Stadtteile / Stadtbezirke

Quelle: KIV / ekom in Hessen & FB 1.05 - SPSS
Einwohnermelderegister der Stadt Hanau

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Statistische Stadtbezirke nach der kleinräumigen Gliederung des Stadtgebietes - Stand 31.12.2014 Nach Oben

Stadtbezirke
Hanau nach Stadtbezirken

Faltblätter jeweils zu den einzelnen Stadtteilen finden Sie unter der Rubrik Publikationen
Stadtteil Innenstadt
Stadtteil Kesselstadt
Stadtteil Nordwest
Stadtteil Lamboy
Stadtteil Südost
Stadtteil Mittelbuchen
Stadtteil Steinheim
Stadtteil Klein-Auheim
Stadtteil Großauheim
Stadtteil Wolfgang

Stadtteil Innenstadt Nach Oben

Innenstadt
Stadtteil Innenstadt nach Stadtbezirken

Am 01. Juni 1597 wurde der Vertrag , die "Capitulation", vom Landesherrn Graf Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg unterzeichnet. Hierdurch fanden kalvinistisch reformierte Flüchtlinge aus den spanischen Niederlanden (=Flamen) und Nordfrankreich (=Wallonen) eine neue weltliche und geistliche Heimat. Die Flamen und Wallonen erhalten von dem Hanauer Grafen das Recht, sich vor den Toren der Altstadt Hanau eine neue Stadt (die heutige Innenstadt), die Neustadt zu erbauen. So erwirbt Hanau den Weltruf für Luxusgüter, da unter den Flüchtlingen Gold- und Silberschmiede waren, Diamantschleifer und Fayencekünstler. So entwickelten sich Kunst, Kultur und Wirtschaft zu europaweit angesehenen Sparten. Beispielhaft muss hier die Gründung der ersten deutschen Fayencemanufaktur 1661 (Hanauer Fayencen) sowie die Stillebenmalerei, die Silber- bzw. Goldschmiedekunst genannt werden.
Bezirk Bezeichnung Fläche in ha Einwohner (Hauptwohnung) Einwohnerzahl je ha
101 Marktplatz 18,3 1.813 99,1
102 Altstadt 17,2 1.181 68,7
103 Türkische Gärten 12,9 623 48,3
104 Sandeldamm 16,4 1.435 87,5
105 Mühltor 22,9 1.089 47,6
106 Französische Allee 24,8 2.461 99,2
107 Kanaltor 13,5 1.016 75,3
108 Frankfurter Tor 11,7 1.046 89,4
109 Eugen-Kaiser-Straße 16,5 612 37,1
10 Innenstadt 154,1 11.276 73,2

Stadtteil Kesselstadt Nach Oben

Kesselstadt
Stadtteil Kesselstadt nach Stadtbezirken

Der Stadtteil liegt westlich der Kinzigmündung auf einem weitgehend hochwasserfreien Geländerücken, etwas mehr als einen Kilometer westlich der Innenstadt. Erstmals 1059 als Chezsilstat erwähnt. Geprägt ist der Stadtteil durch den Main im Süden, das Schloß Philippsruhe mit dem Park, von dem sternförmig Straßen wegführen und einem kleinen Altstadtkern. Im Westen daran schließt sich eine Hochhaussiedlung („Weststadt“) und das Gewerbegebiet Ost der Gemeinde Maintal. Im Norden kann man die Parkanlagen und Gebäude der Kuranlage Wilhelmsbad mit ihren Attraktionen besichtigen.
Bezirk Bezeichnung Fläche in ha Einwohner (Hauptwohnung) Einwohnerzahl je ha
201 Wilhelma 16,4 1.744 106,3
202 Kurt-Schumacher-Platz 16,5 2.073 125,6
203 Am Hochgericht 99,1 1.620 16,3
204 Friedensstraße 51,8 710 13,7
205 Am Weihergraben 60,8 1.497 24,6
206 Auf der Aue 15,3 423 27,6
207 Philippsruhe 31,3 1.028 32,8
208 Röntgenstraße 35,3 2.224 63,0
20 Kesselstadt 326,4 11.319 34,7

Stadtteil Nordwest Nach Oben

Nordwest
Stadtteil Nordwest nach Stadtbezirken

Im Stadtteil Nordwest sind keine Hochhäuser vorzufinden. Rund um Wilhelmsbad liegt das Villenviertel von Hanau. Ein weiterer Bereich ist das Hanauer Musikerviertel. Zwischen 1777 und 1785 ließ Erbprinz Wilhelm von Hessen-Kassel in Hanau-Wilhelmsbad einen der ältesten englischen Landschaftsgärten anlegen. Heute ist der Park ein gartenarchitektonisches Kleinod, das man am besten mit einer Führung entdeckt.
Bezirk Bezeichnung Fläche in ha Einwohner (Hauptwohnung) Einwohnerzahl je ha
301 Milchweg 32,3 1.176 36,4
302 Rosenau 31,1 1.243 40,0
303 Richard-Wagner-Straße 36,6 1.706 46,6
304 Wilhelmsbad 167,1 258 1,5
305 Krebsbachweg 53,0 1.584 29,9
306 Erzberger Straße 23,1 958 41,5
307 Diebacher Weg 67,4 389 5,8
308 Vor der Kinzigbrücke 16,1 1.895 117,7
309 Reichenberger Straße 98,0 903 9,2
310 Hohe Tanne 79,2 564 7,1
30 Nordwest 515,7 10.676 20,7

Stadtteil Lamboy Nach Oben

Lamboy
Stadtteil Lamboy nach Stadtbezirken

Der Stadtteil Lamboy liegt im Nordosten Hanau´s, von der Stadt getrennt durch die Kinzig. Es ist der jüngste Stadtteil – der mit den meisten Kindern – und der Anteil von Menschen ohne deutschen Pass ist ausgesprochen hoch. Auch beim Anteil der allein erziehenden Eltern liegt er an der Spitze. Es ist vermutlich der einzige Stadtteil, der nach dem Verlierer einer Schlacht, Feldmarschall Wilhelm Graf von Lamboy, benannt ist. Alljährlich wird zur Erinnerung an die Ereignisse aus dem Dreißigjährigen Krieg das Lamboyfest gefeiert. An der Lamboystraße befinden sich einige wenige Häuser Hanaus, die im Zeiten Weltkrieg nicht zerstört worden sind, ehemalige Offizierswohnungen. Nach dem Krieg zogen dann die Amerikaner für mehrere Jahrzehnte in die Kasernen ein. Die „housing area“ in der Chemnitzer Straße sind heute noch von amerikanischen Familien bewohnt. Im Jahr 2002 fand die Landesgarten-Schau auf dem Gelände der Francois-Gärten statt.
Bezirk Bezeichnung Fläche in ha Einwohner (Hauptwohnung) Einwohnerzahl je ha
401 Paul-Ehrlich-Straße 17,0 2.192 128,9
402 Nordbahnhof 26,3 1.511 57,5
403 Moselstraße 113,6 525 4,6
404 Gleisbahnhof 66,5 2.210 33,2
405 Lamboywald 174,4 36 0,2
406 Feuerbachstraße 36,5 1.164 31,9
407 Francoisgärten 26,2 1.541 58,8
408 Tümpelgarten 46,4 2.162 46,6
409 Bulau 153,1 19 0,1
40 Lamboy 660,0 11.360 17,2

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Südost
Stadtteil Südost nach Stadtbezirken

Im Stadtteil Südost befinden sich die sehr viele, langjährige und größten Unternehmen von Hanau, u.a.: weltweit führende Unternehmen aus der Technologiebranche wie Heraeus oder VAC , so wie auch die Dunlop-Reifenwerke, Deutsche Bahn und Schwab Versand. Im Stadtgebiet selbst leben viele unterschiedliche Nationen. In diesem Stadtteil ist der Hauptfriedhof, sowie der Hauptbahnhof und die Bundesagentur für Arbeit vorzufinden. Erwähnenswert ist auch der Hanauer Hafen. Dieser ist nach den Umschlagvolumen der zweitgrößte Hafen Deutschlands an der Rhein-Main-Donau-Wasserstraße. Die Staatliche Zeichenakademie Hanau ist die älteste deutsche Aus- und Fortbildungsstätte für das Gold- und Silberschmiedehandwerk.

Bezirk Bezeichnung Fläche in ha Einwohner (Hauptwohnung) Einwohnerzahl je ha
501 Hafen 73,4 354 4,8
502 Friedrichstraße 17,2 2.085 121,2
503 Grimmelshausenstraße 17,4 1.063 61,1
504 Grüner Weg 55,0 1.024 18,6
505 Friedberger Übergang 48,4 17 0,4
506 Hauptfriedhof 30,8 1.022 33,2
507 Dunlop 62,7 1.687 26,9
508 Hauptbahnhof 85,3 1.345 15,8
509 Kinzdorf 35,7 906 25,4
50 Südost 425,9 9.503 22,3

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Mittelbuchen
Stadtteil Mittelbuchen nach Stadtbezirken

Der kleinste Stadtteil Hanaus ist zugleich der „älteste“: Am 01 Juni 798 wird in einer Schenkung des Liubert an das Kloster Lorsch die „bucha marca“ genannt. Der Ort ist seit der Steinzeit besiedelt. Mittelbuchen wird ausdrücklich erstmals 1239 genannt. Es zählt zum ältesten Besitz des Herren und späteren Grafen von Hanau. Bis Anfang des 19. Jahrhunderts hatte Mittelbuchen etwa 300 Einwohner, die der Landwirtschaft und dem bäuerlichen Handwerk nachgingen. Mittelbuchen ist auch als die „grüne Lunge“ von Hanau bekannt.
Bezirk Bezeichnung Fläche in ha Einwohner (Hauptwohnung) Einwohnerzahl je ha
601 Schwaberg 163,9 636 3,9
602 Schelmstraße 18,8 1.045 55,6
603 Kirchberg 345,3 574 1,7
604 Obertor 13,4 574 42,8
605 Kesselstädter Straße 401,9 946 2,4
60 Mittelbuchen 943,3 3.775 4,0

Stadtteil Steinheim Nach Oben

Steinheim
Stadtteil Steinheim nach Stadtbezirken

Hanau´s südwestlichster Stadtteil entwickelte sich aus einem nördlichen fränkischen Besiedlungskern bei der St.-Nikolaus-Kirche (ehem. Klein-Steinheim) und einem südlichen auf dem Basaltplateau mit der Burg der Herren von Eppstein (ehem. Groß-Steinheim). Bereits Jäger und Sammler kamen vor über 12.000 Jahren (Altsteinzeit) nach Steinheim, da der Main Möglichkeiten für den Fischfang hatte, aber auch zum Erlegen tränkender Tiere, bot. Siedlungen gibt es seit der Jungsteinzeit, damals vor 7.500 Jahren wurden die Menschen seßhaft. Die Burg, deren Bau um 1200 begonnen wurde, war für die Herren von Eppstein das Machtzentrum. 1320 erhielten sie die Stadtrechte für Steinheim von König Ludwig IV.
Bezirk Bezeichnung Fläche in ha Einwohner (Hauptwohnung) Einwohnerzahl je ha
701 Wilhelminenstraße 39,5 1.970 49,9
702 Darmstädter Straße 113,7 2.214 19,5
703 Kreuzweg 30,3 1.576 52,0
704 Dietzenseestraße 45,2 1.981 43,8
705 Johannes-Machern-Straße 30,2 1.410 46,7
706 Karl-Kirstein-Straße 36,3 1.940 53,4
707 Otto-Hahn-Straße 449,9 599 1,3
708 Offenbacher Landstraße 83,4 667 8,0
70 Steinheim 828,3 12.357 14,9

Stadtteil Klein-Auheim Nach Oben

Klein-Auheim
Stadtteil Klein-Auheim nach Stadtbezirken

Klein-Auheim wird erstmals 806 urkundlich erwähnt. Dabei weist die Endung „-heim“ auf eine fränkische Gründung hin. Auheim hiess ursprünglich Ewichheim nach einem Mann namens Ewich, der auf beiden Mainseiten Besitzungen in Form von Wehrdörfern hatte. Somit gehörten Großauheim und Klein-Auheim ursprünglich zusammen. Im Lauf der zeit entwickelte sich auf der linken Mainseite die „Auheimer Mark“, auf dem freie Bauern siedelten, die Herren ihres Besitzes waren und daneben Wald, Wasser und Heide, sog. Almende, gemeinsam nutzten. Bis zum 18. Jahrhundert war Klein-Auheim eine eher kleine und wirtschaftlich unbedeutende Siedlung gewesen. Den zweiten Weltkrieg hatte Klein-Auheim fast unbeschadet überstanden. Mit seiner unmittelbaren Nähe zum Main und seinem zum Teil ländlichen Charakter bietet der Stadtteil einen interessanten Bezugspunkt.
Bezirk Bezeichnung Fläche in ha Einwohner (Hauptwohnung) Einwohnerzahl je ha
801 Schillerplatz 25,4 1.965 77,4
802 Rathausstraße 17,0 1.143 67,2
803 Dieselstraße 109,6 207 1,9
804 Weiskircher Straße 174,8 1.659 9,5
805 Fasanerie 477,2 1.282 2,7
806 Burggartsweidig 66,9 1.462 21,9
80 Klein-Auheim 870,9 7.718 8,9

Stadtteil Großauheim Nach Oben

Grossauheim
Stadtteil Grossauheim nach Stadtbezirken

Der größte der heutigen Stadtteile, zeigt sich dem Besucher mit dem Mainpanorama von seiner schönsten Seite. Erstmals genannt 806 als Ewichheim. Großauheim gehörte bis 1803 zum katholischen Kurfürstentum des Mainzer Erzbischofs. Bis weit ins vorige Jahrhundert war der Stadtteil ein Bauerndorf. Durch die Lage am Main ermöglichten Fischerei, die Mainschiffahrt und die Flößerei einen zusätzlichen Erwerb. Die Eisenbahn ließ Großauheim allmählich zu einem Industriedorf werden. Durch die industrielle Massennutzung der Elektrizität entstanden Fabriken der Elektrotechnik. Mit Veränderung der industriellen Produktion sind die einstmals großen Fabriken geschrumpft oder ganz verschwunden.
Bezirk Bezeichnung Fläche in ha Einwohner (Hauptwohnung) Einwohnerzahl je ha
901 Josef-Bautz-Straße 110,5 547 5,0
902 Patershäuser Straße 93,1 1.115 12,0
903 Taunusstraße 41,5 1.777 42,8
904 Auwanneweg 24,8 1.661 67,0
905 Hainbachstraße 18,8 1.177 62,6
906 Vogelsangstraße 30,2 1.910 63,2
907 Lindenau 193,8 1.137 5,9
908 Waldsiedlung 56,3 1.558 27,7
909 John-F.-Kennedy-Straße 345,6 1.610 4,7
90 Großauheim 914,6 12.492 13,7

Stadtteil Wolfgang Nach Oben

Wolfgang
Stadtteil Wolfgang nach Stadtbezirken

Seit der Hessischen Gebiets- und Verwaltungsreform vom 01. Juli 1974 ist Wolfgang ein Hanauer Stadtteil. Kurze Zeit vorher, am 01. Januar 1972, war Wolfgang ein Stadtteil Großauheim geworden. Die Geschichte der ehemals selbständigen Gemeinde basiert auf der im Jahr 1468 von Erasmus Hasenfuß zu Ehren von Sankt Wolfgang, einem im zehnten Jahrhundert in Regensburg wirkenden Bischof, errichteten Kapelle in dem damals fast undurchdringlichen und sumpfigen Wald der Bulau. Die Kappelle wurde im Jahr 1525 während des Bauernkrieges zerstört. In der unmittelbaren Nähe der Klosterruine löst der letzte Hanauer Graf, Johann Reinhard III, im Jahr 1715 ein Jagdhaus errichten. Später wurde daraus das Hessische Forstamt. In der Folgezeit siedelten sich bedeutsame Industrieunternehmen an. Zwischenzeitlich hat sich der Stadtteil zu einem Zentrum der Hochtechnologie entwickelt.
Bezirk Bezeichnung Fläche in ha Einwohner (Hauptwohnung) Einwohnerzahl je ha
1101 Exerzierplatz 136,4 857 6,3
1102 Pionier-Kaserne 406,6 4 0,0
1103 Vor der Pulvermühle 66,8 1.197 17,9
1104 Lehrhöfer Straße 43,3 352 8,1
1105 Rodenbacher Chaussee 1265,3 16 0,0
11 Wolfgang 1.918,4 2.426 1,3
Gesamtstadt 7.557,5 92.902 12,3
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