Soziale Stadterneuerung Lamboy

Die Stadt Hanau wurde 1997 in das Landesprogramm „Einfache Stadterneuerung“ aufgenommen. Gemeinsam mit 8 weiteren hessischen Städten wurde im Hanauer Stadtteil Lamboy-Nord die „Soziale Stadterneuerung“ zunächst als Modellprojekt des Landes Hessens gefördert. Seit der Aufnahme im Jahre 1999 in das damals neue Bund-Länder-Programm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die soziale Stadt“ stehen für das Projekt auch Bundesmittel zur Verfügung.
Bund, Land und die Stadt Hanau beteiligen sich an der Förderung von investiven Maßnahmen zu ca. je einem Drittel.

Ziele des Bund Länder Programms
Voruntersuchungen und Rahmenkonzept „Soziale Stadterneuerung Lamboy-Nord“
Der Lamboyladen
Sprechzeiten
Die Lamboyzeitung
Projekte
Zwischenbericht
Informieren Sie sich über Ihre Mitwirkungsmöglichkeiten und über Fördermöglichkeiten bei Modernisierungsmaßnahmen.

Im Rahmen dieses Projektes sollen die Wohn- und Lebensverhältnisse in Lamboy-Nord nachhaltig verbessert werden.

Vieles wurde inzwischen gemeinsam mit den Bewohnern und Bewohnerinnen, den Hauseigentümern, den örtlichen Institutionen und lokalen Akteuern erreicht, z.B.:

  • Eröffnung des Lamboyladens im Februar 2000 als Anlaufstelle für alle Bewohner/innen des Stadtteils
  • Einweihung des Lamboyparks im Mai 2000 Umgestaltung des Spielplatzes an der Albert-Schweitzer-Kindertagesstätte (Fertigstellung September 2001)
  • Umnutzung von Räumen im ehemaligen Umkleidehäuschen im Lamboypark in einen Jugendclub
  • Modernisierung von Wohnhäusern
  • Neugestaltung privater Grünflächen
  • Weiterbildungsangebote und Kurse im Lamboyladen, im Nachbarschaftshaus (NLT) und in der Gebeschusschule
  • Stadtteilzeitung in Zusammenarbeit mit dem Lamboyladen, der Kreuzkirche und dem Nachbarschaftshaus NLT)
  • Durchführung der Aktion „Sauberer Stadtteil“
  • Stadtteilzeitung

Ziele des Bund Länder Programms

Fördergebiet Lamboy
Fördergebiet Lamboy

„Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die soziale Stadt“

Während sich die klassischen Stadterneuerungsmaßnahmen bislang in der Regel ausschließlich auf bauliche Maßnahmen beschränkten, hat nun die Verknüpfung von sozialpolitischen Projekten mit städtebaulichen Maßnahmen einen besonderen Stellenwert erhalten. Hierbei wird der Förderung der Bürgermitwirkung und des Stadtteillebens eine besondere Bedeutung für eine nachhaltige Stadterneuerung eingeräumt.

Ziele des Förderprogramms sind u.a.:
  • Aktivierung örtlicher Potentiale, Hilfe zur Selbsthilfe
  • Entwicklung von Bürgerbewußtsein für den Stadtteil, Stärkung der Identifikation
  • Schaffung von selbsttragenden Bewohnerorganisationen und stabilen nachbarschaftlichen sozialen Netzen
  • Stärkung der lokalen Wirtschaft
  • Schaffung und Sicherung von örtlichen Arbeitsplätzen und Beschäftigungsangeboten Stärkung der Nahversorgung Herausbildung der Zentren als Kristallisationspunkte für das städtische Leben
  • Verbesserung des Angebotes an sozialer, kultureller, bildungs- und freizeitbezogener Infrastruktur
  • Verbesserung des Wohnwertes der Wohnungen und Aufwertung des Wohnumfeldes
  • Erhöhung der Sicherheit und der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum
  • Berücksichtigung ökologischer Erfordernisse.


Der Förderzeitraum des Bund-Länder-Programms beträgt nach derzeitigem Stand 10 Jahre.

Voruntersuchungen und Rahmenkonzept „Soziale Stadterneuerung Lamboy-Nord“

Das Planungsbüro Rittmannsperger und Partner aus Darmstadt führte 1997 im Auftrag der Stadt Hanau Voruntersuchungen durch und wurde mit der Ausarbeitung eines Rahmenkonzept beauftragt.

Kurzbeschreibung der wesentlichen Inhalte:

Ausgangslage

Das Erneuerungsgebiet liegt im Nordosten Hanaus im Stadtteil Lamboy unweit der Innenstadt. Die Größe des Gebietes beträgt ca. 17,4 ha, die Einwohnerzahl 3200, hiervon gehören ca. 57% der ausländischen Bevölkerungsgruppe an. Die Arbeitslosenquote beträgt 20 %, die Sozialhilfebedürftigkeit liegt bei 17,5 %.
Das Gebiet wird geprägt durch die städtebaulich intakte Gründerzeitbebauung entlang der Lamboystraße. Daran schließt sich eine sehr gemischte Bebauungsstruktur an (Zeilenbebauung, Doppelhausstruktur und Punkthochhäuser) mit geringer städtebaulicher Qualität.

Potentiale

  • Stadtteilversorgung in der Lamboystraße (ausbaufähig)
  • Umnutzung der Kasernen und des Gleisbauhofes ( = Abbau von Immissionskonflikten, Ausweisung neuer Gewerbeflächen, Zuzug junger Familien)
  • Innenstadtnähe
  • Denkmalgeschützte Gründerzeitbebauung mit hohem Identifikationspotential
  • Sehr gute ÖPNV-Anbindung Ungenutzte Freiflächenresourcen- Steigende Anzahl selbstgenutzter Wohnungen insbesondere durch die türk. Bevölkerung(= steigendes Verantwortungsgefühl für das Wohnumfeld) Z.T. enge nachbarliche Beziehungen Zentral gelegene Quartiersschule und Kindertagesstätte


Probleme


  • Starke Immissionsbelastungen durch Verkehr/Nutzungskonflikte durch das Nebeneinander von Wohnen und Industrie
  • Gefährdete Nahversorgung durch „Trading-down“
  • Fehlende Freiflächen

  • Hoher Anteil an Wohnraum niedrigen Standards / hohe Wohndichte
  • Stadträumliche Isolation/ fehlende Verflechtungen
  • Überdimensionierte Straßenräume /fehlende fußläufige Vernetzungen
  • Hohe bauliche Verdichtung, hoher Anteil versiegelter Flächen
  • Hoher Anteil an Sozialhilfeempfängern, Migranten und Arbeitslosen
  • Negative Bilanz sozialer und kultureller Infrastruktur
  • Fehlende informelle Stadtteilkultur
  • Fehlende Freizeitangebote
  • Soziale Spannungen zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen


Ziele und Strategien

  • Vernetzung baulicher, sozialer und arbeitsmarktpolitischer Projekte Unterstützung der Kommunikationstruktur durch die Einrichtung eines Stadtteilbüros
  • Intensive Beteiligung der Bewohner/innen
  • Aufwertung und Stärkung des Versorgungskerns Lamboystraße
  • Erschließung neuer Freiflächen in Wohnnähe/Umgestaltung vorh. Freiflächen, ökologische Aufwertung durch Entsiegelung
  • Abbau von Nutzungskonflikten im Zuge der anstehenden Umnutzungen der Kasernen und des Gleisbauhofes
  • Verbesserung der baulichen Bedingungen und des Wohnumfeldes
  • Erhöhung der Aufenthaltsqualitäten öffentlicher Räume
  • Vermeidung der Konzentration einzelner Risikogruppen, dort wo Einflußmöglichkeiten bestehen
  • Beteiligung der beschäftigungslosen Bewohner/innen an der Umgestaltung ihres Wohnumfeldes
  • Ausbau des Freizeitangebotes insbesondere für Kinder und Jugendliche

Der Lamboyladen

Lamboyladen Logo
Der Lamboyladen in der Lamboystraße 20 wurde am 15.02.2000 eröffnet.


Er versteht sich als

  • Anlaufstelle für die Bewohner/innen des Stadtteils
  • Vermittler zwischen unterschiedlichen Interessen, Kulturen, Generationen und Nationalitäten
  • sowie zwischen Ämtern, Schulen, Vereinen und Organisationen
  • „Initiator vor Ort“


Die Leitung des Lamboyladens erfolgt durch die Projektberaterin, Frau Pürnur Scharle.
In den 4 ½ Jahren des Bestehens konnte die Sie ein besonderes Vertrauensverhältnis zur Bevölkerung und die Akzeptanz bei den örtlichen Akteuren aufbauen.

Seit Beginn des Jahres 2002 konnte das Beratungsangebot im Lamboyladen erweitert werden. So finden wöchentlich Mieterberatungen der Baugesellschaft Hanau sowie die Beratung von Aussiedlern durch die Aussiedlerseelsorge der Kreuzkirche hat.

Von Beginn an führt das beauftragte Büro Rittmannsperger und Partner Modernisierungsberatungen im Lamboyladen durch.

Elterncafé im Lamboyladen

Sprechzeiten

Soziale Stadterneuerung

E-Mail: lamboyladen@hanau.de

Tel: 06181-181480
Fax: 06181-181482


Öffnungszeiten


Mo.+ Fr. 9:00 - 12:00 Uhr
mittwochs 14:00 - 18:00 Uhr

Modernisierungsberatung

Tel: 06151-968034

Planungsbüro Rittmannsperger und Partner
Herr R. Meysel

Öffnungszeiten

Termine nach Vereinbarung

Mieterberatung

Baugesellschaft Hanau GmbH

Öffnungszeiten


mittwochs 10:00 – 12:00 Uhr

Die Lamboyzeitung

Projekte

  Projektübersichten Dateigröße
Dateisymbol Plakat 1 Rittmannsperger 92.2kb
Dateisymbol Plakat 2 Rittmannsperger 94.3kb

Zwischenbericht

Informieren Sie sich über Ihre Mitwirkungsmöglichkeiten und über Fördermöglichkeiten bei Modernisierungsmaßnahmen.

Rittmannsperger + Partner GmbH
Hochbau, Städtebau, Sanierungs- und Entwicklungsträger


E-Mail: Info-da@rittmannsperger.de

Tel: 06151-9680-0
Fax: 06151-968012

www.rittmannsperger.de


Fachbereich für soziale Dienste

Am Markt 14-18
63450 Hanau
E-Mail: nlt@hanau-stadt.de

Tel: 06181-304-558


Brigitte Keese


Stadtplanungsamt

Hessen-Homburg-Platz7
63452 Hanau
E-Mail: Christiane.Weiser@hanau.de

Tel: 06181-295389
Fax: 06181-295641


Frau Weiser

Öffnungszeiten

Dienstag, Mittwoch und Donnerstag
09:00 Uhr - 12:00 Uhr
zusätzlich Mittwoch
15:00 Uhr - 16:30 Uhr
Seniorenbeirat Button

Mit, von und für Senioren: Der

Seniorenbeirat

Nachbarschaftsinititive

Gemeinnützige Vereine und Organisationen, die zeitlich begrenzte Dienstleistungen freiwillig für andere Bürgerinnen und Bürger bieten: In Hanau gibt es derzeit fünf

Nachbarschaftsinitiativen