Brandschutz & Feuerwehr

Magistratsbeschluss zum Gefahrenabwehrzentrum
Feuerwehr Notruf 112
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Magistratsbeschluss zum Gefahrenabwehrzentrum

Rettungsdienste mieten Flächen vom Brandschutzamt
Das geplante Gefahrenabwehrzentrum im Stadtteil Lamboy steht im Mittelpunkt eines Magistratsbeschlusses, der am 16. Mai der neuen Stadtverordnetenversammlung zur Abstimmung vorgelegt wird. Laut Stadtverordnetenvorlage plant die Stadt Hanau von der Baugesellschaft Hanau GmbH Flächen anzumieten, auf dem die Hanauer Hauptfeuerwache und drei Rettungsdienste angesiedelt werden.
Neben der hauptamtlichen und der freiwilligen Feuerwehr, werden sich auf dem ehemaligen Kasernengelände im Nordosten der Stadt auch das Deutsche Rot Kreuz (DRK), die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) Ortsgruppe Hanau und Bezirk Main-Kinzig und die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH) niederlassen.
Zu diesem Zweck werden auf dem Gelände zwei weitere Gebäude errichtet. In verkehrsgünstiger Lage und ohne Lärmbelästigungspotential für Anwohner entsteht so ein hochmodernes zukunftsfähiges Gefahrenabwehrzentrum mit mehr als 15.000 Quadratmetern Nutzfläche und vorteilhaften Synergieeffekten für alle beteiligten Partner.
Blick auf das Gelände während der Bauphase 2010 Blick auf das Gelände während der Bauphase 2010 / Foto: Feuerwehr Hanau

In der neuen Feuerwache läuft derzeit der Innenausbau auf Hochtouren. Im Verlauf des Sommers wird etappenweise mit dem Umzug der Akten und Gerätschaften der Feuerwehr begonnen, der mit dem Umzug von Mannschaft und Fahrzeugen sein Finale findet. Am 19. August wird die neue Hauptfeuerwache dann offiziell eingeweiht.
Im gleichen Monat will die Baugesellschaft mit dem Generalunternehmer Goldbeck mit der Errichtung der Gebäude für das rote Kreuz beginnen und zwei bis drei Monate später mit dem zweiten Gebäude für DLRG und den Katastrophenschutz der Johanniter. Für letzteres steht der Auftragnehmer noch nicht fest.
Laut Vorlage wird die Stadt Hanau von der Baugesellschaft Hanau GmbH – der Eigentümerin des rund 36.000 Quadratmeter großen Geländes - Flächen für das Gefahrenabwehrzentrum anmieten. Der Eigenbetrieb Hanau Immobilien- und Baumanagement (IBM) soll beauftragt werden, einen Mietvertrag über die Anmietung der Hauptfeuerwache auf die Dauer von 30 Jahren mit der Baugesellschaft abzuschließen. Die Gesamtjahresmiete für die Feuerwache beträgt 1.788.000 Euro zuzüglich der Betriebskosten in Höhe von 570.000 Euro jährlich. Für die Anmietung der Flächen für die Rettungsdienste erstellt IBM einen weiteren Mietvertrag über die Gesamtjahresmiete von 175.320 Euro zuzüglich der Betriebskosten. Die Flächen werden dann an die Rettungsdienste DRK, DLRG und JUH untervermietet. Die Miet- und Betriebskosten werden ab dem Haushaltsjahr 2012 im Haushalt des Brandschutzamtes eingestellt.
Sobald die erforderlichen Beschlussfassungen der Gremien der Rettungsdienste vorliegen, tritt die Reglung in Kraft. Auch dem Verkauf des derzeitigen Grundstücks des Deutschen Roten Kreuzes an der Feuerbachstraße 47 an das Behindertenwerk Main-Kinzig e.V. soll das Stadtparlament zustimmen.
Blick auf das Gelände während der Bauphase 2010 Blick auf das Gelände während der Bauphase 2010 / Foto: Feuerwehr Hanau

Am 17. März 2009 fasste die Stadtverordnetenversammlung den Beschluss zum Bau einer neuen Hauptfeuerwache. Am 20. März 2009 begannen die Arbeiten an der neuen Hauptfeuerwache im Stadtteil Lamboy. Die ehemalige US-Army-Panzerhalle, die in die Wache integriert wurde, ist inzwischen saniert und umgebaut. Sie wurde zudem durch einen Schlauchturm ergänzt. Die ehemalige Panzerwartungs- und Reparaturhalle wird im Wesentlichen die Stellplätze für 16 Abrollbehälter und die notwendigen Trägerfahrzeuge enthalten sowie die zentrale Waschhalle und alle Werkstätten mit den dazugehörigen Lagerräumen.
Parallel zur ehemaligen Panzerhalle wurde ein neuer Gebäudekomplex errichtet, der Ende Juli 2010 Richtfest feierte. Hier gibt es Stellplätze für 28 Einsatzfahrzeuge für Brandschutz, Hilfeleistungen und Sonderaufgaben, den Leitungsbereich, Fernmeldestelle und Stabsraum, die gesamte Verwaltung der Feuerwehr, die Aufenthalts- und Bereitschaftsräume für rund 67 hauptberufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (zumeist Einsatzkräfte), sowie die Schulungs- und Ausbildungsräume.
Zudem wird ein Aufenthalts- und Bereitschaftsgebäude als neue Heimat für die rund 70 Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hanau-Mitte die neue Hauptfeuerwache ergänzen. Die Feuerwache entspricht den energetischen Standards von 2009 und wird mit Fernwärme versorgt.
Komplettiert wird die Hauptfeuerwache durch eine hochmoderne Atemschutzübungsstrecke und ein Brandübungshaus. Hier können die unterschiedlichen Feuer simuliert und ihre Bekämpfung trainiert werden. Diese Aus- und Fortbildungseinrichtung wird allen Einsatzkräften im Main-Kinzig-Kreis und gegen entsprechende Kostenerstattung gegebenenfalls auch anderen Interessierten zur Verfügung stehen.
Die Stadt Hanau investiert rund 23 Millionen Euro in die neue Feuerwache, davon steuert das Land Hessen 3,9 Millionen Euro bei. Der Zuschuss von weiteren 822.000 Euro vom Main-Kinzig-Kreises ermöglicht den Bau des Brandübungshauses.
Im Februar 2011 gab der Magistrat bekannt, dass neben der Hauptfeuerwache auch das Deutsche Rot Kreuz (DRK), die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) Ortsgruppe Hanau und Bezirk Main-Kinzig und die Johanniter-Unfall-Hilfe e.v. (JUH) mit den Bereichen Katastrophenschutz und Ehrenamt auf das Gelände ziehen und somit im Stadtteil Lamboy ein moderne Gefahrenabwehrzentrum entsteht. Neben den beiden Gebäuden der Hauptfeuerwache, werden zu diesem Zweck noch zwei weitere Bauten errichtet: ein vierstöckiges Gebäude mit Verwaltungsräumen, Rettungsdienst und KFZ-Halle ist für das DRK geplant. Des Weiteren ist ein zweigeschossiges Gebäude für JUH und DLRG vorgesehen, in dem es ebenfalls eine KFZ-Halle sowie Sozial-, Schulungs- und Ausbildungsräume geben wird.
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