Hanau ist Fairtrade-Stadt!

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Fairtrade

Nachhaltig und fair einkaufen in Hanau

Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender des Transfair e.V. in Deutschland, hat Hanau als 712. Fairtrade-Town im Land ausgezeichnet. „Das macht uns stolz und fordert uns zugleich auf, in unseren Anstrengungen für die globale Gerechtigkeit nicht nachzulassen“, fasst Oberbürgermeister Claus Kaminsky in seiner Reaktion zusammen.
Die im Rathaus-Eingangsbereich sichtbar aufzuhängende Urkunde sei die „öffentliche Botschaft an Hanaus Bürgerinnen und Bürger, fair gehandelte Produkte zuweilen dem einen oder anderen Schnäppchen vorzuziehen“, meint Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck, die die entsprechende Urkunde auf dem Marktplatz entgegennahm. Anja Zeller, Leiterin der Stabsstelle Nachhaltige Strategien, dankte insbesondere der Steuerungsgruppe um Annette Gumbricht, Cliff Hollmann, Moritz Kühn und Dagmar Werth dafür, die Auszeichnung als Fair-Trade-Stadt „mit viel Einsatz vorangetrieben zu haben“. ...
In seiner Corona-bedingt per Videobotschaft übermittelten Auszeichnung hob Overath die Teamarbeit hervor, die unter Leitung der Stadt Hanau Menschen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Bildung erbracht hätten. Das sei Voraussetzung für die Auszeichnung gewesen.
Er sagte weiter, die Fairtrade-Handelspartner im globalen Süden könnten nur auf den dringend nötigen Wandel in Zeiten der Klimakrise reagieren, wenn wir sie entsprechend unterstützten. Junge Menschen in Südamerika, Asien und Afrika „können uns nicht mehr für einen Dollar am Tag die Bohnen oder Bananen pflücken.“ Es bestehe eine „Schieflage“, wenn ein Kilo Bananen hier billiger sei als heimische Äpfel. Diese „Ausbeutung“ des globalen Südens in Bereichen wie Beschaffung, Handel und Gastronomie sichtbar zu machen, sei Aufgabe von Fairtrade-Städten wie Hanau.
Auch die derzeitige Corona-Pandemie lege die Ungerechtigkeit offen, denn im globalen Süden gebe es nicht überall Gesichtsmasken und die Chance zum mehrmaligen täglichen Händewaschen. Insofern sei dort die Fairtrade-Prämie, die in den Produktkauf hierzulande einfließt, ebenso für den Ansteckungsschutz einsetzbar.
Für die Zertifizierung waren mehrere Voraussetzungen zu erfüllen. Es mussten zehn Restaurants und Cafés gefunden werden, die mindestens zwei faire Produkte anbieten. Darüber hinaus müssen Vereine, Kirchengemeinden und Schulen in Hanau Bildungsarbeit leisten. Und in den Sitzungen städtischer Gremien ist fairer Kaffee auszuschenken.
Auf www.faires.hanau.de sind die Cafés, Restaurants und Geschäfte aufgelistet, die in Hanau bereits faire Produkte im Sortiment haben. Dort ist auch das Auszeichnungsvideo des Fair-Trade-Vorstandsvorsitzenden Overath eingestellt.

Fairtrade Foto
Was ist fairer Handel?
Das Ziel von fairem Handel ist es, Produzent*innen, Konsument*innen und Unternehmen zu verbinden und gerechte Arbeitsbedingungen für alle Beteiligten der Lieferkette zu schaffen. Laut Fairtrade Deutschland profitieren momentan etwa 1,7 Millionen Bäuer*innen und Arbeiter*innen von ihrer Fairtrade-Beteiligung.
 
Was sind Fairtrade-Towns?

Das Ziel der Fairtrade-Towns ist es, den fairen Handel auf kommunaler Ebene zu fördern und damit einen Beitrag zu verbesserten Welthandelsbedingungen zu schaffen. 
Weitere Informationen finden Sie: Fairtrade-Towns
 
Ziel von Fairtrade ist es, einen bedeutenden Entwicklungsbeitrag zu leisten und das Leben der an der Produktion beteiligten Menschen und Familien in den Anbauländern zu verbessern.

Dabei geht es um einen Prozess - einen Weg der Veränderung - in Zusammenarbeit mit allen Akteuren. Verschiedene Studien untermauern die positive Wirkung von Fairtrade - für zertifizierte Produzentenorganisationen, aber auch darüber hinaus für die Entwicklung ländlicher Gegenden. Natürlich kann Fairtrade komplexe Probleme marginalisierter Regionen nicht alleine lösen, aber als Teil einer breiteren Entwicklungsstrategie führt der faire Handel zu sozialen, wirtschaftlichen und ökonomischen Verbesserungen.
Zahlreiche Studien von unabhängigen Instituten sowie auch das Monitoring-System von Fairtrade International belegen, dass der faire Handel zu institutionellen Vorteilen für Produzentinnen und Produzenten führt, eine höhere wirtschaftliche Stabilität ermöglicht und das Selbstvertrauen und die Würde von Kleinbauernfamilien und Beschäftigten auf Plantagen fördert. Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Wirkungsmessung finden Sie hier.

Quelle:https://www.fairtrade-deutschland.de/was-ist-fairtrade/wirkung-von-fairtrade
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Um ein Fairtrade Siegel zu erhalten, muss die Ware bestimmte soziale, ökologische und ökonomische Kritereien erfüllen.

Eine Übersicht der Kriterien und Siegel finden Sie hier.
Wir wollen – gemeinsam mit Ihnen – die Welt ein bisschen besser machen.
Machen Sie mit! Wir suchen weiterhin Einzelhändler*innen, Gastronom*innen, Schulen, Vereine und Kirchen, die mindestens zwei Fairtradeprodukte anbieten oder nutzen und zu Fairtrade informieren.

Einzelhandel
Weltladen Hanau
Weltladen Hanau-Großauheim
Brettwerk Hanau
Denns Biomarkt
dm Drogerie
Florist Holzschuh
Grimms Blumenhandel auf dem Hanauer Wochenmarkt
Kaufhof
Liwell Reformhaus Hermann
Wohnsinn Hanau
Reformhaus Brunzel
Blume 2000
Edeka
Lidl
Kaufland
Rewe
Blumenhaus Herrmann
Edeka Westphal

Gastronomiebetriebe
Vidot - Österreichischer Stand auf dem Hanauer Wochenmarkt
Kräuterpension am Wald
Bäckerei Mangelmann Rosen
Brasini Caffé-Bar
Central
Café floral – Florist Holzschuh 
Coffreez Hanau
Märchencafé Hanau
Sparkasse Hanau / Kantine
Café Brick
Ellis Bistro & Café
Zum Rothen Löwen
Brückenkopf Hanau
Teestube Fischerhaus
Klara
Da Pasquale
Westpark Hanau
tuttocaffè – by Kämmerer 1918
Kriterium 1: Stadtverordnetenbeschluss
Die Kommune muss einen Beschluss zur Unterstützung des fairen Handels verabschieden, außerdem wird bei Sitzungen und im Büro des Oberbürgermeisters nur noch fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt.

Kriterium 2: Steuerungsgruppe
Um die lokalen Aktivitäten und den Bewerbungsprozess zu organisieren, muss eine lokale Steuerungsgruppe mit mindestens drei Mitgliedern gegründet werden.
 
Kriterium 3: Fairtrade-Produkte
In Geschäften und in Cafés müssen mindestens zwei fair gehandelte Produkte angeboten werden. Die genaue Anzahl der erforderlichen Geschäfte richtet sich nach der Einwohnerzahl, in Hanau sind 20 Einzelhandelsgeschäfte und 10 Restaurants und Cafés gefordert.

Kriterium 4: Zivilgesellschaft
Um auch die Zivilgesellschaft in die Kampagne zu integrieren, müssen öffentliche Einrichtungen (Kirchen, Schulen, Vereine) über fairen Handel informieren und fair gehandelte Produkte anbieten.
 
Kriterium 5: Medien und Öffentlichkeitsarbeit

Von der Steuerungsgruppe wird Öffentlichkeitsarbeit gefordert. 
Hanauer Wochenmarkt Umwelt
Der Hanauer Wochenmarkt bietet die Möglichkeit Lebensmittel unverpackt zu kaufen. Seit 12. September 2020 gibt es keine kostenlose Einwegplastiktüte mehr. Kundinnen und Kunden werden gebeten, eigene Taschen, Beutel oder Körbe mitzubringen oder können für 10 Cent eine Bioplastiktüte erwerben.

 
Oft wird auf eine Reparatur verzichtet, aber wieso eigentlich? Wieder Ressourcen für ein neues Produkt aufwenden? Oder lieber reparieren - aber wie?

Repair Café Hanau
Seniorenbüro Hanau, Steinheimer Strasse 1, 63450 Hanau
Café Art, Hauptstraße 54, 63457 Hanau
Das Prinzip: Reparieren gegen Spende. Repair Cafés sind ehrenamtliche Treffen, bei denen die Teilnehmer alleine oder gemeinsam mit anderen ihre kaputten Dinge reparieren. An den Orten, an denen das Repair Café stattfindet, ist Werkzeug und Material für alle möglichen Reparaturen vorhanden. Besucher nehmen defekte Gegenstände von zu Hause mit. Im Repair Café machen sie sich gemeinsam mit einem Fachmann oder einer Fachfrau an die Arbeit.
Das Prinzip des Teilens und Leihens macht bei vielen Gebrauchsgegenständen Sinn, die sowieso nicht im ständigen Gebrauch sind. Wieso nicht einfach mal eine Bohrmaschine leihen?
Probieren Sie es aus:
Leihladen
Carl-Zeiss-Straße 6, 63477 Maintal
Leben ohne Plastik - wie geht das?
Plastikmüll im Alltag reduzieren oder ganz auf die Plastik verzichten? Wir haben fleißig Tipps und Tricks gesammelt:
  1. Sagen Sie „Nein!“ zur Tüte und benutzen Sie den eigenen Korb, Rucksack, Tasche..
  2. Getränke, Jogurt, Milch.. einfach im Pfandglas kaufen. Mehrweg statt Einweg!
  3. Refill! Nutzen Sie eine wiederverwendbare Trinkflasche.
  4. An der Wurst- und Käsetheke einfach mal freundlich nachfragen, ob die Ware auch direkt in die mitgebrachte Dose gelegt werden kann.
  5. Die gewünschte Ware gibt es nicht unverpackt im Laden? Plastikverpackungen vor Ort lassen und ein Zeichen setzen.
  6. Kosmetik ohne Mikroplastik. In herkömmlichen Kosmetikprodukten ist oft Plastik in Form von Silikonen oder Plastikperlen verarbeitet. Wir sagen: „Das geht auch ohne!“ Probieren Sie es doch selbst mal aus.
  7. „No Straw, please!“ Eine gute Alternative zum Plastikstrohalm stellt Glas oder Metall dar.
  8. Ob Kleidung, Spielsachen oder Werkzeug. Versuchen Sie es mal secondhand!
  9. Reparieren statt wegwerfen!
Nachhaltigkeit international gemeinsam im großen Verbund
In Paris wurden 2015 von 193 Staaten, darunter auch Deutschland, die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung verabschiedet und unterschrieben. Sie sind die Grundlage, auf der Strategien, Strukturen und Projekte durchgeführt werden. Zahlreiche Partner*innen sind bereits auf dem Weg. Die Welt jeden Tag ein bisschen besser gestalten. Wie das geht?

Wahrnehmung für das eigene Handeln beim Einkaufen:
  • der Transport regionaler Produkte verursacht weniger CO2 Emissionen
  • saisonale Produkte sind reif, schmackhaft und günstiger im Preis
  • Bio-Produkte enthalten weniger Pestizide und Schadstoffe
  • Fairtrade-Produkte garantieren gerechte Löhne entlang der gesamten Lieferkette
1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel landen laut der Weltgesundheitsorganisation FAO im Müll.

Wegwerfen von Lebensmitteln, die eigentlich noch genutzt werden können oder schon wieder zu viel Gemüse und Obst einzukaufen ist vermeidbar!

Unsere Checkliste gibt viele interessante Tipps und Tricks, wie das Wegwerfen von Lebensmitteln ohne viel Aufwand vermieden werden kann.
 
Die Hanauer Tafel
Ehrenamtliche Menschen sind bei der Hanauer Tafel richtig. Die Hanauer Tafel ist eine Organisation die sich gegen Lebensmittelverschwendung und soziale Ungerechtigkeit einsetzt. Damit ist sie im Verbund mit vielen anderen Organisationen in Deutschland.

Was macht die Hanauer Tafel?
Rund 1.700 Menschen werden von der Hanauer Tafel mit zusätzlichen Lebensmitteln versorgt. Gleichzeitig werden mehr als 600.000 Lebensmittel aus Hanauer Geschäften „gerettet“.

Wie funktioniert das?
Lebensmittel die im Supermarkt aus verschiedenen Gründen nicht verkauft werden können (z.B. ist die Verpackung beschädigt), werden an die Tafel geliefert. Einkaufen klappt mit dem Tafelausweis.

Woher kommen die Lebensmittel?
Diese Lebensmittel werden von Bäckereien und Supermärkten zur Verfügung gestellt, um Lebensmittel zu retten, die noch verzehrbar sind. Leider können diese nicht mehr verkauft werden und landen meist im Müll.

Sind die Hanauer Tafel und foodsharing Konkurrenten?
Bei foodsharing können sich einzelne Personen engagieren und Lebensmittel abholen.
Die Hanauer Tafel ist eine gesellschaftliche Organisation, die Hygienerichtlinien für die übernommenen Lebensmitteln unterliegen.
Weitere Informationen zur Hanauer Tafel
Logo des BNE Netzwerk Hessen

Nachhaltig vernetzt - Hanau und Region

Unter dem Motto: „Nachhaltig vernetzt“ wurde das Netzwerk 2014 ins Leben gerufen. Seitdem sind viele neue Partnerinnen und Partner aus den unterschiedlichsten Branchen und Bereichen mit dabei: Unternehmen, Sozial- und Bildungseinrichtungen, Initiativen, Vereine, Umweltschulen und auch der Einzelhandel machen Nachhaltigkeit in und um Hanau sichtbarer. Weitere Informationen finden Sie hier.
  • Faire Fahrradtour
Klimaanpassungsmanager Phillip Engel sowie alle beteiligten Kommunen haben dazu eingeladen, Hanau und Umgebung aus Fairtrade-Sicht mit kulinarischen Stops kennenzulernen. Start war am Umweltzentrum Dr.-Hermann-Messer-Haus, es ging nach Erlensee, Bruchköbel und Nidderau, bevor die Tour in Maintal endete.
 
  • Faires Fußballturnier
Bei dem Turnier im Freigerichtsviertel mit Kindern und Jugendlichen kamen fair produzierte Fußbälle zum Einsatz.
 
  • Faire Weihnachtsmarkthütte
Das Amt für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz war auf dem Hanauer Weihnachtsmarkt 2021 mit einer Hütte vertreten, wo Produkte aus dem Weltladen, wie fairer Glühwein, erworben werden konnten.