Das Förderprogramm WIR

Das Landesprogramm „WIR" ist für die Stadt Hanau ein wichtiger Baustein ihrer Integrationspolitik. Die im Rahmen des Programms „Modellregionen Integration“ von 2009 bis 2013 in der Brüder-Grimm- Stadt erfolgreich angestoßenen Prozesse werden fortgeführt.

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Das Land Hessen fördert in der Stadt Hanau seit 2014 personelle Ressourcen für die Koordination von WIR-Projekten. Mit diesen soll die Willkommens- und Anerkennungskultur in der Kommune weiterentwickelt und die interkulturelle Öffnung von Einrichtungen des öffentlichen Lebens sowie von Vereinen, Verbänden und Organisationen vorangetrieben werden. In einer von Zuwanderung beeinflussten Stadtgesellschaft ist eine Kultur der Offenheit für Menschen anderer Herkunftsländer notwendig. Das ist Aufgabe aller Bevölkerungsgruppen einer Stadt.

W.I.R.-Projekte der Stadt Hanau:

Interkulturelle Öffnung der Verwaltung
Schulung von Schulleitungsassistentinnen
In Hanauer Schulen haben bis zu 50 Prozent der Kinder einen Migrationshintergrund. Eltern bringen in der Regel ein Basiswissen über das deutsche Schulsystem mit. Die steigende Zahl von Geflüchteten verändert auch den Arbeitsalltag von Schulleitungsassistentinnen. Die Kommunikation mit Kindern und Eltern wird schwieriger. Die Kolleginnen stehen vor neuen Herausforderungen, seien es Sprachbarrieren oder kulturell bedingte Missverständnisse. Schulungen in interkultureller Kompetenz unterstützen sie dabei, Arbeitsabläufe abzuwandeln.

Schulungen und Workshops bei der Feuerwehr
In den Freiwilligen Feuerwehren in Hanau haben nur fünf Prozent der Mitglieder einen Migrationshintergrund. Ihr Ziel ist es, in der Kinder- und Jugendwehr und in der Einsatzabteilung ein breites Spektrum an Kulturen zu repräsentieren. Die Feuerwehr will deshalb neue Wege gehen, um mehr Migranten für das verantwortungsvolle Ehrenamt zu gewinnen. In interkulturellen Schulungen beschäftigen sich Führungskräfte und Jugendbetreuer damit, welche Chancen und Schwierigkeiten kulturelle Vielfalt in der Feuerwehr mit sich bringen. Sie wollen ein Konzept entwickeln, wie sie Menschen mit ausländischen Wurzeln erreichen und nachhaltig an sich binden können

Städtisches Informationsmaterial in einfacher Sprache
Städtisches Informationsmaterial enthält nicht selten Texte, die Menschen mit Zuwanderungsgeschichte nicht richtig verstehen. Meist liegt es daran, dass sie die deutsche Sprache wenig oder gar nicht beherrschen. Die Kommunikation gestaltet sich schwierig. Die Stadtbibliothek im Kulturforum will das ändern. Sie arbeitet daran, ihr Informationsmaterial zu vereinfachen. Sie wird beispielsweise in Flyern Sätze in einfacher Sprache verwenden und Symbole und Bilder für Erklärungen nutzen.

Ausbildung von Sprachlotsen und Sprachlotsinnen
Auf Initiative der Freiwilligen-Agentur der Stadt Hanau werden seit April 2015 ehrenamtliche Sprachlotsen bei der Volkshochschule Hanau ausgebildet. Sie vermitteln Migrantinnen und Migranten niederschwellig „Deutsch als Fremdsprache“, damit sie Alltagssituationen gut bewältigen können. Sie bringen ihnen Redewendungen bei, die ihnen beim Einkaufen, bei Behördengängen, Arztbesuchen, bei der Orientierung in der Stadt und bei der Freizeitgestaltung helfen. Ziel ist, dass die Teilnehmenden der Deutschkurse ein Sprachniveau erreichen, mit dem sie im Anschluss einen Integrationskurs besuchen können.

Integrationslotsinnen und Integrationslotsen
Vom Herbst 2014 bis Frühjahr 2016 sind Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zu Integrationslotsinnen und -lotsen ausgebildet worden. Als Mittler und Brückenbauer spielen sie eine wichtige Rolle, damit die Integration von Menschen mit ausländischen Wurzeln in die Stadtgesellschaft gelingen kann.

Niedrigschwellige Deutschkurse für Migranten
Diese Sprachkurse richten sich an Menschen mit ausländischen Wurzeln, die schon länger in Hanau leben, aber noch nie einen Deutschkurs besucht und keinen Anspruch auf einen Integrationskurs haben.

Familien-Projekt „Fit in der Stadt“
Das Projekt der Stiftung Lichtblick der Evangelischen Marienkirchengemeinde richtet sich an neu zugezogene Familien mit Migrationshintergrund und sozial benachteiligte Familien. Ziele sind unter anderem die Förderung der Alltags- und Erziehungskompetenz, die Vermittlung von Wissen über die soziale Infrastruktur und das Gesundheitssystem sowie die Bildung von Netzwerken zwischen den Familien.

Projekte freier Träger
Als Projektträger können sich auch Kirchen, Migrantenorganisationen oder andere freie Träger bewerben


Nähere Informationen:
WIR-Koordination
Andrea Schroth
Telefon: 06181/66820-47
E-Mail: andrea.schroth@hanau.de
Andrea Freund
Telefon 06181/66820-35
E-Mail: andrea.freund@hanau.de
Wir

Wegweisende Integrations-
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