Hanau baut um - Wettbewerblicher Dialog

Hanau baut um

Hanau baut um - der Kinospot
Es tut sich was: Bauzaun und Karstadt-Abriss
„Wir müssen mit Blindgängern rechnen“
„Sehr interessante Bauentwicklung in Hanau“
Die Busse rollen weiter!
Hanau parkt um
Wachstum mit Qualität und Nachhaltigkeit
Krönung der Stadtentwicklung am Kurt-Blaum-Platz
Glenz-Skulptur bekommt neuen Platz im Schlossgarten
Mehr Leben auf dem Marktplatz
Bezahlbarer Wohnraum für junge Familien
Projektbüro am Freiheitsplatz

Hanau baut um - der Kinospot


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Aktuelle Verkehrsmeldungen

Frühjahrsbaumschnitt der Platane am Freiheitsplatz

An der auf dem Freiheitsplatz verbleibenden Platane Nr. 22 wurden am 28. März Baumpflegearbeiten von einem Fachmann vorgenommen. Die Schnittmaßnahmen wurden auf das minimal mögliche Maß reduziert, betreffen einen Teil der Baumkrone, aber keine großen Äste.
Die Baumpflegearbeiten sollen die richtige Positionierung der Hubarbeitsbühne während der Bauphase gewährleisten.

Es tut sich was: Bauzaun und Karstadt-Abriss

Bauzaun am Freiheitsplatz

Riesengroß und wie leer geräumt wirkt das frühere Parkplatzgelände auf dem Freiheitsplatz - noch kann man die Größe und die Weitläufigkeit des Areals mit einem Blick erfassen. Denn der provisorische Bauzaun sperrt zwar den Zugang, aber nicht die Aussicht. Das wird sich in der kommenden Woche ändern. Denn dann beginnt der Aufbau des dauerhaften Zauns, der die Baustelle die nächsten Monate und Jahre sichern wird. Da er außerdem auch eine Lärmschutzfunktion übernehmen und die Geräuschkulisse dämmen soll, wird ein geschlossener Bauzaun aufgestellt, der einen Blick auf die Baustelle künftig von ausgewählten Punkten aus möglich machen wird. Für Gestaltung der Außenseite hat die Hanau Marketing GmbH übrigens schon ein paar schöne Ideen entwickelt. Vor den Blicken der Passanten verborgen bleiben zunächst auch die vorbereitenden Arbeiten zum Abriss des Karstadt- und Barthel-Gebäudes, die derzeit geplant und organisiert werden. Bevor hier die Abrissbirne zum Einsatz kommen kann, müssen im Inneren des Hauses umfangreiche Entkernungsarbeiten abgeschlossen werden. Weil der nach Wiederverwertbarkeit getrennte Schrott aber nicht in Einzelteilen zum LKW getragen werden kann, muss ein Verladebagger ungehindert seine Arbeit tun können. Dafür wird die verlängerte Hammerstraße entlang des gesamten Gebäudes noch vor Ostern vollständig gesperrt.

„Wir müssen mit Blindgängern rechnen“

Bomben

„Folgt man seriösen Schätzungen, endeten bis zu 30 Prozent der abgeworfenen Bomben als sogenannte Blindgänger. Da müssen wir in Hanau einfach davon ausgehen, dass unter der Asphaltdecke des Freiheitsplatzes noch Kampfmittel des zweiten Weltkriegs liegen, die geborgen und beseitigt werden müssen.“ Oberbürgermeister Claus Kaminsky sieht die Stadt und alle Beteiligten aber gut gewappnet für einen angemessenen Umgang mit diesem Thema, das zwar eine professionelle Aufklärung der Bevölkerung erfordert, die aber gleichzeitig nicht unnötige Ängste schüren soll.

Nicht zuletzt der Bombenhagel der Nacht des 19. März 1945, der Hanau binnen kürzester Zeit in Schutt und Asche legte, sorgt für strenge Auflagen des Kampfmittelräumdienstes beim Regierungspräsidium (RP) Darmstadt, die erfüllt sein müssen, bevor die Erdarbeiten zur Vorbereitung der archäologischen Untersuchungen sowie der sogenannte Vorverbau in den nächsten Wochen beginnen können. Erst wenn die „Kampfmittelfreiheitsbescheinigung“ der Behörde vorliegt, können die Arbeiten im Zeitplan weitergehen.

Wie Gerhard Gossens, Leiter des Kampfmittelräumdienstes beim RP Darmstadt, erläutert, hängt das konkrete Vorgehen von der Bau- und Funktionsweise der gefunden Kampfmittel ab. Eine Evakuierung der unmittelbaren Nachbarschaft am Freiheitsplatz ist während der Entschärfungsphase jedoch immer notwendig.

In mehreren Gesprächsrunden, an denen auch Vertreter von Polizei, Freiwilliger Feuerwehr und dem Hanauer Ordnungsamt teilgenommen haben, wurden in den letzten Wochen gemeinsam sowohl Pläne für die Räumung der Häuser als auch für die notwendigen Straßensperrungen erarbeitet.

Ergänzende Informationen für die möglicherweise betroffenen Anwohner sollen in den Tagen vor Sondierungsbeginn versandt werden, um auf eventuell notwendiges Verlassen der Wohnungen vorzubereiten.

„Sehr interessante Bauentwicklung in Hanau“

Martin Bieberle, Günther Schmidt (von links) und vier Betriebsräte aus Hanauer Baubetrieben
Martin Bieberle, Günther Schmidt und vier Betriebsräte aus Hanauer Baubetrieben (von links).

IG-Bau-Gewerkschafter unterstützen Stadtumbau und Konversion
Die nach Gewerkschafts-Worten „sehr interessante Bauentwicklung in der Stadt Hanau“, die vielfältigen Konversions-Projekte und ein im Ergebnis mehrere hundert Millionen Euro umfassendes Investitionsvolumen bildeten dieser Tage die Basis für ein Gespräch zwischen der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar–Umwelt Bezirksverband Rhein-Main und Martin Bieberle, Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung und Projektverantwortlicher für den Stadtumbau. Dabei standen für Johannes Schader, Branchensekretär Bauhauptgewerbe, und Günther Schmidt, Vorsitzender des Bezirksverbandes Rhein-Main, vor allem die Eckdaten zu Ausschreibungsverfahren, die Einhaltung von tariflichen Vereinbarungen sowie eine weitgehende Berücksichtigung von regionalen und lokalen Betrieben im Fokus des Dialogs, der nach Angaben aller Beteiligten „überaus informativ und konstruktiv“ verlaufen ist.
Dabei unterstrichen die Gewerkschaftsfunktionäre, die von mehreren Betriebsräten der Region begleitet wurden, dass allen die Bedeutung des Stadtumbaus für die Sicherung der Arbeitsplätze im Baugewerbe bewusst sei. „Insofern ist das investorenfreundliche Klima der Stadt Hanau auch aus unserer Sicht unbedingt zu begrüßen.“ Zentrales Anliegen für sie bleibe dabei jedoch auch die Beachtung der tariflichen Regelungen zugunsten der Arbeitnehmer.
Mit großem Interesse verfolgten die Gewerkschafter die detaillierten Ausführungen Bieberles zu den konkreten Projekten, die in nächsten Monaten und Jahren das Gesicht der Hanauer Innenstadt von Grund auf verändern werden. Dabei unterstrich der Leiter der Stadtentwicklung, dass nur ein ganz geringer Teil der investierten Gelder aus öffentlichen Mitteln stamme. Der eigentliche Stadtumbau, der durch den „Wettbewerblichen Dialog“ auf den Weg gebracht worden sei, sowie die im Fahrwasser dieses Prozesses angestoßenen Projekte würden allein durch private Investitionen realisiert. Dabei wies Günther Schmidt daraufhin, dass es auch wichtig sei, mit den privaten Investoren Gespräche, unter anderem über die Einhaltung der Tarifverträge, zu führen.
Befragt zu den konkreten Vorhaben auf dem zentral gelegenen Freiheitsplatz, die in den nächsten Monaten begonnen würden, erläuterte Bieberle, dass der Zeitplan als nächste Maßnahme die Entkernung und der Abriss der alten Karstadt—und Barthel-Gebäude sowie die Neugestaltung der Fußgängerzone Hammerstraße vorsehe. Außerdem soll im Frühjahr der Freiheitsplatz auch entsiegelt werden, um die archäologischen Untersuchungen durchführen zu können.
Einig waren sich alle Teilnehmer am Ende des Gesprächs, dass wirtschaftliches Kostenbewusstsein nicht zulasten der Beschäftigten auf den Baustellen gehen dürfe. „Soweit es in unserer Macht steht, werden wir natürlich darauf dringen, dass geltende Tarife beachtet werden,“ so Bieberle. Gleiches gelte für eine hinreichende Berücksichtigung von in und um Hanau ansässigen Betrieben bei der Bauausführung. „Doch unsere Möglichkeiten zur Einflussnahme sind an dieser Stelle eingeschränkt.“
Bieberle sicherte jedoch zu, den konstruktiven Austausch in den kommenden Monaten fortzusetzen. Dabei soll nach seinen Worten beim nächsten Treffen auch der Wirtschaftsdezernent Dr. Ralf-Rainer Piesold eingebunden werden.

Die Busse rollen weiter!

Der Busbahnhf bleibt

Die Busse rollen weiter!

Hanau parkt um

Parkschild mit Baustellen-Banderole

Die Stadtverordnetenversammlung hat mit dem Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan „Entwicklung Freiheitsplatz“ die rechtlichen Grundlagen für den Beginn der Baumaßnahmen am Freiheitsplatz geschaffen. Damit steht der Freiheitsplatz seit dem 31. Januar nicht mehr als Parkplatz zur Verfügung.
Das tut jedoch dem ausgiebigen Einkaufsbummel in Hanaus Innenstadt keinen Abbruch!
Bis die Tiefgarage unter dem Einkaufszentrum mit 500 Einstellmöglichkeiten ab Mitte 2014 zur Verfügung stehen wird, gibt es auch derzeit bereits über 3.000 Parkplätze in der Innenstadt. 210 Stellplätze unter der Main-Kinzig-Halle sowie 65 Plätze im Fronhof ersetzen für Kurzparker ab 13. Februar 2012 die Stellplätze auf dem Freiheitsplatz.
Plan der Parkplätze
Der Tarif wird mit zehn Cent je sechs Minuten der gleiche sein wie auf allen Parkplätzen in Hanau. Autofahrer sollten auf ihrem Weg in die Innenstadt das Parkleitsystem beachten.
Anwohner mit dem Bewohner-Parkausweis des Bezirkes I haben neben den bisher bekannten Stellplätzen ihrer Parkzonen ab dem 13. Februar 2012 zusätzlich die Möglichkeit, im Fronhof sowie an der Main-Kinzig-Halle kostenfrei zu parken. Ferner werden ihnen von der HPG (Hanauer Parkhaus GmbH) kostenpflichtige Alternativen im Parkhaus „Am Frankfurter Tor“ angeboten. Anwohner ohne Bewohner-Parkausweis haben im Fronhof und auf dem Parkplatz Main-Kinzig-Halle die Möglichkeit zwischen 17.00 Uhr (Samstag ab 16:00 Uhr) bis 09:00 Uhr am Folgetag kostenfrei zu parken. Über Parkalternativen informiert auch der Stadtladen im Rathaus.
Informationen zum Parkhaus-Sondertarif „Hanau baut um“ sind ferner erhältlich bei der Hanauer Parkhaus GmbH, Am Frankfurter Tor 10, Hanau, Telefon 06181/92 61 80.
Stadtrat Axel Weiss-Thiel versichert, dass das Parkraumkonzept natürlich flexibel ist und wenn notwendig allen neuen Erfordernissen angepasst wird

Parken in der Brüder-Grimm-Stadt

  Hanau parkt um - Informationsflyer Dateigröße
Dateisymbol Flyer Hanau parkt um 1086.7kb

Wachstum mit Qualität und Nachhaltigkeit

„Ein Unternehmer wie Sie zählt zum Besten, was einer Kommune passieren kann.“ Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Wirtschaftsdezernent Dr. Ralf-Rainer Piesold sparten nicht mit Anerkennung für den Hanauer Geschäftsmann Michael Bailly und seinen Expansionskurs, der bei allen Erfolgen der letzten Jahre doch von großer Standorttreue geprägt war. Immerhin beschäftigt der Betrieb heute 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Rund 250.000 Einzelteile gehen von Hanau aus in einer der 20 Filialen, die das Unternehmen inzwischen betreibt.
Dabei ist die Heimatverbundenheit nicht nur kennzeichnend für die Wahl des Firmensitzes, sondern trägt auch bei der Wahl der Handwerker Früchte, die zur Zeit auf der Baustelle an der Kinzigbrücke, wo für die Bailly Diehl GmbH ein umfangreicher Erweiterungsbau entsteht, beschäftigt sind. . Dass es dem Hanauer Unternehmer wichtig ist, beinahe ausschließlich lokale und regionale Firmen zu beauftragen, wird auch auf dem Bauschild deutlich, denn auf diesen Aspekt wird explizit hingewiesen. Bailly selbst spricht gern auch von einem „bewährten Netzwerk“, das er dank mehrerer Bauvorhaben in den letzten Jahren mit regionalen Firmen habe knüpfen können.
Bailly
Stadtrat Dr. Piesold, Michael Bailly und OB Kaminsky (von links)

Wie konstruktiv darüber hinaus in einem investitionsfreundlichen Klima die Zusammenarbeit zwischen Unternehmer, Architekt und Stadtplanungsamt verlaufen kann, dafür hat der Geschäftsmann ein Beispiel, das ihm zur Zeit besonders gut gefällt: sein künftiges Büro, untergebracht in einem in der Achse verdrehten Kubus, der den Verlauf des Teichwegs besonders betont. Die Idee zu dieser außergewöhnlichen Anordnung, so erläutert Bailly, kam vom Leiter des Stadtplanungsamtes, Hans-Ulrich Weicker. Die gekonnte Umsetzung hat schließlich einen architektonisch sehr reizvollen Blickfang entstehen lassen, der das gesamte Stadtentree an der Frankfurter Landestraße aufwertet, nachdem dort lange Jahre eine wenig attraktive Immobilie stand.
Das Richtfest der Baustelle an der Kinzigbrücke bot den idealen Rahmen für Oberbürgermeister Kaminsky und Stadtrat Dr. Piesold, sich aus erster Hand von Michael Bailly über dessen Planungen in der Brüder-Grimm-Stadt zu informieren und ihm gleichzeitig zu gratulieren. „Wachstum ist nicht zwangsläufig positiv zu bewerten, es ist vielmehr die hohe Qualität und Nachhaltigkeit wie bei den Bailly-Projekten, die dessen Wert bestimmen,“ so der OB und der Wirtschaftsdezernent ergänzte, dass es „unser Job ist, durch kurze Wege und schnelle Verwaltungsabläufe dafür zu sorgen, dass Investoren und Unternehmer sich in Hanau willkommen fühlen“.
Denn die Baustelle an der Kinzigbrücke ist nicht der einzige Platz, an dem Bailly in Hanau derzeit zur Verschönerung der Stadt beiträgt. Auch in der Rosenstraße, wo er gemeinsam mit seinem Bruder eine Liegenschaft erworben hat, entsteht derzeit hinter den Bauzäunen durch umfassende Bau- und Sanierungsarbeiten eine attraktive und moderne Gewerbe- und Wohnimmobilie.
Das Haus gehört zu den ersten vier Projekten, die in den Genuss von Zuschüssen aus dem City-Konjunkturprogramm (CKP) kommen, das eigens für die Innenstadtentwicklung konzipiert wurde. Mit diesem Förderprogramm können erstmals öffentliche Mittel, die sich aus Bund-Länder-Zuschüssen des Programms „Aktive Kernbereiche“ und städtischen Geldern zusammensetzen, in nennenswerter Höhe in private Maßnahmen fließen. Erklärtes Ziel ist es dabei, den bereits spürbaren Aufwertungs-Prozess der Hanauer Innenstadt zu fördern und beschleunigen. Dafür stehen in den kommenden Jahren bis 2015 insgesamt rund 1,35 Millionen Euro zur Verfügung.

Krönung der Stadtentwicklung am Kurt-Blaum-Platz

Katase-Skulptur am Kurt-Blaum-Platz
Rund um die Katase-Skulptur am Kurt-Blaum-Platz tut sich einiges an Stadtentwicklung

„Damit wird die ohnehin erfreuliche Stadtentwicklung am Kurt-Blaum-Platz gekrönt“, freut sich Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Denn für das jahrelang leer stehende sogenannte Blaue Haus auf dem ehemaligen Degussa-Areal hat die mit dem Asset Management beauftragte Firma propertyAMI (Frankfurt) Hansteen Holdings PLC (London) als Grundstückseigner den Hanauer Technologie- und Edelmetallkonzern Heraeus als Mieter gewonnen. Der Heraeus-Einzug ist für das Frühjahr 2013 geplant.
Mit seinem historischen Hauptgebäude, einem neu entstehenden Bau auf einem Teil des Stadtwerke-Geländes und dem zu vitalisierenden achtstöckigen Hochhaus entsteht künftig vom Grünen Weg bis hin zur Willy-Brandt-Straße ein neues, Ortsbild prägendes Heraeus-Ensemble. „Wir werden am Kurt-Baum-Platz eine Architektur haben, die auch wegen der Katase-Skulptur durchaus mit dem Flair von großen Städten zu vergleichen ist“, ist OB Kaminsky stolz.
Ian Watson, eigens zu einer Pressekonferenz aus London gekommener Vorstandsvorsitzender von Hansteen, sprach von einer „weitsichtigen Investition in die derzeit äußerst dynamische Stadtentwicklung in Hanau“. Hansteen, ein europaweit auf aufzuwertende Gewerbe-Immobilien spezialisiertes Unternehmen, gewinne mit Heraeus einen „Mieter von Weltruf“.
Etwa 8,5 Millionen Euro will Hansteen investieren, um durch den Generalunternehmer Goldbeck auf rund 8500 Quadratmetern hochwertige Büro- und Schulungsflächen für mehr als 400 Heraeus-Beschäftigte zu schaffen. Das ehemalige Industriegebäude wird komplett entkernt. Innenausbau, Haustechnik und Fassade werden erneuert.
Der eingeschossige Anbau zum Kurt-Blaum-Platz hin wird weggerissen, so dass das Haus „eine elegante Architektursprache spricht“, so Hansteen-Projektleiter Alptug Taskin. Nach seinen Worten „ist eine enge Planungsabstimmung mit Heraeus im Gang, die zu einer Architektur aus einem Guss führt.“
Durch die hohen Decken und großen Stützweiten des Gebäudes soll der Loft-Charakter der ehemaligen Industrie-Immobilie beibehalten werden. Im Erdgeschoss entsteht zum Kurt-Blaum-Platz hin ein neuer Haupteingang.
Den Bauantrag für die Revitalisierung des ehemaligen „Blauen Hauses“ hat Hansteen bei der Stadt Hanau bereits eingereicht. Mit dieser sei die Zusammenarbeit „hervorragend“, lobte Hansteen-Vorstandsvorsitzender Watson. Hanaus Bau- und Wirtschaftsdezernent Dr. Ralf-Rainer Piesold bedankte sich und gab das Kompliment zurück, dass „Hansteen ein angenehmer Verhandlungspartner ist, der hilft unsere Stadtentwicklung ein entscheidendes Stück voranzubringen“.
Mit Heraeus arbeitet Hansteen auch in anderer Hinsicht zusammen: Francois Hagdorn von propertyAMI erläuterte, dass bereits im September 2011 auf dem vorhandenen Grundstück ein neues Parkhaus in der Leipziger Straße in Betrieb ging, in dem 400 von 600 Stellplätzen an Heraeus-Beschäftigte vermietet werden konnten. Die von Hansteen zwischen Leipziger Straße und Willy-Brandt-Straße im Jahr 2008 übernommenen Immobilien messen insgesamt 48.000 Quadratmeter Nutzfläche. Auf rund 7400 Quadratmetern ist seit August 2011 vorübergehend das Finanzamt untergekommen, auf 1000 Quadratmetern seit Januar 2012 dauerhaft die Krankenpflegeschule des Klinikums Hanau.
Die Gesamtentwicklung auf dem ehemaligen Degussa-Gelände zwischen Ehrensäule und Kurt-Blaum-Platz überblickend, findet OB Kaminsky, „dass dank Hansteen ein Stück gelungener Innenstadt-Konversion stattgefunden hat und noch folgen wird“.

Glenz-Skulptur bekommt neuen Platz im Schlossgarten

OB Kaminsky und Susanne Voss
OB Kaminsky und Susanne Voss

Bildhauer-Tochter Susanne Voss zu Besuch bei Oberbürgermeister Kaminsky
„Noch in diesem Jahr, passend zum Jubiläum 200 Jahre Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, könnten die sechs Schwäne und ihre Schwester im Schlossgartenweiher am Congress Park Hanau einen neuen Standort finden,“ kündigte Oberbürgermeister Claus Kaminsky dieser Tage an, als Susanne Voss, die Tochter des Bildhauers Albrecht Glenz (1907 - 1990), zu einem Gespräch in seinem Dienstzimmer im Rathaus gekommen war. Die in Rödermark lebende Gold- und Silberschmiedin informierte sich bei dieser Gelegenheit über die geplanten Kunst- und Kulturprojekte, die im Rahmen des Hanauer Stadtumbaus bis 2016 in der Innenstadt realisiert werden sollen.
Die überlebensgroße Bronzeskulptur von Albrecht Glenz, die das bekannte Grimm-Märchen thematisiert, stand bis Ende letzten Jahres an der Hammerstraße und wurde wegen notwendiger Busumleitungen und der anstehenden Abrissarbeiten am Karstadtkomplex demontiert; sie lagert derzeit sicher im Bauhof der Stadt Hanau. In der im Januar von der Stadtverordnetenversammlung einstimmig bei 2 Enthaltungen verabschiedeten Vorlage des Fachbereichs Stadtentwicklung und Bürgerservice „Kunst und Kultur im öffentlichen Raum“ wurde deshalb auch ein neuer Standort für das in den 1980er Jahren entstandene Werk „Die sechs Schwäne und ihre Schwester“ vorgeschlagen.
Die sechs Schwäne...
Die sechs Schwäne...

Den vorgesehenen Platz findet die Tochter des Bildhauers ganz im Sinne ihres Vaters: „Es war ihm immer ein Herzensanliegen, die Vögel im Grünen am Wasser zu sehen. Die Familie Glenz freut sich sehr über diese Entscheidung!“
Als Ausdruck des Wohlwollens und der Zustimmung zu Gunsten des neuen Standorts in der Altstadt überreichte Susanne Voss dem Hanauer OB Fotoaufnahmen aus der Hand von Albrecht Glenz, die die Schwäne-Skulptur in Gips geformt, im Modell und im Fertigungsprozess bei der Gießerei Rincker zeigen.
... und ihre Schwester
... und ihre Schwester

Zudem schenkte sie der Stadt Kopien von Kopfstudien ihres Vaters von Rudolf Hagelstange, der ebenfalls lange in Hanau lebte und dieses Jahr seinen 100. Geburtstag hätte feiern können. Eine Büste von Albrecht Glenz´ Schriftstellerfreund Hagelstange, die zuletzt im Garten von Pauli Schmorell an der Hochstädter Landstraße stand und derzeit im Museumsdepot lagert, soll in der neuen Stadtbibliothek auf dem Freiheitsplatz einen Ehrenplatz erhalten.
„Damit rücken wir zwei bemerkenswerte Arbeiten von Albrecht Glenz wieder direkt in den Blick der Öffentlichkeit“, so Claus Kaminsky.

Mehr Leben auf dem Marktplatz

Magistrat bringt zentrales Projekt des Stadtumbaus auf den Weg
Als einen „gelungenen Kompromiss zwischen Transparenz, Gebäudestruktur und Ansprüchen des Denkmalschutzes“ hat Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky die am Montag im Magistrat präsentierten Pläne zur Neugestaltung des Marktplatzes bezeichnet. Es sei eines der zentralen Projekte im laufenden Stadtumbau, die große Freifläche im Herzen der Stadt attraktiver zu gestalten und durch die gezielte Ansiedlung neuer Gastronomie auch jenseits der Markttage für eine Belebung zu sorgen. „Das vorhandene Angebot und die bisherige Nutzung werden der zentralen Lage einerseits und der reizvollen Kulisse des Neustädter Rathauses mit dem Nationaldenkmal der Brüder Grimm andererseits in keiner Weise gerecht. Der Innenstadtumbau eröffnet uns jetzt die Möglichkeit, den Marktplatz in seiner Bedeutung zu stärken und die Aufenthaltsqualität spürbar zu erhöhen,“ kommentiert Kaminsky die vom Magistrat gefällten Beschluss.
Folgen die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am 27. Februar dieser Entscheidung, soll ein entsprechender Bauantrag noch in diesem Jahr eingereicht werden und der Startschuss für die Gesamtmaßnahme im Frühjahr 2013 fallen. Wie Stadtrat Axel Weiss-Thiel erläutert, geht die aktuelle Kostenschätzung des Eigenbetriebs Hanau Verkehr und Entsorgung (HVE) für das Vorhaben von rund 9,5 Millionen Euro aus.
Historische Luftaufnahme des Marktplatzes
Lang, lang ist's her... Luftaufnahme des Marktplatzes. Postkarte aus den 50er Jahren. Nun soll der Platz im Herzen der Stadt neu gestaltet werden

Die von HVE vorgelegten Pläne sehen unter anderem vor, die vier vorhandenen Pavillons auf der Ost- und Westseite des Marktplatzes zurückzubauen. Im Gegenzug soll in dem neu zu errichtenden Ostgebäude gegenüber des Kaufhofs zwei weiträumig und großzügig verglaste Tiefgaragenzugänge entstehen. Das zweigeschossige Gebäude, das mit viel Glas so transparent wie möglich gehalten sein wird und dennoch einen bautechnischen Akzent zum gegenüberliegenden Gebäudekörper setzen soll, bietet Platz für den Blumenladens und das Kiosk. Darüber hinaus soll Gastronomie mit rund 200 Plätzen angelegt werden. Eine weitere Besonderheit, so Weiss-Thiel, stellen die vorhandenen Lüftungsanlagen für das Basement des Kaufhofs dar, die in Platzierung und Ausgestaltung an dieser Stelle berücksichtigt werden müssen. Ein mehr als acht Meter breiter Durchgang zum Kaufhof bringt die erwünschte Durchlässigkeit zwischen Marktplatz und Fahrstraße.
Im Westen des Marktplatzes bleibt das Gebäude um das Café Central und den Zeitschriftenladen im wesentlichen erhalten. Die neue Konstruktion, die mit dem gegenüberliegenden Gebäude korrespondiert, setzt sich vor bzw. über die vorhandene Dachkonstruktion und ist ebenfalls zweigeschossig. Dadurch entstehen auch neue Nebenräume für das Cafe Central. Die notwendigen Zu- und Abgänge zur Tiefgarage werden auch hier mit großzügigen Treppen und großflächigen Verglasungen sowie mit einem barrierefreien Lift ausgestattet.
Unmittelbar im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Marktplatzes steht auch die Sanierung der Tiefgarage. Das unterirdische Parkhaus muss aufgrund der veralteten Technik und aktuell gültiger Sicherheitsstandards von Grund auf erneuert werden. Nach Abschluss der Arbeiten wird sich die Tiefgarage jedoch nicht nur schöner, heller und ansprechender präsentieren, sondern auch die gesamte Parkfläche wird neu strukturiert, um den heutigen Erfordernissen Rechnung zu tragen. Bedingt durch diese Neuordnung werden sich die Stellplätze von derzeit 227 auf 192 Stellplätze reduzieren. Doch durch die damit einhergehende Verbreiterung der Parkplätze erhöht sich deutlich die Anzahl der Stellplätze, die mit neuer Breite von den aktuell gängigen Fahrzeugen benutzt werden können.
Außerdem entstehen im Nordwesten zwei neue Eingänge mit breiten Treppen. Ein rollstuhlgerechter Aufzug sorgt künftig für Barrierefreiheit. Auch die öffentliche WC-Anlage erhält einen neuen Platz im südöstlichen Bereich der Tiefgarage. Die Lage der Ein- und Ausfahrtsrampe bleibt jedoch erhalten. „Gelingt es uns, den heute skizzierten Ablauf einzuhalten, könnte das Gesamtvorhaben 2014 fertig gestellt sein“, beschreibt Weiss-Thiel den Zeitrahmen für das Projekt.
Während der Umbaumaßnahmen in der Tiefgarage werden die Parkplätze nach den Worten des Stadtrats zumindest zeitweise nicht zur Verfügung stehen. Ein Park-Problem für die Hanauer Autofahrerinnen und -fahrer, so der Verkehrsdezernent, werde sich daraus aber nicht ergeben, denn immerhin verfüge die Innenstadt über mehr als 3.000 Parkplätze, so dass ein temporärer Ausfall von rund 230 Plätzen zu kompensieren sein sollte. „Wir bieten mit den Parkhäuser in der Steinheimer Straße, am Frankfurter Tor, in der Nürnberger Straße und am neuen Kino ausreichend Stellplätze in gut erreichbarer Entfernung.“

Neues Aussehen sorgt für mehr Aufenthaltsqualität

Aufkleber

Die Neugestaltung der Innenstadt kommt in der Hammerstraße an
Als erste Straße Hanaus, die nach dem jüngst beschlossenen Gestaltungsleitplan im Rahmen des Stadtumbaus ein komplett verändertes Aussehen bekommen soll, wird die Hammerstraße noch in diesem Jahr neu angelegt. Eine entsprechende Vorlage, die auch die Finanzierung in Höhe von rund 800.000 Euro sicherstellt, hat bereits die Zustimmung des Magistrats bekommen.
Bei einem Ortstermin bei den Anfang Dezember 2011 angelegten Musterflächen erläuterte Eigenbetriebsleiter Bernd Lenz dem Gremium, zu welchem Ergebnis der Eigenbetrieb Hanau Verkehr und Entsorgung (HVE) nach dem mehrwöchigen Belastungstest gekommen ist. Dabei erfuhren Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Stadtrat Dr. Ralf-Rainer Piesold, Stadtrat Axel Weiss-Thiel sowie die ehrenamtlichen Stadträte auch, dass die jetzt geplante Farbgebung abweichend von den für die Musterflächen verwandten Nuancen sein soll. Um sich einen realitätsnahen Eindruck vom neuen Vorschlag zu verschaffen, besichtigten die Mitglieder des Magistrats anschließend noch das Entree am neuen Kinopolis, das ebenfalls mit dem für die Hammerstraße geplanten Farbton gepflastert wurde.
Ortstermin des Magistrats in der Hammerstraße
Ortstermin des Magistrats in der Hammerstraße

Folgen die Stadtverordneten in der kommenden Sitzung am 30. Januar dem Magistrat, erhält die neue Hammerstraße eine Pflasterung, die sowohl farblich elegant und freundlich aussieht als auch dank einer besonderen Oberflächenbehandlung nicht so empfindlich gegen Alltagsverschmutzungen wie Ölflecken oder Kaugummi sein wird. Dabei wird auch der bei einer jüngst durchgeführten Informationsveranstaltung für Anlieger genannte Kostenrahmen eingehalten.
Das Straßenbild soll nach der Erneuerung dank der hochwertigen Pflasterung einladender wirken als bisher und das Stadtmobiliar ergänzen, um insgesamt die Verweilqualität zu erhöhen, so Oberbürgermeister Claus Kaminsky und ergänzt, dass damit auch die Bedeutung dieser wichtigen Achse im Hanauer Straßenbild unterstrichen wird. Schließlich erfülle die Fußgängerzone auch als Teilstück des künftigen Brüder-Grimm-Kulturwegs zwischen Altstädter Schlossplatz und Kinoplatz eine besondere Funktion.
Läuft alles nach Plan, könnten nach den Worten von Axel Weiss-Thiel als dem zuständigen Dezernenten die Bauarbeiten im Mai beginnen. Ambitioniertes Ziel ist es, noch vor der Adventszeit 2012 fertig zu werden. Dabei sehen die aktuellen Entwürfe von HVE vor, dass am Ende des Vorhabens allein rund 2.000 Quadratmeter Straßenpflaster ausgetauscht worden sind. Flaniermeile und Ruhebereiche sowie die auch für den Andienungsverkehr gedachte Mittelachse werden dabei durch eine unterschiedliche Anordnung und verschiedene Formate der Pflastersteine voneinander getrennt. Zusätzlich werden die Ruhebereiche inklusive der Fahrradständer und Sitzbänke durch eine deutlich sichtbare Farbgestaltung vom Rest der Fußgängerzone abgehoben.
13 neu gepflanzte Bäume lockern die Gestaltung zusätzlich optisch auf und sorgen zudem für eine Verbesserung des Stadtklimas.
Zur Finanzierung des Vorhabens erklärten Kaminsky und Weiss-Thiel, dass für die Gesamtmaßnahme des Innenstadtumbaus Zuschüsse aus dem Städtebauförderprogramm „Aktive Kernbereiche in Hessen“ beantragt sind, die anteilig auch der Neugestaltung der Hammerstraße zugeordnet würden.

Bezahlbarer Wohnraum für junge Familien

Baustelle Kinzigbogen
Die Baustelle Kinzigbogen

Magistrat beschließt Änderung des Bebauungsplans „Gleisbauhof“
Während die Arbeiten am neuen Fachmarktzentrum Kinzigbogen zügig vorangehen, laufen auch die planerischen Vorbereitungen für das neue Wohngebiet im Südwesten des Areals auf Hochtouren. Wie Oberbürgermeister Claus Kaminsky am Montag erklärte, hat der Magistrat der notwendigen Anpassung des Bebauungsplanes „Gleisbauhof“ zugestimmt, so dass sich die Stadtverordnentenversammlung wie vorgesehen in ihrer nächsten Sitzung Ende Januar ebenfalls mit dem Thema beschäftigen kann. Um den veranschlagten Zeitrahmen einhalten zu können, wird die Änderung des Bebauungsplanes im beschleunigten Verfahren vorgenommen.
Mit dem Aufstellungsbeschluss wäre die erste baurechtliche Hürde genommen für den Wohnpark, den die Deutsche Reihenhaus AG dort bauen will. „Mit dem hier entstehenden Angebot an preiswerten Einfamilienhäusern könnte die offensichtlich bestehende Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum vor allem für junge Familien weiter gedeckt werden“, unterstreicht Kaminsky die Bedeutung dieses Vorhabens für den Stadtteil Lamboy.
Dass ein solcher Bedarf tatsächlich besteht, hatte sich bereits 2010 gezeigt, als das Unternehmen auf dem ehemals von der hessischen Bereitschaftspolizei genutzten Gelände an der Cranachstraße den Wohnpark Brüder Grimm mit 47 Reihenhäusern realisiert und innerhalb kürzester Zeit vermarktet hatte. „Das neue Projekt ist ein weiterer Baustein, um unsere starke Position als Oberzentrum innerhalb der Rhein-Main-Region weiter auszubauen.“
Kinzigbogen: Kurioses Bauschild
Kuriose Baustellenlyrik auf dem Kinzigbogen

An den Erfolg des ersten Wohnparks will die Deutsche Reihenhaus AG mit ihrem neuen Projekt im gleichen Stadtteil anknüpfen. Dafür muss eine rund 2,3 Hektar große Fläche nördlich der Schwarzenbergstraße neu beplant werden. Ein kleiner Teil des Areals – 7.000 Quadratmeter - ist in der aktuellen Bauleitplanung noch für Kleingärten vorgesehen, für die es derzeit aber keinen Bedarf gibt. Aus diesem Grund spricht nichts dagegen, das daran angrenzende Wohngebiet zu erweitern. Das Unternehmen plant, in unmittelbarer Nachbarschaft zum neuen Fachmarktzentrum Kinzigbogen mit einem Investitionsvolumen von 25 Millionen Euro weitere 146 Häuser zu bauen.
Dazu erklärt Achim Behn, Leiter der Unternehmenskommunikation der Deutschen Reihenhaus AG, dass die Häuser des Unternehmens angesichts des Preis-Leistungs-Verhältnisses besonders beliebt bei jungen Familien, Singles sowie Paaren der Generation 50 plus seien. Man sei „nach den positiven Erfahrungen mit dem Brüder-Grimm-Wohnpark sehr zuversichtlich“ und freue sich darauf, ein weiteres großes Projekt in Hanau umzusetzen, so Behn. Beeindruckend sei vor allem immer wieder das hohe Tempo, mit dem alle Beteiligten daran arbeiteten, um eine zügige Abwicklung sicherzustellen. Das neue Projekt soll nach den Vorstellungen des Investors in der 2. Jahreshälfte beginnen.
Wirtschaftsdezernent Dr. Ralf-Rainer Piesold sieht in dem neuen Wohngebiet eine ideale Ergänzung zu der gesamten Erschließung des Quartiers am Gleisbauhof, das jahrzehntelang als Industriebrache eine wenig attraktive Wirkung entfaltet habe. „Es ist ein großes Kompliment an unsere Stadt, dass ein Vorhaben dieser Größenordnung hier realisiert wird.“

Pflastersteine im Härtetest

Plakat

Flickwerk in der Hammerstraße? Straßenausbesserung im Sparmodus? Es sieht tatsächlich ein bisschen aus wie eine Musterfläche für Straßenpflaster, was da vor dem Schaufenster von H & M entstanden ist. Und die Vermutung ist gar nicht so weit entfernt von der Wirklichkeit: Tatsächlich testet der Eigenbetrieb Hanau Verkehr und Entsorgung auf den rund 10 Quadratmetern Fußgängerzone verschiedene Pflastersteine auf ihre Belastbarkeit, Farbbeständigkeit und Anfälligkeit für die Alltagsverschmutzungen wie Kaugummi, Öl oder auch Senf und Ketchup.
Hinter klangvollen Namen wie „Granit Castro Daire“ oder auch eher technisch anmutend „Porphyr mittel“ verbergen sich die im Gestaltungsleitplan vorgeschlagenen Materialien, die zu ihrem ersten Praxistest in der Brüder-Grimm-Stadt angetreten sind, um eventuell für die komplette Neugestaltung zu überzeugen. Bis die Hammerstraße ab Frühjahr 2012 von Grund auf neu gestaltet wird, bleiben die Musterflächen an Ort und Stelle und geben einen Vorgeschmack auf das neue Aussehen.
Der Gestaltungsleitplan sieht vor, vor allem die Aufenthaltszonen durch unterschiedliche Stein-Varianten voneinander abzugrenzen. Die Oberfläche soll künftig einladend wirken und das Stadtmobiliar ergänzen, um die Verweilqualität zu erhöhen. Als eines der ersten Vorhaben soll im kommenden Jahr die Hammerstraße realisiert werden, die auch als Teilstück des künftigen Brüder-Grimm-Kulturwegs zwischen Altstädter Schlossplatz und Kinoplatz eine besondere Funktion erfüllt.

„Wichtig für unsere Stadtidentität“

Magistrat beschließt „Kunst und Kultur im öffentlichen Raum“
„Über manche Projekte diskutieren wir bereits seit Jahrzehnten, ohne dass sich etwas getan hätte. Der jetzt mit dem Wettbewerblichen Dialog angestoßene Stadtentwicklungsprozess bietet die einmalige Chance, endlich jene Wünsche an Kunst und Kultur im öffentlichen Straßenraum zu verwirklichen, die für unsere Stadtidentität wichtig und richtig sind.“ Diesen klaren Standpunkt des Hanauer Oberbürgermeisters Claus Kaminsky teilen auch die übrigen Mitglieder des Magistrats, der in seiner jüngsten Sitzung eine entsprechende Vorlage auf den Weg gebracht hat. Folgt die Stadtverordnetenversammlung dem Beschlussvorschlag, können in den nächsten fünf Jahren sechs bereits festgelegte Projekte sowie weitere Einzelkunstwerke realisiert werden.
Die veranschlagten Kosten in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro entfallen auf den Ziehbrunnen Alte Zeichenakademie, die Turmhaube Alte Johanneskirche, ein Oppenheim-Denkmal, den Röhrenbrunnen, die Neustadtsitzgruppe von Claus Bury, Die sechs Schwäne und ihre Schwester sowie Junge Kunst in der Französischen Allee. Darüber hinaus sind darin auch 300.000 Euro für noch nicht näher benannte kleinere Werke sowie Erinnerungstafeln und Hinweisschilder enthalten. Die Gesamtsumme wird auf die Haushaltsjahre bis 2016 verteilt und ist mit Blick auf die Gesamtkosten des Stadtumbaus nach Kaminskys Worten nicht nur vertretbar, sondern hervorragend angelegtes Geld.
Denn Hanaus OB ist sicher, dass die zu schaffenden Werke mit Alleinstellungsmerkmal ganz erheblich zu einer lebendigen Stadtgesellschaft und Urbanität beitragen. „Jedes einzelne der sechs Vorhaben verkörpert die gelungene Balance zwischen Tradition und Moderne.“ Das neue Stadtbild erhalte zusätzliche ästhetische Akzente und eine markante Rahmung. Wer den Anspruch der Brüder-Grimm-Stadt, Kulturhochburg im Osten der Rhein-Main-Region zu sein, ernst nehme, dürfe auch die kulturelle Präsentation nach innen nicht vernachlässigen. Letztlich seien in den kalkulierten Kosten bisher weder mögliche Patronate noch denkbare Sponsorenbeiträge berücksichtigt.
Der historische Ziehbrunnen
Der historische Ziehbrunnen

Auf große Zustimmung wird die jetzt verabschiedete Vorlage auch beim Gesprächskreis Kultur stoßen, ist sich Kulturbeauftragter Klaus Remer sicher. Er hatte dem fachkundigen Gremium den Masterplan im vergangenen Jahr bereits erläutert und nach eigenen Worten viele positive Rückmeldungen bekommen. „Alle sind froh, dass das Vorhaben nun endlich angepackt wird.“ Viele wünschenswerte Einzelprojekte könnten danach endlich verwirklicht werden, so Remer.
Der im Magistrat einstimmig verabschiedete Fahrplan für Kunst und Kultur im öffentlichen Raum sieht vor, dass in diesem Jahr noch drei Projekte realisiert werden. Dazu gehören neben dem von Albrecht Glenz geschaffenen Märchenensemble „Die sechs Schwäne und ihre Schwester“, das im Dezember 2011 Kanalbauarbeiten weichen musste, auch der Ziehbrunnen „Alte Zeichenakademie“ und die Turmhaube Alte Johanneskirche.
Der barocke Ziehbrunnen stammt aus dem Nachlass von Generalkonsul Bruno Schubert und konnte im Juni 2011 auf Vermittlung des Hanauer Geschichtsvereins erworben werden. Das sandsteinerne Kleindenkmal wurde ursprünglich 1692 auf einem Grundstück an der Rebengasse / Gärtnerstraße errichtet, auf dem sich von 1772 bis 1880 die Hanauer Zeichenakademie befand. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Brunnen aus dem Trümmerschutt geborgen und an den Unternehmer nach Frankfurt am Main abgegeben. Geplant ist nun, dass der Brunnen auf dem neu entstehenden Quartiersplatz am Kinopolis an der Gärtnerstraße, seinem alten Standort, wieder aufgestellt wird.
Bei der Turmhaube für die Alte Johanneskirche handelt es sich um ein Projekt, über das bereits seit Anfang der neunziger Jahre intensiv nachgedacht wird. Dabei will man an das frühere Aussehen des nach dem Zweiten Weltkrieg ohne Turmhaube wieder aufgebauten Gebäudes anknüpfen. Unklar war dabei bisher, ob man einer modernen Gestaltung oder einer historischen Rekonstruktion den Vorzug geben sollte. In den letzten Monaten konnte durch Vermittlung von Dr. Rolf Ruthardt und der Interessengemeinschaft Hanauer Altstadt e.V. mit der evangelischen Kirche die Überlegung eines Stahlaufbaus konkretisiert werden, der die Silhouette der alten Turmhaube markieren soll. Die Kirchendenkmalpflege in Kassel hat dem Projekt zugestimmt.
Den geschätzten Kosten von rund 120.000 Euro stehen nach Angaben von Dr. Ruthardt bereits feste Spendenzusagen in Höhe von rund 50.000 Euro gegenüber. Wie bei anderen gemeinnützigen Spendenprojekten in Hanau ist eine 50-prozentige Unterstützung und damit ein Zuschuss in Höhe von 60.000 Euro seitens der Stadt vorgesehen.
Der Röhrenbrunnen
Der Röhrenbrunnen

Eines der beiden teuersten Einzelprojekte mit veranschlagten Kosten von 350.000 Euro ist ein Denkmal für Moritz Daniel Oppenheim, das auf dem neugestalteten Freiheitsplatz an den in Hanau geborenen jüdischen Künstler erinnern soll. Das nach den Worten von Oberbürgermeister Kaminsky „wichtigste Vorhaben des Gesamtprojektes Kunst und Kultur im öffentlichen Raum“ würdigt das Wirken und die Bedeutung des Malers Oppenheim, der bereits zu Lebzeiten zu den populären und international renommierten jüdischen Künstlern zählte. Neben Porträts und Genredarstellungen prägen Bilder zum jüdischen Religionsleben und Brauchtum einen wesentlichen Teil seines Oeuvres, das ihm schon zu Lebzeiten weltweit Anerkennung brachte. Die Sammlungen der städtischen Museen Hanau und des Hanauer Geschichtsvereins 1844 e.V. verfügen über einen bedeutenden Bestand an Gemälden und Zeichnungen Oppenheims. Zuletzt konnte Anfang 2011 das Bildnis der Vittoria Caldoni aus der Hand Oppenheims mit Spenden aus der Bürgerschaft erworben werden.
Wie der Kulturbeauftragte Remer erinnert, hat sich der Gesprächskreis Kultur bereits früh für dieses Projekt eingesetzt. Ende 2006 hatte sich dann ein Förderkreis Denkmal Moritz Daniel Oppenheim gegründet. In der Stadtverordnetenversammlung wurde im Juli 2007 einstimmig beschlossen, im Zuge des Stadtumbaus ein geeignetes Monument in der Innenstadt Hanaus zur Würdigung von Oppenheim zu schaffen.
Folgt die Stadtverordnetenversammlung dem Magistratsbeschluss, soll rechtzeitig zur Einweihung des neugestalteten Freiheitsplatzes 2014 auch das Oppenheim-Denkmal fertig gestellt sein. Analog zur Gestaltung am Kurt-Blaum-Platz werden auch hier im Rahmen einer beschränkten Auslobung ausgewählte Künstlerinnen und Künstler eingeladen, einen Entwurf einzureichen. Geplant ist es laut Vorlage, dass der Jury neben Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Kulturbeauftragtem Klaus Remer auch ein/e Vertreter/in des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden Hessens (Sitz Frankfurt am Main); ein/e Vertreter/in der Bildhauerei / plastischen Gestaltung - freie/r Künstler/in; ein/e Vertreter/in einer entsprechenden Fachrichtung einer Hochschule der Region angehören. Eine beratende Mitwirkung könnte zudem durch den Hanauer Geschichtsvereins 1844 e.V., die Jüdischen Gemeinde Hanau, den Arbeitskreises Christen und Juden der evangelischen Kirche, die Christlich-Jüdischen Gesellschaft Hanau e.V., die Interessengemeinschaft Hanauer Altstadt e.V. und den Förderkreises Oppenheim-Denkmal erfolgen.
An der Südseite des Freiheitsplatzes soll nach den aktuellen Plänen eine Rekonstruktion des Röhrenbrunnens entstehen. Dabei ist noch nicht abschließend geklärt, ob das Original in Einzelteilen noch vorhanden ist und eine Nachbildung damit entbehrlich würde. Die Recherche anhand alter Fotografien läuft noch. Sollte der Brunnen vollständig rekonstruiert werden müssen, entstehen geschätzte Kosten in Höhe von 75.000 Euro.
Modell des Bodenreliefs von Claus Bury
Modell des Bodenreliefs von Claus Bury

Bereits in den achtziger Jahren hatte der Hanauer Bildhauer Professor Claus Bury das Modell eines Bodenreliefs auf Grundlage des Grundrisses der Neustadt Hanau 1597 erarbeitet, um damit dem Neustädter Markt zu Füßen des Brüder-Grimm-Nationaldenkmals eine Prägung zu geben. Die Idee wurde seinerzeit nicht umgesetzt, bietet sich aber nun im Zusammenhang mit der neu zu gestaltenden Grünanlage der Französischen Allee zu Füßen des Denkmals für den Gründer der Neustadt, Graf Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg, an und könnte in diesem Rahmen in 2015 realisiert werden.
Wie Oberbürgermeister Kaminsky erläutert, würde mit diesem Projekt auch die Mittelachse der Neustadt von der Karl-Röttelberg-Straße über das Philipp-Ludwig-Denkmal, die Wallonisch-Niederländischer Kirche, den Neustädter Markt mit Brüder-Grimm-Denkmal und Rathaus bis Freiheitsplatz zur Einmündung in die Altstadt nochmals betont. „Da Einheimische wie Besucher den Stadtplan betreten können, wird Stadtgeschichte und –entwicklung im wahrsten Sinne des Wortes begehbar,“ ergänzt der Kulturbeauftragte Remer.
Für die Aufstellung der Neustadtplastik mit Fundament und Lichttechnik für abendliche Illumination sind rund 350.000 Euro zu veranschlagen. Da sich das Monument aus einzelnen Granitplatten zu einem Ganzen fügt, bietet sich eine bürgerschaftliche Patenaktion für die Realisierung der Straßencarrées an, hoffen die Verantwortlichen auch auf Unterstützung aus der Bürgerschaft.
Für 2016 terminiert ist schließlich das sechste Einzelvorhaben, das unter dem Titel „Junge Kunst“ künftig eine temporäre Plattform für Nachwuchs-Künstlerinnen und –Künstler bieten soll. Zur angemessenen Präsentation der Werke soll auf einem Areal in der neuen Grünanlage an der Französischen Allee neben der Plattform auch für Licht und Lagermöglichkeiten gesorgt werden. Das Projekt soll unter Anleitung des Jugendbildungswerkes realisiert werden und bietet anschließend Kooperationsmöglichkeiten mit Hanauer Schulen, der Hochschule für Gestaltung Offenbach oder auch der Städtelschule in Frankfurt. „Dieses Projekt wäre einmalig im gesamten Rhein-Main-Gebiet,“ unterstreicht OB Kaminsky abschließend die überregionale Bedeutung einer solchen Förderung junger Kunstschaffender.

Mehr Werbung und weniger Gebühren für Gastronomen & Einzelhändler

Blick in volle Fußgängerzone Leben in der Stadt

Hanauer Magistrat lockert Gestaltungsrichtlinien für den öffentlichen Straßenraum während der Bauphase
Während der geplanten Umbaumaßnahmen in Hanaus Zentrum will die Stadt Einzelhändler und Gastronomen tatkräftig unterstützen. Daher beschloss der Magistrat der Stadt Hanau die Richtlinie zur Gestaltung von Sondernutzungen im öffentlichen Straßenraum für die anstehende Bauphase zu lockern und zudem die Möglichkeit zur Ermäßigung von Gebühren für die Bewirtschaftung im öffentlichen Straßenraum einzuräumen.
In Zukunft können Hanauer Einzelhändler und Gastronomen, die von den Umbaumaßnahmen direkt betroffen sind, einen Antrag stellen, der ihnen erlaubt auffällig zu werben. So können sie beispielsweise Flaggen an Hauswänden oder im Straßenraum platzieren sowie mit Werbeständern auf sich aufmerksam machen. Außerdem dürfen die Antragsteller, die für die Wintersaison von Oktober bis März eine Sondernutzungserlaubnis für Außengastronomie beantragen, mit Gebührenermäßigungen rechnen. Eine Ermäßigung bis hin zum Erlass der Gebühren ist ebenfalls dann möglich, wenn die bereits bestehende Außengastronomie durch äußere Umstände, wie beispielsweise Baulärm- oder schmutz, beeinträchtigt werden.
Das betrifft beispielsweise den Außenbereich von Cafés und Restaurants, in dem die Aufenthaltsqualität durch eine naheliegende Baustelle beeinträchtigt wird.
„Eine Baustelle bringt gewisse Unannehmlichkeiten mit sich. Mit der der Änderung der Gestaltungsrichtlinien im Bezug auf Werbung und der Möglichkeit zur Gebührenermäßigung wollen wir die Hanauer Einzelhändler und Gastronomen während der Bauphase seitens der Stadt unterstützen“, erläutert Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Dazu zählten auch die - gemeinsam mit der Hanau Marketing GmbH (HMG) und dem Hanau Marketing Verein (HMV) geplanten - Maßnahmen wie Führungen über die Baustelle, Parkrückvergütungsmaßnahmen für Besucher der Innenstadt bis hin zu Info-Flyern zum Thema Parken, Ausgehen und Einkaufen sowie die Neuauflage des GRIMMS Stadtmagazins, das in Zukunft aktiv für Einzelhandel und Gastronmie in Hanau werben werde, so der OB.

Start auf dem Freiheitsplatz!

Kanalbauarbeiten als Startschuss für die Großbaustelle
Für Außenstehende mag es aussehen haben wie eine gewöhnliche Kanalsanierung – für die Hanauer Bürgerinnen und Bürger war es jedoch viel mehr, nämlich das unübersehbare Zeichen dafür, dass es am Freiheitsplatz jetzt wirklich losgegangen ist. „Die Bagger haben hoffentlich auch jene Skeptiker überzeugt, die bisher davon sprachen, dass der geplante Stadtumbau in seiner Größe ohnehin nur Politikerwunschdenken war.“ Nach den Worten von Oberbürgermeister Claus Kaminsky waren die Tiefbauarbeiten des Eigenbetriebs Hanau Verkehr und Entsorgung an der Nordseite des Freiheitsplatzes ein wichtiges Signal, dass „wir wahr machen, was bisher nur auf dem Papier zu sehen war“.
Auch beim Hamburger Investor HBB freut man sich, dass mit der Kanalverlegung quasi der erste „kleine Startschuss“ für das Projekt gegeben werden konnte. Nach den Worten von HBB-Geschäftsführer Harald Ortner zeigt sich hier einmal mehr die gute und reibungslose Zusammenarbeit aller Beteiligten. „Dass die vorbereitenden Arbeiten jetzt so zügig angegangen werden, stimmt uns optimistisch für die bevorstehende Bauzeit.“
Baustelle an der Straße
Bauarbeiten an der Straße "Im Bangert"

Diese erste Bauphase, die auch die Verlegung weiterer Leitungen der Stadtwerke und anderer Netzdienste umfasst, soll nach Angaben der Planer bis Mai dieses Jahres abgeschlossen sein. Sie wird Anwohnern und Einzelhandel auch einen ersten Vorgeschmack auf die weniger angenehmen Begleiterscheinungen der Großbaustelle geben, die ab Frühjahr auf dem Freiheitsplatz entstehen wird.
Dass die Erschwernisse für alle Betroffenen jedoch nur ein kleiner Preis sind für das, was für die gesamte Stadt mit der Neugestaltung der Innenstadt erreicht wird, davon ist Oberbürgermeister Claus Kaminsky ebenso überzeugt wie der Leiter der Hanauer Stadtentwicklung Martin Bieberle. Schon heute seien die positiven Konsequenzen, die sich im Fahrwasser des von einem breiten Konsens getragenen Innenstadtumbaus ergeben, unübersehbar.
Der Imagegewinn für Hanau lässt sich nach seinen Worten inzwischen sogar in Zahlen ausdrücken. „In der Zeit zwischen August 2010 bis 2011 ist die Stadt um 902 Bürger größer geworden. Parallel dazu weisen die Statistiken 1.865 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mehr aus – eine solche Steigerung bei den Arbeitsplätzen gab es in den letzten 30 Jahren nicht.“
Am Montag, 14. November 2011, ging es los: Die erste Baustelle.
Am Montag, 14. November 2011, ging es los: Die erste Baustelle.

Mit den Bauarbeiten wurden erste Vorarbeiten für dass Großprojekt auf dem Freiheitsplatz eingeleitet, die bereits jetzt unabhängig vom Stand des Bebauungsplanverfahrens begonnen werden konnten. Ziel der Stadt ist dabei, durch das Entzerren der vorbereitenden Maßnahmen einen möglichst störungsarmen Verlauf der später folgenden Bauarbeiten sicherzustellen.
Zeitgleich läuft die sogenannte „Baureifmachung“, die zur Übergabe des Grundstücks an den Investor HBB nach dem Kaufvertrag erforderlich ist. Dahinter verbirgt sich die Demontage von der Papierkörben, Geländern und Pavillons auf dem Freiheitsplatz ebenso wie der Rückschnitt und die Fällung der Bäume, die bis zum 1. März abgeschlossen muss. Weitere Schritte, die sich direkt anschließen, sind - soweit der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan dann gefasst ist - die Abrissarbeiten auf dem ehemaligen Karstadt-Barthel-Komplex, die bis Mai 2012 beendet sein sollen. Parallel dazu beginnen im März 2012 die Archäologen mit ihren Untersuchungen. Im Juli 2012 könnte dann schließlich das Einkaufszentrum endlich selbst Gestalt annehmen, wenn mit dem Aushub für die Tiefgarage auch das Fundament für die neuen Bauten gelegt wird.

Projektbüro am Freiheitsplatz

Projektbüro am Freiheitsplatz
Offene Türen und offene Ohren für die Belange der Bürgerinnen und Bürger: das Projektbüro am Freiheitsplatz
Die Neuentwicklung der Innenstadt geht mit der größten Umgestaltung seit dem Wiederaufbau einher. Diese Zeit des Wandels mit Transparenz und Information zu begleiten, ist eine der zentralen Aufgaben des Projektbüros „Hanau baut um - Aktive Kernbereiche“. Hier erhalten interessierte Bürgerinnen und Bürger fundierte Informationen rund um den Innenstadtumbau und die Konversion der früher militärisch genutzten Flächen.
Das Team aus Mitarbeitern der Stadt Hanau und der NH Projektstadt ist mittwochs von 10 bis 12 Uhr und 13 bis 18 Uhr, donnerstags und freitags von 13 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 14 Uhr in den Räumen am Freiheitsplatz erreichbar.
Ansprechpartner ist das Projektbüro vor allem auch in Sachen Städtebauförderprogramm „Aktive Kernbereiche“. Hier wird gezeigt, welche Projekte über die „Aktiven Kernbereiche“ gefördert werden und der Allgemeinheit zu Gute kommen. Daneben gibt es auch umfassende Informationen zum „City-Konjunkturprogramm“, das sicherstellen will, dass auch die Bestandslagen von der Neugestaltung der Hanauer Innenstadt profitieren können.
Schließlich gibt es im Projektbüro auch Antworten rund um Fragen der Konversionsentwicklung.
Telefonisch ist das Projektbüro während der Öffnungszeiten unter der Rufnummer 06181/ 42 89 970 erreichbar. Jederzeit ist die auch Kontaktaufnahme per Email möglich:

info@hanau-baut-um

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Einen eindrucksvollen Blick zurück bietet die historische Studie von Markus Häfner M.A. "Zur Problematik der Gestaltung des Freiheitsplatzes". In der Chronik führt der Autor die abwechslungsreiche Geschichte des Platzes plastisch, kenntnisreich und informativ vor Augen. Viele Bilder machen die Ausführungen sehr anschaulich.Mehr:

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