitliche Einschränkungen verstehen, annehmen und akzeptieren, sowie in der eigenen Haltung fürsorglich dem Alter gegenüber stehen, können wir das Alter als gleichberechtigte Lebensphase zu den anderen Generationen realisieren.
Wir dürfen aber an ältere Menschen die Erwartung und den Anspruch formulieren, dass Sie sich aktiv an der Gestaltung der Gesellschaft beteiligen.

Wir alle haben Angst vor dem Älter werden. Es ist aber nicht nur die Angst vor körperlichen Einschränkungen oder einem eventuellen geistigen Verfall, sondern die Angst, als älterer Mensch nicht mehr als gleichberechtigtes Individuum der Gesellschaft anerkannt zu werden; verbunden mit der Angst, dass die Fähigkeiten und Kompetenzen nicht abgefragt werden und es keine Möglichkeiten gibt, dieses Potenzial in die Gesellschaft einzubringen.
Ältere Menschen möchten aufgrund ihrer anerkannten sozialen Kompetenzen und durch ihr bürgerschaftliches Engagement an der Gestaltung der Gesellschaft mitwirken und nicht als Lückenbüßer einspringen, also nur dann gebraucht werden, wenn eine Kommune in finanziellen Nöten ist, um z.B die Kinderbetreuung sicher zu stellen.
Das bürgerschaftliche Engagement Älterer für die Mitgestaltung einer sorgenden Gesellschaft für Alle verdient Anerkennung, Respekt und Hochachtung.
Wir wünschen uns einen regen und fruchtbaren Austausch zum Thema Alter mit seinen vielen Facetten in Hanau und viele Anregungen für eine weitere gute und nachhaltige Entwicklung.

Wir wünschen uns einen regen und fruchtbaren Austausch zum Thema Alter mit seinen vielen Facetten und viele Anregungen für eine weitere gute und nachhaltige Entwicklung.

Die Firma Baumbach HörCom ermöglicht an den Veranstaltungen, die mit diesem Logo gekennzeichnet sind, barrierefreies Hören.
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Informationen zum Herunterladen

Informationen: Barbara Heddendorp, Tel.: 06181-66820-60
Titelblatt Programmheft

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