Brüder-Grimm-Stadt

Hanau und die Brüder Grimm Nach Oben

Das von Ludwig Emil Grimm geschaffene Doppelportrait seiner berühmten Brüder, Berlin 1843 (im Eigentum des Hanauer Geschichtsverein 1844 e.V.)
Das von Ludwig Emil Grimm geschaffene Doppelportrait seiner berühmten Brüder, Berlin 1843 (im Eigentum des Hanauer Geschichtsverein 1844 e.V.)

Hanau - die Brüder-Grimm-Stadt. Hier wurden Jacob (1785), Wilhelm (1786) und Ludwig Emil Grimm (1790) geboren.

Ihr kulturelles Erbe in wissenschaftlicher, literarischer, politischer, gesellschaftlicher und künstlerischer Hinsicht wird seit altersher regional, überregional und international würdigt. Als Marksteine sind für Hanau zu nennen:

  • Nationaldenkmal auf dem Neustädter Marktplatz (seit 1896)

  • Ausgangspunkt der Deutschen Märchenstraße nach Bremen (seit 1975)

  • Brüder Grimm-Märchenfestspiele mit rund 70.000 Besuchern jährlich (seit 1985)

  • Brüder Grimm-Literaturpreis (seit 1983, renommierte Preisträger / Autoren unter anderem Wolfgang Hilbig, Monika Maron, Harry Rowohlt, Georg Klein)

  • Grimm-Exponate im Historischen Museum Hanau Schloss Philippsruhe (zirka 500) und der Stadtbibliothek Hanau (zirka 900)

  • Landessieger mit Brüder Grimm-Aktionen der Landesinitiative „Ab in die Mitte“ (2004)

  • großes bürgerschaftliches Engagement zu Grimms in Vereinen, Schulen

  • Zusatzbezeichnung „Brüder Grimm-Stadt“ (Mai 2006)

  • EU-Markenrecht „Brüder Grimm-Stadt“ (März 2007)

  • Vorlage einer Konzept- und Machbarkeitsstudie Brüder Grimm-Kulturzentrum Hanau (Juni 2008)

  • Nationaler Wettbewerb zur Gestaltung des "Hanauer Märchenpfades" (2015)

  • Planungen für eine Brüder Grimm-Erlebniswelt im Historischen Museum Hanau Schloss Philippsruhe (2016)

Besuchermagnet: Das Nationaldenkmal der Grimms auf dem Neustädter Marktplatz
Besuchermagnet: Das Nationaldenkmal der Grimms auf dem Neustädter Marktplatz

Die Grimms und Hanau, ausführlichere Hinweise:

  • Die Familie Grimm ist seit dem 16. Jahrhundert in Hanau nachweisbar (als Gaststättenbesitzer, Geistliche). Urgroßvater Friedrich Grimm war 42 Jahre lang 1. Pfarrer an der ev. Marienkirche und Superintendent der ev. Gemeinden der Grafschaft. Vater Philipp Wilhelm Grimm war in Hanau als Hofgerichtsadvokat und Stadtschreiber tätig, ehe er als Amtmann 1791 nach Steinau berufen wurde (und die Familie umzog)

  • Gedenken an der Stelle des Geburtshauses am Freiheitsplatz, das im Zweiten Weltkrieg wie die gesamte Innenstadt zerstört wurde, Tafeln und Gedenkstein gegenüber

  • Hinweistafel an der Stelle des Geburtshauses von Ludwig Emil in der Langstraße (Rückseite des Rathauses) und der Marienkirche

  • Errichtung des Nationaldenkmals der Brüder Grimm auf dem Marktplatz 1896 durch ein Bürgercomité

  • bedeutende Sammlungen des Geschichtsvereins und der Stadt Hanau im Schloss Philippsruhe, authentische Exponate: Gehrock, Aktentasche, Literatur etc., insgesamt rd. 500 Einzelpositionen, wohl wichtigstes Stück ist das weltweit bekannte Doppelporträt von Jacob und Wilhelm Grimm, eine Zeichnung ihres Bruders Ludwig Emil aus dem Jahre 1843; u. a. befindet sich in Hanau das umfangreichste Konvolut an Zeichnungen Ludwig Emil Grimms weltweit, die Modelle des Nationaldenkmals

  • kontinuierlicher Zukauf bzw. Zustiftung von Grimm-Exponaten (etwa durch die Märtesweinvereinigung: Ankauf eines Skizzenbüchleins von Ludwig Emil Grimm) und rd. 900 Grimm-Büchern (in der landeskundlichen Abteilung der Stadtbibliothek)

  • Zahlreiche Ausstellungen und Symposien zum Thema unter anderem der Stadt Hanau, des Hanauer Geschichtsvereins im Schloss Philippsruhe, des Hanauer Kulturvereins im Altstädter Rathaus, große Jubiläumsschau im Neustädter Rathaus 1985/1986, zum Jubiläum 30 Jahre Märchenstraße in 2005 zusammen mit dem Brüder-Grimm- Museum Kassel und im Oktober 2005 Wanderschau „Die Grimms in Berlin“ mit Begleitprogramm im Neustädter Rathaus

  • Hanauer Poststempel und Einsatz für Briefmarke mit Brüdern Grimm

  • Hanau als Ausgangspunkt der Deutschen Märchenstraße (seit 1975)

  • Hanau ist Gründungsmitglied der AG Deutsche Märchenstraße, arbeitet im Arbeitskreis der Grimm-Städte, ist Mitglied in der Brüder-Grimm-Gesellschaft etc.
Auch im Straßenraum unübersehbar: Grimm-Grafitti an der Nordbahnhof-Unterführung
Auch im Straßenraum unübersehbar: Grimm-Grafitti an der Nordbahnhof-Unterführung

  • Vergabe des renommierten Brüder Grimm-Preises für Literatur (seit 1983)

  • Brüder-Grimm-Märchenfestspiele seit 1985 überregional und bundesweit erfolgreich mit Auslandsgastspielen in Japan und Russland, Millionste Besucherin 2006)

  • Zahlreiche Aktionen bürgerschaftliches Engagements durch Brüder-Grimm-Verein (etwa Vertretung auf dem Hessentag, auf Messen und Tagungen), Hanauer Verlage (Herausgabe von Grimm- und Märchenliteratur) etc.

  • Brüder Grimm-Schule, -Straße, -Apotheke, -Torte, -Sekt, -Stollen –Taler

  • das Nationaldenkmal samt Neustädter Rathaus steht als originalgetreue Replik im Glücks-Königreich auf der japanischen Insel Hokkaido

  • Hanau war 2004 im Rahmen der Innenstadtoffensive Hessen „Ab in die Mitte“ Landessieger und stellte das Thema Grimm in einem breitgefächerten Programm mit Vorträgen Aktionen etc. vor

  • seit Mai 2005 wird in Hanau intensiv und konkret über ein Brüder-Grimm-Kulturzentrum in der Bürgerschaft diskutiert, Einberufung einer Expertenkommisson 2006, Vorlage einer Konzept- und Machbarkeitsstudie im Juni 2008

  • Verleihung der Zusatzbezeichnung "Brüder-Grimm-Stadt Hanau" durch den Hessischen Minister des Inneren und für Sport im Mai 2006

  • Zuteilung des Markenrechts an der Bezeichnung „Brüder Grimm-Stadt“ durch das EU-Harmonisierungsamt Alicante (März 2006)
Ungewöhnlicher Blick auf das Denkmal
Ungewöhnlicher Blick auf das Denkmal

  • Größter Weihnachtskalender Hessens am Neustädter Rathaus mit Märchenmotiven von Jörg Eyfferth

  • Bürgerfest zum Thema „Hanau und die Brüder Grimm“ mit vielfältigen Aktionen, Ausstellung und Bildkatalog (September 2007)

  • Neues corporate design mit Grimm-Logo (2008)

  • Auflage des Hanauer Stadtmagazins „Grimms“ (2008)

  • Aufnahme des Brüder-Grimm-Kulturzentrums als Pflichtaufgabe in das europaweite Ausschreibungsverfahren „Wettbewerblicher Dialog“ zur Gestaltung der Hanauer innenstadt (2009), Weiterentwicklung der Konzeption und Wirtschaftlichkeitsprüfungen 2010/2011

  • 25. Brüder-Grimm-Märchenfestspiele im Amphitheater mit Begleitausstellung „Italienische Märchen“ des Brüder-Grimm-Museums Kassel (2009)

  • Gestaltung eines Heißluftballons „Brüder-Grimm-Stadt“ (2009)

  • Initiierung der Brüder-Grimm-Berufsakademie gGmbH als Teil der Staatlichen Zeichenakademie (2009)

  • Vortrag von Prof. Dr. Heiner Boehncke zum 150. Todestag Wilhelm Grimms am 16.12.2009 im Schloss Philippsruhe

  • Zum 225. Geburtstag Jacob Grimms: Wanderausstellung „Märchenschloss und Zauberwald“ der Brüder-Grimm-Gesellschaft e.V. im Neustädter Rathausfoyer, ergänzt um Hanauer Beigaben (Januar 2010)

  • Erweiterung der historischen Kostümführungen um das Angebot "Brüder Grimm" (2010)

  • Mitarbeit in mehreren Arbeitskreisen des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst zur Profilierung einer "Landesmarke Grimm" (2010)

  • Gestaltung von Innenstadtwänden mit Märchenmotiven durch Comic-Künstler Rautie als Projekt des Jugendbildungswerkes mit finanzieller Unterstützung der Bürgerstiftung Hanau Stadt und Land der Sparkasse Hanau / Brüder-Grimm-Stiftungsfonds (April 2010)

  • Digital-Inventarisierung des Grimm-Bestandes von Historischem Museum Schloss Philippsruhe und Hanauer Geschichtsverein 1844 e.V. mit finanzieller Unterstützung der Bürgerstiftung Hanau Stadt und Land der Sparkasse Hanau / Brüder Grimm-Stiftungsfonds (Mai 2010)

  • 26. Brüder-Grimm-Märchenfestspiele im Amphitheater mit Begleitausstellung „Russische Märchen“ des Brüder-Grimm-Museums Kassel (Mai bis Juli 2010)

  • "Tage der Sprache" mit Würdigung der Grimms in den Hanauer Kindertagesstätten (November 2010)

  • Aufführungen von "Das magische Buch der Balletschule Bladin im Congress Park Hanau (Dezember 2010)

  • Sendung "... trifft Grimm" von hr2 mit Prof. Dr. Heiner Boehncke, Johann Kaiser und Walter Renneisen mit Überreichung der Plakette Ort der Literatur durch Staatsministerin Kühne-Hörmann an Oberbürgermeister Kaminsky für das Historische Museum Hanau(Februar 2011)

  • 14. Hanauer Märchenlauf der Turngemeinde Hanau (April 2011)

  • Beteiligung an "Literaturland Hessen - Ein Tag für die Literatur" zum Thema Grimm (Mai 2011)

  • 27. Brüder-Grimm-Märchenfestspiele im Amphitheater mit Begleitveranstaltungen, u. a. Vorträgen von Prof. Dr. Rölleke zu "Hinter der Dornenhecke" (Mai bis Juli 2011)

  • Kindermusikfestival "Grimms Märchenkonzert" im Amphitheater (Juni 2011)

  • Vorstellung eines Hanauer Märchenbusses der Hanauer Straßenbahn (Juni 2011)

  • Umfangreiches Programm zum Jubiläum "200 Jahre Kinder- und Hausmärchen" (2012)

  • Das Hanauer Marionettentheater Richter präsentiert die Hanauer Marionettentheatertage mit Märchenaufführungen und den Grimms im Miniaturformat (2012)

  • Heiner Boehncke und Phoebe Alexa Schmidt stellen ihr Buch über Marie Hassenpflug vor, die mit ihrer Familie Ende des 18. Jahrhunderts in Hanau wohnte (2012)

  • Der erste Ludwig Emil Grimm-Preis geht an Hans Traxler (2013)

  • Nationaler Wettbewerb zur Gestaltung des "Hanauer Märchenpfades" durch die Innenstadt (2015)

  • Der zweite Ludwig Emil Grimm-Preis geht am 225. Geburtstag des Künstlers an das Karikaturistenduo Greser & Lenz (2015)

  • Heiner Boehncke und Hans Sarkowicz präsentieren die Neuauflage der Lebenserinnerungen von Ludwig Emil Grimm (2015)

  • Wandgestaltung der Künstlergruppe Hanau Radau am Standort des Geburtshauses von Ludwig Emil Grimm in der Langstraße (2016)

  • Realisierung des Hanauer Märchenpfades mit 10 hochwertigen Skulpturen (2016)

  • Planungen für eine Brüder Grimm-Erlebniswelt im Historischen Museum Hanau Schloss Philippsruhe (2016)