Männer und ihre Tiere
Fotografien von Ruth Marcus
Der Falkner © Ruth Marcus
19.05.2026 - 18.10.2026
Wochentag: dienstags, mittwochs, donnerstags, freitags, samstags, sonntags
Uhrzeit: 10:00 - 18:00
Zum Kalender hinzufügenAusstellung im Schloss Philippsruhe
Die Idee, Männer und ihre Tiere zu fotografieren, hatte die Fotografin lange mit sich herum getragen. Verdichtet hat sie sich 2005 bei der Arbeit an ihrem ersten Bildband „Hundeaugenblicke“. Für diesen hatte sie Hunde fotografiert und dabei eher am Rand eine Beobachtung gemacht: Kamen die Tiere in Begleitung von Paaren, wurden die Frauen von ihren Männern oft überhaupt nicht beachtet. In einem Fall wurde mit dem Hund liebevoll geschmust und gespielt, während die Frau in der Ecke regelrecht „abgelegt“ wurde. Dieser „Spur“ ist sie gefolgt und hat sie fotografiert: Männer und ihre Tiere. Vor ihrer Kamera schmusen sie mit Katze, Elefant und Hengst; spielen mit dem Hund, gehen mit dem Papagei ins Bett und heulen mit den Wölfen. Lieben, füttern und beschützen, ohne sich um irgendwelche Rollenbilder oder ihren sozialen Status zu scheren. Männer mit einem Tier im Arm sind entspannt und im besten Sinn hemmungslos. Ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, ob sie am Morgen das richtige Deo verwendet haben oder die angesagte Jeans tragen, gewinnen sie mit der Authentizität des Tieres an ihrer Seite selbst an Authentizität. Wortlos scheinen Tiere den Männern Wert und Sinnhaftigkeit ihrer Existenz zu vermitteln und sie in einen Zustand fast kindlicher Unschuld zu versetzen; ihr Umgang mit den Tieren wirkt einfach, liebevoll, ruhig und natürlich. Dazu beitragen mag der Umstand, dass das Verhältnis zwischen Mann und Tier mit einer Klarheit der Hierarchie, Rollenzuweisungen und Funktionen verbunden ist, wie es sie zwischen den Geschlechtern in Zeiten von „Me Too“ längst nicht mehr gibt. In der Ausstellung im Schloss Philippsruhe werden über 80 Aufnahmen gezeigt. Großformatig und schwarzweiß.
Ort der Veranstaltung
Veranstalter und Kontakt
Nach dem Studium der Medizin arbeitete arbeitete sie zunächst als Ärztin und freie Medizinjournalistin. Seit 2005 widmet sie sich freien Fotoprojekten, zu denen sie meist durch Erfahrungen in ihrem persönlichen Umfeld angeregt wird: so war Dobermann-Hündin Töle das erste, vermutlich unerreichbare Model der Fotografin, dicht gefolgt von Araberhengst Sharon und Katze Tussie. Bislang hat sie 6 Bildbände publiziert. Bücher PferdeAugenBlicke; Männer und ihre Tiere; Katzen; Das große Buch der kleinen Hunde, Welpen und Hundeaugenblicke. Neben diesen Arbeiten wurden besonders ihre Fotografien der Skulpturen des Tierbildhauers August Gaul beachtet. Ihre Bilder wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Ruth Marcus lebt und arbeitet bei Frankfurt am Main.
Das umfangreiche Begleitprogramm findet sich hier.
NEWS: Schloss Philippsruhe ist dienstags bis freitags von 10-17 Uhr und samstags und sonntags von 11-18 Uhr geöffnet.