Glasexperimente im Schmuck von Mareike Blume

Mareikeblume Armschmuck
01.09.2026 - 18.10.2026

Wochentag: dienstags, mittwochs, donnerstags, freitags, samstags, sonntags

Uhrzeit: 11:00 - 17:00

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Vom 1. September bis zum 18. Oktober 2026 präsentiert das Deutsche Goldschmiedehaus Hanau im Foyer die Ergebnisse der Celia Holtzer Stipendien 2025.
Im Rahmen des Stipendiums konnten Mareike Blume und Kai Heck innerhalb von vier Monaten jeweils ein eigenes Projekt verfolgen. Dafür wurden sie sowohl finanziell unterstützt als auch fachkundig von Lehrenden der Staatlichen Zeichenakademie Hanau oder externen Expert*innen im jeweiligen Projektfeld begleitet.
 
Die Celia Holtzer Stipendien werden jährlich von der Gesellschaft für Goldschmiedekunst e.V. an zwei Absolvent*innen der Staatlichen Zeichenakademie Hanau im Andenken an Celia Holtzer (1957-2003) vergeben, die 1989 selbst dort Schülerin war. Die Stipendien sind eine Stiftung ihrer Eltern Jeanne Sybill Wallman Holtzer und Dr. Howard Holtzer.
 
Mareike Blume (*1991 in Braunschweig) brachte im Rahmen ihres Stipendiums die traditionsreichen Handwerke Glasbläserei und Goldschmiedekunst in einen Dialog. Im Fokus stand dabei das Erforschen der technischen und gestalterischen Kombinationsmöglichkeiten von Borosilikatglas und Metall im Schmuck. Borosilikatglas findet häufig bei Geräten oder Equipment in Laboren und Küchen Verwendung, es zeichnet sich durch seine Hitzebeständigkeit und Robustheit aus. Blume experimentierte mit den Gestaltungsmöglichkeiten, Eigenschaften und physikalischen Grenzen des Glases. Entstanden sind kleine Schmuckserien, die in ihrer Farbigkeit und Größe variieren und sich durch eine lebendige Oberflächengestaltung auszeichnen.
 
Kai Heck (*2000 in Mainz) fertigte während seines Stipendiums eine Flamberge, eine Zeremonialwaffe nach historischem Vorbild, an. Diese Waffen dienten seit dem 14. Jahrhundert vor allem der Repräsentation an Fürstenhöfen. Die Flamberge zeichnet sich durch ihre gewellte Klingenform aus. Heck schmiedete diese aus dem Flachstahl einer Blattfeder. Der Knauf, die Parierstange und die Griffstücke wurden im klassischen Sandgussverfahren aus Bronze gegossen. Der hölzerne Griff aus zwei Elementen ist gedrechselt und anschließend per Hand in Form gefeilt. Die für die Herstellung der Flamberge benötigten Techniken erprobte Kai Heck erstmalig während seines Stipendiums.
 
Am Montag, dem 21. September, um 14.30 Uhr findet im Deutschen Goldschmiedehaus Hanau ein Artist Talk mit den beiden Stipendiat*innen statt. In lockerer Atmosphäre ergibt sich die Möglichkeit mit Mareike Blume und Kai Heck ins Gespräch zu kommen und nähere Einblicke in ihre individuellen Projekte und die Zeit während des Stipendiums zu bekommen. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.
 

Ort der Veranstaltung

Veranstalter und Kontakt