Demografischer Wandel
Übersicht
Die Zukunft der Stadt | Eine Stadt für jedes Alter
Wie gestaltet sich das Leben in einer „Stadt für jedes Alter“?
Die Gesprächsreihe "Die Zukunft der Stadt | Eine Stadt für jedes Alter" begann am 5.September mit einem Dialog über generationenfreundliches Einkaufen und wurde am 29.November mit einer Veranstaltung über das Thema "Wohnen im Alter" fortgesetzt.
Die dritte Veranstaltung fand am 8.Februar 2012 statt. Das Thema war: Mobilität - Verkehrssysteme der Zukunft
Am 27.Juni geht es weiter: When I’m Sixty-Four:
Innovative Lösungen für ein langes und aktives Erwerbsleben
Weitere Informationen finden Sie unter
- "Veranstaltungen" und
- "Gesprächsreihe ´Die Zukunft der Stadt | Eine Stadt für jedes Alter´"
In der Brüder-Grimm-Stadt leben mehr als 17.000 Menschen, die älter sind als 65 Jahre. Das entspricht 19 Prozent der Bevölkerung, Tendenz steigend.
Die sich verändernde Bevölkerungsstruktur ist für Hanau „eine Herausforderung und Chance zugleich für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft“, meint Oberbürgermeister Claus Kaminsky - und Grund genug, gemeinsam mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung die Gesprächsreihe „Die Zukunft der Stadt - Eine Stadt für jedes Alter“ zu initiieren. Sie beginnt am 5. September.
Wenn die positiven Auswirkungen des Innenstadtumbaus und der Konversion greifen und sich die Bevölkerungszahl auf rund 90 000 Bürgerinnen und Bürger stabilisiert, „steuern wir auf eine gute demografische Entwicklung zu“, betont Claus Kaminsky und verweist auf den Zuwachs von 308 Neubürgern Ende 2010. Hanau stemme sich gegen den Bundestrend. „Wir werden zwar älter, aber auch bunter durch die vielen in der Brüder-Grimm-Stadt vertretenen Nationen und vor allem aktiver durch die fitten, engagierten Seniorinnen und Senioren.“ Die Zahl der älteren Einwohner werde in den kommenden Jahren noch steigen, denn die geburtenstarken Jahrgänge der 1950er und 1960er Jahre drängten in das Alter.
„Die Präsenz der älteren Generation in der Stadtgesellschaft nimmt zu und verändert sie zwangsläufig“, sagt Stadtrat Axel Weiss-Thiel, „und vieles wird sich in unserer Gesellschaft zwangsläufig verändern. Wir müssen uns mit anderen Wünschen und Erwartungen der ,neuen’ Alten beschäftigen.“
Herkömmliche Gewohnheiten beim Einkaufen, beim Wohnen oder auch bei der Mobilität kommen auch beim Stadtumbau und der Konversion auf den Prüfstand. „Wir brauchen altenfreundliche, besser generationenfreundliche Lösungen, die wir beispielsweise beim Bau des neuen Busbahnhofs auf dem Freiheitsplatz verwirklichen wollen“, so Sozialdezernent Weiss-Thiel. „Denn von den Veränderungen werden auch junge Leute und Familien profitieren.“
Welche Wege beschritten werden sollten, darüber treten in der Gesprächsreihe Bürgerinnen und Bürger mit Fachleuten in Dialog. Organisiert haben sie Lothar Hain von der städtischen Stabstelle Demografie und die Hessische Landeszentrale für politische Bildung.
Um „Einkaufen – Herausforderungen der Zukunft“ dreht sich die erste Veranstaltung am Montag, 5. September, Beginn 17 Uhr, im Elisabeth-Selbert-Saal im Historischen Rathaus. Oberbürgermeister Claus Kaminsky wird die Gesprächsreihe eröffnen. Dr. Carmen Everts von der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung spricht über den „Demografischen Wandel in Hessen und im Ballungsraum Rhein-Main“, Andrea Ferger-Heiter, Demografie-Beauftragte der Hauptverwaltung der GALERIA Kaufhof GmbH, über „Generationenfreundliches Einkaufen am Beispiel der Galeria für Generationen“.
Professor Frank Oswald (Interdisziplinäre Alterswissenschaft) von der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt befasst sich am 29. November mit „Wohnen im Alter – Konzepte mit mehr Lebensqualität“. Im Februar 2012 steht das Thema „Mobilität – Verkehrssysteme für die Zukunft“ auf dem Programm. Referenten sind Heike Mühlhans (Integriertes Verkehrsmanagement Region Frankfurt RheinMain), Michael Takatsch (Geschäftsführer der Hanauer Straßenbahn GmbH) und Karl Seegmüller (Hanau Lokale Nahverkehrsorganisation).
Die Veranstaltungen sind kostenfrei und richten sich nicht allein an Seniorinnen und Senioren, sondern alle Bürgerinnen und Bürger.
"weniger, bunter, älter und aktiver!"
Die Schlagworte „weniger“, „bunter“, „älter“ beschreiben die Entwicklung der Bevölkerung in Deutschland, in Hessen und im Main-Kinzig-Kreis.
In Hanau werden wir bunter und älter, allerdings zur Zeit nicht weniger!
Die Aufgaben der Stabsstelle
- Darstellung der Entwicklung der demografischen Topografie der Stadt Hanau,
- Bevölkerungsstruktur, die Bevölkerungsbewegungen, die Bevölkerungsentwicklung sowie die Bevölkerungsgeschichte zu beschreiben,
- Bevölkerung für demografische Fragestellungen und Themen durch Vorträge und Publikationen sowie durch Veranstaltungen zu interessieren und zu informieren.
Demografische Entwicklungen
Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht. (1.Mose, 28)
Das erste Wort, das nach christlicher Überlieferung von Gott an den Menschen gerichtet wurde ist zugleich die Stunde Null jeglicher demografischer Entwicklung.
Inzwischen leben rund 6,8 Milliarden Menschen auf der Erde, bis Anfang 2012 sollen es, so das Statistische Bundesamt vom Juli 2009, über 7 Milliarden sein. Das Bevölkerungswachstum verläuft in den verschiedenen Weltregionen sehr unterschiedlich.
Die Bevölkerungszahl in Deutschland, die bereits seit 2003 rückläufig ist, wird weiter abnehmen. Bei der Fortsetzung der aktuellen demografischen Entwicklung wird die Einwohnerzahl von circa 82 Millionen Einwohner am Ende des Jahres 2008 auf etwa 65 bis 70 Millionen im Jahr 2060 abnehmen.
Die Gesamtzahl der Hanauer Bevölkerung, der Hauptwohnungsinhaber, lag zum Stichtag 31.Dezember 2009 bei 88.020 Personen.
Demografie in Deutschland
Die Bevölkerungswissenschaft nahm ihren Aufschwung im 18. Jahrhundert mit Kontroversen um die Tragfähigkeit der Erde. Seit dem 19. Jahrhundert dominierten biologische und ökonomische Leitideen, seit Mitte des 20.Jahrhunderts empirisch-statistische verbunden mit historisch-soziologischen Grundlagen.
Die Bevölkerungswissenschaft besteht aus vier Fachgebieten: der Theorie der Fertilität, der Theorie der Mortalität und aus der Theorie der Migration sowie aus Theorien, die die Struktur des Bevölkerungsstandes zum Gegenstand haben. Es werden verschiedene mit anderen Wissenschaften vernetzte Teildisziplinen unterschieden: Bevölkerungsökonomie, -soziologie, -statistik, -mathematik, -geographie, historische und medizinische Demografie sowie Bevölkerungsökologie.
Das Zusammenspiel von Fertilität, Mortalität und Migration hat sich in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland verändert, so dass wir nun von einem demografischen Wandel sprechen:
Wir werden weniger, wir werden älter, wir werden bunter!
Ergebnisse der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung | November 2009:
- Die Geburtenzahl wird künftig weiter zurückgehen
- Die Zahl der Sterbefälle wird zunehmen
- Eine Kompensation durch Nettozuwanderung findet nicht statt
Verschiebung der Altersstruktur bis 2060 (2008):
- zu 16% aus Kindern und jungen Menschen unter 20 Jahren, (19)
- zu 50% aus 20- bis unter 65-Jährigen (61) und
- zu 34% aus 65-Jährigen und Älteren (20).
Der Umgang mit den Auswirkungen der Alterung wird eine der wichtigsten politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen der nächsten Jahre und Jahrzehnte.
Weitere Informationen siehe Schriftenreihe „Reportage zum Demografischen Wandel“.
Demografie in Hanau
Die Bevölkerung der Stadt Hanau wuchs von 1999 (Basisjahr) von 87.162 Einwohnern auf nunmehr 88.020 Einwohner Ende 2009. Das entspricht einem Wachstum von 1%. In der Altersgruppe der unter 20-jährigen fiel der relative Anteil von 21,2 auf 20,05%, bei den 65-jährigen und älteren Personen stieg der Anteil von 16,3 um ca. 3% auf 19,3%. Die Gruppe der 20 bis 64-jährigen und somit auch die Personen, die zum Kreis der erwerbsfähigen Personen zählen, sank von 62,5 auf 60,7%.
Vergleicht man das Jahr 2008 mit den Ergebnissen der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung (12.k.Bv.), so ergibt sich folgendes Bild:
| 12.k.Bv. (Ist) | Stadt Hanau | 12.k.Bv. (Prognose) | |
|---|---|---|---|
| unter 20-Jährige | 19% | 20,1% | 16% |
| 20 bis unter 65-Jährige | 61% | 60,9% | 50% |
| 65-Jährige und Ältere | 20% | 19,0% | 34% |
Vorträge
Schriftenreihe zum Demografischen Wandel
Arbeitskreis Kommune und Wirtschaft für Generationen | ddn
„Demografischen Wandel als neue soziale Realität“
Arbeitskreis erstellt Kriterien für generationenfreundliche Kommune
„Wie sieht eine generationenfreundliche Stadt aus?“ Mit dieser Frage beschäftigten sich die Mitglieder des Arbeitskreises „Kommune und Wirtschaft für Generationen“ von „Das Demografienetzwerk“, kurz ddn, die Stadtrat Dr. Ralf-Rainer Piesold in Hanau willkommen hieß. „Die Gestaltung des demografischen Wandels wird vor allem dann gelingen, wenn es ein Miteinander der Generationen geben wird“, so Sabine Löser, die Vorsitzende des bundesweiten Arbeitskreises bei ihrer Begrüßung der Mitglieder. Im Rahmen des Treffens stellte Wirtschaftsdezernent Piesold die Entwicklung des Industriestandortes Hanau vor. Hans-Ulrich Weicker, Leiter des Stadtplanungsamtes, erläuterte den Mitgliedern des Arbeitskreises den Stadtumbau in Zeiten des demografischen Wandels und Michael Stegmann, der Leiter des Seniorenbüros, stellte die generationenübergreifenden Angebote des Zentrums „Haus Am Steinheimer Tor“ vor, wo verschiedene Einrichtungen der Sozial- und Altenhilfe ihren Sitz haben.
Die Auswirkungen des demografischen Wandels spürten in erster Linie die Menschen vor Ort, stellte der freie Journalist und Publizist Dr. Winfried Kösters fest. Er ist Mitglied und stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises und unter anderem bekannt durch sein Buch „weniger, bunter, älter“. „Immer weniger Kinder und junge Menschen treffen auf immer mehr ältere, alte und sehr alte Menschen. Dies hat es in der Menschheitsgeschichte noch nicht gegeben, weshalb auch keine Erfahrungswerte und Handlungskonzepte vorliegen.“ Der Begriff „Generationen“ sei positiv besetzt und eigne sich daher sehr gut, um den demografischen Wandel und seine Chancen und Herausforderungen zukunftsfähig zu besetzen, so Kösters.
Der Arbeitskreis „Kommune und Wirtschaft für Generationen“ hat sich zum Ziel gesetzt, eine Handlungsempfehlung „Generationenfreundliche Kommune“ mit entsprechenden prüfbaren Kriterien und auch Praxisbeispielen zu erarbeiten. Handel, Bildung, Gesundheit, Mobilität, Familie, Wohnen, Integration, Tourismus, Standortmarketing, Stadtentwicklung, werden dominierende Themen sein, aber auch Kindertagesbetreuung, Schulen, Jugendeinrichtungen und Pflege. „Ziel ist es, den demografischen Wandel als neue soziale Realität zu begreifen, weniger als Katastrophe oder gar perspektivlosen Veränderungsprozess. Die neue Realität aktiv und innovativ zu gestalten, heißt, alle Generationen und deren Wissen und Fähigkeiten in allen gesellschaftlichen Lebensbereichen anzusprechen“, so die Vorsitzende Löser zum Abschluss des Tages.
„Das Demografienetzwerk“, kurz ddn, organisiert den Erfahrungsaustausch und will eine Plattform für den Dialog mit Politik, Verbänden und der Öffentlichkeit sein. Mehr über „Das Demografienetzwerk“, das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales unterstützt wird, ist unter „www.demographie-netzwerk.de“ zu erfahren.
Presseartikel
| Download | Dateigröße | |
|---|---|---|
| Herausforderungen für künftige Stadtentwicklung | 418.0kb | |
| Stadt für jedes Alter | 367.8kb | |
| Zwischen Harndrang und Marathon | 621.6kb |
Kontakt und Ansprechpartner
Sprechzeiten nach Vereinbarung
Tel: 06181 / 295-354
Fax: 06181 / 295-8028
Am Markt 14-18
63450 Hanau
E-Mail: lothar.hain@hanau.de
Stabstelle Demografischer Wandel
Linksammlung
Statistikstelle Stadt Hanau
Hessische Landeszentrale für politische Bildung
Statistisches Bundesamt Deutschland
Zensus 2011
Forschungszentrum Demografischer Wandel FH Frankfurt
Statistisches Landesamt Hessen
Bertelsmann Stiftung
Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung
Das Demografienetzwerk
Wissenswertes
| Download | Dateigröße | |
|---|---|---|
| Generationenfreundliches Einkaufen | 1148.7kb | |
| Lesen ohne Grenzen! Checkliste: Nutzerfreundliche Printmedien | 1581.2kb |
Veranstaltungen
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Gesprächsreihe "Die Zukunft der Stadt | Eine Stadt für jedes Alter"
Veranstaltungsvorschau 2011 / 2012:
in Zusammenarbeit mit der Hessischen Landeszentrale für Politische Bildung Gesprächsreihereihe
„Die Zukunft der Stadt | Eine Stadt für jedes Alter"
- Einkaufen - Herausforderungen der Zukunft | 5.9.2011
- Wohnen - Konzepte mit mehr Lebensqualität im Alter | 29.11.2011
- Mobilität – Verkehrskonzepte für die Zukunft | Frühjahr 2012
Die Veranstaltungen beginnen um 17 Uhr und finden im Historischen Rathaus statt.
Die Veranstaltung
- Arbeitswelt: When I'm Sixty-Four
| Downloads - Einladungen | Dateigröße | |
|---|---|---|
| Einkaufen - Herausforderungen der Zukunft | 186.8kb | |
| Wohnen - Konzepte mit mehr Lebensqualität | 117.0kb | |
| Mobilitaet - Verkehrssysteme Der Zukunft | 227.1kb | |
| Arbeitswelt: When I'm Sixty-four | 114.1kb |
| Downloads - Pressemitteilungen | Dateigröße | |
|---|---|---|
| Einkaufen - Herausforderungen der Zukunft: Ein Stuhl zum Ausruhen und eine Leihbrille | 80.4kb | |
| Wohnen - Konzepte mit mehr Lebensqualität: Butter und "Klönschnack" | 479.8kb |
Vorträge - Rückblick
- Hanau Marketing Verein e.V.: Generationenfreundliches Einkaufen
- VdK - Ortsgruppe Hanau: Immer sachte Junior, Oma und Opa haben Vorfahrt!
- Mobile Wohnberatung Hanau: Generationenfreundliches Einkaufen
- HSB | LNO: Mobilität
- Arbeiterwohlfahrt Hanau: Wohnen im Alter - aber wie und wo?
- Runder Tisch Altersgerechtes Wohnen in Mittelbuchen: Vom altengerechten Wohnen zum generationenfreundlichen Wohnen
- Seniorenbüro Stadt Hanau: Demografie und andere Wahrheiten
- FH Frankfurt | FZDW & HSGB: "Neue Politik? = In Generationen denken!"
- KAB | Katholische Arbeitnehmerschaft Mariae Namen: Immer sachte Junior, Oma und Opa haben Vorfahrt!
- Stadt Bruchköbel | Seniorenbeirat: "Leere Kinderwagen - Volle Pflegeheime"
- Netzwerk Demografie Rhein: Wohnen im Alter
| Downloads Vorträge - Rückblick | Dateigröße | |
|---|---|---|
| Alter(n) in Hanau - Mittelbuchen | 1791.2kb | |
| Demografie - Neue Politikkonzepte | 963.0kb | |
| Leere Kinderwagen & volle Pflegeheime | 723.5kb | |
| Oma und Opa haben Vorfahrt | 1510.5kb | |
| Wohnen im Alter | 479.9kb | |
| Alt Stimmt! - Alter(n) in Hanau | 2289.4kb | |
| Altersgerechtes Wohnen In Mittelbuchen | 919.4kb |
