Wilhelm Carl Heraeus

Wilhelm Carl Heraeus
(1827 – 1904)

Der Verdienst, die Platinindustrie in Deutschland eingeführt zu haben, gebührt dem Hanauer Apotheker Wilhelm Carl Heraeus. Er wurde am 6. März 1827 in Hanau geboren. Nach seiner Lehrzeit als Apotheker studierte er in Göttingen Chemie und Pharmazie.

Im Alter von 24 Jahren übernahm er am 1. April 1851 die väterliche Apotheke "Zum weißen Einhorn" in Hanau, die bereits am 4. April 1660 als gräfliche Hofapotheke in den Besitz der Familie Heraeus gelangte.

Der junge Wissenschaftler erweiterte sofort nach Übernahme der Apotheke deren Labor. Eine Vielzahl bahnbrechender Erfindungen machten die Apotheke in der zweiten Häfte des 19. Jahrhunderts in ganz Europa bekannt, so etwa die Herstellung pharmazeutischer Eisenpräparate, chemisch reiner Flußsäure, Rubidium und Caesium.

Neben seinem Engagement in naturwissenschaftlich-technischem und kaufmännischem Gebiet erwarb er sich auch große Verdienste als Magistratsmitglied und Abgeordneter der Handelskammer sowie Vizebürgermeister der Stadt Hanau.
1898 wurde ihm das Ehrenbürgerrecht seiner Vaterstadt verliehen.