Sicherheit & Sauberkeit
Aktuell: Bürger-Alarm-System ist feste Größe in Hanau
Oberbürgermeister Kaminsky und Polizeidirektor Knapp wünschen sich noch mehr Teilnehmer
Das Bürger-Alarm-System (BAS) ist seit 2007 eine feste Größe in der Kriminalprävention der Stadt Hanau. Durch das gebührenfreie telefonische Frühwarn-System werden in der Brüder-Grimm-Stadt aktuell 3507 Bürgerinnen und Bürger von der Polizei zeitnah über Trickbetrüger, Taschendiebe, falsche Stromableser, Wohnungs- oder Autoeinbrüche, aber auch Unwetterwarnungen und Verkehrsbehinderungen informiert.
Sicherheit sei ein Grundbedürfnis menschlichen Zusammenlebens und prägend für die Lebensqualität, betont Oberbürgermeister Claus Kaminsky. „Die Angst, Opfer einer Straftat zu werden, ist gerade in der älteren Generation groß, weshalb es nicht verwundert, dass das Gros der angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer älter als 60 Jahre ist.“ Das sei noch ausbaufähig, meint er und wird sich deshalb noch vor den Sommerferien mit einem Brief an alle Haushalte wenden und dafür werben, sich für das Frühwarnsystem anzumelden. Sein „Minimalziel“ sei, mit 4300 Anschlüssen rund zehn Prozent aller Haushalte zu erreichen.
Das Bürger-Alarm-System (BAS) ist seit 2007 eine feste Größe in der Kriminalprävention der Stadt Hanau. Durch das gebührenfreie telefonische Frühwarn-System werden in der Brüder-Grimm-Stadt aktuell 3507 Bürgerinnen und Bürger von der Polizei zeitnah über Trickbetrüger, Taschendiebe, falsche Stromableser, Wohnungs- oder Autoeinbrüche, aber auch Unwetterwarnungen und Verkehrsbehinderungen informiert.
Sicherheit sei ein Grundbedürfnis menschlichen Zusammenlebens und prägend für die Lebensqualität, betont Oberbürgermeister Claus Kaminsky. „Die Angst, Opfer einer Straftat zu werden, ist gerade in der älteren Generation groß, weshalb es nicht verwundert, dass das Gros der angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer älter als 60 Jahre ist.“ Das sei noch ausbaufähig, meint er und wird sich deshalb noch vor den Sommerferien mit einem Brief an alle Haushalte wenden und dafür werben, sich für das Frühwarnsystem anzumelden. Sein „Minimalziel“ sei, mit 4300 Anschlüssen rund zehn Prozent aller Haushalte zu erreichen.
"Mir liegt viel daran“ so Kaminsky, „durch unser gebührenfreies Angebot dazu beizutragen, dass sich Hanauerinnen und Hanauer möglichst angstfrei in unserer Stadt und in ihrem persönlichen Umfeld bewegen können.“ Die Stadt gibt dafür jährlich rund 12000 Euro aus. Das Bürger-Alarm-System sei ein wichtiger Bestandteil der gemeinsamen Anstrengungen von Kommune und Polizei, die objektive Sicherheitslage in der Stadt und das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen zu verbessern, meint die Vorsitzenden des Hanauer Präventionsrates, Anne-Dorothea Stübing. Dazu gehörten auch die gemeinsam mit dem Polizeipräsidium Südosthessen veranstalteten Bürgerseminare zur Zivilcourage im Rahmen der Kampagne Gewalt-Sehen-Helfen, in denen sie lernen, wie sie in brenzligen Situationen angemessen reagieren können.
Für das gesamte Stadtgebiet wird das Bürger-Alarm-System zentral von der Polizeistation Hanau 1 am Freiheitsplatz mit Informationen gespeist und ausschließlich von autorisierten Polizeibeamten bedient. „Ein Missbrauch durch außen stehende Dritte ist nicht möglich“, versichert der Leiter der Polizeidirektion Main-Kinzig, Polizeidirektor Hans Knapp. Das Bürger-Alarm-System diene nicht allein der Warnung der Bürger vor Straftaten, sondern könne auch dafür genutzt werden, allgemeine Sicherheitshinweise zu verbreiten. So liefen Anfang Januar zweimal Hochwasserwarnungen für Kinzig und Main über das System. Vor wenigen Wochen erhielten die Teilnehmer die Nachricht, dass die Volkszählung beginnt und man sich beim Vorsprechen der Erhebungsbeauftragten an der Wohnungstür auf jeden Fall den Berechtigungsausweis zeigen lassen soll..
Die meisten Durchsagen bezogen sich allerdings auf Trickbetrügereien, die in der Vergangenheit stark genommen hätten. So wurde beispielsweise im April in einem Schreiben, das einen offiziellen Anschein erweckte, der Adressat aufgefordert, sich in einer Datei registrieren zu lassen und hierfür 100 Euro zu bezahlen. Die BAS-Teilnehmer wurden über diesen Fall informiert und gebeten, das Schreiben bei ihrer Polizeidienststelle abzugeben. Insgesamt meldeten sich 219 Empfänger des Briefes.
Von den 3507 Anschlüssen werden rund 404 gewerblich genutzt. Diese Teilnehmer wurden im Februar gezielt über Einbrecher informiert, die es auf Gewerberäume abgesehen hatten. „Wir haben die Möglichkeit“, so Polizeidirektor Hans Knapp, „unsere maximal 25 Sekunden langen Meldungen selektiv zu versenden, beispielsweise nur an Senioren, die oft auf den sogenannte Enkeltrick hereinfallen oder nur an die Anwohner bestimmter Straßenzüge, in denen Autoknacker unterwegs sind.“
Hanauerinnen und Hanauer, die sich für das Bürger-Alarm-System anmelden möchten, können sich an das städtische Ordnungsamt (Präventionsrat) wenden, entweder persönlich in der Steinheimer Straße 1 b oder telefonisch unter der Nummer 06181/295-1668. Infoblätter liegen im Rathaus, in den Stadtteilläden und den Polizeistationen aus.
