Lärmaktionsplan

Regierungspräsidium Darmstadt veröffentlicht dritte Runde zum Lärmaktionsplan.
Laermschutz
Auszug für die Stadt Hanau:
Die Stadt Hanau, mit dem amtlichen Beinamen Brüder-Grimm-Stadt, liegt im Osten des Rhein-Main-Gebietes, an der Mündung der Kinzig in den Main. Sie ist der Startpunkt der Deutschen Märchenstraße, die in Bremen endet. Durch Hanau verläuft sowohl die Deutsche Limesstraße als auch durch den Stadtteil Steinheim die Deutsche Fachwerkstraße.
Die Stadt Hanau mit 96.110 Einwohner (Stand: 31.03.2019) ist die sechstgrößte Stadt, sowie größte kreisangehörige Stadt Hessens. Hanau ist Oberzentrum im Verdichtungsraum und Sonderstatusstadt. Hanau ist in 10 Stadtteile aufgeteilt: Innenstadt, Nordwest, Südost, Lam-boy, Steinheim, Klein-Auheim, Großauheim, Wolfgang, Mittelbuchen und Kesselstadt, die wiederum in Stadtbezirke aufgegliedert sind.

Hier einige der vielen Maßnahmen von Hanau exemplarisch aus dem Lärmaktionsplan aufgeführt: Alle Inhalte und weitere Informationen zu den einzelnen Projekten können Sie den Seiten 401-433 des Lärmaktionsplans entnehmen.

Langfristige überregionale Projekte zur Lärmminderung:

Nordmainische S-Bahn

Der Zweigleisiger Neubau des Vorhabens „Nordmainische S-Bahn“ zwischen Frankfurt-Konstablerwache und Hanau Hbf parallel zur bereits bestehenden Strecke führt zu einer erheblichen Qualitäts- und Kapazitätssteigerung des Schienenverkehrs. In der Hauptver-kehrszeit ist ein 15-Minuten-Takt mit der Anbindung der Haltestellen Hanau Wilhelmsbad und Hanau West vorgesehen.
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Die Anhörungsverfahren für die drei Planfeststellungsab-schnitte sind weit fortgeschritten. Erörterungstermine wurden bereits durchgeführt. Auf-grund der in den Anhörungsverfahren gewonnenen Erkenntnisse sind jedoch Änderungs-verfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung durchzuführen, bevor die Unterlagen an das Ei-senbahn-Bundesamt zur Planfeststellung abgegeben werden können.

Erstellung eines Verkehrsentwicklungsplans Hanau (2020-2022)

Die Stadt Hanau beabsichtigt die Erstellung eines Verkehrsentwicklungsplans, um die Rah-menbedingungen der Entwicklung eines zukunftsfähigen Verkehrs aktiv gestalten zu kön-nen. Noch stärker als bisher soll der Bereich Verkehr in den Kontext der verschiedenen weiteren Bereiche (Regional- und Stadtplanung, städtebauliche Entwicklung, Klima und Umwelt, Energieplanung und -versorgung etc.) verzahnt und integriert werden. ...
Eine besondere Rolle spielen dabei die Verkehrsplanungen und die verkehrsträgerüber-greifenden Planungen. Diese schaffen die Voraussetzungen dafür, dass das Gesamtver-kehrssystem entsprechend den Zielen der Stadt- und Verkehrsentwicklungsplanung ausge-bildet werden kann. Das Zusammenspiel aller Komponenten des Verkehrssystems (Rad- und Fußverkehr, ÖPNV, motorisierter Individualverkehr (MIV), Urbane Logistik/Wirtschafts-verkehr) soll langfristig so optimiert werden, dass jeder Verkehrsträger seine spezifischen Stärken effektiv und effizient einsetzen kann.
Darüber hinaus gilt es, den dauerhaften Einklang zwischen langfristigen strategischen Pla-nungen und kurz- bzw. mittelfristigen Maßnahmen zur Lösung akuter Problemstellungen herzustellen. Vor diesen und weiteren Hintergründen wird die Stadt Hanau in 2020 mit der Erstellungsphase eines neuen „Mobilitätsleitbildes Hanau“ als erster Baustein des Verkehrs-entwicklungsplans Hanau beginnen. Dieser Baustein beinhaltet die Definition der Me-gatrends für Hanau, Prüfung der Stärken und Schwächen der städtischen Verkehrsträger unter Beachtung der Megatrends, die Ableitung von Projektionsszenarien, die bezüglich ihrer Wechselwirkung bewertet werden und die Empfehlung eines Mobilitätsleitbildes.
Mit dem im ersten Baustein entwickelten Mobilitätsleitbild werden im zweiten Baustein des Verkehrsentwicklungsplans Hanau die Themenfelder Radverkehr, Fußverkehr, ÖPNV, mo-torisierter Individualverkehr, Parkraumbewirtschaftung, Urbane Logistik, Multimodale Mobilität bearbeitet und zukunftsfähigen Lösungen zugeführt.-

Pilotkommune Nahmobilitäts-Check

Hanau ist eine von fünf Pilotkommunen des Landes Hessen, in denen 2017 ein Nahmobili-täts-Check (Stadtteil Großauheim) durchgeführt wurde. Der Nahmobilitäts-Check hat zum Ziel, durch gute Bedingungen für Fußgängerinnen und Fußgänger, Radfahrer und Radfah-rerinnen sowie durch einen guten ÖPNV die Lebensqualität und Attraktivität der Stadt- und Ortskerne zu steigern und somit neben einer Erhöhung der Verkehrssicherheit die Lärm- und Schadstoffbelastung zu vermindern.
Aufgeführt werden die Handlungsansätze in der Dokumentation „Nahmobilitäts-Check Hes-sen – Handlungsansätze zur Förderung der Nahmobilität in Hanau-Großauheim“: ...
Die vorgeschlagenen Maßnahmen wurden priorisiert und werden sukzessive umgesetzt. Der Prozess wird in weiteren Stadtteilen fortgesetzt.
Hanau ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen und hat sich zur Förde-rung der Nahmobilität verpflichtet.
Konzept.

Entwicklung von Mobilitätsangeboten im Rahmen bauleitplanerischer Entwicklungen, hier: Pioneer-Park

Es sind beim Planprozess zum Pioneer Park besondere Angebote zur Mobilität vorgesehen. Die Zielsetzung ist, Maßnahmen und Instrumente im Sinne einer nachhaltigen Mobilität in einer Gesamtstrategie zusammenzuführen. Aspekte sind z.B. die Anbindung an den ÖPNV, die Fuß- und Radverkehrsführung, zusätzliche Angebote wie Car- oder Bike-Sharing (E-Mo-bility). ...
Betrachtung einzelner Lärmkonflikte:
Die Auswertung der Öffentlichkeitsbeteiligung, der Lärmkennziffer (LKZ), sowie die Unter-suchung der Lärmkonflikte aus der 2. Stufe der Lärmaktionsplanung ergab die in der folgenden Tabelle betrachteten Straßenabschnitte:
Lärmaktionsplan

Die öffentliche Bekanntmachung vom 04.05.2020:

Aufstellung von Lärmaktionsplänen nach § 47 d Bundes-Immissionsschutzgesetz III 33.3 - 66 i 04.01 - veröffentlicht: 04.05.2020

  • Lärmaktionsplan Hessen (3. Runde) Regierungsbezirk Darmstadt, Teilpläne Landkreise und Ballungsräume Darmstadt, Frankfurt a.M., Offenbach a.M. und Wiesbaden
Nach § 47 d des Bundes-Immissionsschutzgesetzes sind Lärmaktionspläne in der Umgebung von Hauptverkehrsstraßen mit mehr als 3 Mio. Kraftfahrzeugen pro Jahr (entspricht 8.200 Kraftfahrzeugen/Tag), der Haupteisenbahnstrecken von über 30.000 Zügen im Jahr sowie in den Ballungsräumen mit mehr als 100.000 Einwohnern aufzustellen bzw. alle 5 Jahre zu überprüfen und erforderlichenfalls zu überarbeiten.
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Im Regierungsbezirk Darmstadt gibt es die Ballungsräume Darmstadt, Frankfurt a.M., Offenbach a. M. und Wiesbaden.
Der Lärmaktionsplan Hessen (3. Runde), Teilplan Regierungsbezirk Darmstadt Landkreise sowie der
Lärmaktionsplan Hessen (3. Runde), Teilplan Ballungsräume Darmstadt, Frankfurt a.M., Offenbach a.M. und Wiesbaden
treten mit der Veröffentlichung am 4. Mai 2020 in Kraft. Mit der Veröffentlichung erfolgt auch die Unterrichtung über das Ergebnis der Mitwirkung im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung.
Die genannten Teilpläne sind ab dem 4. Mai 2020 auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Darmstadt (www.rp-darmstadt.hessen.de) unter der Rubrik „Öffentliche Bekanntmachungen“ einsehbar und zum Download bereitgestellt.

Darüber hinaus sind sie in Papierform beim Regierungspräsidium Darmstadt zu den üblichen Geschäftszeiten unter folgender Adresse zur Einsichtnahme ausgelegt:
Regierungspräsidium Darmstadt
Wilhelminenstraße 1-3
3. OG, Zimmer 3.113
64283 Darmstadt