Brüder Grimm-Kulturzentrum

Neustädter Rathaus mit Grimm-Nationaldenkmal
Neustädter Rathaus mit Grimm-Nationaldenkmal

Zahlen, Daten und Fakten zum Projekt "Brüder Grimm-Kulturzentrum Hanau" Nach Oben

Im Mai 2005 stellte Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern örtlicher Vereine, Verbände und Parteien die Ideenskizze für ein Brüder Grimm-Kulturzentrum in Hanau vor.

Nach Auffassung von Kaminsky würde ein ansprechendes Ausstellungs- und Veranstaltungshaus zusammen mit dem Nationaldenkmal, dem Beginn der Deutschen Märchenstraße, den Märchenfestspielen, dem renommierten Literaturpreis und eigener Grimm-Sammlung das kulturelle Erbe Jacob, Wilhelm und Ludwig Emil Grimms in Hanau als Geburtsstadt entscheidend stärken. Es könnte sich u. a. auch zu einem regionalen, überregionalen und internationalen Magnet für Städtetouristen entwickeln, Einzelhandel, Hotels und Gastronomie stärken sowie ein Kristallisationspunkt für bürgerschaftliches Engagement bilden. In erster Linie sollte es natürlich das Lebenswerk der wohl berühmtesten Söhne der Stadt in wissenschaftlicher, literarischer, politischer, gesellschaftlicher und künstlerischer Hinsicht umfassend würdigen und interaktiv präsentieren.

Nach mehreren ertragreichen Workshops und öffentlichen Hearings entwickelte eine über 30-köpfige Expertenkommission einen Zielkatalog für eine Konzept- und Machbarkeitsstudie Brüder Grimm-Kulturzentrum Hanau, der von der Stadtverordnetenversammlung einstimmig am 29. Januar 2007 beschlossen wurde. Im März 2007 erfolgte eine Ausschreibung der Leistung "Durchführung einer Konzept- und Machbarkeitsstudie". Die Bewerbungen wurden von der Verwaltung, der ift GmbH und der Expertenkommission eingehend geprüft, drei Büros in die engere Wahl gefasst. Sie erhielten Gelegenheit, Ihre Angebote noch einmal persönlich vorzustellen. Die Kommission empfahl im September 2007 mit sehr großer Mehrheit, den Auftrag an die Firma AWC AG / Köln zu vergeben. Der Magistrat folgte der Empfehlung im Oktober 2007. Eine Zwischenpräsentation der Ergebnisse der Untersuchungsphase I gab die AWC AG am 28. Februar 2008 in der Expertenkommission (Grundlagenermittlung, Konzeptentwicklung für drei Varianten). Die Untersuchungsphase II (Standortanforderungen, technische und wirtschaftliche Machbarkeit, Träger- und Betreibermodelle) dauerte bis Ende Mai 2008. Die Ergebnisse der Studie wurden am 2. Juni 2008 der Expertenkommission und am 23. Juni 2008 dem Magistrat vorgestellt. Am 27. August 2008 fand ein öffentliches Bürgerforum zum Thema "Brüder Grimm-Kulturzentrum Hanau" im Congress Park Hanau statt, an dem Oberbürgermeister Kaminsky und Vertreter/innen der AWC AG die Studienergebnisse ausführlich darstellten.
Das Brüder Grimm-Kulturzentrum Hanau wurde schließlich Mitte 2008 als Pflichtaufgabe in die europaweite Ausschreibung des Wettbewerblichen Dialogs für die Gestaltung der Hanauer Innenstadt aufgenommen. Konkrete Vorschläge der verbliebenen vier Investoren wurden in einer öffentlichen Veranstaltung am letzten März-Wochenende 2009 im Congress Park Hanau vorgestellt. Rund 3.500 Besucher/innen informierten sich über die Pläne der Bieter ECE, HBB, MAB und 3w. Nach diversen Abschichtungsentscheidungen wurde am 25. Mai 2010 Bieter HBB als Sieger des Verfahrens vom Magistrat der Stadt Hanau vorgestellt. Sein Vorschlag, das Brüder-Grimm-Kulturzentrum im ehemaligen Regierungsgebäude am Schlossplatz mit modernen Anbauten zu realisieren, wurde als der beste der eingereichten Entwürfe bewertet und weiterverfolgt. Von 2010 an erarbeitete das Kreativbüro studio klv Berlin eine auf das Gebäudeensemble am Schlossplatz zugeschnittene Konzeptstudie. Auf dem großen Bürgerwochenende zum Stadtumbau Hanau vom 11. bis 13. Februar 2011 im Congress Park Hanau informierten sich über 5.000 Besucher/innen über Zwischenergebnisse.

In 2012 wurden Konzept, Investitions- und Betriebskostenrechnungen wie Betreibermodelle intensiv in Zusammenarbeit mit renommierten Kreativbüros und Betreibern geschärft. Aufgrund der aktuellen Finanzlage, Stichwort kommunaler Rettungsschirm, musste Oberbürgermeister Claus Kaminsky am 5. November 2012 auf der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses bekanntgeben, dass er der Stadtverordnetenversammlung vorschlagen wird, auf eine Realisierung des "Brüder-Grimm-Kulturzentrums" zu Gunsten eines Grimm-Flügels im Historischen Museum Hanau Schloss Philippsruhe zu verzichten (siehe http://www.presse-service.de/data.aspx/static/839395.html).

Davon ungeachtet engagiert sich die Brüder-Grimm-Stadt Hanau als Teil der hessischen Grimm-Familie weiter stark für die Grimms. So gehen die Brüder Grimm Festspiele mit ihren Uraufführungen, Kompositionswettbewerben etc. jedes Jahr immer neue Wege. Im Frühjahr 2016 wurde der "Hanauer Märchenpfad" mit hochwertigen Skulpturen zu den "Hanauer Grimm-Märchen" fertiggestellt und erweist sich als Touristenattraktion. 2017 eröffnete ein Märchencafé direkt am Neustädter Markt und eine "Hanauer Märchenbahn" fährt ihre Runden in der Stadt.

Im Zuge des Kulturentwicklungsplans und der Neukonzeption des Historischen Museums Hanau Schloss Philippsruhe wurde 2016/2017 für den Nordflügel im Schloss Philippsruhe mit der Agentur Schwartz-Düser * Düser aus Karlsruhe ein Brüder-Grimm-Mitmachmuseum (das erste Grimm-Kindermuseum für Kinder und Erwachsene in Deutschland) konzipiert, das Ende 2018 eröffnet werden soll. Noch bis 28. Januar 2018 wird im Schloss Philippsruhe die Sonderausstellung "Charles Perrault und die Brüder Grimm" geboten, die den französisch-deutschen Kulturtransfers im Bereich Märchen thematisiert und zum Rahmenprogramm "Frankfurt ist Französisch" der Internationalen Buchmesse mit Gastland Frankreich zählt.

Als Grimm-Beauftragter steht Ihnen im Rathaus Martin Hoppe für Fragen zur Verfügung: Tel. 06181/295-1723, Email

Martin.Hoppe@Hanau.de

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