Projektbeschreibung Seniorinnen und Senioren

Der Garten als "Freiraum" für Menschen mit Demenz
Garten Demenz
Freiräume für Menschen mit dem Krankheitsbild Demenz zu gestalten, bedeutet, sich mit den Bedürfnissen der Menschen zu befassen. Mit Ihrer Unterstützung kann dieses Projekt der Vereinte Martin Luther + Althanauer Hospital Stiftung Hanau weiter ausgebaut werden.
Welche Bedeutung haben geschützte Gärten für Menschen mit Demenz?
Der umzäunte Garten bietet Menschen mit Demenz in erster Linie die Möglichkeit, sich in einem geschützten Außenbereich selbständig aufzuhalten. Dies trägt zum persönlichen Wohlbefinden der Menschen bei und stärkt ihr Selbstbewusstsein durch selbst bestimmtes Spazierengehen ohne Gefahr. Eine Zunahme von sozialen Kontakten zu Mitbewohnern, Angehörigen oder Mitarbeitenden entsteht und führt zu einer Verbesserung der Lebensqualität.

Biografischer Ansatz als Alltagsaktivität
Durch die Biografiearbeit wissen wir, wer früher einen Garten hatte, sich gerne im Garten aufhielt und dort gerne gearbeitet hat. Die Bewohnerinnen und Bewohner, die früher einen Nutzgarten hatten, kann man leichter in die Gartenarbeit mit einbeziehen. Sie helfen beim Unkraut zupfen, beim Pflanzen, beim Gießen oder beim Laub kehren. Durch die aktive Einbindung in die Gartenarbeit wird ihr Selbstbewusstsein gestärkt. Sie sind stolz und zufrieden auf das, was sie erreicht haben.

Ausblick
Die Gestaltung des Gartens begann vor zwei Jahren und ist auch im Jahr 2008 noch nicht abgeschlossen. Es bedarf weiterer Pflanztische, die den Bewohnerinnen und Bewohnern eine alters- und körpergerechte Arbeitsfläche bieten, Gartenhütten für Geräte, großer Sonnenschirme, Holzbänke, Tische und vielem mehr.
Kontakt
Lebensältere Menschen mit Behinderung
Immer mehr Menschen mit geistiger Behinderung erreichen ein Lebensalter, in dem sie aus dem Erwerbsleben bzw. ihrer Tätigkeit in einer Werkstatt für behinderte Menschen in den Altersruhestand wechseln. Diese Situation verlangt neue Angebote in der Begleitung älterer Menschen mit geistiger Behinderung, die am Übergang vom Arbeitsleben in den Ruhestand stehen..
 
Bei der Begleitung älterer, geistig behinderter Menschen ist es erforderlich, angemessene Formen der Unterstützung und Begleitung anzubieten bzw. zugänglich zu machen. Die durch das Alter veränderten Bedürfnisse verlangen in der Betreuung, Förderung und Pflege daraufhin angepasste Arbeitsbedingungen, Wohnverhältnisse und eine adäquate Freizeitgestaltung. Es ist wichtig zu gewährleisten, dass geistig behinderte Menschen auch im Alter in ihrer gewohnten Umgebung leben und wohnen können.

Voraussetzung für die Begleitung und Assistenz älterer geistig behinderter Menschen in der Tagesbetreuung ist, ihre Wünsche und Vorstellungen zu kennen, um diesen längerfristig gerecht werden zu können. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten bestimmen sie selbst, wie ihr Ruhestand gestaltet sein soll und welche Unterstützung sie in Anspruch nehmen wollen.

In den Werkstätten des Behinderten-Werk Main-Kinzig e. V erhalten diese Menschen angemessene Unterstützung und Begleitung auf dem Weg in den Ruhestand. Zu bestimmten Zeiten im Laufe ihres Arbeitstages können sich ältere Mitarbeiter aus dem Arbeitsprozess in der Werkstatt zurückziehen. Gezielte Fördermaßnahmen helfen bei der individuellen Vorbereitung auf das spätere Rentenalter. Mit der Methode der Biografiearbeit sammeln die Fachkräfte in gemeinsamen Gesprächen und Aktivitäten möglichst vielfältige Informationen aus der Biografie der älteren Mitarbeiter. Damit können wichtige Akzente zur Spurensuche und Stärkung des Identitätsgefühls der älteren Menschen mit Behinderung gesetzt werden. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit verleiht den Menschen mit Behinderung persönliche Sicherheit, stärkt das Selbstvertrauen und hilft dabei sich mit schwierigen Situationen des Älterwerdens auseinanderzusetzen und diese besser zu bewältigen.

Bewohner in den Wohnstätten des Behinderten-Werk Main-Kinzig e.V. können im Seniorenalter in den Einrichtungen wohnen bleiben. Die Förderung und Betreuung für Senioren mit Behinderung wird ohne zeitliche Begrenzung gewährleistet. Dies gilt auch für die Betreuung in Krankheit, Gebrechlichkeit und im Sterben. Eine Grenze kann allerdings dort liegen, wo medizinisch notwendige Pflege im Rahmen der Eingliederungshilfe nicht sachgerecht geleistet werden kann.
Das Wohnheim ist das Zuhause, in dem die Senioren auch ihren Lebensabend in der gewohnten Umgebung verbringen können. Normaler Ruhestand heißt, den Menschen mit geistiger Behinderung die Möglichkeit zu geben, selbst über den Beginn ihres Tages, über das Maß und den Wechsel von Aktivitäten und Ruhephasen, und ob sie lieber Aktivitäten alleine oder in der Gruppe in Anspruch nehmen wollen, zu entscheiden. Leben im Ruhestand erfordert die Entwicklung eines selbstbestimmten Lebensrhythmus.

Mit Ihrer Unterstützung fördert die Stiftung Behinderten-Werk die Entwicklung und den Ausbau von Angeboten des Behinderten-Werk Main-Kinzig e. V. zur Tagesbetreuung von lebensälteren Menschen beim Übergang in den Ruhestand und im Rentenalter, die den besonderen Bedürfnissen und Anforderungen gerecht werden.


Seit über 30 Jahren fördert und betreut das Behinderten_Werk Main-Kinzig e.V. in seinen Einrichtungen im Main-Kinzig-Kreis Menschen mit Behinderungen aller Altersstufen. Es hält unter anderem Angebote für Kinder mit und ohne Behinderung, Angebote für den Bereich Wohnen und Arbeit sowie Beratung und Begleitung in allen Lebenslagen für erwachsene Menschen mit Behinderung vor.

Die Stiftung Behinderten-Werk trägt dazu bei, Menschen mit Behinderung wirkungsvoll zu unterstützen. Bis in die jüngste Vergangenheit ist eine kontinuierliche Reduzierung der finanziellen staatlichen Zuwendungen für die Betreuung und Förderung von Menschen mit Behinderung eingetreten. Diese Entwicklung wird nach Auffassung der Stiftung nicht ohne wesentliche Beeinträchtigungen für die Lebensqualität der betroffenen Menschen bleiben. Sie will dem durch unterstützende Maßnahmen entgegenwirken und dort finanziell einspringen, wo Mittel der Sozialhilfeträger eingeschränkt oder völlig gestrichen werden.
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