Comoedienhaus Wilhelmsbad

Kultur und Kulinarisches: Ein Tag in Wilhelmsbad
Historische Theater als wichtiger Teil der gemeinsamen Identität
Europastraße der historischen Theater wird ausgebaut
Comoedienhaus Wilhelmsbad
Comoedienhaus Wilhelmsbad

Kultur und Kulinarisches: Ein Tag in Wilhelmsbad

Start und Zielpunkt der Veranstaltungsreihe: der ehemalige Fürstenbahnhof
Start und Zielpunkt der Veranstaltungsreihe: der ehemalige Fürstenbahnhof
„Ein Tag in Hanau-Wilhelmsbad“, die im Jahr 2010 von Comoedienhaus Betriebsgesellschaft, Hessischer Schlösserverwaltung, Hessischem Puppenmuseum und dem Gasthof „Zum Wilhelm“ ins Leben gerufene Kooperationsveranstaltung, wird auf Grund der großen Nachfrage auch im Jahr 2012 fortgesetzt. Aktuelle Termine finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.
Es können also wieder Erlebnispakete für Wilhelmsbad gebucht werden, die in unterschiedlichen Kombinationen Führungen durch den Kurpark, die Burgruine, das Comoedienhaus, das Puppenmuseum und den alten Fürstenbahnhof enthalten und mit einer kulinarischen Pause im Gasthaus „Zum Wilhelm“ verbunden sind. Bei den verschiedenen Führungen, die jeweils am Vormittag oder am Nachmittag stattfinden, werden mehrere Stationen angesteuert.
So führen Mitarbeiter der Verwaltung Staatl. Schlösser und Gärten kompetent durch Park und Burgruine von Wilhelmsbad, das zwischen 1777 und 1785 als vornehmer Badeort entstand. Erbprinz Wilhelm von Hessen Kassel ließ für die höfische Gesellschaft und das aufstrebende Bürgertum die barocken Kurgebäude und den Park im Stil eines englischen Landschaftsgartens errichten. Der Park zählt zu den frühesten Schöpfungen dieser Art in Deutschland und ist ein hervorragendes Dokument eines „empfindsamen“ Landschaftsgartens dessen stimmungsvolle Parkbauten, wie die Burg, die Pyramide oder die Eremitage den Gestaltungswillen der Zeit veranschaulichen. Die Burg war nicht nur malerische Kulisse, sondern diente dem Fürsten als Sommersitz. Der scheinbar verfallene Turm birgt im Innern eine große Überraschung. Er beherbergt ein elegantes Wohnappartement und im Obergeschoss einen prachtvollen Kuppelsaal.

Die künstliche Burgruine
Die künstliche Burgruine
Dem Amüsement der höfischen Gesellschaft diente auch das 1781 gebaute Scheunentheater Comoedienhaus, das wie die Burg hinter scheinbar schlichten Mauern ein zauberhaftes kleines Barocktheater verbirgt. Durch die Geschichte und die Technik des Theaters führt Beleuchtungsmeisterin Gaby Mayer.
Im spätbarocken Kurgebäude hat unter anderem heute das Hessische Puppenmuseum sein Domizil. Auf über 800 qm werden hier Puppen und Spielzeuge von der Antike bis zur heutigen Zeit der Kultur-geschichte lebendig. Durch das Museum führt die Leiterin Dr. Maren Raetzer.
Am Rande des Wilhelmsbader Staatsparks steht der Fürstenbahnhof. Hier trafen die Besucher aus Frankfurt und dem Umland zur Sommer-frische und zum Amüsement in Wilhelmsbad ein. Das denkmal-geschützte, liebevoll restaurierte Bahnhofsgebäude von 1848 beherbergt heute das Gasthaus „Zum Wilhelm“. Gastronom Patrick Zwergel verwöhnt seine Gäste mit hessischer Küche - bei schönem Wetter in einem lauschigen Biergarten.

Das Informationsblatt „Ein Tag in Wilhelmsbad 2012“ ist in der Tourist-Information im Rathaus, im Puppenmuseum, in der Außenstelle der Verwaltung Staatl. Schlösser und Gärten in Wilhelmsbad, im Gasthof „Zum Wilhelm“ und in der Comoedienhaus Geschäftsstelle in der Steinheimer Straße erhältlich.

Diese „Kennenlernprogramme“, die auch vemeintlichen Kennern noch Neues zu bieten haben, betonen die Rolle Wilhelmsbads als historisch bedeutsamen Ort ebenso wie den Erholungs- und Freizeitwert der Anlage.
Teilnehmen können an den rund vierstündigen Führungen maximal 40 Personen, die Mindesteilnehmerzahl liegt bei 10.

Nähere Informationen und Anmeldungen bei Sabine Oswald in der Comedienhaus GmbH
Telefon 06181 / 295-8129.

E-Mail

Historische Theater als wichtiger Teil der gemeinsamen Identität

Comoedienhaus Aussenansicht
Blick auf das Comoedienhaus

Hanau künftig im Vorstand von „Perspectiv“ vertreten
Sie beginnt im Norden auf Rügen und endet in Koblenz. Dazwischen gibt es noch weitere zehn Stationen, die zusammen die „Deutschlandroute“ der „Europastraße Historische Theater“ bilden. Mit dem Comoedienhaus in Wilhelmsbad ist auch eine Hanauer Spielstätte Teil dieser „Perlenkette der historischen Theater Deutschlands“. Das Renaissance-Schloss im tschechischen Litomysl war dieser Tage Gastgeber des internationalen Kongresses 2011, zu dem „Perspectiv – Gesellschaft der historischen Theater Europas“ als Initiator des Gesamtprojektes eingeladen hatte. Wie sich die Vertreter der Mitgliedskommunen überzeugen konnten, verfügt das Schloss über ein beeindruckendes Theater aus dem Jahre 1797, in dem nicht nur die alte Bühnenmaschinerie, sondern auch die Bühnenbilder von Josef Platzer erhalten geblieben sind.
Historische Theater als gemeinsames Kulturerbe zu erhalten und ihre Bedeutung stärker im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu verankern, dieses Ziel verfolgt „Perspektiv – Gesellschaft der historischen Theater Europas“, die ausgewählte Theater in einer Europaroute miteinander verbunden hat. Hintergrund ist die Erkenntnis, dass die Theaterbauten der letzten 400 Jahre alle ihre Wurzeln bei den ersten Opernhäuser des Venedigs zu Beginn des 17. Jahrhunderts haben und damit zu den wenigen gesamteuropäischen Bautypen zählen. Damit bilden sie einen wichtigen Teil des gemeinsamen Kulturerbes, dessen Entwicklung mit der Europastraße Historische Theater besonders dokumentiert wird. Wer die Spielstätten entlang der Route verfolgt, kann einen Querschnitt vom Schlosstheater bis zum Stadttheater, vom Liebhabertheater bis zum Kurtheater erleben.
Die Mitglieder von
Die Mitglieder von "Perspectiv"-Deutschland bei einem früheren Treffen in Hanau

Das Thema des aktuellen Treffens lautete „Panorama der historischen Theater Europas“ und wollte den Repräsentanten der Theaterhäuser die Gelegenheit geben, ihre eigene Spielstätte anhand aktueller Fallstudien vorzustellen. Für die Stadt Hanau hatte Kulturmanager Klaus-Dieter Stork den Part übernommen, das Gastspiel-Programm sowie die diversen Eigenproduktion des Comoedienhauses Wilhelmsbad dem interessierten Publikum vorzustellen.
Darüber hinaus wurde der Leiter des Fachbereichs Kultur auch in den Vorstand von „Perspectiv“ gewählt, so dass die Stadt Hanau künftig nicht nur die Verantwortung für die Deutschlandroute hat, sondern auch im europaweit agierenden Gremium der Gesellschaft vertreten ist.
Bereits 2010 hatte die Stadt Hanau das Routenmanagement für Deutschland übernommen. Seither liegt diese Aufgabe in der Verantwortung des Fachbereichs Kultur der Stadt Hanau und der Geschäftsführung der Comoedienhaus Betriebsgesellschaft mbH. Dabei umfassen die Aufgabenbereiche des Routenmanagements neben der Organisation von Arbeitstreffen und der Weiterentwicklung der Zusammenarbeit zwischen den Theatern auch die Werbung für die Deutschland- und der Europarouten sowie die zentrale Pressearbeit auf Bundesebene. Die Aufwendungen des Routenmanagements werden mit EU-Geldern finanziert.

Europastraße der historischen Theater wird ausgebaut

Hanau leitete Treffen der deutschen Theater auf Rügen
„Der Ausbau der Europastraße Historische Theater kann beginnen.“ Mit dieser freudigen Botschaft kam PERSPECTIV-Generalsekretär Carsten Jung zum Frühjahrstreffen der Mitglieder der Deutschland-Route der Europastraße nach Putbus. Der Grund: Die EU hat eine Förderung der Europastraße für die nächsten vier Jahre bewilligt. Bis 2016 soll diese kulturtouristische Straße 120 ausgewählte historische Theater von Portugal bis Russland und von Schweden bis Malta miteinander verbinden. Auch Hanau, ist als Heimat des historischen Comoedienhauses in Wilhelmsbad, ein Mitglied der Deutschlandroute.
Die 2003 gegründete „Gesellschaft der historischen Theater Europas (PERSPECTIV)“ hat sich zur Aufgabe gemacht, sehens- und erhaltenswerte historische Theater einer interessierten Öffentlichkeit näher zu bringen. Dazu dient auch die Europastraße Historische Theater, die seit 2007 aufgebaut wird. In Deutschland reicht sie von Putbus auf Rügen über Bayreuth und Hanau bis nach Koblenz. Neben der Deutschland-Route bestehen die Nordische Route (Skandinavien), die Ärmelkanal-Route (Großbritannien, Niederlande und Belgien) und die Italien-Route.
Perspectiv
Im klassizistischen Theater von Putbus begrüßte Theaterdirektor Klaus Möbus die Kollegen aus Potsdam, Berlin, Meiningen, Gotha und Hanau. Der Routenmanager der Deutschland-Route, Matthias Wickert von der Comoedienhaus Betriebsgesellschaft Hanau, brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass die bisherige gute Zusammenarbeit auf Deutschlandebene fortgeführt und erweitert werden kann. Die nächste gemeinsame Aktion der Theater auf der Deutschland-Route der Europastraße ist die „Woche der historischen Theater“ vom 14. bis 25. September dieses Jahres. Die Theaterverantwortlichen der Deutschland-Route sind bestrebt, das Kulturerbe historische Theater lebendig zu halten. Die „Woche der historischen Theater“ ist seit 2010 ein fester Termin im Kulturkalender. Jährlich gestalten die beteiligten Theater ein attraktives Programm aus Theateraufführungen, Konzerten und Sonderführungen durch ihre geschichtsträchtigen Häuser. Interessenten können sich ihre Reiseroute individuell zusammenstellen. Außerdem bieten Reiseunternehmen wie STUDIOSUS Reisen und STEWA Studienreisen zu den Theatern entlang der Deutschland-Route an. Die weitere finanzielle Unterstützung der Europäischen Union ermöglicht PERSPECTIV den Auf- und Ausbau von insgesamt 11 Theaterrouten in ganz Europa sowie die Entwicklung einer Wanderausstellung „Die Geschichte Europas — erzählt von seinen Theatern“, die gemeinsam mit Theatermuseen aus sechs Ländern konzipiert wird und ab 2014 durch Europa tourt. Informationen zu den Routen und dem Programm sind zu finden unter

www.europastrasse.info

Informationen zur Arbeit der Gesellschaft historischer Theater Europas und zu den einzelnen Routen sind unter dem Link www.perspectiv-online.org zu finden:

Perspectiv

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