August-Schärttner-Halle

August-Schärttner-Halle
August-Schärttner-Halle

25 Jahre August-Schärttner-Halle Nach Oben

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Schauplatz Schärttner-Halle: Ein Blickfang aus der Sportschau anlässlich des 150-jährigen Bestehens des TSV 1860 Hanau.

"Gute Stube des Hanauer Sports“ und beliebte Bühne
Eines der auffälligsten städtischen Bauten in Hanau feierte 2014 sein 25-jähriges Bestehen: die August-Schärttner-Halle. Die architektonisch anspruchsvolle Sportstätte, damals für 22 Millionen Mark errichtet, ging am 18. November 1989 in Betrieb. „Sie hat sich als die gute Stube des Hanauer Sports erwiesen, die wir uns seinerzeit erhofft hatten“, bilanzierte Oberbürgermeister Claus Kaminsky anlässlich des Jubiläums. „Architektonisch und technisch ist das Bauwerk auch heute noch so interessant, dass sich Studierende vor allem für die außergewöhnliche Dachkonstruktion interessieren“, berichtete Thomas Ritter, Leiter der Fachstelle Sport. Das Dach, seit 2014 auch mit der kreisweit größten Photovoltaik-Anlage auf einem öffentlichen Gebäude bestückt, ruht auf langen Holz-Leimbindern, welche die Halle überspannen.Die August-Schärttner-Halle war die größte städtische Hochbau-Investition der 1980er Jahre.
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Schauplatz Schärttner-Halle: Die Rollkunstlauf-WM mit Teilnehmenden aus 20 Nationen.

Sie war von Anfang an für mehrere Funktionen geplant: In erster Linie als Sportstätte für die benachbarte Hohe Landesschule mit ihren derzeit rund 1400 Schülerinnen und Schülern. Darüber hinaus dient der Ovalbau vor allem den Leichtathleten als Trainings- und Wettkampfstätte, in der immer wieder Landesmeisterschaften stattfinden. „In Hessen gibt es nur drei Hallen mit einer 200-Meter-Rundbahn. Das zeigt, welches Juwel Hanau für die Hallen-Leichtathletik zu bieten hat“, betont Sportdezernent Kaminsky.
Aktive weiterer Sportarten nutzen die Arena in der Martin-Luther-King-Straße: Badminton, Turnen, Tischtennis, Volleyball, Rollkunstlauf, Fußball, Handball, Basketball, Ringen, Boxen, Judo, Karate, Ju-Jutsu, Kickboxen, Bogenschießen, Cheerleading, Tanzen. Die Veranstaltungsliste seit 1989 ist entsprechend lang und gefüllt mit Ranglistenturnieren, Olympia-Stützpunkttrainings, Hessischen und Südwestdeutschen Meisterschaften, einem Weltmeister-Abend, Handball- und Badminton-Länderspielen, German Opens, Deutsche-, Europa- und Weltmeisterschaften, Sportgalas, Stadtvergleichen, Formationsturnieren, Inliner-Events und Leistungstests verschiedener DFB-Nachwuchsmannschaften. „Hanau liegt zentral in Deutschland, und die Stadt empfängt uns mit offenen Armen“, begründete der frühere Nationalspieler und DFB-Nachwuchstrainer Steffen Freund einmal, warum er die August-Schärttner-Halle bevorzugte.
„Egal ob lokale Sportvereine oder internationale Verbände, die Bandbreite der Sportveranstaltungen in der August-Schärttner-Halle ist breit. So veranstaltet die Turngemeinde Hanau quasi zum 25. Jubiläum am 16. November ihre Sportschau. Im Mai 2015 standen mit einer Deutschen Meisterschaft im Rope-Skipping und einer Europameisterschaft im Gardetanz zwei nicht so weit verbreitete, aber spektakuläre Sportarten auf dem Veranstaltungskalender. „Das zeigt, dass auch sogenannte Randsportarten bei uns einen hohen Stellenwert haben“, meint Ritter.
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Schauplatz Schärttner-Halle: Auch die Bogenschützen schätzen die Atmosphäre der Sportstätte, hier bei den Deutschen Meisterschaften 2008.

Von Anfang an war die Arena auch als Veranstaltungshalle vorgesehen. Stars wie Deep Purple, Backstreet Boys, Fury in the Slauterhouse, Caught in the Act, James Brown, Mike Oldfield, Herbert Grönemeyer, BAP, PUR, Udo Jürgens, DJ Bobo, Guildo Horn und Dieter Thomas Kuhn sangen in den Anfangsjahren an der Martin-Luther-King-Straße. Auch Volksmusik- und Schlagerfans kamen auf ihre Kosten, als die Lustigen Musikanten, die Flippers, die Zillertaler Schürzenjäger und die Kastelruther Spatzen gastierten. Aufführungen von „West Side Story“ und „Phantom der Oper“ gehörten zum kulturellen Programm. Der Chinesische Staatszirkus sorgte ebenso für staunende Zuschauer wie der Zirkus Don Carlos.
Mittlerweile haben sich die kommerziellen Veranstaltungen auf rund ein halbes Dutzend pro Jahr reduziert, so Fachstelle-Sport-Leiter Ritter. Das mindere Konflikte mit der Nutzung als Sporthalle – ein in den Anfangsjahren immer wieder kehrendes Thema. Die August-Schärttner-Halle sei heute ein vor allem für Comedians gut geeigneter Veranstaltungsort, erklärt er. „Die brauchen nicht so viel technischen Aufwand wie Konzertveranstalter, die ihre Ausrüstung immer mitbringen müssen“, so Ritter weiter. Mit dieser „Veranstaltungsnische“, wie er sie nennt, lasse sich „gut leben“, wie ein Blick auf die meist ausverkauften Comedians-Auftritte zeigt: Bülent Ceylan musste 2014 einen zweiten Termin anbieten, weil die Nachfrage so groß war und beide Abende mit jeweils 4000 Zuschauern ausverkauft waren. Dieter Nuhr ist „mittlerweile Stammgast bei uns“, fügt Ritter hinzu. Die Liste der aufgetretenen Comedians lässt sich erweitern um Kaya Yanar, Atze Schröder, Cindy aus Marzahn, Mario Barth, Rüdiger Hoffmann, Jürgen von der Lippe und Michael Mittermeier.

Highlights

Plakat 16.09.2016

"Stärke Zeigen Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen"

15. Hanauer Stadtlauf