Natur und Grün in Hanau

Hanau ist eine Stadt im Grünen: Mit vielen städtischen Grünflächen und Parks, umgeben von etlichen Natur- und Landschaftsschutzgebieten bestens geeignet zur Naherholung. Viele Gäste der Stadt sind überrascht, wie Grün es in Hanau ist. Aber auch „alte Hanauer" können in dieser Rubrik auf Überraschendes stoßen.

Hanaus Artenvielfalt im Wettbewerb
Wanderung in der Bulau
Wanderung in der Bulau
Mit dem Sommer kommen auch die Wespen wieder Es stehen Gutachten zur biologische Gewässerqualität und zum Sediment zur Verfügung Die Umsiedlung von dem Bauprojekt Kinzigbogen in ehemalige Basaltsteinbrüche war erfolgreich

Hanaus Artenvielfalt im Wettbewerb

Hanau hat sich am Wettbewerb zur „Bundeshauptstadt der Biodiversität“ der Deutschen Umwelthilfe unter Beteiligung der Stiftung „Lebendige Stadt“ beteiligt. Dabei ging es um konkrete Schritte, um Natur und Artenvielfalt (Biodiversität) zu schützen. Mit dem Ergebnis ist Gabriele Schaar-von Römer von der städtischen Stabsstelle Umwelt/Agenda 21 „ein bisschen, aber noch nicht ganz zufrieden“.
Aufgefordert waren alle Kommunen in Deutschland, unterschieden wurde nach der Größe der Kommunen. Insgesamt beteiligten sich 124 Kommunen. In dieser Gesamtkategorie kam Hanau auf Rang 51, in der Teilnehmerklasse mit Städten von 30.000 bis 100.000 Menschen auf Platz zwölf unter 30. Aus Hessen nahmen acht Kommunen teil, hier wurde Hanau nach Frankfurt Zweite vor Griesheim, Kirchhain, Marburg, Offenbach, Riedstadt und Steinau an der Straße.
Das Ergebnis zeige, dass „Hanau besser ist als sein Ruf“, findet Schaar-v. Römer. Sie hatte bei allen zuständigen Ämtern, Fachbereichen und Eigenbetrieben der Stadtverwaltung recherchiert und so einen Katalog an bereits erfolgten Schritten zur Biodiversität zusammengetragen. Bewertet wurden die Bereiche Natur in der Stadt, Umweltbildung und Umweltgerechtigkeit, Arten- und Biotopschutz,, Nachhaltige Nutzung, Konzeption, Kommunikation und Kooperation sowie Monitoring, also die Kartierung der Artenvielfalt.
Schild Naturschutzgebiet zwischen Blumen

Beim Monitoring erreichte Hanau die volle Punktzahl und konnte belegen, dass die Anzahl der unterschiedlichen heimischen Tier- und Pflanzenarten bekannt ist, so die bei einer Stadtbiotopkartierung 1987/88 gezählten 53 heimische Tagfalterarten. Das Thema Umweltbildung und Umweltgerechtigkeit erhielt durch die vielseitigen Programme des Umweltzentrums, der Vortragsreihe der Abteilung Naturschutz und den Bürger-Beteiligungsprojekten beim Naherholungsgebiet Hochgericht sowie beim Bau des Spielplatzes in der Südlichen Innenstadt im Rahmen der „Sozialen Stadt“ 14 von 19 Punkten.
Hier zählte auch das Engagement der sieben Schulen in Hanau, die seit dem vergangenen Jahr vom Hessischen Kultusministerium als Umweltschulen ausgezeichnet wurden und von der Stabsstelle Umwelt/Agenda21 betreut werden. Das Umweltzentrum konnte mit einem Wettbewerb für Kindertagesstätten zur Biodiversität in Kooperation mit der Kathinka Platzhoff-Stiftung mit dem Motto „Ein Würfel voller Leben“ punkten. Dabei lernten Kinder die Vielfalt auf einem Quadratmeter Erde kennen. Der Wettbewerb soll weiter geführt werden.
Verbessern kann sich die Stadt Hanau beim Unterstützen ökologischer Landwirtschaft, dem vermehrten Ausweisen von Biotopen zum Artenschutz, einem Gesamtkonzept zum vorhandenen Grün in der Stadt sowie beim Weiterentwickeln von Grün in der Stadt, naturnaher Gewässerunterhaltung und dem Vernetzen der vorhandenen Biotope und Schutzgebiete rund um Hanau. Diesem Thema hat sich die Stabsstelle Umwelt/Agenda21 bereits im letzten Jahr angenommen.
Ins Leben gerufen wurde das Projekt „Grüner Ring Hanau“, der die Stadt mit seinen vielfältigen und sehenswerten Lebensräumen vor den Toren Hanaus umschließt. Eine Projektgruppe erkundet derzeit eine mögliche Route des Grünen Rings, bevor diese der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Eingebunden sind dabei die Tourist-Information und das Umweltzentrum, das Angebote und Führungen im Grünen Ring organisieren wird, ebenso die Fachstelle Sport, die eine im Sportentwicklungsplan für Hanau gewünschte Route für Radler, Läufer und Walker umsetzen möchte. Alle Bedürfnisse, Wege und Angebote fließen in ein Konzept zusammen unter Federführung der Stabsstelle Umwelt/Agenda21.
Wildpferde

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Wildpferde in Hanau

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