Frauen

Hanauer Schülerinnen lernen Grenzen zu setzen
Sie kamen allein! Über "Gastarbeiterinnen " der ersten Generation aus der Türkei

Hanauer Schülerinnen lernen Grenzen zu setzen

Nein-Sagen ist erlaubt. Diesen wichtigen Satz lernten 35 Mädchen aus Hanauer Schulen bei einem Selbstbehauptungskurs, den „Lawine“, die Beratungs- und Präventionsstelle gegen sexuelle Gewalt, in Kooperation mit der Stabsstelle Prävention und dem Frauenbüro der Stadt Hanau anboten.

„In der Regel haben alle Mädchen Erfahrungen mit Konflikten und manche erleben verbale, gewalttätige, übergriffige Situationen in der Schule, der Freizeit, im sozialen Nahbereich“, sagt Christa Klose von der „Lawine. In den Selbstbehauptungsgruppen konnten sie mit ungewöhnlichen Verhaltensweisen experimentieren, auch in unterschiedlichen Positionen zum Beispiel aus der Täter- und Opferperspektive und entdeckten so ganz nebenbei neue Fähigkeiten an sich. Teilgenommen hatten Mädchen des Förderzentrums Wolfgang, der Haupt- und Realschule der Tümpelgartenschule, der Fröbelschule, eine Schule für Praktisch Bildbare, und der Heinrich-Heine-Schule. Die Kurse wurden je nach Schulform und Konstellation der Mädchengruppen individuell angepasst.

Diese Arbeit mit Mädchen reihe sich ein in das erfolgreiche städtische Gewaltpräventionsprogramm an Schulen, das vom Kinder- und Jugendbüro koordiniert und organisiert werde, erläutert Stephanie Kämmerer von der Stabsstelle Prävention, über die auch die Finanzierung der ersten Kurse lief.

Initiiert wurde das Angebot vom Facharbeitskreis Gegen Gewalt an Frauen des Präventionsrates. Die Hanauer Frauenbeauftragte Imke Meyer hält es vor dem Hintergrund „zunehmender sexuelle Übergriffigkeit gegenüber Frauen für absolut notwendig, dass die Mädchenarbeit in der Gewaltprävention verstärkt beachtet wird“.
Durch Übungen, Rollenspiele und Gespräche lernten die Schülerinnen in den Kursen der „Lawine“, zu ihren Gefühlen zu stehen und eigene und die Grenzen Anderer wahrzunehmen. Sie probierten aus, Gefühle über Körpersprache, Mimik, Gestik und die Stimme auszudrücken. Die Mädchen wurden darin bestärkt, ihren eigenen Gefühlen zu trauen, damit es ihnen leichter fällt, „unangenehme Situationen einzuschätzen und sich Hilfe zu holen."

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17. Mai bis 17. August 2012

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