Energiespartipps

Um für mögliche Energieengpässe in diesem und im kommenden Winter gewappnet zu sein sowie auf sicher zu erwartende Kostensteigerungen vorbereitet zu sein, beschloss der Magistrat der Stadt Hanau im September Energiesparmaßnahmen, die auch für die Eigenbetriebe und Gesellschaften der Stadt bindend sind.

Sparmaßnahmen der Stadt Hanau:

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  • In Hanau bleiben das Heinrich-Fischer-Hallenbad und das Lindenaubad, das am 1. Oktober nach der Sanierung wiedereröffnet wird, geöffnet, die Wassertemperatur ist bereits um zwei Grad auf 26 Grad abgesenkt worden.
  • Im Heinrich-Fischer-Bad stehen zudem seit dem 23. August aus Energiespargründen zwei der fünf Saunaangebote zur Verfügung. Bis mindestens Ende Oktober bleibt die Temperatur für das Babyschwimmen samstags im Heinrich-Fischer-Bad bei 30 Grad.
  • Sport- und Turnhallen bleiben weiterhin geöffnet, die Raumtemperatur wird hier auf 16 Grad abgesenkt.
  • Die Höchsttemperatur in öffentlichen Gebäuden, Büros und weiterführenden Schulen wird auf 19 Grad festgesetzt.
  • Der Betrieb von privaten Heizlüftern und privaten, mobilen Klimageräten ist in öffentlichen Verwaltungen bereits seit längerem nicht erlaubt.
  • Die in Schulen eingebauten Raumlüfter und Luftfiltergeräte bleiben zugelassen. Die fest verbauten Geräte verfügen über einen Präsenzmelder: Nur, wenn jemand im Raum ist, laufen sie. Stationäre Lüftungsanlagen ohne Wärmerückgewinnung gibt es nur noch wenige in öffentlichen Gebäuden in Hanau; ob diese abgeschaltet oder reduziert werden, wird überprüft.
  • Städtische Veranstaltungen in zu heizenden Räumen bleiben ebenfalls erlaubt, hier gilt es, Flächen und Räumen nach Möglichkeit zusammenzulegen, um zu heizende Flächen zu reduzieren.
Hanauspart Massnahme2
  • Nächtliche Effektbeleuchtung an städtischen Gebäuden und Denkmälern ist bereits seit dem 19. Juli abgestellt.
  • Die sogenannte Nachtabsenkung der Straßenbeleuchtung, die die Helligkeit der Straßenlaternen zwischen 23 und 6 Uhr reduziert, wird um zwei Stunden verlängert und beginnt um 21 Uhr. Dies haben Polizei, Straßenverkehrsbehörde, Hanau Energiedienstleistungen und Managementgesellschaft mbH (HEMG), Hanau Netz sowie der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) gemeinsam vorbereitet.

Spartipps für Bürgerinnen und Bürger:

  • Stoßlüften bzw. Querlüften der Räume statt Dauerkippstellung der Fenster, dabei Thermostatkopf der Heizung schließen.
  • Heizkörper nicht zustellen und Lüftungsschlitze freihalten.
  • In den Büro- und Besprechungsräumen soll die aktuell geforderte Raumtemperatur von 19°C eingehalten werden. Dies entspricht der Thermostatkopfeinstellung [ein Markierungsstrich unter Stellung „3/Sonne“].
  • Vor Abwesenheit (Urlaub/Homeoffice etc.) die Thermostatköpfe zurückdrehen, Thermostatkopfstellung kurz unter „2“ bzw. „Mond“ wählen (entspricht 16°C).
  • Auf geschlossene Türen während des Heizbetriebes achten.
  • Hände, wenn möglich, mit Kaltwasser waschen.
  • Duschzeiten verkürzen.
  • Bei längerer Abwesenheit oder ausreichender natürlicher Helligkeit die Beleuchtung ausschalten bzw. anpassen.
  • Vorhänge und Rollläden geöffnet lassen – das Tageslicht ist kostenlos.
  • Steckdosenleisten mit Kippschalter nutzen, um Standby-Verbrauch zu vermeiden.
  • PC-Bildschirme bei längerer Abwesenheit ausschalten.
  • Energiesparmodus des PCs anpassen.
  • Treppe statt Aufzug nutzen.
  • Keine Nutzung von elektrischen Zusatzheizlüftern oder Ölradiatoren. Die Nutzung ist ohnehin untersagt!
  1. Wärmeverluste müssen nicht sein. Wenn Rollläden und Vorhänge nachts geschlossen sind, verringert das die Wärmeverluste durch die Fenster. Gedämmte Heizkörpernischen sparen bis zu vier Prozent Heizkosten.
  2. Wärme dort, wo sie gebraucht wird. Verkleidungen vor Heizkörpern verhindern, dass sich die Wärme im Raum ausbreiten kann. Auch lange Vorhänge, ungünstig platzierte Möbel sowie am Heizkörper trocknende Handtücher können bis zu 20 Prozent Wärme schlucken.
  3. Richtiges Heizen spart Bares. Manche mögen’s heiß und wundern sich später über hohe Heizkosten. Je 1 °C niedrigere Raumtemperatur spart rund sechs Prozent Heizkosten.
  4. Die Wohnung, nicht den Keller heizen. Ist die Heizung außerhalb des Wohnbereichs oder in ungenutzten Räumen, etwa dem Heizungskeller, müssen Heizkessel, Warmwasserbereiter sowie Heizungs- und Warmwasserrohre gedämmt sein. Schließlich soll nur die Wohnung und nicht der Keller warm werden. Rohre können Sie kostengünstig selbst dämmen.
  5. Heizung regelmäßig warten lassen. Lassen Sie die Heizung regelmäßig warten! Ist diese in einem guten Zustand, spart das bis zu vier Prozent Energiekosten. Regelmäßige Wartung erhöht gleichzeitig die Betriebssicherheit. Auch eine Reinigung der Heizkörper zu Beginn der Heizsaison spart bares Geld.
  6. Moderne Heizungsregelung senkt Kosten. Nachts genügt in den Wohnräumen eine Raumtemperatur von 16 °C bis 18 °C, das spart leicht 20 bis 30 Prozent Energie. Nutzen Sie die „Nachtabsenkung“ Ihrer Heizungsregelung auchwährend des Winterurlaubs oder wenn die Wohnung längere Zeit verwaist ist.
  7. Moderne Heizungstechnik zahlt sich aus. Ein moderner Brennwertkessel kommt mit bis zu 40 Prozent weniger Energie aus, kombiniert mit Solarthermie sogar noch mit deutlich weniger. Wer dabei auf Erdgas anstatt Öl setzt, trägt auch zur Umweltentlastung bei, da Erdgas-Heizkessel in der Regel schadstoffärmer arbeiten.
  8. Das Geld nicht verheizen. Frischluft ist das Nonplusultra für ein gesundes Raumklima. Gekippte Fenster sorgen aber kaum für frische Luft, sondern für hohe Heizkosten. Ein ständig gekipptes Fenster kann Energiekosten von etwa 200 € pro Jahr verursachen.
  9. Richtiges Lüften leicht gemacht. Lüften Sie in der Heizperiode vier Mal täglich für etwa fünf Minuten per Stoßlüftung, d.h. bei ganz geöffneten Fenstern. Nach dem Duschen und Kochen zusätzlich kurz lüften. Während des Lüftens die Thermostatventile an den Heizkörpern abdrehen.
  10. Warmwasserzirkulation kostet bares Geld. In vielen Häusern mit Zirkulationsleitung läuft die Zirkulationspumpe rund um die Uhr. Eine zeitgesteuerte und richtig dimensionierte Warmwasser-Zirkulationspumpe reduziert die Stromkosten um bis zu 90 Prozent.
  11. Besser Duschen als Baden. Die Energiekosten für ein Vollbad sind ungefähr dreimal höher als beim Duschen. Ein Vier-Personen-Haushalt kann im Jahr so leicht 150 € Energie- und Wasserkosten sparen.
  12. Kleine Investition – große Wirkung. Mit Wasser-Durchflussbegrenzern lassen sich die Energie- und Wasserkosten ohne Komforteinbuße um 20 bis 50 Prozent senken.
  13. Augen auf beim Gerätekauf. Bei der Anschaffung von Haushaltsgroßgeräten lohnt es sich, auf die Energieeffizienz zu achten. Geräte mit der höchsten Energieeffizienzklasse (A) machen sich langfristig durch die Energieeinsparung bezahlt – selbst wenn andere Energieeffizienzklassen mit günstigeren Preisen locken. A-Geräte verbrauchen bis zu rund 63 Prozent weniger als vergleichbare Geräte der Klasse B.
  14. Es muss nicht immer ganz heiß sein. Die Waschwirkung von Waschmitteln ist so gut, dass Kochwäsche auch bei 60 °C sauber wird. Nutzen Sie die Füllmenge der Waschmaschine optimal aus und verzichten Sie möglichst auf den Vorwaschgang. Wenn Sie zusätzlich Buntwäsche bei 30 °C bis 40 °C waschen, können Sie im Jahr zirka 200 Kilowattstunden Strom, 5.000 Liter Wasser und 16 Kilogramm Waschmittel sparen. Ein Warmwasseranschluss an der Waschmaschine und das Trocknen auf der Wäscheleine statt im Trockner tragen zum Energiesparen bei.
  15. Lassen Sie spülen.Moderne Geschirrspüler benötigen oft nur noch sieben Liter Wasser, um bis zu 14 Maßgedecke zu spülen – etwa ein Drittel dessen, was beim Spülen per Hand verbraucht wird. So sparen Siezudem bis zu zwei Drittel Energie.
  16. Kühlen mit System. Die Tür des Kühlschranks nur kurz öffnen, da eindringende warme Luft leicht zur Eisbildung und damit zu einem höheren Stromverbrauch führt. Im Kühlschrank reichen 7 °C, bei Gefriergeräten -18 °C vollkommen aus. Jedes Grad weniger kostet fünf Prozent mehr Energie.
  17. Kochen mit Köpfchen. Beim Kochen sollten Topf und Heizplatte im Durchmesser übereinstimmen. Energiesparende Töpfe haben zudem ebene Böden und gut sitzende Deckel. Im Vergleich zu einem gewölbten Boden spart der ebene Topf 15 Prozent Energie. Wer den Deckel auf dem Topf lässt, kann weitere 60 Prozent sparen.
  18. Spezialgeräte als große Energiesparer. Eine Kaffeemaschine liefert Ihren Kaffee energiesparender als das Aufbrühen von Hand. Auch Eierkocher und Toaster gehen besonders sparsam mit Energie um.
  19. Mehr Licht für weniger Energie. LED, kurz für Licht emittierende Dioden, lohnen sich trotz höherer Anschaffungskosten. Denn im Vergleich zu anderen Leuchtmitteln benötigen LED bis zu 80 Prozent weniger Energie bei einer acht- bis zehnmal so langen Lebensdauer.
  20. Stopp dem Stromklau. Viele Geräte befinden sich permanent im ebenfalls Strom verbrauchenden „Standby“-Modus. In einem Vier-Personen-Haushalt kommen so im Jahr leicht 100 € zusammen. Eine schaltbare Steckerleiste lohnt sich also!
  21. Stromverbrauch kontrollieren. Den Stromverbrauch kennen hilft, sparsamer mit Strom umzugehen. Lesen Sie regelmäßig Ihren Stromzähler ab. Ihr Stadtwerk hilft auch gerne mit einem Leih-Messgerät aus.