Statistik

Stadtbezirke

Stadtbezirke

Alle Zahlen, Daten und Fakten zur Stadt Hanau, denn eine Statistik verändert Hanau nicht, aber sie zeigt, wie Hanau sich verändert!
 
Die aktuellsten Hanauer Zahlen in einem kurzen Bericht zusammengefasst:
Einwohnerzahlen

Quelle: ekom21 / FB 5.14 - Statistik, monatlicher Abgleich aus dem Einwohnermelderegister
Datenstand: jeweils Monatsende
Daten zur Gesamtzahl, nach Nationalität und Geschlecht beziehen sich auf Einwohner mit Hauptwohnsitz
Aufgrund einer Programmumstellung im Melderegister liegen derzeit keine aktuellen Bevölkerungszahlen vor - vorerst letzter Datenstand 30.04.2015

Weitere Informationen zur Bevölkerung in Hanau
Hanauer Einwohner nach Stadtteil und Wohnungsstatus (Stand 31.12.2014)

Quelle: KIV / ekom und FB 1.05 - SPSS
Einwohnermelderegister der Stadt Hanau

Durchschnittsalter der Hanauer Bevölkerung

Quelle: ekom21 / KIV in Hessen und FB 1.05 Statistik - SPSS, Abgleich aus dem Melderegister
Datenstand: jeweils 31.12., nur Hauptwohnsitz

Stadtteile / Stadtbezirke
Quelle: KIV / ekom in Hessen & FB 1.05 - SPSS Einwohnermelderegister der Stadt Hanau
Innenstadt

Innenstadt

Am 01. Juni 1597 wurde der Vertrag , die "Capitulation", vom Landesherrn Graf Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg unterzeichnet. Hierdurch fanden kalvinistisch reformierte Flüchtlinge aus den spanischen Niederlanden (=Flamen) und Nordfrankreich (=Wallonen) eine neue weltliche und geistliche Heimat. Die Flamen und Wallonen erhalten von dem Hanauer Grafen das Recht, sich vor den Toren der Altstadt Hanau eine neue Stadt (die heutige Innenstadt), die Neustadt zu erbauen. So erwirbt Hanau den Weltruf für Luxusgüter, da unter den Flüchtlingen Gold- und Silberschmiede waren, Diamantschleifer und Fayencekünstler. So entwickelten sich Kunst, Kultur und Wirtschaft zu europaweit angesehenen Sparten. Beispielhaft muss hier die Gründung der ersten deutschen Fayencemanufaktur 1661 (Hanauer Fayencen) sowie die Stillebenmalerei, die Silber- bzw. Goldschmiedekunst genannt werden.
Kesselstadt

Kesselstadt

Der Stadtteil liegt westlich der Kinzigmündung auf einem weitgehend hochwasserfreien Geländerücken, etwas mehr als einen Kilometer westlich der Innenstadt. Erstmals 1059 als Chezsilstat erwähnt. Geprägt ist der Stadtteil durch den Main im Süden, das Schloß Philippsruhe mit dem Park, von dem sternförmig Straßen wegführen und einem kleinen Altstadtkern. Im Westen daran schließt sich eine Hochhaussiedlung („Weststadt“) und das Gewerbegebiet Ost der Gemeinde Maintal. Im Norden kann man die Parkanlagen und Gebäude der Kuranlage Wilhelmsbad mit ihren Attraktionen
Nordwest

Nordwest

Im Stadtteil Nordwest sind keine Hochhäuser vorzufinden. Rund um Wilhelmsbad liegt das Villenviertel von Hanau. Ein weiterer Bereich ist das Hanauer Musikerviertel. Zwischen 1777 und 1785 ließ Erbprinz Wilhelm von Hessen-Kassel in Hanau-Wilhelmsbad einen der ältesten englischen Landschaftsgärten anlegen. Heute ist der Park ein gartenarchitektonisches Kleinod, das man am besten mit einer Führung entdeckt.
Lamboy

Lamboy

Der Stadtteil Lamboy liegt im Nordosten Hanau´s, von der Stadt getrennt durch die Kinzig. Es ist der jüngste Stadtteil – der mit den meisten Kindern – und der Anteil von Menschen ohne deutschen Pass ist ausgesprochen hoch. Auch beim Anteil der allein erziehenden Eltern liegt er an der Spitze. Es ist vermutlich der einzige Stadtteil, der nach dem Verlierer einer Schlacht, Feldmarschall Wilhelm Graf von Lamboy, benannt ist. Alljährlich wird zur Erinnerung an die Ereignisse aus dem Dreißigjährigen Krieg das Lamboyfest gefeiert. An der Lamboystraße befinden sich einige wenige Häuser Hanaus, die im Zeiten Weltkrieg nicht zerstört worden sind, ehemalige Offizierswohnungen. Nach dem Krieg zogen dann die Amerikaner für mehrere Jahrzehnte in die Kasernen ein. Die „housing area“ in der Chemnitzer Straße sind heute noch von amerikanischen Familien bewohnt. Im Jahr 2002 fand die Landesgarten-Schau auf dem Gelände der Francois-Gärten statt.
Suedost

Südost

Im Stadtteil Südost befinden sich die sehr viele, langjährige und größten Unternehmen von Hanau, u.a.: weltweit führende Unternehmen aus der Technologiebranche wie Heraeus oder VAC , so wie auch die Dunlop-Reifenwerke, Deutsche Bahn und Schwab Versand. Im Stadtgebiet selbst leben viele unterschiedliche Nationen. In diesem Stadtteil ist der Hauptfriedhof, sowie der Hauptbahnhof und die Bundesagentur für Arbeit vorzufinden. Erwähnenswert ist auch der Hanauer Hafen. Dieser ist nach den Umschlagvolumen der zweitgrößte Hafen Deutschlands an der Rhein-Main-Donau-Wasserstraße. Die Staatliche Zeichenakademie Hanau ist die älteste deutsche Aus- und Fortbildungsstätte für das Gold- und Silberschmiedehandwerk.
Mittelbuchen

Mittelbuchen

Der kleinste Stadtteil Hanaus ist zugleich der „älteste“: Am 01 Juni 798 wird in einer Schenkung des Liubert an das Kloster Lorsch die „bucha marca“ genannt. Der Ort ist seit der Steinzeit besiedelt. Mittelbuchen wird ausdrücklich erstmals 1239 genannt. Es zählt zum ältesten Besitz des Herren und späteren Grafen von Hanau. Bis Anfang des 19. Jahrhunderts hatte Mittelbuchen etwa 300 Einwohner, die der Landwirtschaft und dem bäuerlichen Handwerk nachgingen. Mittelbuchen ist auch als die „grüne Lunge“ von Hanau bekannt.
Steinheim

Steinheim

Hanau´s südwestlichster Stadtteil entwickelte sich aus einem nördlichen fränkischen Besiedlungskern bei der St.-Nikolaus-Kirche (ehem. Klein-Steinheim) und einem südlichen auf dem Basaltplateau mit der Burg der Herren von Eppstein (ehem. Groß-Steinheim). Bereits Jäger und Sammler kamen vor über 12.000 Jahren (Altsteinzeit) nach Steinheim, da der Main Möglichkeiten für den Fischfang hatte, aber auch zum Erlegen tränkender Tiere, bot. Siedlungen gibt es seit der Jungsteinzeit, damals vor 7.500 Jahren wurden die Menschen seßhaft. Die Burg, deren Bau um 1200 begonnen wurde, war für die Herren von Eppstein das Machtzentrum. 1320 erhielten sie die Stadtrechte für Steinheim von König Ludwig IV.
Kleinauheim

Klein-Auheim

Klein-Auheim wird erstmals 806 urkundlich erwähnt. Dabei weist die Endung „-heim“ auf eine fränkische Gründung hin. Auheim hiess ursprünglich Ewichheim nach einem Mann namens Ewich, der auf beiden Mainseiten Besitzungen in Form von Wehrdörfern hatte. Somit gehörten Großauheim und Klein-Auheim ursprünglich zusammen. Im Lauf der zeit entwickelte sich auf der linken Mainseite die „Auheimer Mark“, auf dem freie Bauern siedelten, die Herren ihres Besitzes waren und daneben Wald, Wasser und Heide, sog. Almende, gemeinsam nutzten. Bis zum 18. Jahrhundert war Klein-Auheim eine eher kleine und wirtschaftlich unbedeutende Siedlung gewesen. Den zweiten Weltkrieg hatte Klein-Auheim fast unbeschadet überstanden. Mit seiner unmittelbaren Nähe zum Main und seinem zum Teil ländlichen Charakter bietet der Stadtteil einen interessanten Bezugspunkt.
Grossauheim

Grossauheim

Der größte der heutigen Stadtteile, zeigt sich dem Besucher mit dem Mainpanorama von seiner schönsten Seite. Erstmals genannt 806 als Ewichheim. Großauheim gehörte bis 1803 zum katholischen Kurfürstentum des Mainzer Erzbischofs. Bis weit ins vorige Jahrhundert war der Stadtteil ein Bauerndorf. Durch die Lage am Main ermöglichten Fischerei, die Mainschiffahrt und die Flößerei einen zusätzlichen Erwerb. Die Eisenbahn ließ Großauheim allmählich zu einem Industriedorf werden. Durch die industrielle Massennutzung der Elektrizität entstanden Fabriken der Elektrotechnik. Mit Veränderung der industriellen Produktion sind die einstmals großen Fabriken geschrumpft oder ganz verschwunden.
Wolfgang

Wolfgang

Seit der Hessischen Gebiets- und Verwaltungsreform vom 01. Juli 1974 ist Wolfgang ein Hanauer Stadtteil. Kurze Zeit vorher, am 01. Januar 1972, war Wolfgang ein Stadtteil Großauheim geworden. Die Geschichte der ehemals selbständigen Gemeinde basiert auf der im Jahr 1468 von Erasmus Hasenfuß zu Ehren von Sankt Wolfgang, einem im zehnten Jahrhundert in Regensburg wirkenden Bischof, errichteten Kapelle in dem damals fast undurchdringlichen und sumpfigen Wald der Bulau. Die Kappelle wurde im Jahr 1525 während des Bauernkrieges zerstört. In der unmittelbaren Nähe der Klosterruine löst der letzte Hanauer Graf, Johann Reinhard III, im Jahr 1715 ein Jagdhaus errichten. Später wurde daraus das Hessische Forstamt. In der Folgezeit siedelten sich bedeutsame Industrieunternehmen an. Zwischenzeitlich hat sich der Stadtteil zu einem Zentrum der Hochtechnologie entwickelt.