Umweltzentrum Hanau

Umweltzentrum Außenansicht im Sommer

Außenansicht

Das Gebäude des Umweltzentrums Hanau wurde im Zuge der Landesgartenschau 2002 im Stadtteil Lamboy in der Kinzigaue gemeinsam vom Land Hessen und der Stadt Hanau errichtet. In den Räumen wurden von April bis Oktober über 300 Kurse für Schulen und Kindertagesstätten im Programm des „Grünen Klassenzimmers“ zu Umweltthemen durchgeführt.
 
Das Land Hessen finanzierte anschließend für 3 Jahre die Stelle einer Umweltpädagogin zum Aufbau eines Umweltbildungszentrums für Hanau und Region. Seit 2005 ist das Umweltbildungszentrum in städtischer Regie und zieht mit Programm, Projekten und Veranstaltungen jährlich 12.000 – 15.000 Besucherinnen und Besucher an.
Im Haus sind heute Informationen und Materialien zu allen Themen der Nachhaltigkeit zu finden. Beratung und Begleitung für Schulen, Kindertagesstätten, Familien, Vereine, Unternehmen uvm. sind die Basis der Bildungsarbeit.
Das Umweltzentrum Hanau ist das Bildungszentrum für Umwelt und Natur der Stadt Hanau. Es berät im Auftrag des Hessischen Kultusministeriums Schulen in Hanau und Main-Kinzig-Kreis, die Umweltschule in Hessen werden möchten.

Das Programm des Umweltzentrums Hanau für Schulen und Kindertagesstätten richtet sich nach den Grundsätzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung, bei der die Schulung von Kompetenzen den Schwerpunkt bildet. In den thematischen Kursen und Seminaren werden durch Erfahren und Ausprobieren Kenntnisse gewonnen, die im eigenen Lebensalltag umgesetzen werden können.
 
Das Umweltzentrum engagiert sich außerdem als Partner für den fairen Handel in Hanau, für das Kennenlernen der Artenvielfalt in der Freizeit und dem Feiern und Spielen in der Natur.
Das Umweltzentrum Hanau ist Mitglied im Bundesverband der Arbeitsgemeinschaft Natur und Umweltbildung (ANU) und im Vorstand des Landesverbandes Hessen aktiv.

„Bildung ist eine unerlässliche Voraussetzung für die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung und die Verbesserung der Fähigkeit der Menschen, sich mit den Umwelt- und Entwicklungsfragen auseinander zu setzen. (..) Sie ist unabdingbare Voraussetzung für die Herbeiführung eines Bewusstseinswandels bei den Menschen, damit sie in der Lage sind, ihre Anliegen und Bedürfnisse in Bezug auf eine nachhaltige Entwicklung abzuschätzen und anzugehen. Sie ist auch von entscheidender Bedeutung für die Schaffung eines ökologischen und ethischen Bewusstseins, (..) von Werten und Einstellungen, Fähigkeiten (..) sowie für eine wirksame Beteiligung der Öffentlichkeit an der Entscheidungsfindung.“ (Agenda 21 von 1992, Kap.36.3)
Das Umweltzentrum in Hanau unterstützt schulische und außerschulische Partner auf ihrem Weg zur Nachhaltigkeit. Dazu ist ein Verständnis über natur-, wirtschafts- und gesellschaftswissenschaftliche Zusammenhänge notwendig. Höchstes Ziel dabei ist es, durch Bildungsprozesse die Handlungskompetenzen zu stärken, um so besser Entscheidungen im eigenen Lebensumfeld treffen zu können.

Durch die Angebote des Umweltzentrums sollen insbesondere folgende Kompetenzen erworben und entwickelt werden:
- Interdisziplinäres und problemorientiertes Analysieren
- Vorausschauendes und weitsichtiges Denken und Planen
- Interkulturelle Verständigung und Zusammenarbeit
- Reflexion über eigenes Verhalten, Wünsche und Ziele
- Freude am Engagement für nachhaltige Lebensformen

Den Angeboten liegen stets die Leitlinien der Bildung für nachhaltige Entwicklung zugrunde." Bildung für nachhaltige Entwicklung" vermittelt Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln. Sie versetzt Menschen in die Lage, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und abzuschätzen, wie sich eigene Handlungen auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirken.
großer Raum
Die Räume sind auf die Größe von ca. 30-40 Personen ausgerichtet, je nach Bestuhlung.
Bedinung zur Nutzung ist die Buchung eines Kurses, eines Seminares aus dem Programm des Umweltzentrums.

Aufgrund der aktuellen Hygienevorschriften dürfen sich nur maximal 20 Personen im Haus aufhalten.
Haus Brennstoffzelle Bild
Umweltbewusst leben und handeln bedeutet für das Umweltzentrum Hanau auch ressourcenschonend zu heizen. Möglich wurde es durch die Zertifizierung der Stadtwerke Hanau als CO2 neutraler Energieversorger. Ein Kriterium zur Erreichung des Zertifikates war die Unterstützung eines lokalen Projektes in Hanau:

Die Brennstoffzellen Heizung ist eine hoch energieeffiziente Zukunftstechnologie, die gegenüber herkömmlichen Gasbrennwertkesseln eine deutlich geringere CO2-Belastung aufweist.
 
Um zu zeigen, wie genau die Brennstoffzelle funktioniert und was ihre Vorteile sind, wurde im Projekt der FÖJ Praktikantin in 2020 eine interaktive Informationswand zur Brennstoffzelle entwickelt.
Diese steht interessierten Bürgerinnen und Bürger im Umweltzentrum Hanau zur Verfügung.
 
An der Infowand lernen Kinder und Jugendliche auf spielerische Art und Weise die Brennstoffzelle kennen.
Mit Hilfe von verschiedenfarbigen Magneten können die Strom-, Wärme- und Warmwasserquellen zugeordnet werden.
Bei dem Ratespiel kann die Wattzahl für elektrische Geräte wie den Föhn geschätzt werden. Wer weiß, wie viel Strom für 1 Stunde Haare föhnen nötig ist?

Für Erwachsene oder potenzielle Interessentinnen und Interessenten, die sich gerne eine neue energieeffiziente Heizung installieren wollen, sind zusätzlich Infotexte zu den Vorteilen und der Funktion der Brennstoffzelle als Heizung platziert.
 
Die Brennstoffzelle ist für viele Neuland und als alternative Heizungsanlage noch nicht allgemein bekannt.
Sie wird noch als nicht richtig marktfähig und ein Nischenprodukt verstanden.

Das Umweltzentrum Hanau ist durch zusätzliche Solaranlagen auf dem Gartenschuppendach und die Brennstoffzelle zu 85 % autark. Die Selbstversorgung durch Warmwasser, Wärme und Strom ist dank der Brennstoffzelle größtenteils gesichert.
Uwz Gartenansicht Sommer
Ein Garten ist der Wohlfühlort in der Stadt. Für Menschen ohne Garten sind daher städtische Grünanlagen ein wichtiger Treff-, Erholungs- und Wohlfühlort. Zudem ist jede Grünanlage, egal in welcher Größe, ein Trittstein für Artenvielfalt, Sauerstoffproduktion und regionales Kleinklima in der Stadt. Es geht dabei nicht immer um „Gartenarbeit“ sondern eher um „Gartenfaulheit“. So viel ist gar nicht zu tun, um eine vielfältige, bunte und wunderbare grüne Oase zu genießen. Es geht nur um das „Gewusst WIE“ Wir zeigen im Modelgarten Umweltzentrum Hanau wie es geht. 
Bank im Garten UWZ
Vielfalt bringt Stabilität, gerade in der Natur. Alles hängt mit allem zusammen
Das wusste schon Alexander Humboldt im Jahre 1840. Das fein abgestimmte
und jahrhundertalte Konzept der Natur ist dann stabil, wenn das Netz von
Flora und Fauna, ähnlich wie ein Spinnennetz, stabil ist.
Wir haben zahlreiche Beispiele und Vorbilder für einen stabilen, artenreichen
Und zukunftsfähigen Garten entwickelt. Im Vordergrund steht die wenige
Pflege, die dazu führt, dass sich ein Gleichgewicht im Garten entwickeln kann.

Im Modelgarten Hanau ist zu finden:
-          Staudengarten als Model für einen Vorgarten oder als Begleitstreifen an Wegen und Plätzen
In der Natur bleibt keine freie Stelle auf dem Boden brach liegen. Das wären Stellen für flug-
Fähige Wildkrautsamen, die das Gleichgewicht durcheinander bringen.
Daher werden im Staudengarten Staudenpflanzen eingesetzt, die sich gegenseitig mit dem Wachstum in Schach halten, zu jeder Jahreszeit zur Versorgung der Insekten etwas blüht und wie wenig Pflege dazu notwendig ist.
Infos und Einladung zum Nachmachen sind vorbereitet = Abgucken erlaubt
Am Haus des Umweltzentrums wurde im Zuge des BNE Paktes ein klimafreundliches Präriebeet angelegt.
Dieses zeigt die Verbindung von bunten Stauden und pflegeleichtem Garten. Mit Gräsern, Stauden und bodendeckenden Pflanzen ist das Bett ein Schmetterlingsparadies und ein Genuss für das Auge.
Weitere Informationen und ein Tutorial zum Nachmachen gibt es hier
 
Kräuterbeet
Für Kindertagesstätten und Schulen bieten wir eine Beratung zur Gestaltung des Außengeländes. Das Land Hessen hat das Thema aufgegriffen und einen Arbeitskreis Schulgarten ins Leben gerufen. Über 200 Schulen in Hessen gehören diesem Arbeitskreis an und tauschen regelmäßig Erfahrungen zur Pflege der Kräuterbeete, Schneiden von Obstbäumen, Bewässerungskonzept im Sommer und den Umgang mit dem „Gold des Gartens“ dem Herbstlaub. Die Experten des Umweltzentrums helfen bei der Gestaltung gerne weiter.
Interkultureller Garten
Ein Höhepunkt sind die Beete des Interkulturellen Gartens, dem „Welt-Stadt-Garten-Hanau“. Aktive aus unterschiedlichen Kulturen pflanzen, pflegen und ernten Gemüse und Obst aus aller Welt. Gemeinsam werden Gerichte zur jeweiligen Jahreszeit gekocht und daraus ein Kochbuch entwickelt. Eingeladen sind Frauen, am Projekt teilzunehmen, Kenntnisse für den eigenen Garten oder Balkon kennen zu lernen und im Gespräch Infos und Erfahrungen auszutauschen.