Geschichtsdaten

Geschichte

Historischer Stadtplan

Eine Zeitreise durch Hanaus Geschichte.
Seit der Vor- und Frühgeschichte finden sich Siedlungsspuren auf Hanauer Stadtgebiet - und die Römer waren hier. Hanau, das waren über 200 Jahre zwei eigenständige Städte: Alt-Hanau und Neu-Hanau. Die Altstadt erhielt 1303 Stadt- und Marktrechte. Die Neustadt wurde 1597 von wallonischen und niederländischen Glaubensflüchtlingen gegründet. Erst um 1835 fanden die beiden Städte zu einer Kommune zusammen.
Hanau heute, das sind auch viele Stadtteile mit ihrer weit zurückreichenden eigenständigen Geschichte. Entdecken Sie die Vielfalt unserer Stadt. Reisen Sie mit uns in die faszinierende Geschichte der Brüder-Grimm-Stadt Hanau.

Seit der jüngeren Steinzeit erste Siedlungen Germanien beim Neuwirtshaus
ab 83 n. Chr.Bau des Limes und spätere Schaffung eines Überganges nach Germanien beim Neuwirtshaus.
  • 798 - Ersterwähnung von Mittelbuchen.
  • 806 - Erstmals Nennung des Ortes Auheim im Schenkungsverzeichnis des Klosters Lorsch.
  • 1143 - 20.3. Erste urkundliche Erwähnung Hanaus.
  • 1222 - 19.12. Erste urkundliche Erwähnung des Schlosses Steinheim.
  • 1234 - Erste urkundliche Erwähnung der Burg Hanau als Castrum in Hagenowen.
  • 1243 - Beginn der Stammreihe der Herren von Hanau mit Reinhard I.
  • 1294 - Die Kirche zu Niedersteinheim wird erstmals urkundlich genannt. Sie ist Mutterkirche für die Orte Obersteinheim, Großauheim, Klein-Auheim und Hainstadt.
  • 1300 - König Albrecht I. ernennt Ulrich I. von Hanau zum Landvogt der Wetterau.
  • 1301 - Ulrich I. zerstört die Steinheimer Burg.
  • 1302 - Die Mittelbuchener Pfarrkirche wird erstmals erwähnt.
  • 1303 - 2.2. Verleihung der Stadtrechte für Hanau und das Recht auf einen Wochenmarkt durch König Albrecht zu Habsburg (700-Jahrfeier in 2003).
  • 1317 - Erstmalige Erwähnung einer Kirche in Hanau. Sie ist der Heiligen Maria Magdalena geweiht (heutige Marienkirche).
  • 1320 - Bei der Burg Steinheim gelegene Siedlung erhält von Kaiser Ludwig dem Bayern die Stadtrechte.
  • 1338 - Vollendung der ersten Stadtbefestigung Hanaus.
  • 1351 - Belehnung mit Juden in hanauischen Orten.
  • 1419 - Vereitelung eines mainzischen Anschlags auf Stadt und Burg Hanau. Ausschank von Martiniwein.
  • 1425 - Der Mainzer Erzbischof Konrad von Daun erwirbt Burg und Stadt Steinheim und die beiden Auheim.
  • 1429 - Reinhard II. wird in den erblichen Reichsgrafenstand erhoben.
  • 1436 - Graf Reinhard II. verlegt seine ständige Hofhaltung von Windecken nach Hanau. Dies führt zu einem Aufschwung in der Stadtentwicklung Hanaus.
  • 1438 - Erzbischof Theoderich von Mainz verpfändet Großauheim an die Hanauer Gräfin Katharina.
  • 1449 - Umbau und Vergrößerung der Maria-Magdalena-Kirche, die Grabstätte der Hanauer Grafen wird.
  • 1458 - Teilung des Hanauer Grafenhauses in die Linie Hanau-Münzenberg und Hanau-Lichtenberg.
  • 1468 - Der Trompeter Hasefuß stiftet in der Bulau eine Kapelle zu Ehren des heiligen Wolfgang (Kloster Wolfgang).
  • 1478 - Erwerbung von Eschersheim, Ginnheim und Nauheim.
  • 1484 - Bau des zweiten Hanauer Rathauses Ecke Metzgergasse / Altstädter Markt.
  • 1496 - Annahme von "Münzenberg" in Titel und Wappen.
  • 1525 - Niederrodenbacher Bauern zerstören das Kloster Wolfgang.
  • 1528 - Beginn der Reformation in Hanau.
  • 1528 -31.Bau eines erweiteten Befestigungsgürtels nach dem Polygonalsystem.
  • 1537 - Baubeginn des "neuen" Rathauses (Altstädter Rathaus), dem heutigen Deutschen Goldschmiedehaus.
  • 1555- 1572  Ausbau des heutigen Schloss Steinheim.
  • 1559 - Annahme von "Rieneck" in Titel und Wappen.
  • 1593 - Erste Hanauer Druckerei durch Wilhelm Antonius gegründet. Erstes Abendmahl in reformierter Weise.
  • 1594 -.Erste französische Predigt in der Schlosskapelle zu Hanau.
  • 1595 - Graf Philipp Ludwig II. tritt die Regentschaft an. November – Bitte der schon in Hanau ansässigen Fremden um kirchliche, politische und wirtschaftliche Freiheiten. 18 Punkte an Graf Philipp Ludwig II.
  • 1596 - Vermählung des Grafen Philipp Ludwig II. mit Katharina Belgia, der Tochter Wilhelms von Oranien. 28.8. – Gesuch der Deputierten der reformierten Fremdenkirche in Frankfurt an den Hanauer Grafen um Schutz und Aufnahme in Hanau. Dezember – Erster Entwurf einer "Capitulation" (29 Abschnitte mit religiösen, politischen und wirtschaftlichen Bestimmungen der Ansiedlungen in Hanau).
  • 1597 - 1.6. Unterzeichnung der "Capitulation" durch Philipp Ludwig II. Sie gilt als Gründungsurkunde für die Neustadt Hanau und die Wallonisch-Niederländische Gemeinde.
  • 1600 - 9.4. – Grundsteinlegung der Wallonisch-Niederländischen Kirche.
  • 1601 - Eröffnung der Steinheimer Pforte. 8.4. – Verabschiedung der Ratsordnung für die Neustadt Hanau. 1.8. – Unterzeichnung des Transfix, mit weitreichenden "demokratischen" Freiheiten für die Neustadt. 5.1. – Philipp Ludwig II. empfängt in Steinau ein Schreiben des Kurfürsten von Mainz mit der Nachricht, daß er keine Festung in Hanau errichten solle. 18.5. – Hanauer Regierung berät erneut, "wie man Frankfurt wehe tun könne"; Sturio schlägt vor, alle Mittel anzuwenden, die nicht der Reichskonstitution zuwiderlaufen. 18.12. – Philipp Ludwig räumt den Juden einen Platz – die Judengasse – für ihre Ansiedlung ein
  • 1603 - Beginn der Gegenreformation in den zwischen Hanau und Kurmainz gemeinschaftlichen und in den vom Stift Würzburg zu Lehen führenden Gebietsteilen.
  • 1604 - Einweihung des Frankfurter Tors. 3.1. – Ratifikation von "Capitulation" und Transfix.
  • 1605 - Erstmals Pest in Hanau.
  • 1606 - Bürgermeister und der Rat der Neustadt wenden sich gegen die Errichtung von Zünften in der Neustadt.
  • 1607 - Februar – Subsidienordnung zur Unterhaltung einer Hohen Schule in Hanau und Ernennung von vier Scholarchen. 1.4. – Fünf mainzische Schiffe versenken das Hanauer Marktschiff. 18.7. – Philipp Ludwig fundiert die neue Landesschule. Fertigstellung der Doppelkirche von Wallonen und Niederländern.
  • 1609 - 29.10. – Erste Predigt durch Clement Bosio (du Boys) in der neuen Wallonischen Kirche.
  • 1610 - 18.7. – Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg schließt mit Johann Reinhard I. von Hanau-Lichtenberg einen Erbvertrag, nach dem beim Aussterben der einen Linie deren Besitz an die andere fallen soll.
  • 1612 - 12.3. – Graf Philipp Ludwig erläßt für die beiden Kirchengemeinden der Neustadt eine Kirchenordnung. 5.4. – Grundsteinlegung der neuen Hohen Schule durch Philipp Moritz.
  • 1617 - Einweihung des Kanaltors und Fertigstellung des Mainkanals.
  • 1618 - Beginn des Tabakhandels.
  • 1619 - Heirat zwischen Wilhelm V. von Hessen-Kassel und Amelie Elisabeth, Tochter von Philipp Ludwig II. und Catharina Belgia.
  • 1620 - Erste kriegerische Handlungen in Hanau.
  • 1629 - Einschließung der Festung Hanau.
  • 1630 - Einzug der befreundeten Schweden in Hanau während des Dreißigjährigen Krieges.
  • 1632 - Gustav Adolf schenkt das Amt Steinheim den Hanauer Grafen.
  • 1635 - 15.9. – Beginn der Belagerung Hanaus durch den kaiserlichen General Lamboy.
  • 1636 - 13.6. – Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel befreit mit einem hessisch-schwedischen Heer die Stadt Hanau von den Belagerungstruppen des Generals Lamboy.
  • 1638 - 12.2. – Major Freiherr Johann Winter von Güldenbronn befreit Hanau und vertreibt den schwedischen Stadtkommandanten, General Ramsay. Übergabe der Stadt an den Grafen Philipp Moritz.
  • 1642 - 12.1. – Aussterben der Linie Hanau-Münzenberg; die Linie Hanau-Lichtenberg tritt die Nachfolge an.
  • 1643 - Nachfolgevertrag mit Hessen-Kassel wegen der Grafschaft Hanau-Münzenberg.
  • 1647/48 - Kampfhandlungen und Plünderung in Großauheim, Steinheim und Klein-Auheim.
  • 1658 - Grundsteinlegung der Johanneskirche als neue lutherische Kirche in der Altstadt.
  • 1661 - Gründung der ersten deutschen Fayence-Manufaktur in Hanau.
  • 1664 - Einweihung der Johanneskirche.
  • 1665 - Einweihung des Gebäudes der Hohen Landesschule.
  • 1669 - 28.7. – Vertragsabschluß Friedrich Casimirs mit der Westindischen Kompanie in Amsterdam über die Gründung des Königreichs Hanauisch-Indien als hanauische Kolonie am Orinoco in Südamerika.
  • 1678 - 7.12. – Beginn des Hanauischen Mercurius, der ältesten hessischen Zeitung.
  • 1701 - 8.8. – Grundsteinlegung von Schloß Philippsruhe.
  • 1709 - Entdeckung des Gesundbrunnens durch zwei Kräuterweiber. Spätere Errichtung der Kuranlagen Wilhelmsbad an dieser Stelle.
  • 1712 - Erste Teile des Schloß Philippsruhe sind bezugsfertig.
  • 1714 - Erbauung der Hellerbrücke aus Stein und erstmalige Straßenbeleuchtung in Hanau. Die Fasanerie wird angelegt.
  • 1725 - Unter dem Titel "Wöchentliche Hanauer Frag- und Anzeigungsnachrichten" erscheint die erste Nummer des Hanauer Wochenblattes (aus dem sich der Hanauer Anzeiger entwickelt).
  • 1725- 1733 Bau des Neustädter Rathaus.
  • 1736 - Gründung der Leihbank durch Wilhelm VIII.
  • 1738 - Einweihung des Gebäudes der Hohen Landesschule.
  • 1756 - Besetzung der Grafschaft Hanau durch französische Truppen.
  • 1764 - Wilhelm, Graf von Hanau und Erbprinz von Hessen-Kassel, beginnt seine Herrschaft (ab 1785 Landgraf Wilhelm IX. von Hessen-Kassel, ab 1803 Kurfürst Wilhelm I. von Hessen-Kassel).
  • 1765 - Erbprinz Wilhelm läßt die Befestigungswälle zwischen Alt- und Neustadt Hanau niederlegen. Entstehung des Paradeplatzes (heute Freiheitsplatz).
  • 1767 - Einrichtung einer Hanauischen Post neben der Taxisschen Post (Hanauer Postamt bis 1816).
  • 1768 - Errichtung des Stadttheaters und des Kollegienhauses (heute Behördenhaus).
  • 1772 - Stiftung der Zeichenakademie als älteste Fachschule im ehemaligen Kurfürstentum Hessen.
  • 1775 - Errichtung der Ehrensäule.
  • 1776 - Durch Subsidienvertrag wird der Soldatenhandel im Feldzug Englands gegen Amerika abgeschlossen (ca. 2400 Hanauer gingen nach Amerika).
  • 1777 - Baubeginn für die Kuranlage Wilhelmsbad.
  • 1778 - 1.1. – Gründung des Hanauischen Magazins als gemeinnützige Wochenschrift.
  • 1780 - Bau eines Zeughauses. Goethe besucht Wilhelmsbad.
  • 1781 - 8.7. – Eröffnung des Theaters (Comoedienhaus) in Wilhelmsbad. Juli bis Sept. – Große Freimaurertagung in Wilhelmsbad.
  • 1785 - Abschaffung der Folter in Hanau. 4.1.– Geburt von Jacob Grimm.
  • 1786 - 24.2. – Geburt von Wilhelm Grimm.
  • 1787 - Per Dekret wird den Katholiken der Gottesdienst in der Stadt gestattet.
  • 1793 - Beginn des Lamboyfestes.
  • 1801 - Das Oberamt Steinheim wird von Kurmainz getrennt und Hessen-Darmstadt zugeordnet.
  • 1803 - Napoleon löst das Kurfürstentum Mainz auf. Wilhelm IX. nimmt den Titel des Kurfürsten Wilhelm I. an.
  • 1806 - Franzosen beschlagnahmen das Schloß Philippsruhe und schleifen die Befestigungsanlagen. Französische Militärverwaltung; Wilhelm IX. flieht nach Kassel.
  • 1808 - 10.8. – Gründung der Wetterauischen Gesellschaft für gesamte Naturkunde.
  • 1809 - 3.3. – Napoleon weist den Katholiken eine Kirche in Hanau zu (heute Mariae Namen).
  • 1812 - 13.5. – Napoleon mit seiner Gemahlin Marie Luise auf der Durchreise in Hanau. 16.12. – Napoleon übernachtet inkognito als Herzog von Piacenza im Gasthaus und Hotel "Zum Riesen" am Heumarkt.
  • 1813 - 30/31.10. – Schlacht bei Hanau zwischen französischen und bayerisch-österreichischen Truppen unter General Wrede. Letzter Sieg Napoleons auf deutschem Boden.
  • 1816 - Staatsvertrag zwischen Hessen-Darmstadt und Hessen-Kassel (Kurhessen). Der Main wird Grenzfluß.
  • 1817 - Gründung des ersten Turnvereins in Hanau. Gesetz zur Vereinigung des Fürstentums Hanau mit den kurhessischen Provinzen als unteilbares Ganzes.
  • 1818 - Vereinigung der lutherischen und reformierten Bekenntnisse zur Hanauer Union nach den Beschlüssen der Hanauer Synode vom 27.05.-01.06.1818. Die Wallonische und Niederländische Gemeinde treten nicht bei und wahren ihre Selbständigkeit.
  • 1821 - Ein gemeinsamer Bürgermeister für Alt- und Neu-Hanau.
  • 1829 - Älterer Teil des Stadtschlosses, Schloßturm und Margarethenturm sowie Kinzigbrücke werden abgerissen. Die katholische Pfarrei Hanau wird dem Bistum Mainz entzogen und der 1828 errichteten Diözese Fulda einverleibt.
  • 1830 - 24.9. – Hanauer Deputation kehrt aus Kassel zurück (Mautverhandlungen), danach Stürmung des Mainzollamtes durch Hanauer Bürger ("Hanauer Krawalle").
  • 1832 - 22. Juni. - Wilhelmsbader Fest mit rd. 10.000 Teilnehmern (nach Hambach das größte politische Volksfest in Deutschland)
  • 1834 - Gründung des Hanauer Handels- und Gewerbevereins als Vorläufer der Handelskammer. Durch die Kurhessische Gemeindeordnung werden Alt-Hanau und Neu-Hanau vereinigt.
  • 1837 - Erstes Hanauer Adreßbuch. Gründung der Turngemeinde Hanau.
  • 1841 - Eröffnung der Stadtsparkasse im Stadthaus.
  • 1843 - 30.8. – Baugenehmigung für die erste hessische Eisenbahnstrecke Hanau-Frankfurt.
  • 1844 - 18.9. – Bezirksverein für hessische Landeskunde wird als Vorläufer des Hanauer Geschichtsvereins auf Veranlassung des Regierungsrats Ruth gegründet.
  • 1848 - Nach der Französischen Februarrevolution wird Hanau Ausgangspunkt der kurhessischen Bewegung. Bildung von Bürgergarde und bewaffneten Freikorps. 2.3. – Empfang der Hanauer Deputation (Schärttner, Jung, Wagner) in Kassel. 10.3. – Hanauer Ultimatum an den Kurfürsten. In Hanau herrscht Kriegs- und Belagerungszustand. 12.3. – Hanauer Deputierte verkünden die Annahme des Ultimatums durch den Kurfürsten. 18.3. – Hanaus Oberbürgermeister Bernhard Eberhard wird Kurhessischer Minister des Inneren (bis 23. Februar 1850). 2.4. – Erster Deutscher Turnertag in der Wallonischen Kirche. Gründung des Deutschen Turnerbundes – Rede von Turnvater Jahn. 14.5. – Robert Blum, Mitglied der Nationalversammlung, hält eine Rede auf dem Maifest in Wilhelmsbad. 10.9. – Eröffnung der Eisenbahnlinie Frankfurt-Hanau. Das Marktschiff stellt seine Fahrten ein.
  • 1849 - 2.6. – Hanauer Turner unter Schärttner ziehen nach Baden.
  • 1850 - 7.9. – Verhängung des Kriegszustandes über kurhessisches Land. Wilhelmsbad wird kurze Zeit Regierungssitz der reaktionären kurhessischen Staatsregierung unter Staatsminister Hassenpflug.
  • 1851 - Inbetriebnahme von Gaslaternen als Straßenbeleuchtung. Inbetriebnahme der Königlich-Bayrischen Staatstelegraphenlinie von Aschaffenburg nach Hanau. Verhängung der Bundesexekution über das kurhessische Land. Die Strafbayern halten die Stadt neun Monate besetzt.
  • 1853 - Verbindung des Namens "Hanau" mit dem Regentenhaus Hessen (Titel "Fürsten von Hanau").
  • 1861 - Letzte öffentliche Hinrichtung auf dem Hanauer Schafott. Konstituierung der Freiwilligen Feuerwehr.
  • 1866 - 20.6. – Verhaftung des Kurfürsten durch Preußen. 16.7.– Preußische Truppen rücken in Hanau ein.
  • 1867 - Gründung des Allgemeinen Arbeitervereins durch Matthias Dassbach, Vorläufer der SPD.
  • 1869 - Geburt von August Gaul in Großauheim.
  • 1871 - Schloß Philippsruhe geht in den Besitz des Landgrafen Friedrich von Hessen über.
  • 1873 - Eröffnung der Mainbrücke zwischen Steinheim und Hanau.
  • 1874 - Eröffnung der ersten Hanauer Diamantschleiferei durch Friedrich Houy.
  • 1875 - Entstehung einer Pulverfabrik in der Bulau. Umbau von Schloß Philippsruhe.
  • 1879 - Steinerne Lamboybrücke wird dem Verkehr übergeben.
  • 1881 - Erster Bürgersteig (Hochtrottoir) wird am Kanaltor angelegt.
  • 1886 - 1.4. – Hanau wird kreisfreie Stadt und scheidet aus dem Kreis Hanau aus.
  • 1887 - Inbetriebnahme des ersten Hanauer Stadttelefons mit 45 Teilnehmern.
  • 1888 - Errichtung der Pumpstation Leipziger Straße.
  • 1889 - Übernahme der Platinschmelze durch Dr. Wilhelm Heraeus und Heinrich Heraeus.
  • 1890 - Bau der Hanauer zentralen Wasserversorgung und Kanalisation.
  • 1893 - 1.3. – Deutsche Dunlop Compagnie AG nimmt ihre Produktion von Fahrradreifen in Hanau auf.
  • 1895 - Geburt von Paul Hindemith.
  • 1896 - Nationaldenkmal der Brüder Grimm wird auf dem Neustädter Markt eingeweiht.
  • 1897 - Errichtung des Graf Philipp-Ludwig-Denkmals an der Französischen Allee.
  • 1898 - Betriebseröffnung des städtischen Elektrizitätswerkes.
  • 1902 - Dunlop AG produziert erstmals Autoreifen.
  • 1903 - Einweihung der Eberhardschule und des neuen Landratsamtes an der Eugen-Kaiser-Straße (Landratsamt, Polizeidirektion und Kreissparkasse befanden sich bis dahin im Geburtshaus der Brüder Grimm am Freiheitsplatz).
  • 1904 - Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zum Bau des Mainhafens.
  • 1907 - 1.4. – Eingemeindung von Kesselstadt.
  • 1908 - Einführung der elektrischen Straßenbahn in Hanau (heutige Hanauer Straßenbahn GmbH / HSB).
  • 1910 - Beginn der Kanalisierungsarbeiten im Main (bis 1920).
  • 1911 - Einweihung des Justizgebäudes an der Nussallee.
  • 1912 - Beginn der Bebauung der Villenkolonie "Hohe Tanne", Bau der Bezirksschule V, heute Gebeschuss-Schule, Eröffnung des Schlachthofes.
  • 1918 - 8.1. – Bildung eines Arbeiter- und Soldatenrates.18./19.2. – Unruhen in Hanau mit Plünderung des Lebensmittellagers und von Schloß Philippsruhe.
  • 1919 - 23.2. – Regierungstruppen und Bürgerwehr bringen Hanau in Regierungsgewalt.
  • 1920 - 6.4. – Französische Truppen besetzen Hanau. 17.5. – Räumung der Stadt von französischen Truppen.
  • 1924 - Einweihung des Mainhafens.
  • 1928- 18.11. – Einweihung der Stadthalle (ehemaliger Marstall des Stadtschlosses), Wohnbauprojekte Beethovenplatz, Hafen.
  • 1933 - Aussetzung der demokratischen Selbstverwaltung nach der nationalsozialistischen Machtübernahme. Beginn der Verfolgung und Deportation jüdischer und antinationalsozialistischer Bürgerinnen und Bürger.
  • 1938 - Vereinigung von Groß- und Klein-Steinheim zur Stadt Steinheim. In der Reichspogromnacht wird die jüdische Synagoge in der Nordstraße zerstört.
  • 1942 - Das Altstädter Rathaus wird Deutsches Goldschmiedehaus.
  • 1944 - Erste alliierte Luftangriffe auf Hanau.
  • 1945- 6.1. - Schwerer Bombenangriff. 19.3. – Vollkommene Zerstörung der Hanauer Innenstadt durch britischen Luftangriff (Einwohnerzahl sinkt unter 10.000). 28.3. – Einmarsch der US-Army nach Hanau. 18.8. – Bildung eines freiwilligen Ehrendienstes zur Trümmerbeseitigung. Erste Hanauer Nachkriegsvolkszählung (ca. 15.000 Einwohner)
  • 1946 - 26.5. – Wahl der ersten Stadtverordnetenversammlung nach dem Zweiten Weltkrieg. 24.6. - Die erste wieder frei gewählte Stadtverordnetenversammlung tritt im Schloss Philippsruhe zusammen. Beginn des Wiederaufbaus: u. a. Instandsetzung der Versorgungs- und Entsorgungsnetze, Aufstellung des ersten städtischen Bebauungsplanes in Hessen.
  • 1950 - Wiederaufbau der Stadthalle.
  • 1951 - Erwerb des Schloßes und des Schloßparks Philippsruhe vom landgräflichen Haus Hessen-Rumpenheim. Das erste hessische Dorfgemeinschaftshaus wird in Mittelbuchen eingeweiht (Heinrich-Fischer-Haus).
  • 1954 - Hanauer Volkszählung ergibt 39.511 Einwohner (Vorkriegshöchststand 42.191).
  • 1956 - Großauheim wird zur Stadt erhoben.
  • 1958 - Erstmalige Ausrichtung des Hanauer Bürgerfestes im Schloßpark Philippsruhe zur Erinnerung der Leistung des Ehrendienstes beim Wiederaufbau der Stadt Hanau. Wiedereröffnung des Goldschmiedehauses im Altstädter Rathaus. Errichtung des Mahnmals für die Opfer des Nationalsozialismus in der Martin-Luther-Anlage.
  • 1959 - Schaffung des Großparkplatzes Freiheitsplatz. Eröffnung des ersten kombinierten Garten- und Hallenbades der Bundesrepublik (Heinrich-Fischer-Bad). Errichtung der Karl-Rehbein-Schule.
  • 1960 - Inbetriebnahme des zentralen Busbahnhofes Freiheitsplatz.
  • 1963 - Hessentag in Hanau. Baubeginn in den neu erschlossenen Wohngebieten Tümpelgarten und Alter Rückinger Weg. Hanau wird Standort der Hessischen Bereitschaftspolizei.
  • 1964 - Bezug des neu erbauten Rathauses am Markt.
  • 1965 - Einweihung des wiederaufgebauten Neustädter Rathaues. Baubeginn für das Wohngebiet "Weststadt / Burgallee). Bau des Bettenhochhauses für das Stadtkrankenhaus.
  • 1966 - Unterkellerung des Marktplatzes und Schaffung einer Tiefgarage. Erweiterung der Stadthalle durch einen Bürgerhaus-Anbau. Neubau des Hanauer Hauptbahnhofes.
  • 1967 - Eröffnung des Historischen Museums Schloss Philippsruhe. Errichtung der Kläranlage an der Landstraße. Wiedereröffnung des Comoedienhauses Wilhelmsbad.
  • 1968 - Neubau der Kaufmännischen Schulen.
  • 1972 - Neubau von Main-Kinzig-Großsporthalle und Otto-Hahn-Schule, Schaffung der ersten innerstädtischen Fußgängerzone (Hammerstraße). Eingemeindung Mittelbuchens zur Stadt Hanau.
  • 1973 - Das Gewerbegebiet Nord entsteht.
  • 1974 - 1.7. – Im Rahmen der Hessischen Gebietsreform werden die Städte Großauheim, Klein-Auheim und Steinheim, die Gemeinde Wolfgang sowie der ehemalige Wachenbuchener Ortsteil Hohe Tanne Hanauer Stadtteile. Zugleich Rückführung Hanaus in den Main-Kinzig-Kreis als "kreisangehörige Stadt mit Sonderstatus".
  • 1975 - Fertigstellung des ersten hessischen "Albert-Schweitzer-Kinderdorfes" im Pedro-Jung-Park.
  • 1977 - Einbau des Glockenspiels im Rathausturm mit Melodien Paul Hindemiths. Neubau der Feuerwache. Renovierung der Reinhardskirche, Umbau zum Bürgerhaus.
  • 1978 - 675-jähriges Jubiläum der Altstadt Hanau. Neubau der Hohen Landesschule, Erwerb des Steinheimer Schlosses mit anschließender Totalsanierung. Das Stadtkrankenhaus wird Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Frankfurt/Main.
  • 1979 - Die Volkshochschule zieht in den "Hanauer Hof" an der Philippsruher Allee. Einrichtung des Spielhauses an der Marienkirche. Ausbau des Herbert-Dröse-Stadions mit Zuschauertribünen.
  • 1981 - 1175-jähriges Jubiläum des Stadtteils Großauheim. Neubau der Polizeidirektion des Main-Kinzig-Kreises am Freiheitsplatz.
  • 1982 - Totalrenovierung des Deutschen Goldschmiedehauses. Beginn der Sanierung der Altstadt Steinheims.
  • 1983 - Eröffnung Museum Großauheim und Hessisches Puppenmuseum Hanau-Wilhelmsbad. Verkehrsfreigabe der Autobahn A 66 im Norden Hanaus.
  • 1984 - 7.8. – Teile des Schlosses Philippsruhe werden durch einen Großbrand vernichtet. Das Bürgerhaus "Alte Schule Taubengasse" in Großauheim wird eröffnet.
  • 1985 - Gedenkfeiern zum 200. Geburtstag der Brüder Grimm. 1. Brüder Grimm-Märchenfestspiele.
  • 1986 - Eröffnung des Museums Schloss Steinheim. Richtfest Mehrzweckhalle Mittelbuchen. Wiederbelebung des Lamboyfestes zum 350. Jubiläumsjahr.
  • 1987 - Baubeginn August-Schärttner-Halle. Das Seniorenzentrum Kathinka-Platzhoff-Stiftung im Innenhof der Wallonisch-Niederländischen Kirche entsteht.
  • 1988 - Der Altstädter Markt wird verkehrsberuhigt, die Rosenstraße zur Fußgängerzone umgewidmet.
  • 1989 - Restaurierung des Römerbades Kesselstadt. Einweihung der August-Schärttner-Halle.
  • 1990 - Das Bürgerhaus "Marstall Steinheim" wird seiner Bestimmung übergeben. Die Nürnberger Straße wird Fußgängerzone. Beginn der "partnerschaftlichen Zusammenarbeit" mit Waltershausen / Thüringen.
  • 1991 - Gasexplosion bei Heraeus-Quarzschmelze. Neugestaltung der Philippsruher Allee.
  • 1992 - Sanierung des Betriebsgländes der Fa. Pintsch-Öl im Hanauer Hafen. Fertigstellung der Hellerbrücke.
  • 1994 - Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau der Martin-Luther-Stiftung.
  • 1995 - Gedenkfeiern "50. Jahrestag der Zerstörung Hanaus am 19. März 1945". Inbetriebnahme der südmainischen S-Bahn-Strecke Hanau-Frankfurt. Jubiläum "675 Jahre Steinheim".
  • 1996 - 100 Jahre Brüder-Grimm-Nationaldenkmal.
  • 1997 - 400-Jahrfeier der Gründung der Wallonisch-Niederländischen Gemeinde und Neustadt Hanau. Eröffnung des Technologie- und Gründerzentrums.
  • 1998 - Jubiläen "150 Jahre Revolution und Turnerbewegung Hanau 1848-1998" und "150 Jahre Gas- und Stromversorgung in Hanau". Eröffnung des Heimatmuseums Mittelbuchen. Beginn der Konversion militärischer Flächen in Hanau-Lamboy.
  • 1999 - Jubiläum "1200 Jahre Buchen". Feiern zum 75-jährigen Bestehen des Hanauer Hafens.
  • 2000 - Jubiläum "275 Jahre Hanauer Anzeiger".
  • 2001 - Hanau wird Oberzentrum. Grundsteinlegung zum Congress Park Hanau. Erste Hanauer Museumsnacht. Ratifizierung der Städtepartnerschaft mit Tottori / Japan.
  • 2002 - Zweite Hessische Landesgartenschau in Hanau mit rd. 800.000 Besuchern. Ratifizierung der Städtepartnerschaft mit Jaroslawl / Russland.
  • 2003 - Feiern zu "700 Altstadt Hanau" und "400 Jahre Judenstättigkeit". Eröffnung des Congress-Park Hanau (CPH). Der Marstall des ehemaligen Stadtschlosses ist Bestandteil des modernen Theater- und Konferenzzentrums.
  • 2004 - Das City Center Hanau am Kurt-Blaum-Platz wird eröffnet. Eberhardschule und Schule am Schlossplatz ziehen in die ehemalige Hessen-Homburg-Kaserne um.
  • 2005 - Gedenken zu "60 Jahre 19. März 1945" mit Aufführung von Brittens War Requiem. Wiedergründung einer Jüdischen Gemeinde Hanau mit neuem Gemeindezentrum in der Wilhelmstraße. Einweihung der neuen Wilhelmsbrücke. Anbau Goldschmiedehaus. Modernisierung der Gruppenkläranlage für 53 Millionen Euro. Eröffnung "Haus am Steinheimer Tor".
  • 2006 - Jubiläum "1200 Jahre Auheim". Hanau wird die offizielle Zusatzbezeichnung "Brüder-Grimm-Stadt" verliehen. Fertigstellung Hochwasserschutz Maindamm Kinzdorf. 1-Millionster Besucher der Brüder Grimm-Märchenfestspiele. Jiro Kamata 2. Hanauer Stadtgoldschmied.
  • 2007 - Ausschreibung Gutachten zum Brüder Grimm-Kulturzentrum. 100 Jahre Eingemeindung von Kesselstadt. 175 Jahre Wilhelmsbader Fest. Einweihung Zeitstrahl Nordbahnhofunterführung. Eröffnung Altenhilfezentrum Bernhard Eberhard.
  • 2008 - 100 Jahre Hanauer Straßenbahn. Europaweite Ausschreibung des Wettbewerblichen Dialogs Innenstadt Hanau, Abzug der US-Amerikanischen Streitkräfte, Beginn der Konversion von 340 ha ehemaliger Militärflächen. 200 Jahre Wetterauische Gesellschaft. Hanau tritt dem Verbund europäischer Napoleonstädte bei. Einweihung Katase-Skulptur auf dem Kurt-Blaum-Platz.
  • 2009 - Jubiläum "950 Jahre Kesselstadt". Vorstellung der Investorenvorschläge Wettbewerblicher Dialog Innenstadt Hanau. Auf dem ehemaligen Militärgelände Campo Pond werden Przewalski-Pferde angesiedelt.
  • 2010 - Einweihung der Gedenkstätte Ehemalige Ghettomauer. Entscheidung Wettbewerblicher Dialog Innenstadt Hanau.
  • 2011 - Bürgerwochenende zum Stadtumbau, 375 Jahre Lamboyfest, Eröffnung Kinopolis am Steinheimer Tor mit 8 Sälen für 1100 Zuschauer
  • 2012 - Eröffnung Fachmarktzentrum Kinzigbogen mit rd. 28.000 qm Verkaufsfläche, Beginn Abriss Westcarrée, 175 Jahre Turngemeinde Hanau 1837 a.V.
  • 2013 - Besuch von Bundespräsident Joachim Gauck mit Daniela Schadt in Hanau, Neubau Gastronomiegebäude Marktplatz, Sanierung Tiefgarage Marktplatz, 200 Jahre Schlacht bei Hanau mit Historienausstellung im Schloss Philippsruhe
  • 2014 - Richtfest für das Einkaufs- und Kulturzentrum Forum Hanau, Neugestaltung zentraler Omnibusbahnhof Freiheitsplatz, 30. Brüder Grimm Festspiele, 1. Jugendkurzfilmfestival Jung & abgedreht
  • 2015 - Reattraktivierung von Innenstadtstraßenräumen abgeschlossen, Eröffnung Forum Hanau mit Kulturforum / Stadtbibliothek, Einweihung Oppenheim-Denkmal "Moritz und das tanzende Bild" von Robert Schad / Pascal Coupot auf dem neuen Freiheitsplatz, Wiederwahl von Oberbürgermeister Claus Kaminsky (dritte Amtszeit in Direktwahl), Einweihung Paul Hindemith-Denkmal an der Paul Hindemith-Musikschule
  • 2016 - Einweihung des Hanauer Märchenpfades mit 11 hochwertigen Skulpturen durch die Innenstadt, Fertigstellung der Wohngebäude West- und Ostcarrée an der Französischen Allee, Verleihung Paul Hindemith-Preis der Stadt Hanau an Christoph Eschenbach
  • 2017 - 75 Jahre Deutsches Goldschmiedehaus, 75 Jahre Baugesellschaft Hanau, 50 Jahre Historisches Museum Hanau Schloss Philippsruhe, Einweihung Einkaufszentrum Rondo in Steinheim, Spatenstich Fraunhofer Institut im Technologiepark Wolfgang