Fabulierwettbewerb der Hanauer Schulen

Der Fabulierwettbewerb soll Kindern und Jugendlichen Raum für ihre Fantasie geben und sie anregen, ihre Ideen sprachlich auszudrücken. Er ermöglicht Kreativität im oft straffen Schulprogramm.

Teilnahmebedingungen
Das Thema
Welche literarischen Genres sind erlaubt?
Fabulierwettbewerb im Unterricht
Nur die originellsten kommen weiter
Die Jury
Die Preise
Hanauer Geschichten
Fabulierwettbewerbe der letzten Jahre
Preisverleihung
Ergebnisse des Fabulierwettbewerbs 2011
Informationsmaterial zum Download

„Hanauer Geschichten. Fabulierwettbewerbe 2004-2009“

Hanauer Geschichten

Ein Buch für jeden Hanauer Haushalt: 91 Geschichten die reale Orte und Ereignisse mit fantastischen Figuren und abenteuerlichen Geschichten verbinden. Spannend und lustig für alle die in Hanau leben. Zum vor- und Selberlesen, als Stadtführer oder als unterhaltsamer (und fabulierter! ) Einstieg in die Hanauer Geschichte. Mit Illustrationen von RAUTIE.

Das Buch ist im Buchhandel und in der Stadtbibliothek für 14,40 € erhältlich.
ISBN 978-3-86314-2094, Broschur, 352 Seiten, 14,80 €


Der vorliegende Band enthält 91 preisgekrönte Geschichten aller Alters- und Schulstufen, die im Rahmen des Hanauer Fabulierwettbewerbs der Jahre 2004 bis 2009 mit dem 1., 2. und 3. Preis ausgezeichnet worden sind.
Wie viel Talent in diesen jungen Autorinnen und Autoren steckt und wie vielfältig ihre fabulierten Geschichten sind, vermag dieses Buch anschaulich zu vermitteln!
Auch die thematische Bandbreite kann sich sehen lassen: Es geht um Hanau als eine am Fluss gelegene Stadt, um Hanauer Erfindungen, um den Stadtteil Wilhelmsbad, um den Wildpark „Alte Fasanerie“ und darum, was an einem Sonntag in Hanau alles passieren kann …
Nahezu 3000 Schülerinnen und Schüler der Klassen 3 bis 13 beteiligen sich alljährlich am Fabulierwettbewerb der Hanauer Schulen. Ihre Geschichten werden in unterschiedlichen Alterskategorien und nach Schulstufen getrennt von einer Jury bewertet und mit Preisen ausgezeichnet.

Teilnahmebedingungen

Die Ausschreibung wird von der Stadtbibliothek Hanau an alle Schulen geschickt. Der Wettbewerb wird in vier Jahrgangsgruppen ausgeschrieben:

  • Jahrgangsgruppe I: 3.-4. Schuljahr

  • Jahrgangsgruppe II: 5.-7. Schuljahr

  • Gymnasien und Realschulen

  • Hauptschulen

  • Jahrgangsgruppe III: 8.-10. Schuljahr

  • Gymnasien und Realschulen

  • Hauptschulen

  • Jahrgangsgruppe IV: 11.-13. Schuljahr


Jede Schule kann pro Jahrgangsgruppe drei Arbeiten einreichen. Die direkte Teilnahme einzelner Schülerinnen oder Schüler ist nicht möglich.

Das Thema

Die Jury des Fabulierwettbewerbs wählt das Thema aus. Da es Kinder und Jugendliche gleichermanßen ansprechen soll, ist es recht allgemein gefasst.
Der Ausschreibungstext enthält eine Sammlung von Stichworten, Fragen und Hinweisen, die den Einstieg erleichtern sollen. Sie sind nicht verpflichtent, sondern hoffentlich anregend.
Je nach Altersstufe und Interessen der Teilnehmenden kann ein Aspekt des Themas in den Vordergrund gerückt werden.

Welche literarischen Genres sind erlaubt?

Möglich sind alle Erzählformen, z.B. Märchen, Fabel, Erzählung, Kurzgeschichte, Satire sowie Essay, Drehbuch, Reportage.

Fabulierwettbewerb im Unterricht

Das Thema des Fabulierwettbewerbes kann mit einer Unterrichtseinheit verbunden oder im Unterricht vorbereitet werden. Die Arbeiten sollen nicht korrigiert und auch nicht als Klassenarbeit gewertet werden. Die Geschichte muß eine eigenständige Arbeit eines Kindes oder Jugendlichen sein.
TIPP: Wenn Sie die Geschichte während des Unterrichts schreiben lassen, überlisten Sie Ghostwriter. Für Grundschulkinder ist es auch hilfreich, wenn sie die Geschichte auf der vertrauten Lineatur und im gewohnten Format schreiben können. Eventuell entsprechende Blätter vorbereiten.

Nur die originellsten kommen weiter

Vorauswahl in der Schule: die drei besten Arbeiten pro Jahrgangsstufe werden von der Schule ausgewählt.
TIPP: Es hat sich bewährt, dafür eine Jury zu bilden. Kriterien: Thema bzw. einen Aspekt des Themas erfasst, originelle Handlung, gut erzählt, phantasievoll, sprachliches Ausdrucksvermögen.
Aber: Rechtschreibfehler spielen keine Rolle.

Die Jury

Die Jury besteht aus Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer der verschiedenen Schulstufen und zwei Vertreterinnen des kulturellen Lebens in Hanau. Sie legt das Thema fest und entscheidet über die Preisvergabe.
Bewertet werden sprachliches Ausdrucksvermögen und Originalität.
Die Jury bewertet die Arbeiten ohne Kenntnis des Verfassers oder der Verfasserin oder der Schule. Lediglich Jahrgangsstufe und Schulform sind bekannt.

Die Preise

Es gibt Preise für Schülerinnen, Schüler und Schulen. Die Jury vergibt erste, zweite und dritte Preise sowie Buchgutscheine.
Die Preissummen liegen zwischen 50 und 150 EUR, die Werte der Buchgutscheine zwischen 15 und 30 EUR.
Schulen mit besonders guter Beteiligung können Buchgutscheine gewinnen.

Hanauer Geschichten

Die prämierten Texte der vergangenen Fabulierwettbewerbe wurden veröffentlicht.
Das Buch "Hanauer Geschichten. Die Beiträge der Preisträger der Hanauer Fabulierwettbewerbe 1984 - 1987" ist vergriffen, kann jedoch in der Stadtbibliothek Hanau entliehen werden.
Das Buch "Hanauer Geschichten II. Die Beiträge der Preisträgerinnen und Preisträger der Hanauer Fabulierwettbewerbe 1988-1994" kann für 5 EUR in der Stadtbibliothek Hanau erworben werden.

Fabulierwettbewerbe der letzten Jahre

Jahr Thema
2005 "Hanau - eine Stadt am Fluss"
2006 "Einer Hanauer Erfindung auf der Spur"
2007 Wilhelmsbad — eine Schatztruhe früher und heute
2008 Wildpark "Alte Fasanerie" Klein-Auheim
2009 "An einem Sonntag in Hanau"
2010 Hanau verändert sich
2011 Hanau und der Sport

Preisverleihung

Die Preisträgerinnen und Preisträger werden schriftlich benachrichtigt.

Ergebnisse des Fabulierwettbewerbs 2011

Mehr als 1500 Kinder und Jugendliche aus 17 Hanauer Schulen haben sich an dem traditionellen Fabulierwettbewerb der Stadt Hanau beteiligt. 22 Preisträger hat die Jury schließlich aus den 70 Geschichten, die die Endrunde erreicht haben, als preiswürdig ausgewählt. Oberbürgermeister Claus Kaminsky zeichnete am Sonntag im Comoedienhaus Wilhelmsbad die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger aus. Die Preise werden von der Stiftung „Fabulierwettbewerb der Stadt Hanau“ bereitgestellt, die auf eine private Initiative zurückgeht.
Grundsätzlich hat das Thema des Fabulierwettbewerbs immer einen direkten Bezug zu Hanau, diesmal war es aus gegebenem Anlass die großangelegte städtebauliche Entwicklung der Stadt: „Hanau verändert sich. Entdeckungen, Geheimnisse, Beobachtungen, Wünsche, Hoffnungen und Visionen in der Nachbarschaft, im Stadtteil in der ganzen Stadt.“ Der Leiter des Stadtplanungsamtes, Hans-Ulrich Weicker gehörte deshalb in diesem Jahr der Jury an und hat die preisgekrönten Geschichten gesichtet. Er wird eine Laudatio auf alle ausgezeichneten Geschichten halten.
Traditionell ist auch die musikalische Gestaltung der festlichen Preisverleihung durch Preisträgerinnen des Willy-Bissing-Wettbewerbs für den musikalischen Nachwuchs. Der Wettbewerb wird von der Stiftung der Sparkasse Hanau getragen und in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Kultur der Stadt Hanau organisiert. Tiewa und Nieka Sadighi wurden in der Kategorie „Klavier vierhändig“ ausgezeichnet. Sie umrahmen die die Lesung der preisgekrönten Geschichten unter anderem mit Werken von Beethoven.

Die Preisträgerinnen und Preisträger des 26. Fabulierwettbewerbs:

In der Gruppe I der dritten und vierten Klassen vergab die Jury gleich zwei 1. Preise an Janine von Collas (4. Klasse in der Erich-Kästner-Schule) und an Flavio Lotz von der Wilhelm-Geibel-Schule, 4. Klasse.
Den 3. Preis errang Sandra Reisinger, ebenfalls Wilhelm-Geibel-Schule, für ihre Geschichte „wie ich geholfen habe Hanau zu verändern“.
Jeweils einen Buchpreis vergab die Jury an Milena Hild (Eichendorffschule, 4. Klasse) und an Till Adams von der Geschwister-Scholl-Schule, 3. Klasse.
Von den Beiträgen der 5.-7.Klässler gefiel der Jury die Geschichte „Die geheimnisvolle Kanalisation“ von Levin Wagner (Karl-Rehbein-Schule, 5. Klasse) am besten und zeichnete sie mit dem 1. Preis aus. „Ein neues Zuhause für Eduard“ betitelte Leonie Annkatrin Lautsch ihre Geschichte und errang damit den 2. Preis. Sie besucht die 5. Klasse der Hohen Landesschule. Der dritte Preis geht an ihre Schulkameradin Jana Siebert für die Geschichte „Bürgermeisters neue Kleider“. Buchpreise erhalten Elias Schmitt (Klasse 7 Karl-Rehbein-Schule) sowie Björn Hecht (Schulzentrum Hessen-Homburg, Klasse 7).
In der Gruppe der Hauptschulen, Klasse 5-7 wird Emmeli Sonnenberg für ihre Geschichte „Hanau bekommt einen Urwald“ mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Sie besucht die 7. Klasse in der Otto-Hahn-Schule. Eine „Zeitreise zu den Brüdern Grimm“ brachte Justin Heine (Otto-Hahn-Schule, 7. Klasse) den 2. Preis ein. Derya Yildirim wird mit einem 3. Preis ausgezeichnet, sie besucht die 7. Klasse der Eppsteinschule. Buchpreise in dieser Gruppe erhalten die Siebtklässler Hanaa Sammari (Otto-Hahn-Schule) und Diego Cassaro (Tümpelgartenschule)
In der Gruppe III (8.-10. Klasse) überzeugte Maurice Wingsheim von der Otto-Hahn-Schule die Jury mit einer weiteren „Zeitreise durch Hanau“ und erhält dafür den 1. Preis. Celina Kämmerer gewinnt den 2. Preis, sie besucht die 10. Klasse der Eppsteinschule. Den 3. Preis erhält Miriam Fuhrich von der Lindenauschule. Außerdem vergab die Jury zwei Buchpreise an Lovisa Reiche (Hohe Landesschule) und Julika Enslin von der Karl-Rehbein-Schule.
Rike Bauer Geschichte „Hanau – meine Heimatstadt“ errang diesmal den 2. Platz in der Gruppe II Hauptschule – die Schülerin der Eppsteinschule ist seit Jahren unter den Erstplatzierten beim Fabulierwettbewerb.
In der Gruppe IV für die Oberstufe vergab die Jury einen Buchpreis an Regina Asmus (12. Klasse der Otto-Hahn-Schule) für die Geschichte „Es war an einem Samstagabend".

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