Besondere Lebenslage

Veränderungen im Leben wie Arbeitslosigkeit, Krankheit, Trennung oder Scheidung bringen die Betroffenen oftmals in eine soziale Notlage. Auch andere Ursachen wie zu niedriges Einkommen oder Rente haben eine schwierige Lebenssituation zur Folge.
Hanau-Pass / Pass für Geringverdienende
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Hanau-Pass
Sozialhilfe für verschiedene Lebenslagen
Menschen, die ihren Lebensunterhalt nicht oder nicht ausreichend aus eigenen Kräften und Mitteln sicherstellen können, haben Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt oder auf Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung.

Ein besonderer Bedarf ist bei Krankheit, Behinderung oder besonderen sozialen Schwierigkeiten gegeben, für die der Gesetzgeber Leistungen der Sozialhilfe vorgesehen hat, wenn andere Sozialleistungsträger nicht vorrangig Leistungen erbringen müssen (z.B. die Krankenkasse, die Deutsche Rentenversicherung u.a.). Diese Leistungen erhalten auch Personen, die für ihren Lebensunterhalt noch selbst sorgen können, aber wegen einer besonderen Bedarfssituation auf Sozialhilfeleistungen angewiesen sind. Entscheidend ist dann, ob ihnen die Finanzierung der Leistungen aus Einkommen und Vermögen zuzumuten ist.
Der Gesetzgeber hat folgende Leistungen im Sozialgesetzbuch XII (SGB XII) neben der Hilfe zum Lebensunterhalt und der Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung vorgesehen:
  • Hilfen zur Gesundheit
  • Eingliederungshilfe für behinderte Menschen
  • Hilfe zur Pflege
  • Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten
  • Hilfe in anderen Lebenslagen (z.B. Hilfe zur Weiterführung des Haushalts, Altenhilfe, Übernahme von Bestattungskosten)

Die Leistungen der Ziffern 1, 3 (nur für über 65 Jahre alte Menschen) sowie 4 und 5 werden von dem zuständigen Sozialamt vor Ort erbracht.

Die Zuständigkeit für Leistungen der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen liegt überwiegend und die für Leistungen der Hilfe zur Pflege (nur für Menschen im Alter unter 65 Jahren) beim Landeswohlfahrtsverband Hessen als überörtlichem Träger der Sozialhilfe. Daneben ist der Landeswohlfahrtsverband Hessen für die Erbringung von Leistungen der Blindenhilfe nach § 72 SGB XII zuständig.

Zu den Leistungen der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen in sachlicher Zuständigkeit des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen gehören vor allem:
  • Betreutes Wohnen
  • Begleitetes Wohnen in Gastfamilien
  • Stationäres Wohnen in einem Wohnheim
  • Leistungen in teilstationären Einrichtungen wie z.B. in anerkannten Werkstätten für behinderte Menschen
  • Leistungen für Kinder und Jugendliche mit körperlicher oder geistiger Behinderung in Pflegefamilien
  • Hilfen zur Schulausbildung für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf
  • Leistungen zur medizinischen Rehabilitation in anerkannten Rehabilitationseinrichtungen
  • Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft
Bitte setzen Sie sich hinsichtlich der mitzubringenden Unterlagen Telefonisch mit dem für Sie zuständigen Sozialamt bzw. dem Fachbereich des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen in Verbindung. Sie finden eine Telefonnummer, wenn Sie in der Ortssuche Ihren Wohnort eingeben.

Die Leistungsbewilligung kann frühestens mit Bekanntwerden des Bedarfs bei einem Sozialamt oder dem Landeswohlfahrtsverband Hessen erfolgen. Die jeweilige Prüfung des Einzelfalles stellt den genauen Bewilligungszeitpunkt fest
Wenden Sie sich bitte an das Sozialamt Ihres Landkreises bzw. Ihrer Kreisfreien Stadt und bei Leistungen der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen, der Hilfe zur Pflege für Menschen im Lebensalter von unter 65 Jahren und der Blindenhilfe- an die Fachbereiche des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen für Menschen mit
  • körperlicher oder Sinnesbehinderung,
  • geistiger Behinderung bzw.
  • seelischen Behinderungen und Abhängigkeitserkrankungen

In Falle der Stadt Hanau ist das Sozialamt des Main-Kinzig-Kreis in Gelnhausen zuständig
 
Eingliederungshilfe für Menschen mit Beeinträchtigung
Menschen mit Beeinträchtigung haben ein Recht auf die umfassende Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Das bedeutet Barrierefreiheit in allen Bereichen des Lebens.
Menschen mit Beeinträchtigung haben Anspruch auf Eingliederungshilfe, wenn sie
-       nicht nur vorübergehend geistig, seelisch oder körperlich wesentlich beeinträchtig
-       oder von einer solchen Beeinträchtigung bedroht sind.
Leistungen zur Eingliederungshilfe werden auf Antrag, nach den Vorschriften des Sozialgesetzbuches (SGB)- Neuntes Buch (IX) oder Sozialgesetzbuch (SGB)- Achtes Buch (VIII),  Paragraf §35a  gewährt.



 
Die wichtigste Aufgabe der Eingliederungshilfe ist, eine drohende Beeinträchtigung zu verhindern oder deren Folgen zu beseitigen oder zu mildern.
Leistungen zur Teilhabe sollen den Menschen mit Beeinträchtigung eine individuelle und würdevolle Lebensführung ermöglichen. Ziel ist, ihre gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft zu fördern und sie zu einer möglichst selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Lebensplanung und Lebensführung zu befähigen.

Das steht im Sozialgesetzbuch (SGB) - Neuntes Buch Paragraf §9

Leistungen der Eingliederungshilfe werden von verschiedenen Sozialleistungsträgern gewährt. Zu den Leistungen der Eingliederungshilfe gehören:
  • Leistungen zur medizinischen Rehabilitation: Diese entsprechen jeweils den Rehabilitationsleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung.
  • Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben: Diese umfassen Leistungen im Arbeitsbereich anerkannter Werkstätten für behinderte Menschen, Leistungen bei anderen Leistungsanbietern und Leistungen bei privaten und öffentlichen Arbeitgebern (Budget für Arbeit, Budget für Ausbildung).
  • Leistungen zur sozialen Teilhabe: Hierzu gehören unter anderem
  • finanzielle Hilfen zur Förderung der Kommunikation (zum Beispiel die Übernahme der Kosten für einen Gebärdensprachdolmetscher)
  •  finanzielle Hilfen bei Bau, Umbau und Ausstattung einer Behinderungsgerechten Wohnung
  • Assistenzleistungen zur selbstbestimmten und eigenständigen Bewältigung des Alltags und der Freizeit (zum Beispiel Übernahme von Kosten zum Besuch einer kulturellen Veranstaltung oder Ferienspielen).
  • Leistungen zur Teilhabe am Leben  in der Gemeinschaft sind auch heilpädagogische Hilfen für Kinder, die noch nicht eingeschult sind (z.B. Förderung im Rahmen der Betreuung in einer Kindertagesstätte- Integrationsplätze).
  • Leistungen zur Teilhabe an Bildung: Diese umfassen Hilfen zu einer angemessenen Schulbildung, zu einer schulischen oder hochschulischen Ausbildung oder Weiterbildung für einen Beruf.
Die Stadt Hanau übernahm zum 1. Januar 2020 die gesetzlichen Aufgaben der Eingliederungshilfe für körperlich, geistig, sinnes- und mehrfachbeeinträchtigte junge Menschen sowie für Menschen, deren Eingliederungsbedarf erstmalig nach Renteneintritt auftritt Der Fachdienst Inklusion und Teilhabe der Stadt kümmert sich seitdem um die Bearbeitung, Überprüfung und Steuerung der Gesamtplanung, wenn junge Menschen bis zum Ende der Schulausbildung (Regel- oder Förderschule, längstens bis zur Beendigung der Sekundarstufe II);
  •  mit Eingliederungshilfebedarf eine ambulante oder stationäre Hilfe benötigen oder
  •  in einer Pflegefamilie aufgenommen werden sollen
  • und wenn Bürger, die erstmalig nach Erreichen der Regelaltersgrenze (65+) eine Leistung der Eingliederungshilfe benötigen.
  •  Für alle Leistungen der Eingliederungshilfe für Menschen nach Beendigung der Schulausbildung ist seit 11.2020 der Landeswohlfahrtsverband Hessen zuständig.
Je nach Sachverhalt werden verschiedene Antragsunterlagen benötigt:
  • formloser Antrag
  • gültige Personaldokumente
  • alle Nachweise zur Beeinträchtigung und zum Hilfebedarf
  • Einkommensnachweise
  • Nachweise über die Kosten der Unterkunft und Vermögensnachweis (Bankauskunft)
  • Berichte (Behandlungs-/Förderplan, Schulbericht)
  • Der Umfang der benötigten Unterlagen, insbesondere Einkommens- und Vermögensnachweise, richtet sich nach den Besonderheiten des Einzelfalls.
Zu den konkreten Unterlagen, Vorgehensweisen und Zuständigkeiten beraten die pädagogischen Fachkräfte des Fachdienstes Inklusion und Teilhabe. Nähere Informationen zum Präsenztelefon zur Erreichbarkeit des Fachdienstes.
Menschen mit Beeinträchtigung haben seit dem 01.01.2008 einen Rechtsanspruch auf ein persönliches Budget
Das persönliche Budget ist eine besondere Leistung für die Gewährung von Teilhabe-Leistungen. Statt der traditionellen Sach- oder Dienstleistung erhält der Leistungsberechtigte Geld oder - in Ausnahmefällen - Gutscheine, mit denen er sich die erforderliche Rehabilitationsleistung selbst einkaufen kann. Grundlage hierfür ist die Gesetzgebung im Sozialgesetzbuch (SGB) - Neuntes Buch. Die pädagogischen Fachkräfte des Fachdienstes geben gerne Unterstützung dabei, das Instrument des persönlichen Budgets individuell zu gestalten.

Durch das persönliche Budget soll das Selbstbestimmungsrecht des beeinträchtigten Menschen gestärkt werden. Der Mensch kann so selbst entscheiden, wann welcher Dienst und welche Person die benötigte Unterstützung erbringen soll. Der Leistungsberechtigte beauftragt und bezahlt als Kunde den Leistungserbringer selbst.

 
Sollten Sie nach Prüfung ihres Antrages Anspruch auf Eingliederungshilfe haben, wird Ihnen diese ab dem Tag gewährt, an dem der Landkreis oder die Kreisfreie Stadt davon Kenntnis erlangt, dass alle Voraussetzungen erfüllt sind.

Um eine möglichst effektive Förderung der beeinträchtigten Menschen zu erreichen, stellt der Sozialhilfeträger möglichst früh gemeinsam mit dem beeinträchtigten Menschen, dem behandelnden Arzt, dem Gesundheitsamt und eventuell mit dem Jugendamt bzw. der Arbeitsagentur einen Gesamtplan zur Durchführung der einzelnen Leistungen auf

 
Frühförderung für Kinder

Frühförderung ist ein Angebot von Hilfen für alle Kinder im Säuglings-, Kleinkind- und Kindergartenalter, die beeinträchtigt oder von Beeinträchtigung bedroht sind, wie auch für ihre Eltern und andere Bezugspersonen im Lebensumfeld des Kindes. Durch diese frühen Hilfen können langfristig auftretende Folgeschäden gemildert oder manchmal auch vermieden werden. Neben Beratung und Begleitung der Eltern gehören Einzel- und Gruppenförderung zu den Angeboten der Frühförderung.Die Leistungen der Frühförderstellen sind ein sogenanntes niedrigschwelliges Angebot ohne Antragsverfahren und kostenfrei. Im Main-Kinzig-Kreis übernimmt das Behindertenwerk Main-Kinzig Behindertenwerk diese Aufgabe in seinen Frühförderstellen in Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern. Ein weiteres Angebot bietet die Interdisziplinäre Frühförderstelle (IFF) in Bad Orb.

Für hör- und sehbeeinträchtigte Kinder gibt es die spezialisierten Frühförderstellen der Johannes-Vatter-Schule und der Johann-Peter-Schäfer-Schule die beide in Friedberg liegen. Anträge werden direkt über die Frühförderstellen gestellt.
Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung
Wer die Altersgrenze erreicht hat (je nach Einzelfall 65 Jahre und älter) oder als Erwachsener aus gesundheitlichen Gründen auf Dauer voll erwerbsgemindert ist, kann Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung erhalten.

Die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung soll – wie die Hilfe zum Lebensunterhalt – den notwendigen Lebensunterhalt sicherstellen. Das betrifft insbesondere die Kosten für Ernährung, Unterkunft, Kleidung, Körperpflege, Hausrat, Heizung sowie für persönliche Bedürfnisse des täglichen Lebens, wie etwa Telefon, Zeitung oder den Konzertbesuch.

Leistung für Heimbewohner:
Leben die Betroffenen in einem Pflege-, Behinderten- oder Seniorenheim, so erhalten sie einen Betrag für die Kosten der Unterkunft und Heizung. Berechnungsgrundlage sind die durchschnittlichen Kosten eines Einpersonenhaushaltes im Bereich des jeweiligen Trägers.

Umfang der Grundsicherung
Die Höhe der Leistung hängt von der Bedürftigkeit ab, eigenes Einkommen und Vermögen hat die zuständige Stelle bei der Berechnung zu berücksichtigen.
Angehörige werden bei der Grundsicherung (im Gegensatz zur Hilfe zum Lebensunterhalt) nur dann für etwaige Unterhaltsverpflichtungen herangezogen, wenn ihr Jahreseinkommen über 100.000,00 Euro liegt. Eine so genannte Erbenhaftung hat der Gesetzgeber ausgeschlossen, die Erben sind somit nicht verpflichtet, entstandene Kosten der Grundsicherung zurückzuerstatten.
Diese Regelungen sollen es Betroffenen erleichtern, die Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Bedürftigkeit:
Die Betroffenen müssen bedürftig sein, das heißt ihr Einkommen und Vermögen (beziehungsweise das ihres Ehegatten/Lebensgefährten) reicht nicht aus, um den notwendigen Lebensunterhalt sicherzustellen.
Haben die Hilfebedürftigen unterhaltspflichtige Eltern oder Kinder, darf deren jährliches Einkommen 100.000,00 Euro nicht übersteigen.
 
Die Angaben im Antrag müssen belegt werden, so etwa durch Nachweise über Kosten, Einkommen und Vermögen sowie ärztliche Atteste. Welche Nachweise im Einzelnen nötig sind, entnehmen Sie den Merkblättern, die Sie bei der Antragstellung erhalten.
Verfahrensablauf

Antragstellung
Um Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung zu erhalten, müssen Sie als Betroffene/r oder dessen gesetzlicher Vertreter einen schriftlichen Antrag stellen.
Die Antragsformulare erhalten Sie bei der zuständigen Stelle, Vordrucke und Merkblätter stehen je nach Angebot der Behörde auch im Internet bereit (Abruf über "Formulare/Online-Dienste" in der rechten Randspalte oder auf Anfrage bei der zuständigen Stelle).
Den vollständig ausgefüllten Antrag reichen Sie zusammen mit den erforderlichen Nachweisen bei der zuständigen Stelle ein.
Sie erhalten schriftlich Bescheid, ob und in welchem Umfang der Antrag bewilligt ist.

Prüfung der Erwerbsunfähigkeit:
Falls zu klären ist, ob eine Erwerbsunfähigkeit vorliegt, setzt sich die zuständigen Stelle mit dem zuständigen Rentenversicherungsträger in Verbindung.
Die Prüfung durch den Rentenversicherungsträger entfällt, sofern die Betroffenen bereits eine Rente wegen Erwerbsminderung erhalten oder in einer Werkstatt oder anderen Einrichtung für behinderte Menschen aufgenommen sind.

Die Leistung wird in der Regel für 12 Kalendermonate bewilligt.
  • In Falle der Stadt Hanau ist das Sozialamt des Main-Kinzig-Kreis in Gelnhausen zuständig
Hilfe zum Lebensunterhalt
Die Leistungen sind bestimmt zur Sicherstellung der Grundbedürfnisse des täglichen Lebens, wie Ernährung, eine angemessene Unterkunft, Bedürfnisse des täglichen Lebens, Heizung und Haushaltsenergie. Die dahingehenden Bedarfe werden mit Ausnahme der Unterkunfts- und Heizkosten von den Regelsätzen erfasst. Diese beinhalten ebenso Anteile für Hausrat und Bekleidung.

Darüber hinausgehende Einzelbeihilfen kommen nur in eingeschränktem Umfang in Betracht.

Um den Bedarf eines Leistungsberechtigten zu ermitteln, sind zunächst die so genannten Regelsätze zugrunde zu legen. Im Zuge der Reform des Sozialhilferechts wurden diese erhöht und decken nunmehr auch alle Einzelbedarfe, die in der Vergangenheit im Rahmen der Hilfe zum Lebensunterhalt durch Beihilfen aufgefangen wurden, mit ab.
Diesem Regelbedarf werden die (angemessenen) Unterkunfts- und Heizkosten sowie mögliche Mehrbedarfe wegen
  • Alter und Nachweis des Merkzeichens „G",
  • volle Erwerbsminderung und Nachweis des Merkzeichens „G",
  • Alleinerziehung von Kindern,
  • kostenaufwendige Ernährung
zugeschlagen.

Ferner sind Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge berücksichtigungsfähig.
Während bei der Hilfe zum Lebensunterhalt noch Vorsorgeleistungen für das Alter angerechnet werden, kommt dies bei der Grundsicherung nicht in Betracht.

 
  • Belege über Ausgaben: Mietvertrag oder Hauslasten (jeweils mit Baujahr und Größe der Wohnung), Belege über Gas-/ Wasser- / Stromabrechnungen, Versicherungen (Policen und Beitragsrechnungen), wie z. B.  Hausrat-, Haftpflicht-, Lebens-, Sterbeversicherungen, evtl. Beitragsrechnungen über freiwillige Kranken- und Pflegeversicherung etc.
  • Einkommensbelege, z. B. Rentenbescheid, Arbeitslosengeld II Bescheid, Wohngeldbescheid, Lohnabrechnung etc.
  • Belege über Vermögen: Kontoauszüge der letzten 3 Monate, Sparbücher, Festgeldkonten, Wertpapierkonten, Grundbuchauszug etc.

 
Hilfe zum Lebensunterhalt steht bedürftigen Personen zu, die keinen Anspruch auf Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, Arbeitslosengeld II und Sozialgeld haben (Restleistungsvermögen hinsichtlich der Erwerbsfähigkeit weniger als 3 Stunden täglich, aber nicht dauerhaft).
§§ 27 bis 40 Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch
In Falle der Stadt Hanau ist das Sozialamt des Main-Kinzig-Kreis in Gelnhausen zuständig
Hilfe zur Pflege
Wer pflegebedürftig ist, keine oder keine ausreichenden Leistungen seiner Pflegekasse erhält und nicht über ausreichend Einkommen und Vermögen zur eigenständigen Bedarfsdeckung verfügt, kann Leistungen der Hilfe zur Pflege in der Häuslichkeit oder in einem Pflegeheim erhalten.
Das gesamte Einkommen muss nachgewiesen werden.
§§ 61 ff. Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch (SGB XII)
In Falle der Stadt Hanau ist das Sozialamt des Main-Kinzig-Kreis in Gelnhausen zuständig
Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten
Die Hilfe ist dazu bestimmt, Personen, deren besondere Lebensverhältnisse zu sozialen Schwierigkeiten führen und deren Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft dadurch unmöglich oder erheblich beeinträchtigt ist, eine Integration in die Gesellschaft zu ermöglichen.

Anspruch auf diese Hilfe hat jeder, der in besonders schwierige Lebensverhältnisse geraten ist (z. B. obdachlos oder straffällig geworden ist, ohne Familie da steht oder keine gesicherte Existenz hat) und diese aus eigener Kraft nicht überwinden kann.

Dabei können die besonderen sozialen Schwierigkeiten in der Person des Hilfesuchenden, in seinen gegenwärtigen Lebensverhältnissen oder in seinem sozialen Umfeld begründet sein. Es darf sich jedoch nicht um Schwierigkeiten handeln, die sich von denen nicht unterscheiden, die fast jeden im Laufe eines Lebens einmal treffen können (z. B. Ehekrise, Probleme am Arbeitsplatz etc.).

Die Hilfe umfasst alle notwendigen Maßnahmen, um die besonderen Schwierigkeiten
zu beseitigen, die einer Integration in die Gesellschaft entgegenstehen.

Hierzu gehören vor allem:
  • Beratung und persönliche Betreuung der Hilfesuchenden und für ihre Angehörigen,
  • Hilfe bei der Beschaffung einer Wohnung,
  • Maßnahmen zur Erlangung eines Arbeitsplatzes und
  • Hilfen zur Bewältigung des Alltagslebens.

 
§§ 67 bis 69 Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch
Hilfen zur Gesundheit
Durch das Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Modernisierungsgesetz - GMG) sind grundsätzlich alle nicht krankenversicherten Sozialhilfeempfänger leistungsrechtlich den gesetzlich Krankenversicherten mit Wirkung vom 01.01.2004 gleichgestellt worden und werden nunmehr wie "Kassenpatienten" behandelt. Alle Sozialhilfeempfänger werden im Rahmen der Belastungsgrenzen nunmehr zu Zuzahlungen herangezogen.
 Die übrigen nicht krankenversicherten (kurzfristigen) Sozialhilfeempfänger können weiterhin Hilfen zur Gesundheit erhalten.
§§ 47 bis 52 Sozialgesetztbuch Zwölftes BUch (SGB XII)
In Falle der Stadt Hanau ist das Sozialamt des Main-Kinzig-Kreis in Gelnhausen zuständig
Obdachlosigkeit
Die Beratung bittet folgende Hilfe an:
  • Obdachlosen-Beratung
  • Obdachlosenhilfe
  • Obdachlosigkeit / Betreutes Wohnen
  • Tagessatzauszahlung für Obdachlose
  • Übergangswohnen bei Obdachlosigkeit
LICHTBLICK
Am Goldschmiedehaus 1
63450 Hanau

Tel: 06181-9231716
Fax: 06181-9231723


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Mo. + Mi. 09.00 – 12.00 Uhr
Di. + Do. 14.00 – 17.00 Uhr
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