Sonntagsführung im Deutschen Goldschmiedehaus Hanau

Sonntagsführung
22.02.2026 - 22.02.2026

Wochentag: Sonntag

Uhrzeit: 15:00

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Am Sonntag, dem 22. Februar 2026 um 15 Uhr, führt der Kunsthistoriker Michael H. Sprenger M.A. durch die aktuellen Ausstellungen im Deutschen Goldschmiedehaus Hanau.
Im Foyer gibt die Präsentation „Georg Dobler. Räume und Konzepte“ einen Einblick in die Arbeiten des 1952 geborenen Schmuckmachers. Minimalistische Formensprache und bewusst gesetzte Farbakzente prägen seinen Schmuck, der beeinflusst von künstlerischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts, wie dem Konstruktivismus, ist. Bereits in den 1980er Jahren setzt Dobler sich mit Schmuck als Umsetzung einer konzeptuellen Idee auseinander und ergründet tragbare Räume. Parallel dazu fertigt er Naturabgüsse, die die ästhetische Kraft und Vergänglichkeit von Natur und Leben thematisieren. Diese ergänzt er mit großen Farbsteinen und erzeugt einen Dialog zwischen Natur und Künstlichkeit.
Die Sonderausstellung „Spuren legen. Mit Materialität erzählen“ präsentiert neun Künstler*innen, die Material als Träger von Botschaften verstehen. Sie machen sichtbar, in welchem Verhältnis Materialien zum Menschen stehen und welche gesellschaftlichen Strukturen sie spiegeln. Die Künstler*innen wenden sich dem Unscheinbarem zu, das dennoch von Bedeutung ist, und zeigen, was unsere Lebenswelten prägt. Ihr Schmuck steht für Wertvorstellungen und Herkunft oder formuliert Kritik. So lädt die Ausstellung dazu ein, unter die Oberflächen zu schauen: Über Nachhaltigkeit und Vergänglichkeit nachzudenken, vermeintlich starre Kategorien von Wertsystemen zu befragen und den Blick auf das eigene dingliche Umfeld zu schärfen.
Mit der Ausstellung „Aus dem Depot. Eine Bestandsaufnahme“ setzt das Haus seine Auseinandersetzung mit der eigenen Sammlung fort und zeigt deren Vielfalt. Die Ausstellung verdeutlicht die Entwicklungen von Schmuck nach 1945 auf nationaler wie internationaler Ebene und zeigt anschaulich, wie ein konventionelles Verständnis von Schmuck durch ein künstlerisches erweitert wurde. Zu sehen ist eine Vielzahl von Objekten, die Geschichten erzählen, die das Medium Schmuck als solches befragen oder neue gestalterische Wege eingehen. Zudem erzählt die Ausstellung davon, wie Sammlungen entstehen, welche Rolle Ankäufe, Schenkungen sowie prägende Persönlichkeiten und Strömungen dabei einnehmen.
Im Souterrain werden Arbeiten der 1958 geborenen Goldschmiedin Sabine Themme-Bauer ausgestellt, die 2025 mit dem Hanauer Schmuckpreis ausgezeichnet wurde. Ihr Schmuck zeichnet sich durch eine individuelle Formensprache und großes handwerkliches Können aus. Techniken, die an das textile Handwerk erinnern, Edelsteine und farbige Flächen aus Emaille sind wesentliche Gestaltungselemente ihrer Schmuckstücke. Themme-Bauer konzentriert sich auf Unikatschmuck, der auf Überflüssiges verzichtet. Er weist eine klare Linie auf; im Kontrast zu den farblichen Akzenten entsteht immer wieder ein Spiel aus Licht und Schatten.
Der Eintritt kostet 7 Euro pro Person, 2 Euro für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

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