19. März 1945, Zerstörung der Stadt
Nur 20 Minuten dauerte der Nachtangriff der Royal Air Force, der die jahrhundertealte Innenstadt Hanaus in eine Trümmerwüste verwandelte und rd. 2.500 Menschen das Leben kostete. 9 Tage später, am 28. März 1945 marschierte die US-Army in Hanau ein und ordnete das Leben in der Stadt neu.
Ab 18. und 19. August 1945 folgten mehrere Großeinsätze der Hanauer Bevölkerung zur Trümmerbeseitigung (Hanauer Ehrendienst). Der erste Abschnitt des Wiederaufbaus wurde 1958 mit der Einweihung des Mahnmals in der Martin-Luther-Anlage von Otto Craß ("Wo das Recht gebrochen wird, stirbt die Freiheit!") und der Wiedereröffnung des Deutschen Goldschmiedehauses begangen. Noch heute sind die Narben des Krieges im Stadtbild ablesbar.
Jedes Jahr um den 19. März finden Gedenkveranstaltungen zur Zerstörung Hanaus statt. Sie sollen den Lebenden mahnende Erinnerung an das schreckliche Geschehen der Bombennacht sein, was Menschen erdulden und im Guten wie im Bösen schaffen können.
Literatur zum Thema:
- Gerhard Flämig: Hanau im Dritten Reich;
- Werner Kurz, Jens Arndt, Roland von Gottschalck: Hanau im Bombenkrieg;
- Marianne Jacoby: Der Wiederaufbau unserer zerstörten Stadt;
- Richard Schaffer-Hartmann: Die Nacht als Hanau unterging;
- Markus Häfner: Der Wiederaufbau der deutschen Mittelstädte nach dem Zweiten Weltkrieg am Beispiel Hanau, in: Neues Magazin für Hanauische Geschichte 2009/I.
