Kommunale Prävention

Prävention in Hanau
Willkommen auf der Seite der Kommunalen Präventionsarbeit.

Sie haben Rückfragen oder Anregungen und Ideen? Wir stehen Ihnen gerne auch gerne telefonisch unter: 06181 / 295-1668, sowie unter 06181 / 295-1951 zur Verfügung.

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Präventionsmodell der Stadt hanau
Präventionsmodell der Stadt hanau
„Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung“.
Wegweiser zu Orten zum Wickeln, Stillen und Spielen
“Reale & virtuelle Welt - und WIR mittendrin"
Ehrenamtliche Familienpaten
Mit Frühen Hilfen auf dem richtigen Weg

„Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung“. Nach Oben

Gehen sie zum Arzt und nicht zum Alltag über

Unter Verantwortung des Frauennotrufs Frankfurt wurde es 2013 erstmals in Frankfurt mit den dortigen Kliniken angeboten, danach folgten Offenbach, Darmstadt und der Wetteraukreis.

Seit Januar 2016 sind auch die Stadt Hanau und der Main-Kinzig-Kreis dabei.

Die meisten Vergewaltigungen werden nicht angezeigt. Die größte Gruppe der Betroffenen ist direkt nach der Tat nicht in der Lage oder Willens eine Entscheidung für oder gegen eine Anzeige zu treffen. Diese Menschen bleiben häufig medizinisch unversorgt, auch weil sie befürchten, dass eine andere Person über ihren Kopf hinweg eine Anzeige erstattet.

An sie richtet sich das Hilfeangebot. Ihre Gesundheit und ihr weiteres Wohlergehen stehen an erster Stelle.

Wir wollen den betroffenen Frauen und Mädchen, aber auch Männern und Jungen, mit der „Medizinischen Soforthilfe nach Vergewaltigung“ die Möglichkeit geben, sich anonymisiert am Klinikum Hanau und den Main-Kinzig-Kliniken Gelnhausen untersuchen zu lassen und damit den Teufelskreis aus Scham und Gewalt zu durchbrechen.

Ziel ist es, sie medizinisch und psychosozial zu versorgen und ihnen außerdem die Möglichkeit offen zu halten, innerhalb eines Jahres auf die in den Kliniken gesicherten und in der Rechtsmedizin Frankfurt anonym gelagerten Spuren und Befunde zurückzugreifen, Anzeige zu erstatten und somit beim Gerichtsprozess die Chance auf Verurteilung zu erhöhen.
Viele Strafverfahren werden aus Mangel an Beweisen eingestellt. Um dies zu verhindern, ist es wichtig, die Spuren einer Vergewaltigung zeitnah sicherzustellen und gerichtsfest zu dokumentieren. Die behandelnden Ärztinnen und Ärzte im Klinikum Hanau und den Main-Kinzig-Kliniken Gelnhausen sind damit vertraut und unterliegen der Schweigepflicht.

Bis zur Anzeigeerstattung bleibt die Anonymität der Betroffenen gewahrt. Das ist ganz wichtig und wird hoffentlich dazu führen, dass die Menschen Hilfe suchen und versorgt werden, nicht nur körperlich, sondern auch seelisch, damit sie eine bessere Chance zur Verarbeitung dieses traumatischen Erlebnisses der Vergewaltigung haben.

An diese Kliniken können sie sich wenden:

Klinikum Hanau

Gynäkologischen Ambulanz Telefon:06181/296-2632 Dort ist auch abends/nachts und am Wochenende durch die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe eine vollständige gynäkologische Notfallversorgung gewährleistet.

Anfahrtsskizze unter:

Main-Kinzig-Kliniken Gelnhausen

Organisationsbüro Telefon: 06051-87 2353 oder auf Station B 3.1: 06051/87_2383 Danach in der Ambulanz der Frauenklinik melden bzw. nach 17 Uhr und am Wochenende in der Station B3.1, beides im Gebäude B, 3. Stock

Anfahrtsskizze unter:

Acht Beratungsstellen im Main-Kinzig-Kreis und der Stadt Hanau haben sich bereit erklärt, diese Aufgabe zu übernehmen. Sie sind im Flyer aufgeführt.

Für Rückfragen steht Ihnen auch Andrea Pillmann, Stabsstelle Prävention, Stadt Hanau, Tel.: 06181- 295 1951 Ute Pfaff-Hamann - Referat für Frauenfragen und Chancengleichheit, Kreisausschuss des Main-Kinzig-Kreises, Gelnhausen – unter der Telefon-Nr. 06051/85-12316 zur Verfügung
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Wegweiser zu Orten zum Wickeln, Stillen und Spielen Nach Oben

OB Kaminsky mit neuen Flyern auf dem Hanauer Weihnachtsmarkt unterwegs
Das ist eine gute Idee. So lautete der übereinstimmende Kommentar der drei Mütter, nachdem ihnen Oberbürgermeister Claus Kaminsky Sinn und Zweck des neuen Still- und Wickelflyers erläutert hatte. In dem Faltblatt sind 16 Orte in der Innenstadt aufgelistet, an denen Babys und Kleinkinder in Ruhe gewickelt, gestillt oder gefüttert werden können und an denen es eine Spielecke gibt. Darüber hinaus sind Parkhäuser und Parkplätze mit familienfreundlichen Parkmöglichkeiten aufgeführt.
Interessierte Zuhörerinnen fanden Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Andrea Pillmann und Anne-Dorothea Stübing bei der Verteilung der Still- und Wickelflyer auf dem Weihnachtsmarkt.
Interessierte Zuhörerinnen fanden Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Andrea Pillmann und Anne-Dorothea Stübing bei der Verteilung der Still- und Wickelflyer auf dem Weihnachtsmarkt.

„In unserem kinder- und familienfreundlichen Hanau möchten wir Eltern das Einkaufen, Behördengänge oder einfach nur das Bummeln so angenehm wie möglich gestalten“, betont Claus Kaminsky bei seinem Gang über den Hanauer Weihnachtsmarkt, wo er Mütter mit Kinderwagen ansprach und auf das neue Serviceangebot aufmerksam machte. Begleitet wurde er von Andrea Pillmann von der Stabstelle Prävention und Sicherheit sowie Anne-Dorothea Stübing, der Vorsitzenden des Präventionsrates.
Geboren wurde die Idee im Facharbeitskreis Frühe Hilfen, in der auch die Arbeitsgruppe „Stillfreundliche Stadt“ entstand, bei der Familienhebammen, Hebammen aus beiden Hanauer Kliniken und Vertreterinnen von Beratungsstellen mitwirken. Die Federführung liegt bei Andrea Pillmann. Sie koordiniert darüber hinaus die Maßnahmen im Rahmen der kinderfreundlichen Kommune. Im Juni wurde Hanau als erster Stadt Deutschlands von UNICEF und dem Deutschen Kinderhilfswerk das Siegel Kinderfreundliche Kommune verliehen.
„Kinder- und familienfreundlich zu sein heißt immer auch zu fragen, was Eltern in einer Stadt brauchen, damit es ihnen mit ihren Kindern gut geht“, ist der Oberbürgermeister überzeugt. Und dazu gehöre auch, dass Mütter und Väter wissen müssen, wo es einen Raum gibt, in dem sie Sohn oder Tochter versorgen können, wenn diese dringende Bedürfnisse plagen.
Die drei Mütter auf dem Hanauer Weihnachtsmarkt kannten bislang nur den Still- und Wickelraum im Rathaus. Ab sofort können sie 15 weitere Orte aufsuchen, darunter ein Reisebüro, Buchläden, Geldinstitute, Restaurants, Einzelhändler, die Familien- und Jugendberatung, Galeria Kaufhof und der Leserladen des Hanauer Anzeigers. „Ich bin beim Abklappern von Geschäften und Institutionen fast immer auf offene Ohren gestoßen“, erzählt Andrea Pillmann. In einem Laden sei daraufhin sogar ein besonderer Wickeltisch angefertigt worden. „Kinderfreundlichkeit“, so ihr Eindruck, „ist für viele eine selbstverständliche Verpflichtung“.
Die Flyer liegen im Stadtladen im Rathaus und in der Familien- und Jugendberatung am Sandeldamm 21 aus. Außerdem liegt der Wegweiser nachfolgend zum Download:
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“Reale & virtuelle Welt - und WIR mittendrin" Nach Oben

Ende August fand in der Otto-Hahn-Schule ein Fachtag zum Thema Medienkonpetenz statt. Zum ausfürlichen Bericht darüber geht es mit einem Klick:

Fachtag Reale & virtuelle Welt - und WIR mittendrin

Ehrenamtliche Familienpaten Nach Oben

Geboten werden Familienpatenschaften auf Zeit zur Entlastung und Unterstützung für Hanauer Familien. Gesucht werden Ehrenamtliche Familienpaten für Hanauer Familien zur Begleitung junger Familien mit kleinen Kindern.
Ein neues Projekt in Zusammenarbeit mit der Freiwilligenagentur, der Kathinka Platzhoff Stiftung und dem Sozialdienst kathlischer Frauen.
Alle weiteren Informationen:
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Mit Frühen Hilfen auf dem richtigen Weg Nach Oben

Axel Weiss-Thiel und Anne-Dorothea Stübing: Präventionsarbeit für Familien vom Projekt-Status zum Regelangebot
Das von der Stabsstelle Prävention und ihren Kooperationspartnern aufgebaute Netzwerk für Familien soll nach dem gemeinsamen Willen von Sozialdezernent Axel Weiss-Thiel und der Vorsitzenden des Präventionsrates, Anne-Dorothea Stübing, vom Status eines Pilotprojekts in ein Regelangebot überführt werden. Bei den nächsten Haushaltsberatungen wollen sich beide dafür einsetzen. Diese Botschaft vernahm der Arbeitskreis des Netzwerks Frühe Hilfen bei seiner letzten Sitzung mit Freuden.
Ein Stadtverordnetenbeschluss legte 2007 den Grundstock für die Entwicklung eines Konzeptes „zur aufsuchenden Elternarbeit“, wie es damals hieß. Mittlerweile sei ein „Haus aus erstklassigen Bausteinen entstanden, die zeigen, dass wir mit unserer Präventionsarbeit für einen verbesserten Kinderschutz auf dem richtigen Weg sind – auch überregional“, sind sich Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Anne-Dorothea Stübing einig. Dazu zählten die Familienhebammen, das Willkommenspaket für Neugeborene sowie die Etablierung eines regelmäßigen Präventionstages und Fachveranstaltungen.
Das Konzept der „Frühen Hilfen“ wird nach den Sommerferien um ein weiteres Projekt erweitert. Gemeinsam mit dem Jugendhilfeverein „Sprungbrett“ und der städtischen Abteilung Umwelt und Integration wurden in den vergangenen Monaten sogenannte Stadtteilmütter qualifiziert, die in Kürze im Stadtteil Lamboy-Tümpelgarten ihre Arbeit aufnehmen. Die Finanzierung übernehmen das Land Hessen im Rahmen der Modellregion Integration und die Präventionsstelle der Stadt Hanau.
Familienhebammen zu Besuch bei Sozialdezernent Axel Weiss-Thiel (von links): Gundula Blohm, Iris Seibert, Andrea Schneider (Koordinatorin im Kinder- und Jugendbüro), Hanne Rose, Corinna Hennig und Stephanie Kämmerer (Stabsstelle Prävention).
Familienhebammen zu Besuch bei Sozialdezernent Axel Weiss-Thiel (von links): Gundula Blohm, Iris Seibert, Andrea Schneider (Koordinatorin im Kinder- und Jugendbüro), Hanne Rose, Corinna Hennig und Stephanie Kämmerer (Stabsstelle Prävention).

„Hintergrund des Projektes ist, dass Fachkräften aus der Jugend- und Gesundheitshilfe der Zugang zu ausländischen Familien erschwert ist“, so die Erfahrung von Stephanie Kämmerer von der Stabsstelle Prävention. Deshalb seien Stadtteilmütter als „muttersprachliche Multiplikatorinnen“ ausgebildet worden, die den direkten Kontakt zu Familien aus ihrem Stadtteil aufnehmen und sie über die breite Palette der Angebote der Stadt Hanau informieren. Auch andere Städte wie Aschaffenburg und Berlin-Neukölln arbeiten erfolgreich mit Stadtteilfrauen, die überwiegend berufstätig sind, eigene Kinder haben und sich gerne in ihrem Quartier engagieren möchten.
„Ähnlich wie im Entwurf der Bundesregierung für ein Bundeskinderschutzgesetz vorgesehen, werden wir die Frühen Hilfen und insbesondere die Familienhebamen in Hanau eng mit den stadtteilorientierten Angeboten der Jugend- und Familienhilfe des Fachbereichs Jugend, Familie und Senioren sowie des Eigenbetriebs Kindertagesstätten verzahnen“, kündigt Sozialdezernent Weiss-Thiel an.
Präventionsarbeit bedeutet immer wieder Aufklärung und Information. „Wir müssen die Familien fragen, was sie brauchen und nicht nur über sie reden und als Fachkräfte glauben zu wissen, was sie benötigen“, bringt es Stephanie Kämmerer auf den Punkt. „Das von der Stabsstelle aufgebaute Netzwerk von städtischer Kinder- und Jugendhilfe, Gesundheitswesen, Schulen, Beratungsstellen, Polizei- und Ordnungsbehörden hat dazu wertvolle Arbeit geleistet“, loben Anne-Dorotheas Stübing und Stadtrat Axel Weiss-Thiel. Sie sprachen sich dafür aus, die Arbeit der Stabstelle auf jeden Fall fortzuführen.