Soziale Stadt

Lamboypark
Mit dem Städtebauförderungsprogramm "Soziale Stadt" unterstützen Bund und Länder seit 1999 Städte und Gemeinden bei der Aufwertung von Stadtteilen und Quartieren mit besonderem Entwicklungsbedarf. Investitionen in Wohnumfeld, öffentliche Einrichtungen, Grünanlagen und Plätze verbessern die Wohn- und Aufenthaltsqualität in den Programmgebieten und die Chancen der Bewohnerinnen und Bewohner auf Teilhabe und Integration.
 
Zur Identifikation der vor Ort lebenden Menschen mit Ihrem Quartier und zur Förderung des sozialen Zusammenhalts ist ihre Beteiligung an der Festlegung und Umsetzung der Maßnahmen eine wesentlicher Programminhalt. Die Beteiligung geschieht insbesondere über das vor Ort eingesetzte Quartiersmanagement, welches für die vielfältigen Anliegen der Menschen aus dem Quartier als Ansprechpartner zur Verfügung steht und als Schnittstelle zur Stadtverwaltung fungiert.
 
Folgende Quartiere sind derzeit in das Programm „Soziale Stadt aufgenommen:“
Hafentor

Das Gebiet „Hafentor“ wurde 2018 in das Bund-Länder-Programm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die Soziale Stadt“ aufgenommen.

Bund, Land und die Stadt Hanau beteiligen sich an der Förderung von investiven Maßnahmen zu ca. je einem Drittel.

Ziele des Bund-Länder-Programms
  • Entwicklung von Bürgerbewusstsein für den Stadtteil
  • Verbesserung des Wohnwerts der Wohnungen
  • Aufwertung des Wohnumfelds
  • Stärkung der lokalen Wirtschaft
  • Verbesserung des Angebotes an sozialer, kultureller, bildungs- und freizeitbezogener Infrastruktur
Der Förderzeitrahmen des Bund-Länder-Programms beträgt nach derzeitigem Stand 10 Jahre.

Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK)
Dieses wird im Jahr 2019 erarbeitet.
Kurzbeschreibung der wesentlichen Inhalte:

Ausgangslage

Das Programmgebiet liegt im Südwesten der Stadt Hanau. Es hat eine Größe von 13 ha und ca. 700 Einwohner. Es befindet sich in einer stadträumlich isolierten Lage zwischen einerseits dem Gleisbett des Hauptbahnhofs und der B43 sowie ihrer Verlängerung der Auheimer Straße und andererseits dem Bezirk Hafen. Innerhalb des Gebiets dominiert die Wohnnutzung.

Defizite
  • Städtebauliche Mängel im markanten Hafentorgebäude und seinem Umfeld
  • Bauliche und gestalterische Bedarfe in der Siedlung Annastraße
  • Das Fehlen von attraktiven Grün- und Freiflächen
  • Eine zunehmende soziale Segregation der Wohnbevölkerung
  • Probleme mit der Sicherheit im öffentlichen Raum

Handlungsfelder und Ziele für das Hafentor
 
Diese werden im Jahr 2019 mit der Erarbeitung des ISEKs definiert. Hier vorab einige Vorschläge aus dem Programmantrag:
  • Aktivierung der Bewohnerschaft, umfassende Bürger/innen-Mitwirkung, Verbesserung des Stadtteillebens
  • Verbesserung des sozialen und kulturellen Lebens auch unter Mitwirkung der „kreativen“ Bewohner im Hafentorgebäude
  • Städtebauliche Stabilisierung und Entwicklung des Stadtteils
  • Verbesserung der Wohn- und Lebensbedingungen
  • Öffentlichkeitsarbeit / Netzwerkarbeit
    durch
  • Aufbau und Vernetzung sozialer, kultureller und arbeitsmarktpolitischer Projekte
  • Intensive Beteiligung der Bewohner/innen
  • Umgestaltung des Wohnumfelds
  • Aufwertung und Erhöhung der Aufenthaltsqualitäten öffentlicher Straßen und Plätze
  • Schaffung wohnungsnaher Grün- und Erholungsbereiche für die verschiedenen Nutzergruppen
  • Quartiersmanagement: Betrieb eines Quartiersbüros
 
Kontakt: BauPro

Freigerichtviertel

Das Gebiet „Freigerichtviertel“ wurde 2014 in das Bund-Länder-Programm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die Soziale Stadt“ aufgenommen

Bund, Land und die Stadt Hanau beteiligen sich an der Förderung von investiven Maßnahmen zu ca. je einem Drittel.

Ziele des Bund-Länder-Programms
  • Entwicklung von Bürgerbewusstsein für den Stadtteil
  • Verbesserung des Wohnwertes der Wohnungen
  • Aufwertung des Wohnumfelds
  • Stärkung der lokalen Wirtschaft
  • Verbesserung des Angebotes an sozialer, kultureller, bildungs- und freizeitbezogener Infrastruktur
  • Schaffung und Sicherung von örtlichen Arbeitsplätzen
Der Förderzeitrahmen des Bund-Länder-Programms beträgt nach derzeitigem Stand 10 Jahre.

Integriertes Handlungskonzept
Das Büro Freischlad + Holz, Planung und Architektur, hat ein Integriertes Handlungskonzept (IHK) erarbeitet.

Kurzbeschreibung der wesentlichen Inhalte:

Ausgangslage

Das Programmgebiet liegt im Stadtteil „Südost“ der Stadt Hanau. Es hat eine Größe von 33 ha und ca. 3.500 Einwohner. Es befindet sich in einer „Insellage“ zwischen großen Industriearealen im Nordwesten und Osten sowie dem Hauptbahnhof im Süden. Im Westen schließt es an das Wohngebiet „Akademiestraße“ und die Innenstadt an. Innerhalb des Gebiets dominiert die Wohnnutzung.

Defizite
  • Gefahr, dass das Gebiet zu einem „Durchgangsquartier“ wird
  • das Fehlen von attraktiven Grün- und Freiflächen
  • eine zunehmende soziale Segregation der Wohnbevölkerung
Entwicklungsleitbild: „Vielfältige Mosaiksteine“ für ein lebendiges Stadtviertel
Handlungsfelder und Ziele aus dem IHK für das Freigerichtviertel
  • Aktivierung der Bewohnerschaft, umfassende Bürger/innen-Mitwirkung, Verbesserung des Stadtteillebens, u.a. durch Stärkung der lokalen Wirtschaft, Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen sowie Beschäftigungsmöglichkeiten auf lokaler Ebene, Verbesserung der Arbeitsmarktchancen der Bewohner/innen
  • Verbesserung des sozialen und kulturellen Lebens
  • Städtebauliche Stabilisierung und Entwicklung des Stadtteils
  • Verbesserung der Wohn- und Lebensbedingungen
  • Öffentlichkeitsarbeit / Netzwerkarbeit
durch
  • Aufbau und Vernetzung sozialer, kultureller und arbeitsmarktpolitischer Projekte
  • intensive Beteiligung der Bewohner/innen
  • Umgestaltung des Wohnumfeldes
  • Aufwertung und Erhöhung der Aufenthaltsqualitäten öffentlicher Straßen und Plätze
  • Schaffung wohnungsnaher Grün- und Erholungsbereiche für die verschiedensten Zielgruppen
  • Quartiersmanagement: Betrieb eines Stadtteilladens
Kontakt: Quartiersbüro Freigerichtviertel
Südliche Innenstadt

Das Gebiet „Südliche Innenstadt“ wurde Ende 2001 in das Bund-Länder-Programm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die Soziale Stadt“ aufgenommen

Bund, Land und die Stadt Hanau beteiligen sich an der Förderung von investiven Maßnahmen zu ca. je einem Drittel.

Ziele des Programms:
  • Aufbau und Vernetzung sozialer, kultureller und arbeitsmarktpolitischer Projekte unter Beteiligung der Bewohner/innen
  • eine verträgliche Modernisierung des Wohnungsbestandes und Schaffung eines vielfältigen Angebotes
  • eine Aufwertung des Wohnumfeldes und Erhöhung der Aufenthaltsqualität auf den öffentlichen Straßen und Plätzen sowie
  • die Schaffung wohnungsnaher Grün- und Erholungsbereiche für die Menschen im Programmgebiet
Dieses umfasst den südlichen bzw. südwestlichen Teil der Hanauer Innenstadt. Es hat eine Größe von 35 ha und ca. 4000 Einwohner. Tiefgreifende bauliche und strukturelle Veränderungen betrafen das Gebiet nach seiner über 80%-igen Zerstörung im Jahre 1945. Sozialer Geschosswohnungsbau der 50er Jahre in einer schlichten und uniformen Bauweise bestimmte seitdem die Wohnformen und das städtebauliche Erscheinungsbild insbesondere des südlichen Gebietsbereiches. In den letzten Jahren wird diese Uniformität durch Neubauten an der Französischen Allee zunehmend durchbrochen, die Bevölkerungsstruktur des Programmgebiets durchmischter.

Der Stadtteilladen Südlicht
Der Stadtteilladen „SÜDLicht“ wurde in der Calvinstrasse 10 am 04.03.2005 eröffnet.

Er versteht sich als
  • Initiator des Projektes vor Ort
  • Anlaufstelle für alle Bewohner/innen
  • Vermittler unterschiedlicher Interessen, Kulturen, Generationen
Der Stadtteilladen Südlicht ist an drei Tagen in der Woche geöffnet. Nach Vereinbarung finden dort zudem Beratungsgespräche der beauftragten Planungsbüros statt.
Kontakt: Stadtteilladen Südliche Innenstadt
Gefördert durch
Förderung Logos Soziale Stadt

Förderung Logos Soziale Stadt