Adhoc Meldung!

05.01.2022

3G-Regel und FFP2-Maskenpflicht gilt in allen städtischen Räumlichkeiten

Hanauer Stadtgoldschmied/in

Das Goldschmiedehandwerk hat in Hanau eine lange Tradition – bereits 1610 gab es eine Zunft der Gold- und Silberschmiede. Seit 2004 ernennt die Stadt Hanau alle zwei Jahre einen Stadtgoldschmied oder eine Stadtgoldschmiedin.

Die Gesellschaft für Goldschmiedekunst organisiert und betreut den/die Ausgezeichnete/n, die Staatliche Zeichenakademie stellt den Arbeitsplatz zur Verfügung, dort werden auch Workshops für Schüler*innen abgehalten. Das Deutsche Goldschmiedehaus ermöglicht die Präsentation der Arbeiten in Form einer exklusiven Ausstellung. Die Stadt Hanau stellt finanzielle Mittel in Höhe von 15.000 € zur Verfügung.

Neben dem Ludwig-Emil-Grimm-Preis, dem Brüder Grimm Preis und dem Paul Hindemith Preis gehört die Ernennung eines Stadtgoldschmieds oder einer Stadtgoldschmiedin zu den großen Auszeichnungen, die Hanau regelmäßig vergibt.
Isabelle Enders - 9. Hanauer Stadtgoldschmiedin
Isabelle Enders - 9. Hanauer Stadtgoldschmiedin
Die 9. Hanauer Stadtgoldschmiedin Isabelle Enders (*1979) aus Nürnberg wurde am 27. August 2020 von Oberbürgermeister Claus Kaminsky im Deutschen Goldschmiedehaus vorgestellt.
Die Jury – Dorothea Förster, Goldschmiedin in Hanau, Martin Hoppe, Leiter der Abteilung Kultur / Museen der Stadt Hanau, Günter Kasper, Innungs-Obermeister des Main-Kinzig-Kreises, Benjamin Pfister, Kommissarischer Leiter der Staatlichen Zeichenakademie, Dr. Christianne Weber-Stöber, Leiterin des Deutschen Goldschmiedehaus sowie die 8. Hanauer Stadtgoldschmiedin Silvia Weidenbach aus London – wälte Isabelle Enders zur Stadtgoldschmiedin des Jahres 2021.
Nach ihrer Ausbildung zur Silberschmiedin an der Berufsfachschule für Glas und Schmuck in Kaufbeuren-Neugablonz beschäftigte sich Isabelle Enders mit der Restaurierung von Kirchengerät und der Fertigung von silbernem Tafelgerät. Es folgte ein Studium in der Klasse für freie Kunst / Gold- und Silberschmiedekunst sowie ein Aufbaustudiengang Kunst und öffentlicher Raum an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Seit 2015 arbeitet Isabelle Enders als freischaffende Künstlerin und Lehrbeauftragte an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Seit 2010 ist die Künstlerin an nationalen und internationalen Ausstellungsprojekten beteiligt, zuletzt stellte sie ihr Schaffen im März 2020 im Kunstpavillon im Alten Botanischen Garten München vor. Für ihre ausgefallenen Ideen zum Thema Produktgestaltung wurde Isabelle Enders unter anderem mit dem Bayerischen Staatspreis (2013), dem Danner Preis (2014) und dem Grassipreis (2018) ausgezeichnet.

Isabelle Enders hat sich als gelernte Silberschmiedin dem funktionalen Gerät verschrieben, ihre ganz besondere Vorliebe gilt der Pfeffer- und Salzmühle. Einem klassischen Alltagsgerät, das auch heute noch auf dem gedeckten Tisch oder in der Küche nicht fehlen darf. Die Künstlerin führt uns eindrucksvoll vor Augen, dass man aus dieser hinlänglich bekannten Gerätschaft eine ganze Palette von Kunstobjekten schaffen kann, die funktionieren. Da gibt es die Werkgruppe der Pfeffer- und Salzmühlen DOLORES, die durch außergewöhnliches Ornament und Farbigkeit auffallen und als 3-D-Druck entstehen. Isabelle Enders überlässt das Aussehen der Pfeffermühlen absolut nicht der Maschine, sondern greift ein, beeinflusst den Prozess, so dass ein jedes Objekt zu einem Unikat wird. Die Pfeffermühlen werden zu malerischen Bildträgern, die in ihrer Vielfalt kaum zu überbieten sind. Bei „Pfeffer Marsch“ greift die Künstlerin auf ausgediente Badezimmerarmaturen zurück und verleiht diesen eine neue Funktion. Die Körper ihrer Mahlgeräte sind aus Messing gefertigt, zum Teil geschwärzt, lackiert oder pulverbeschichtet.

Die Pfeffermühlen von Isabelle Enders sind ganz unterschiedlich groß, vom kleinen Tischgerät bis hin zur Pfeffermühle für zwei Personen, die sich tatsächlich nur noch zu zweit händeln lässt, ist alles vertreten. Gelegentlich verlieren diese Gewürzmühlen jegliche Assoziation zur herkömmlichen Vorstellung der Produkte, die betont technoide Ausstrahlung der Mühlen „Pfifferlinge“ lässt vielmehr an kleine Flugkörper oder Maschinenteile denken. Mit dem Gerät „Unicorn“ will die Künstlerin auf die einstige Kostbarkeit des Gewürzes aufmerksam machen und uns für eine gewisse Sensibilität im Umgang damit gewinnen. Über diese „kleinen Skulpturen“ hinaus beschäftigt sich Isabelle Enders mit großen Installationen und Projekten, wie etwa „Görlification“, eine Intervention im öffentlichen Raum. Im Sommer 2021, zu Beginn der Sommerferien, wird Isabelle Enders nach Hanau kommen und sich zu neuer Kreativität inspirieren lassen.
Weitere Informationen zu Isabelle Enders finden Sie auf ihrer Homepage www.isabelle-enders.com.
Silvia Weidenbach - 8. Hanauer Stadtgoldschmiedin
Silvia Weidenbach - 8. Hanauer Stadtgoldschmiedin
Anfang des Jahres 2019 wählte die Jury Silvia Weidenbach aus London/Glasgow zur 8. Hanauer Stadtgoldschmiedin. Der Jury gehörten Frau Dr. Katharina Bechler, Direktorin der Städtischen Museen, die zuletzt ausgezeichnete Stadtgoldschmiedin Tabea Reulecke, Frau Dorothea Förster, Goldschmiedin in Hanau, Herr Benjamin Pfister von der Staatlichen Zeichenakademie, Herr Günter Kasper, Innungsobermeister der Gold- und Silberschmiedeinnung, und Frau Dr. Christianne Weber-Stöber, Leiterin des Deutschen Goldschmiedehauses Hanau, an.

Silvia Weidenbach, 1980 in Annweiler am Trifels geboren, hat sich als international anerkannte Künstlerin vor allem in Großbritannien einen Namen gemacht.
Sie absolvierte zunächst eine Ausbildung als Silberschmiedin an der Schule für Glas- und Schmuckgestaltung in Kaufbeuren-Neugablonz, studierte an der Universität für Kunst und Design Burg Giebichenstein in Halle und ging dann nach London, um dort am renommierten Royal College of Art ihren Master abzulegen. 
Bereits 2011 arbeitete Silvia Weidenbach als „Artist in Residence“ in der Villa Bengel in Idar-Oberstein, 2015 konnte sie in Cambridge an einem Microsoft Projekt teilnehmen, von April 2017 bis April 2018 war Silvia Weidenbach die erste „Artist in Residence“ der Rosalinde und Arthur Gilbert Collection am Victoria & Albert Museum in London, wo auch eine bemerkenswerte Ausstellung der Künstlerin gezeigt wurde.

Zwischen 2007 und 2016 wurde Silvia Weidenbach darüber hinaus mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
Neue Materialien – in ihrem Fall die Möglichkeiten des Kunststoffs - auszuloten, ist für Silvia Weidenbach seit Jahren ein wichtiges Thema.  Um die neuesten bizarren, prächtigen und zugleich sinnlichen Schmuckstücke von Silvia Weidenbach zu verstehen, muss man zunächst einen Blick auf die Rosalinde und Arthur Gilbert Collection werfen, die sich aus Meisterwerken der Gold- und Silberschmiedekunst – Miniaturporträts in Email, Mosaikarbeiten, Gold- und Tabaksdosen vergangener Epochen – zusammensetzt und im Victoria & Albert Museum in London beheimatet ist. Es handelt sich bei den Sammlungsstücken um kostbarste Objekte, wie etwa Porzellan Dosen des 18. Jahrhunderts, die mit dem damals als weißem Gold bezeichneten Material, ein wohlgehütetes Geheimnis des Fernen Ostens, nach Europa kamen. Besonders angetan hatte es Silvia Weidenbach eine mit Diamanten besetzte Gold Dose, die für Friedrich den Großen entworfen und angefertigt worden war. Dieses Objekt inspirierte sie in ihrer eigenen Kreativität, es reizte sie Tradition und Historie, die Pracht vergangener Zeiten mit dem heutigen Begriff des Luxus zu verknüpfen und mit den technischen Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts, mit dem 3D Druckverfahren in „Moondust“ umzusetzen. Auch der royale Glanz Großbritanniens hat sie beeindruckt. Der im Geschmeide von Königin Elisabeth II verarbeitete 158 karätige Cullinan Diamant inspirierte sie zu einem ihrer eigenen Geschöpfe, der Brosche „Granny’s chips reloaded“.
Im Frühjahr 2020 widmete ihr das Deutsche Goldschmiedehaus Hanau die Ausstellung „Cool in the Pool“.
Silvia Weidenbach beweist mit ihren überschwänglichen, verspielten Schmuckstücken, dass ihre Phantasie keine Grenzen kennt und ihr Erfindungsreichtum unerschöpflich ist.
Weitere Informationen zu Silvia Weidenbach finden Sie auf ihrer Homepage www.silviaweidenbach.com.
Tabea Reulecke - 7. Hanauer Stadtgoldschmiedin
Tabea Reulecke - 7. Hanauer Stadtgoldschmiedin
Tabea Melanie Reulecke wurde 2017 als 7. Hanauer Stadtgoldschmiedin 2017 der Presse vorgestellt. Die Künstlerin wurde 1981 in Berlin geboren und hat sich bereits als international bekannte Nachwuchskünstlerin einen Namen gemacht. Heute unterrichtet sie an der Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule Pforzheim.
Bereits während ihrer Ausbildung an der Universität in Idar-Oberstein hielt sie sich mehrfach im Ausland auf, führte dort Workshops durch oder hielt Vorträge. Ihre Schmuckstücke werden in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland gezeigt.

Ihre vielen Arbeitsaufenthalte in der ganzen Welt haben die Künstlerin geprägt: „An diesen Orten entstanden immer wieder neue Kollektionen von Schmuckstücken oder Sammlungen von Objekten. Sie waren geprägt durch spezielle Thematiken, die mich gerade im Ausland beschäftigten und die Möglichkeiten der Herstellungsweise in den jeweiligen Werkstätten. (…).“ (Tabea Reulecke)

Das Arbeiten mit der äußerst beeindruckenden Technik des Emaillierens ist nur einer ihrer Schwerpunkte, die Künstlerin ist ebenso im Umgang mit Holz, Papier, Horn, Knochen oder edlen Steinen vertraut; immer dominiert die Farbigkeit in ihren Arbeiten. Neben einzelnen Figuren, die sie gerne in ihre Halsketten miteinbezieht, schenkt Tabea Reulecke ebenso der Tierwelt ihre Aufmerksamkeit. Im Jahre 2018 widmete das Deutsche Goldschmiedehaus der Künstlerin eine Einzelausstellung.
Im Sommer 2015 arbeitete der Pforzheimer Künstler als 6. Hanauer Stadtgoldschmied sechs
Sam Tho Duong: Schneewittchen und die 7 Zwerge
Sam Tho Duong: Schneewittchen und die 7 Zwerge
Wochen an der Staatlichen Zeichenakademie. Während seines Aufenthaltes in Hanau beschäftigte er sich mit den Brüdern Grimm und widmete ihnen eine eigene, sehr originelle Arbeit: Sam Tho Duong arrangierte auf einem aufgeschlagenen Märchenbuch mit einer Abbildung zu „Scheewittchen und die sieben Zwerge“ zwei silberne Zipfelmützen. Sam Tho Duong hat zu dieser Arbeit eine humorvolle Geschichte erfunden: Er berichtet, dass er diese Mützen in einem „Verlies“ des Goldschmiedehauses gefunden hat. Zwei Zwerge, die nach Hanau gereist waren, um die Brüder Grimm kennenzulernen, hätten sie dort laut wissenschaftlichen Recherchen bei ihrer überstürzten Abreise vergessen...

Humor kennzeichnet Sam Tho Duongs Arbeiten auch sonst oft, zum Beispiel, wenn er seinen aus Actimel-Flaschen hergestellten Schmuckobjekten den Titel „lemitcA“-Serie gibt. Neben Silber und Plastik gestaltet Sam Tho Duong seinen Schmuck mit Kirschkernen, Süßwasserreiskornperlen, Bernstein, Ingwer oder auch Schuhbändern und Toilettenpapier.

Der in Vietnam geborene Künstler absolvierte in Pforzheim an der Berufsfachschule, am Berufskolleg und bei der weltbekannten Firma Wellendorff eine umfassende Ausbildung zum Goldschmied. Sein anschließendes Studium an der Hochschule für Gestaltung schloss er 2002 mit dem Diplom ab, seit 13 Jahren arbeitet Sam Tho Duong als freischaffender Designer.
http://www.gogotho.de
Im vergangenen Jahr wählte die Jury Vera Siemund aus Hamburg zur fünften Hanauer
Vera Siemund: Halsschmuck Emaillierter Stahl
Vera Siemund: Halsschmuck Emaillierter Stahl
Stadtgoldschmiedin.
Die Künstlerin absolvierte ihre Ausbildung zur Goldschmiedin von 1991 bis 1995 an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau, anschließend folgte ein Studium an der renommierten Hochschule für Kunst und Design in Halle bei Frau Professor Dorothea Prühl. In den letzten zwölf Jahren beteiligte sich die Künstlerin mit ihren Arbeiten an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland, bedeutende Schmuckgalerien in Europa und den USA widmeten ihr Einzelausstellungen. 2002 wurde Vera Siemund in dem von der Stadt Hanau ausgeschriebenen Wettbewerb „Natur und Zeit“ mit dem Ersten Preis ausgezeichnet. Im gleichen Jahr wurde ihr der zweite Preis im Nachwuchsförderwettbewerb für Schmuck und Gerät zuerkannt, den die Gesellschaft für Goldschmiedekunst mit der Bertha Heraeus und Kathinka Platzhoff Stiftung veranstaltete.
Die Faszination für das Romantische, die nostalgische Anmutung des Historismus dominiert in den Schmuckstücken Vera Siemunds, tradierte Vorbilder erhalten eine neue Dimension. Geschickt bedient sie sich einzelner Elemente, die sie verfremdet und in einen völlig neuen Kontext stellt. Eisen, ein beliebter Werkstoff des 19. Jahrhunderts wie auch Kupfer haben es der Künstlerin besonders angetan: Das Material wird gesägt, ziseliert und gebohrt, aber auch Prägen und Pressen spielen eine große Rolle im opulenten Halsschmuck oder im betont plastisch gestalteten Ansteckschmuck.
Vera Siemund wird im Sommer 2013 nach Hanau kommen und in der Staatlichen Zeichenakademie arbeiten. Während ihres Aufenthaltes wird sie einen einwöchigen Workshop mit den Studenten abhalten. Ab Januar 2014 widmet das Goldschmiedehaus der Künstlerin eine Ausstellung im Goldsaal.
www.goldschmiedehaus.com/de/vera-siemund
Karl Fritsch wurde 1963 in Sonthofen im Allgäu geboren, er besuchte von 1982 bis
Ring
Karl Fritsch: Ring
1984 die Goldschmiedeschule in Pforzheim, war von 1984 bis 1986 dort bei der Firma C. Neusser tätig und absolvierte von 1987 bis 1993 an der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. Hermann Jünger und Prof. Otto Künzli – beide Ehrenringträger der Gesellschaft für Goldschmiedekunst - sein Studium, das er 1994 mit dem Diplom abschloss.
Heute lebt und arbeitet Karl Fritsch in Neuseeland, ein Schwerpunkt seines künstlerischen Schaffens ist die Kreation unterschiedlichster Ringe zu verschiedenen Themen.

Arbeiten von Karl Fritsch sind in den namhaftesten Museen und Privatsammlungen der Welt vertreten, wie etwa der Danner Rotunde der Pinakothek der Moderne in München, The Helen Drutt Collection in Philadelphia, dem Schmuckmuseum Pforzheim, dem Auckland Museum in Neuseeland oder dem Metropolitan Museum in New York.
Karl Fritsch wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, etwa dem Herbert Hoffman Gedächtnispreis der Internationalen Handwerksmesse München (1995), dem Förderpreis für angewandte Kunst der Landeshauptstadt München (1996), dem Projektstipendium des Deutschen Museums München (1997) oder dem Françoise van den Bosch Award (2006).
www.br.de
Mit der Ernennung des dritten Hanauer Stadtgoldschmieds geht die Auszeichnung erstmalig an eine Künstlerin, an die flämische Schmuckgestalterin Hilde De Decker aus Londerzeel.

Hilde De Deckers Arbeitsfeld beschränkt sich nicht auf das Schaffen einzelner Schmuckstücke im Sinne von dekorativen Accessoires, vielmehr stehen Inszenierungen von Schmuck und Gerät im Mittelpunkt. So präsentierte sie in einer Schmuckinstallation im Deutschen Goldschmiedehaus "in the move" u. a. das Hanauer Stadtwappen, Bembel und ein Äppelwoiglas.
www.hildededecker.com
Jiro Kamata wurde 1978 in Hirosaki in Japan geboren und lebt seit 1998 in
Jiro Kamata: Halsschmuck
Jiro Kamata: Halsschmuck
Deutschland. Erst in Pforzheim und heute in München. U.a. wurde er 2005 Meisterschüler der Akademie der Bildenden Künste in der bayerischen Landeshauptstadt.

Wenn mann seine Werke in Augenschein nimmt, wird einem sogleich auffallen, dass Jiro Kamata nicht der klassischen Goldschmiedekunst zuzurechnen ist. Seine Arbeiten stellen ihn als kreativen, experimentierfreudigen Künstler dar, der keine Scheu hat, sich ohne Berührungsängste unterschiedlichen Materialien zu widmen. Man könnte seine Werke als „Schmuckinstallationen“ bezeichnen.

Es handelt sich bei seinen Werken um interessante, eigenwillige, spannende Arbeiten, die faszinieren und fesseln. Arbeiten die althergebrachten seh- und Schmuckgewohnheiten widersprechen und im besten Sinne um der Kunst willen zu Für- und Widermeinungen anregen.
Jiro Kamata
Rudolf Bott wurde 1956 in Stockstadt am Main geboren. Mit 19 Jahren schloss er seine
Rudolf Bott: Fußschale in Silber
Rudolf Bott: Fußschale in Silber
dreijährige Ausbildung zum Goldschmied bei der Firma G. A. Korff in Hanau ab und arbeitete anschließend zwei Jahre für die Werkstatt Hermann Kunkler in Raesfeld, bevor er 1978 ein Studium an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau, begann, das er 1980 mit seiner Meisterprüfung abschloss. Nach einer dreijährigen Tätigkeit im Atelier Max Pollinger in München wurde er 1983 zum Studium an der Akademie der Bildenden Künste München zugelassen. In der Klasse für Schmuck und Gerät bei Hermann Jünger und Erwin Sattler machte er 1989 sein Diplom. Seitdem arbeitet Bott selbstständig. Von 1997 bis 1999 hatte er eine Professur an der Hochschule Pforzheim inne. Bott lebt in Neuburg an der Donau.
Während seiner Amtszeit als erster Hanauer Stadtgoldschmied hat der renommierte Künstler eine silberne Schale mit den Abgüssen seiner eigenen Füße geschaffen, die im Foyer des Neustädter Rathauses präsentiert wurde und auf ein großes mediales Echo stieß.
Rudolf Bott