Runder Tisch der Religionen

Ziele und Grundwerte
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Runder Tisch der Religionen besorgt über Krise im Nahen Osten

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Der Runde Tisch der Religionen ist eine freiwillige Zusammenkunft der Religions-gemeinschaften in der Brüder-Grimm-Stadt Hanau. Ziel ist die Förderung und Intensivierung des Dialogs und der Kommunikation zwischen den Religionen. Das Gremium befasst sich mit aktuellen Fragen und Herausforderungen in Hanau, die aus Religionsgemeinschaften oder von außen an es herangetragen werden. Gegebenenfalls kann er so schon in einem frühen Stadium konfliktreduzierend eingreifen.

Gegenseitige Wertschätzung, Akzeptanz und Toleranz sind Grundlage gemeinsamen Handelns. Sie schließen die Achtung vor der freien Religionsausübung sowie der Andersartigkeit des Gegenüber ein. Damit distanziert sich der Runde Tisch der Religionen von aggressiven Extremismus, Fanatismus, Terror und Gewalt in jeglicher Form und engagiert sich ausdrücklich für ein friedliches Miteinander.

Der Runde Tisch der Religionen will den Kontakt, die Vernetzung und das gegenseitige Verständnis unter den in Hanau vertretenen Religionen fördern.

Der Runde Tisch der Religionen soll die Zusammenarbeit mit städtischen Einrichtungen, Institutionen und Gesellschaften in Hanau unterstützen und Integration fördern.

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Der Runde Tisch der Religionen wurde 2013 auf Einladung der Stadt Hanau ins Leben gerufen. Die Stadt Hanau ist durch Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck vertreten. Die Geschäftsführung liegt beim Büro des Oberbürgermeisters.


Bisher beteiligen sich folgende Kirchen und Religionsgemeinschaften am Runden Tisch der Religionen in der Brüder-Grimm-Stadt Hanau (in alphabetischer Reihenfolge):
Kirche / Religionsgemeinschaft Link
Adventgemeinde Hanau (Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten) Link
Ahmadiyya Muslim Jamaat Hanau Link
Badr Moschee / Islam. Jugend und Informationszentrum e.V.
Baptisten-Gemeinde Hanau im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden Link
C3-Church Hanau Link
Charity Church International e.V. Link
DITIB Moschee Merkez Camii
Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (Dekanat Hanau) Link
Evangelische Kirche von Hessen und Nassau (Dekanat Rodgau) Link
Freie Christengemeinde Link
Freie evangelische Gemeinde Hanau Link
Islamisches Informations- und Begegnungszentrum e.V. Link
Islamisches Kulturzentrum Hanau e.V.
Jüdische Gemeinde Hanau Link
Katholische Kirche Bistum Fulda (Dekanat Hanau) Link
Katholische Kirche Bistum Mainz (Dekanat Seligenstadt) Link
Kirche des Nazareners Link
Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage Link
Milli Görüs Moschee Hanau / Islamischer Verein e.V.
Neuapostolische Kirche Hanau Link
Omar ibn al-Chattab Moschee / Islamischer Arbeiter Verein e.V.
Stadtmission Hanau Link
Wallonisch-Niederländische-Kirche Link
Weitere Informationen zu den Teilnehmern des Runden Tisches der Religionen finden Sie auf deren Internetseiten oder über den nachfolgenden Link:

Kirchen und Religionsgemeinschaften in Hanau

Runder Tisch der Religionen besorgt über Krise im Nahen Osten Nach Oben

Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck freuen sich, dass der im Sommer 2013 etablierte Runde Tisch der Religionen angesichts der Krisen im Nahen Osten seine Stimme erhebt und in einer gemeinsamen Stellung Position bezieht. Dem Runden Tisch gehören Vertreterinnen und Vertreter aus 22 Kirchen und Religionsgemeinschaften an. Ihr Ziel ist die Förderung und Intensivierung des Dialogs zwischen den Religionen.

Der Runde Tisch der Religionen in der Brüder-Grimm-Stadt Hanau formulierte in seinen Grundsätzen, dass die gegenseitige Achtung, Akzeptanz und Toleranz Grundlage gemeinsamen Handelns sind. Diese beschränken sich explizit nicht nur auf die religiösen Bekenntnisse des jeweils anderen. Damit distanziert sich der Runde Tisch der Religionen von Extremismus, Fanatismus, Terror und Gewalt in jeglicher Form und engagiert sich ausdrücklich für ein friedliches Miteinander.

Der Runde Tisch der Religionen zeigt sich besorgt über die aktuelle Situation im Nahen Osten und äußert seine Solidarität mit den Menschen in Not – gleich welcher Religion und Konfession sie angehören.

Die Vertreibung der Menschen durch die terroristische ISIS ist ein Akt des Unrechtes und verstößt gegen internationales Recht und gegen die Menschlichkeit. Der Runde Tisch der Religionen begrüßt die Stellungnahme des Zentralrates der Muslime in Deutschland (ZMD) vom 31.07.2014, in der die Vertreibung der Christen und anderer Menschen und anderer Religionsanhänger durch die Terrororganisation ISIS auch als gegen den Islam gerichtet bezeichnet wird.

„Solidarität mit allen Menschen in Notsituationen ist ein elementares Gebot im Islam“, so der Zentralrates der Muslime in Deutschland. Er verweist in diesem Zusammenhang auf eine gesicherte Aussage des Propheten Muhammad (Hadith), wonach dieser Muslime ermahnt, sich gegen diejenigen zu stellen, die Nichtmuslimen Unrecht antun, sie diskriminieren, ihnen etwas auferlegen, was sie nicht zu tun vermögen oder ihnen etwas rauben, gegen diese werde »er, der Ankläger am Tage der Auferstehung sein«.“

Insbesondere begrüßt der Runde Tisch der Religionen die Bemühungen und Aktivitäten der muslimischen Vereine hier vor Ort in Hanau. In den Moscheen werden beispielsweise Vorträge und Predigten über die Grausamkeit im Nahen Osten gehalten und auf die Gefahren, denen Jugendliche ausgesetzt sind, hingewiesen. Es finden auch Gespräche mit Jugendlichen und deren Familien statt, um über die Gefahren und Folgen von mit dem Islam nicht zu vereinbarenden, kriminellen Praktiken von Gruppierungen wie der terroristischen ISIS, wie sie derzeit in den Medien zu sehen sind, aufzuklären. Ein weiteres Projekt mit der Ludwig-Geißler-Schule ist noch in den Anfängen. Hierbei soll ein Imam direkt vor Ort in der Schule mit Jugendlichen in Kontakt treten und mit ihnen über Probleme in der Schule sprechen und den Lehrkräften bei islambezogenen Themen Beistand leisten.

Der Runde Tisch der Religionen unterstreicht die Aussage des ZMD, dass Mitmenschlichkeit und Solidarität mit Menschen in Not essentielle Charaktereigenschaften des Menschseins darstellen. Sie sind darüber hinaus zentrale Lehren der abrahamitischen Religionen. „Mitmenschlichkeit und Solidarität sind keine Werte, die nur einseitig eingefordert werden können. Wer Frieden will, macht diese Werte zum allgemein verbindlichen und verpflichtenden Maßstab, an dem wir uns alle - Juden, Christen und Muslime - messen lassen müssen, wann und wo auch immer Menschen in Not geraten“, so sind sich der Runde Tisch der Religionen in Hanau und der Zentralrat der Muslime in Deutschland einig.