Stadt Hanau führt urbane Datenplattform „cosma 21“ ein

Zentrales Bürgerdashboard liefert Echtzeitinformationen für den Alltag / Daten helfen bei Stadtbesuch, Wetter, Parken und Klimaschutz / „Datalab“ unterstützt Verwaltung / Grundlage für zukünftige Smart-City Anwendungen/

Stadt öffnet digitale Bürger-Infoplattform

Dashboard Smartcity

Vorschau, wie das Dashboard aussieht

Wie voll ist die Innenstadt, in welchem Parkhaus sind noch Stellplätze frei, wo ist es an heißen Tagen vergleichsweise kühl und wie entwickeln sich Wetter- oder Umweltdaten in Hanau: Konkrete Antworten auf diese und viele weitere Fragen liefert ab sofort die Datenplattform „cosma21“, die die Stadt Hanau gemeinsam mit dem größten kommunalen IT-Dienstleister in Hessen, der ekom21 und der Urban Software Institute GmbH [ui!] entwickelt hat.

„Mit cosma21 machen wir Digitalisierung für die Menschen ganz konkret sichtbar und einfach erlebbar. Bürgerinnen und Bürger erhalten mit einem Klick Informationen, die ihnen im Alltag unmittelbar helfen können. Übersichtlich, kostenlos und ohne Registrierung. Wir sind weiter auf dem Weg, unsere Stadt noch intelligenter und datenbasiert zu entwickeln. Diese digitale Bürgerplattform ist ein handfester Beweis dafür, wie wir Hanau noch smarter gestalten“, sagt Stadträtin und Digitaldezernentin Isabelle Hemsley. Als wichtiger Baustein der Smart-City-Strategie „Stadtwandel.digital“ bündelt die Plattform erstmals unterschiedliche städtische Daten an einem Ort und macht sie verständlich, transparent und in vielen Bereichen in Echtzeit zugänglich.

Herzstück für die Öffentlichkeit ist das neue Bürgerdashboard. Dort werden Wetterdaten wie Temperatur, Niederschlag, Windgeschwindigkeit und UV-Index ebenso dargestellt wie Messwerte der Umweltsensoren- und Wetterstationen im Stadtgebiet. Eine Temperaturkarte zeigt aktuelle Werte, Vorhersagen und historische Entwicklungen und macht Unterschiede innerhalb des Stadtgebiets sichtbar. Ergänzt wird das Angebot durch Echtzeitinformationen zur Auslastung der Hanauer Parkhäuser mit freien Stellplätzen sowie zur Passantenfrequenz in der Hammerstraße und Nürnberger Straße.

Dadurch entsteht ein konkreter Mehrwert für den Alltag: Wer einen Besuch der Innenstadt plant, kann vorab prüfen, welche Parkhäuser freie Plätze bieten und wie stark die Innenstadt aktuell besucht ist. An heißen Tagen hilft die Temperaturkarte dabei, kühlere Bereiche der Stadt zu finden. Vor dem Verlassen des Hauses informieren Wetterdaten und UV-Index über die aktuellen Bedingungen. Bei angekündigten Starkregenereignissen führt das Dashboard direkt zum Frühalarmsystem der Stadt. Zudem besteht ein direkter Zugang zum „BürgerGIS“ (Bürger-Geoinformationssystem) mit zahlreichen Kartendiensten- und Geoinformationen der Stadtverwaltung. Hier sind unter anderem Informationen zu Flächennutzungen, Infrastruktur und Naturräume sichtbar.

„Mit cosma21 zeigen wir, wie moderne kommunale Digitalisierung funktionieren kann: Daten werden nicht nur gesammelt, sondern sinnvoll vernetzt und sowohl für Bürgerinnen und Bürger als auch für die Verwaltung nutzbar gemacht. Gemeinsam mit der Stadt Hanau schaffen wir damit eine zukunftsfähige Plattform, die kontinuierlich weiterentwickelt werden kann“, sagt Martin Kuban, Geschäftsführer der ekom21 GmbH.

Neben dem öffentlichen Bürgerdashboard umfasst cosma21 auch das verwaltungsinterne „Datalab“. Dort werden Daten aus unterschiedlichen Fachbereichen zusammengeführt, analysiert und für fundierte Entscheidungen genutzt. Aktuell unterstützt das System unter anderem die Auswertung von Klimadaten und der Temperaturkarte. Perspektivisch soll die Plattform um weitere Anwendungen ergänzt werden, etwa für intelligente Verkehrssteuerung, Umwelt- und Klimamonitoring, smarte Sensorik und die datenbasierte Stadtplanung.
Das Bürgerdashboard kann direkt über den Internetbrowser genutzt werden. Eine Registrierung oder App ist nicht erforderlich. Mit einem Klick auf die Plattform: Cosma21.

„Unserem Ziel, die Unternehmung Stadt Hanau bis 2030 vollständig zu digitalisieren, kommen wir mit Cosma21 ein großes Stück näher. Wir gestalten den Wandel im Sinne der Hanauerinnen und Hanauer, die weiterhin städtische Dienstleistungen analog erledigen können, und spätestens im Jahr 2030 eben auch digital. Dafür braucht es sichere und qualitativ hochwertige Strukturen und Lösungen“, so Stadträtin Isabelle Hemsley.